Montag, 27. März 2017

Buch-Rezension: "Das Licht der letzten Tage" von Emily St. John Mandel

© Piper Verlag
Titel: Das Licht der letzten Tage
Autorin: Emily St. John Mandel
Verlag: Piper
Seiten: 416
Ausgabe: Taschenbuch
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 1. Februar 2017
Preis: 10,00 €
ISBN-10: 3492310230
ISBN-13: 978-3492310239
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon




Klappentext laut Amazon:
Ein Wimpernschlag, und die Welt ging unter. Eine Pandemie hat fast die gesamte Menschheit dahingerafft, doch selbst zwanzig Jahre danach, geben die Überlebenden nicht auf. Obwohl Tod und Verfall ihre ständigen Begleiter sind, haben sie nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie erinnern sich an all das, was einst so selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass es für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg durch eine leere Welt werden sie von unerschütterlicher Hoffnung geleitet, denn sie wissen: Selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit.


Meine Meinung:
Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt - an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür (:

Das Licht der letzten Tage. Wenn das mal kein schöner Titel ist. Hinzu kommt noch ein großartiges, romantisches und dennoch vielsagendes Cover und schon hat man mich. Nach Lesen des Klappentextes musste ich das Buch dann einfach zu mir holen und so kam es bei mir an und wurde quasi sofort begonnen. Ich freute mich auf ein spannendes, packendes und hartes Weltuntergangsszenario, was mich total umhaut und mir den Atem raubt. Bekommen habe ich allerdings etwas völlig anderes - zumindest am Anfang.

Die Lektüre beginnt nämlich nicht auf den Straßen eines harten Alltags ohne Strom, fließend Wasser und Essen, sondern ganz zivilisiert in einem Theater. Von dort bekommt der Leser mit, wie sich ein Virus auf der gesamten Welt verbreitet und schließlich auch im Theater ankommt. Plötzlich geht alles ganz schnell: Unser Protagonist Jeevan bekommt von einem guten befreundeten Arzt gesagt, dass es das Virus gibt und er alles daran setzen soll, die Stadt zu verlassen. Doch Jeevan entscheidet sich anders: Er deckt sich mit Lebensmitteln und Wasser ein und geht zu seinem Bruder. Dort verbarrikadieren sie sich und verfolgen über die örtlichen Nachrichten, wie sich das Virus mehr und mehr verbreitet und den Großteil der Menschheit vernichtet.

Ich muss sagen, dass ich anfangs etwas orientierungslos durch die Geschichte gegangen bin, denn der Start im Theater, in dem ein Schauspieler an seinem Herzversagen stirbt, ist so völlig anders als erwartet und setzt den Fokus auch auf etwas völlig anderes als auf den Weltuntergang. Und auch auf den nächsten circa 100 Seiten erfahren wir weniger über den eigentlichen Ablauf der Ausbreitung des Virus, sondern mehr über die individuellen Geschichten von Jeevan oder dem Mädchen Kirsten, welche als Kinderschauspielerin im Theater und später als Symphoniemitglied in Erscheinung tritt. Das führt dazu, dass man sehr viel über die Figuren erfährt, allerdings weniger über die übrigen Umstände.

Erst ab der Hälfte des Romans geht es dann tatsächlich um die Ausbreitung und die Folgen für die Menschheit, diesmal in Form der Erinnerungen einer Figur, die ich hier nicht näher benennen möchte. Erst ab diesem Zeitpunkt konnte ich dann wirklich ins Buch hinein finden und verstand den Aufbau, den die Autorin verfolgt. Bis dahin, war ich eigentlich immer etwas verwirrt. Ein weiteres tragendes Element ist die oben angesprochene Symphonie. Diese ist quasi ein Wanderzirkus, der nach Ausbruch des Virus durch Amerika reist und verschiedene Theaterstücke und Musikprogramme aufführt. Dabei erfährt man als Leser, wie die einzelnen Städte ihr Zusammenleben neu organisieren und welche teilweise sektenartigen Zusammenkünfte geschlossen werden. Interessant zu lesen, aber auch sehr anstrengend, da sehr viel über die Struktur der Symphonie berichtet wird als über die Missstände des Landes.

Trotz dieser Verworrenheit muss ich sagen, dass ein großer Pluspunkt dieses Romans die Figuren sind: Wirklich jede Protagonistin und jeder Protagonist sind sympathisch, bringen einem zum Lachen oder Weinen und präsentieren ihre Gefühlswelt sehr gut und nachvollziehbar. Man fühlt mit und hofft das Beste und möchte unbedingt, dass sich die Personen selbst finden. Denn auch das scheint eine Thematik des Romans zu sein: Wer ist man, wenn alles, was man bisher kannte, verschwunden ist? Wenn man seine Lieben verloren hat und alle festen Anker seines Lebens hinter sich lassen musste? Diese Fragen wirft der Roman auf und beantwortet sie auch teilweise.

Mein Fazit:
Ich beendete den Roman mit einem gemischten Gefühl, denn einerseits konnte mich das Setting und die Figuren begeistern, andererseits empfand ich den Aufbau des Romans als störend. Denn richtig reingekommen bin ich erst ab Seite 200, bis dahin kämpfte ich mich wirklich durch und konnte die Geschichte nicht wirklich genießen - obwohl mir die Figuren sympathisch waren. Schade, denn die Szenerie und Idee hätte bestimmt mehr hergegeben. Dennoch bin ich besonders mit der letzten Hälfte sehr zufrieden, denn hier kam die Action, die mir bis dato gefällt hatte. Außerdem erfuhr man mehr über die die Umstände und auch zwischen den einzelnen Figuren wurden endlich Parallelen gezogen oder gemeinsame Handlungsstränge entwickelt.

Insgesamt ergibt das für mich 3 von 5 Punkten. Die Grundidee und Figuren sind großartig, am Aufbau und der letztendlich Umsetzung scheitert es in vielen Aspekten.

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Auf listen by Lenny. präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram ein Abo da lasstmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (:

Dienstag, 21. März 2017

Album-Rezension: "Guten Morgen Freiheit" von Yvonne Catterfeld

© Veritable Records
Yvonne Catterfeld legte in den letzten Jahren eines der Comebacks überhaupt hin! Die Erfurter Sängerin hatte Anfang der 2000er große Erfolge mit Songs wie "Für dich" und "Du hast mein Herz gebrochen" und begeisterte Tausende an Fans im Sturm. Doch dann wuchs die Sängerin aus ihrer Musik und scheinbar auch ihrer öffentlichen Person heraus und nabelte sich zuerst komplett ab. Nach einigen Jahren veröffentlichte sie dann das jazzige "Blau im Blau" und Fans wussten nicht so recht, was sie damit anfangen sollten. Es wurde still um die Sängerin und als die deutsche Musikszene schon fast nicht mehr mit ihr gerechnet hätte, kehrte Yvonne zurück - nämlich mit der Sendung Sing mein Song. Hier überzeugte sie Millionen Zuschauer mit Covern und stellte auch nochmal ihr 2013er Album "Lieber so" vor - welches ich schon bei ursprünglicher Veröffentlichung liebte. Ab diesem Zeitpunkt fand Yvonne den Mut eigene Entscheidungen zu treffen: Sie trennte sich von ihrem Manager, gründete ihr eigenes Label Veritable Records und arbeite an einem Album, welches zu 100 % sie darstellte. Das hören wir nun, unter dem treffenden Namen "Guten Morgen Freiheit".

Und tatsächlich kann man den Unterschied sehr deutlich hören: Yvonne verarbeitet Raggae-Sounds mit HipHop-Beats und Pop-Klängen und spricht dabei nicht nur über die liebe Liebe, sondern äußert durchaus auch gesellschaftskritische Inhalte, die sie als reife und reflektierte Frau darstellen. Besonders deutlich wird das natürlich mit der Vorab-Single "Irgendwas", die davon spricht, immer mehr haben zu wollen, obwohl man gar nicht weiß, wozu. Doch auch Songs wie "Besser werden" und besonders "5 vor 12" im Duett mit Teesy zeigen, wie man in Pop-Musik auch, was Politik und Wirtschaft angeht, Stellung beziehen kann. Dabei ist es gar nicht so frontal "auf die 12" wie im ersten Moment angenommen: Mal äußert Yvonne mit leisen Tönen Kritik, mal macht sie sich lustig über allwissende Politiker und mal merkt man diese Kritik durch die emotionale Darbietung des Gesangs. Eins haben alle Songs aber gemeinsam: Sie sind wunderbar geschrieben, haben Niveau und weißen eine wirklich qualitativ hochwertige Produktion auf.


Doch auch gute Laune kann Yvonne: Der Titeltrack "Guten Morgen Freiheit" zaubert mir jedes Mal aufs Neue ein Lächeln ins Gesicht und steigert damit meine Laune ungemein. Wenn ich einen Lieblingstrack benennen müsste, dann wäre dieser Song definitiv eine Option. Thematisch ähnlich, aber etwas leichtsinniger und musikalisch total anders ist "Freisprengen", der davon handelt, wie sich Yvonne von all den Dingen trennt, die ihr nicht gut tun, um sich selbst wieder zu finden. Diese Songs machen einfach Spaß, gehen ins Ohr und zeigen eine nicht ganz so nachdenkliche und dennoch tiefsinnige Sängerin mit viel Charisma.
Aber wie schon versprochen: Auch Liebe hat Yvonne nicht verlernt, singt aber über diese sehr viel selbstbewusster und gereifter als früher. Ein persönliches Highlight für mich ist "Tür und Angel", bei dem ich immer an einen ganz besonderen Menschen denken muss und mir deshalb Gänsehaut bereitet. Selbes Gilt auch für "Was bleibt", den die Sängerin für ihren Sohn komponiert hat, doch auch "Pass gut auf dich auf" hat Gänsehaut-Potenzial vom feinsten und sollte als Abschlusssong noch einmal genauer angehört werden. Insgesamt sind das die Songs, die für mich die Platte rund machen und mich dazu verleiten, sie immer und immer wieder anzuhören.


Aufmerksamen Lesern der Titelliste mag aufgefallen sein, dass es einen Song doppelt gibt: "Mehr als ihr seht" wird nämlich in zwei verschiedenen Versionen vorgetragen. Einmal in der Solo-Version, in der Yvonne, so scheint es zumindest, von allem los reißt und völlig ungeniert einfach das anspricht, was sie wirklich denkt. Diese Selbstsicherheit tut dem Song gut und verleiht ihm eine ganz besondere Rolle auf der LP. Noch viel besser finde ich dabei Part 2 des Tracks, der einen Rap-Part von MoTrip liefert, der noch einmal einen oben drauf setzt und unbedingt SO als Single veröffentlicht werden muss. Überhaupt sind die Gastsänger und - rapper auf "Guten Morgen Freiheit" eine wahre Wucht: Bengio, Chima, MoTrip und Teesy verleihen den Songs ihre ganz eigene Note und harmonieren wunderbar mit Yvonne. Es ist interessant zu sehen, wie Yvonne jeden dieser Stile zu ihrem eigenen macht und man ihr als Zuhörer wirklich abkauft, dass sie diesen lebt. Wahrscheinlich weil sie genau das tut: Die Stile lebt. Als Fan kennt man sie ja noch von früher (auch als Nicht-Fan tut man das bestimmt) und da ist es einfach so ungewohnt, all diese Musikrichtungen von ihr zu hören. Sie selbst sagte ja, sie seien schon immer in ihr gewesen, aber nie durchgekommen. Gut, dass sich diese nun entschieden haben herauszukommen und uns Zuhörer zu begeistern.



Wie man merkt: Ich bin verliebt und fühle mich in der neuen Welt von Yvonne total wohl. Ich war schon vom Vorgänger "Lieber so" begeistert und konnte mir nur schwer vorstellen, wie Yvonne diese Platte toppen will. Allerdings musste ich beim anhören von "Guten Morgen Freiheit" gar nicht an den Vorgänger denken, denn sie ist so anders, so experimentell und so frisch, dass es eine ganz eigene Liga darstellt. Ich möchte gar nicht sagen, welches Album mir besser gefällt - denn sie sind beides Meisterwerke! Und auch live sieht man, dass Yvonne angekommen ist: Sie performt die Songs mit einer Selbstverständlichkeit und Freude, dass man es als Zuhörer einfach genießen MUSS. Bei dem Konzert in München gefielen mir natürlich die Songs, die mir schon auf der Platte besonders positiv aufgefallen sind, aber auch Tracks, die ich jetzt beim ersten Hören als nicht so stark empfand, haben es mir angetan: Besonders "Straßen aus Salz" möchte ich hier nennen: Auf dem Album empfand ich ihn als emotional, habe aber gar nicht so richtig auf den Text gehört. Anders beim Konzert: Yvonne erzählte die Geschichte dahinter und fing dann an zu singen - der Saal schwieg für diese drei Minuten und hatte einstimmig Gänsehaut. SO muss eine Künstlerin live wirken, genau SO muss ein Konzert sein. Wer also die Sängerin noch nicht live gesehen hat, sollte dies unbedingt tun. Stimmlich top und wie auf dem Album, wenn nicht sogar besser, und eine Stimmung, wie man sie sich nur erträumen kann. Yvonne, wir sehen uns wieder <3
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Montag, 20. März 2017

Single-#Update im März 2017

Herzlich Willkommen zum neuen #Update!
Mensch, die Monate vergehen zu schnell: Eigentlich wollte ich genau zum 15. März mein neues #Update hochladen, eben genau an dem Tag, an dem ich es eigentlich jeden Monat hochlade. Jetzt war ich aber letzten Februar in England, weshalb das #Update für den vergangenen Monat später kam und weshalb ich total in Verzug geraten bin :D Wie dem auch sei, kein großes Gelabber mehr, her mit den Songs, die ich im März rauf und runter gehört ab - im wahrsten Sinne des Wortes!


Vielleicht noch eine kleine Anmerkung: Die Playlist ist voll von Songs mit ESC-Bezug. Die Vorentscheidssaison 2017 war nämlich im vollen Gange und ich habe es total gefeiert - entschuldigt also, wenn es voll von solchen Nummern ist :D Reinhören lohnt sich aber, denn es sind wahre Perlen dabei (:


1. Levina - "Perfect Life" (Madizin Mix)
Ja, ich bin ein ESC-Fan. Schuldig, im Sinne der Anklage. Und ja, ich war eigentlich für den anderen Song beim Vorentscheid (ich denke auch immer noch, dass "Wildfire" die bessere Wahl für Kiew gewesen wäre). Dennoch: Ich mag es einfach, hinter unserem Song stehen zu können und ganz ehrlich: Levina ist hübsch, der Song ganz gut und ich muss mich eh damit beschäftigen. Und letzte Woche veröffentlichte die junge Sängerin dann auch noch einen Remix von Madizin, der ja bekannt dafür ist, "Geiles Leben" von Glasperlenspiel so geremixed zu haben, dass dieser zum Hit wurde. Und auch "Perfect Life" klingt in seiner Version einfach nur mega! So höre ich mir den Track wirklich VIEL lieber an als in der Single-Version. Ich hatte ja gehofft, man nimmt den für den Eurovision Song Contest, aber wie jetzt bekannt wurde, gibt es wohl eine andere Version zum ESC - allerdings ist diese NICHT der Madizin Mix. Schade, denn hier vergeudet man mal wieder Potenzial - but what do I know? Aber alles mit Ruhe, wer weiß, vielleicht verarbeitet der Remix ja einige Elemnte von Madizin und wir haben unsere perfekte Version zu "Perfect Life" - es wäre uns deutschen ESC-Fans zu wünschen.



2. Nathan Trent - "Running on Air"
ESC-technisch geht's weiter - und zwar noch die nächsten drei Songs lang. Auch Österreich hat über seinen Vertreter abgestimmt... also naja, eine Jury hat das gemacht, aber gut: Nathan Trent ist der Auserwählte und präsentiert am 11. Mai seinen Song "Running On Air" im 2. Halbfinale. Mir gefällt die Einfachheit des Tracks und dieses Gefühl, dass man gar nicht versuchen will, auf die lauten Töne zu gehen. Diese Unaufgeregtheit macht den Song aus und tut gut auf meiner Playlist. Auf eurer ja vielleicht auch (: Ich wünsche Österreich damit viel Erfolg und hoffe, wir sehen uns im Finale am 13. Mai 2017 ;-)


3. Loreen - "Statements"
Der Schock in Schweden war groß: Loreen, die ESC-Siegerin 2012 und Interpretin von "Euphoria", nahm erneut am Vorentscheid teil. Das Publikum rechnete mit einem klaren Finaleinzug, doch es kam anders: Loreen schaffte es zunächst nur in die "2. Chance-Runde" und schied dann überraschend aus. Sehr schockierend, denn ich mag "Statements" total. Der Song ist sehr aggressiv und stößt den Zuhörer vielleicht zunächst etwas vor den Kopf, aber ich liebe Loreen's Stimme bei dem Titel und die Einbindung von orientalischen Klängen ist subtil, aber wichtig, um dem Track das gewisse Etwas zu verleihen. Mir gefällt's und ich hätte das sehr gerne in Kiew gesehen. Schade, Schweden, denn der jetzige Vertreter (Robin Bengtsson mit "I Can't Go One") ist zwar ganz nett, aber einfach nicht mehr. Immerhin hat Loreen auf meiner Playlist weiterhin Bestand. Danke dafür!


4. Ace Wilder - "Wild Child"
Auch in Schweden entdeckt und sofort geliebt: Ace Wilder mit "Wild Child". Gut gemachter Pop á la Icona Pop oder Charlie XCX begeisterte mich die Sängerin bereits im Jahr 2016 mit "Don't Worry" und auch 2017 gelang ihr das selbe Gefühl bei mir auszulösen. Dieser Song klingt nach Sommer, Spaß und ist wie zum Mitsingen gemacht. Auch das hätte ich gerne in Kiew gesehen. Verpasste Chance Nummer 2, Sverige! Dennoch: Ace gehört wohl zum Standardinventar einer jeden Eurovision-Vorentscheids-Saison und ich möchte sie gar nicht mehr missen!

5. Sia - "Helium"
Es wird emotional. Und zwar gleich zwei Mal. Sia nahm für den Fifty Shades Darker-Soundtrack die emotionale Ballade "Helium" auf, der im Film wunderschön inszeniert ist und mir sofort auffiel. Natürlich musste ich den Song sofort haben und seitdem läuft er im Prinzip rauf und runter. Die ganze Zeit. Besonders wenn es draußen schmuddelig ist und regnet. Denn genau zu so einem Wetter passt er, auch wenn die Geschichte eine andere ist. Hier geht es nämlich eigentlich darum, wie sehr man einen anderen Menschen liebt und diesen braucht - und genau das zum Schwachpunkt werden kann. Trotzdem geht man das Risiko ein und lässt damit zu, verletzt zu werden. Wenn aus diesem Gefühl aber "Helium" entsteht, dann ist es das Risiko definitiv wert!

6. Lea Michele - "Love Is Alive"
Gefühlvoll geht es weiter. Lea Michele habe ich euch bereits im Februar vorgestellt, da noch mit Songs aus ihrem 1. Album "Louder". Nun kündigte sie für April ihr 2. Werk "Places" an und veröffentlichte die erste Single "Love Is Alive", die mich total an große Sängerinnen wie Céline Dion und die frühe Mariah Carey erinnert. Wunderschön gesungen mit einer grandiosen Instrumentalisierung und einem tollen Aufbau - da muss man einfach reinhören. Und trotz des eher klassischen, dennoch traurigen Sounds, hat der Titel etwas sehr Positives. Ach, ich freue mich auf die gesamte LP!


7. Little Mix feat. Machine Gun Kelly - "No More Sad Songs"
Diesen Song habe ich gar nicht soooooo oft gehört, aber er ist einfach zu gut, um ihn vor euch zu verheimlichen. Little Mix begeisterten mich ja mit ihrem Album "Glory Days", welches ich euch quasi schon seit Monaten aufs Auge drücke und auch ihre neue Single "No More Sad Songs" gehört zu meinen Favoriten auf der Platte. Diesmal präsentiert sie sich aber als Remix mit dem Rapper Machine Gun Kelly und begeistert auch da. Das Video soll bald schon veröffentlicht werden und ich bin gespannt, was es zu bestaunen gibt. Mal sehen, was sich die Mädels ausgedacht haben :D

8. Melanie C - "Dear Life"
Letztens fuhren wir zu einer Freundin und im Radio wurde groß die neue Single von Melanie C angekündigt - richtig, die Melanie C von den Spice Girls. Ich kenne keine Alben von ihr, doch der Song konnte mich wirklich überzeugen. "Dear Life" hat etwas sehr Reflektiertes und klingt modern und frisch, dennoch aber typisch Mel C. So richtig beschreiben kann ich es gar nicht, aber ich würde mir wünschen, dass der Song mehr Beachtung finden würde. Ich persönlich fühle mich in die frühen 2000er versetzt, gleichzeitig klingt der Track aber trotzdem nach 2017. Wie das geht? Hört selbst!

9. Louisa Johnson - "Best Behavior"
Diese ehemalige X Factor-Gewinnerin macht einfach ihr Ding und hat sichtlich Spaß mit ihrer Musik. Louisa Johnson kann man mit ihren Songs "So Good" und "Tears" schon auf meinem Handy vorfinden, jetzt reiht sich "Best Behavior" nahtlos ein. Der Song ist eine Mischung aus coolen RnB-Sounds und eingängigen Pop-Einschlägen, die insgesamt einfach einen Chartbreaker formen. Ich bin wirklich sehr gespannt auf das gesamte Debüt-Album, welches sofort nach Erscheinen bei mir eintrudeln werden.


10. Zara Larsson - "One Mississippi"
Oh. Mein. Gott. Wie gut ist Zara Larsson bitte? Nachdem die schwedische Sängerin im letzten Jahr quasi ständig die Charts bestimmte, beispielsweise mit "Lush Life", "This One's For You", "Ain't My Fault" oder "I Would Like" (oder tausend anderen Tracks), liefert sie nun ihr vielfach erwartetes 2. Studioalbum "So Good" ab und ich muss sagen: Ich. Liebe. Es. So muss sich Pop im Jahre 2017 anhören. Eine Album-Rezension folgt noch, bis dahin präsentiere ich euch hier mein Highlight: Die Ballade "One Mississippi", die eine emotionale Liebesgeschichte von Anfang bis Ende erzählt. *Seufz* - ich bin verliebt und gleichzeitig traurig *.*

11. Yvonne Catterfeld - "Guten Morgen Freiheit"
Wie schon auf Facebook erwähnt, erschien am 10. März das neue Album von Yvonne Catterfeld, "Guten Morgen Freiheit". Ich bin ja großer Fan der Sängerin seit ich sie mit "Für dich" kennengelernt habe und habe sie seitdem eigentlich immer mal wieder verfolgt und geguckt, ob denn schon was Neues draußen ist. So stieß ich auch 2013 auf ihre LP "Lieber so", welches ich herausragend fand. Doch die Platte sollte nur der Anfang sein: Es folgte die Teilnahme bei Sing mein Song, ein anschließender Coaching-Job bei The Voice und die Gründung ihres eigenen Labels Veritable Records. Und jetzt - vier Jahre nach der Veröffentlichung ihres letzten Albums - erschien ENDLICH ihr neues Studioalbum. Dabei gefällt mir eigentlich die gesamte Platte, aber der Titeltrack hat es mir irgendwie besonders angetan. Vielleicht liegt es am schönen Video oder einfach an der positiven Message, aber "Guten Morgen Freiheit" gefällt mir nicht nur, sondern weckt mich auch jeden Morgen. Das heißt schon was!


12. Kygo & Selena Gomez - "It Ain't Me"
Kennt ihr noch meine Jogging-Lieder? Also Lieder, die ich gerne anhöre, wenn ich gerade laufe und mir die Seele aus dem Leib schwitze? Was sich wie Lieder anhören, die eigentlich nicht gut sein können, sind mir fast die liebsten, denn sie bleiben ganz lange auf meiner Playlist. Eben so ein Lied ist "It Ain't Me" von Kygo und Selena Gomez. Mir gefällt wirklich alles an dem Track: Der Aufbau mit den ruhigen Strophen und dem ausbrechenden Refrain; die Story, die der Song erzählt als auch die Stimme von Selena Gomez auf dem Track.

13. Ed Sheeran - "Galway Girl"
Natürlich darf auch dieser junge Mann nicht fehlen: Ed Sheeran dominiert die Popwelt 2017 und wird von so gut wie jedem gehört. Richtig so, denn sein neues Album ist einfach grandios! Dabei habe ich euch auf die Playlist einen meiner Lieblingstracks gepackt: "Galway Girl" erzählt die verrückte Geschichte eines Mädchens, die in einer irischen Band spielt, sich aber in einen Engländer verliebt. Lustig, typisch irisch und sehr, sehr eingängig, könnte ich mir vorstellen, dass das der neue Radio-Hit wird. Gut, dass sich Ed dazu entscheiden hat, ihn als nächste Single auszukoppeln ;-)


14. Elif - "Doppelleben"
Schon im letzten Monat vorgestellt und immer nach brandaktuell: Elif und ihre Single "Doppelleben". Ich habe das Gefühl, dass mit jedem Hören der Song noch besser wird, weil man viel mehr Details raushört. Elif liefert schon seit Jahren qualitativ hochwertigen Pop, der ihre Wurzeln verarbeitet und gleichzeitig auch auf moderne Einflüsse eingeht. Für mich eine Meisterleistung und quasi Pflicht, wenn man auf deutschen Pop steht. Und wenn nicht, sollte man trotzdem reinhören, es lohnt sich nämlich extrem.

15. Roger Cicero - "In diesem Moment"
Als Abschluss meiner kleinen, aber feinen #Playlist habe ich mir etwas ganz Besonderes ausgesucht: Denn letzten Freitag wurde posthum das Best of von Roger Cicero, "Glück ist leicht", veröffentlicht. Ich war nie der aller größte Fan, habe aber Roger immer für seine Eigenständigkeit und Mut bewundert. Viele seiner Songs haben mich außerdem durch die verschiedensten Lebenslagen gebracht: "Frauen regier'n die Welt" war der erste Eurovision Song Contest, den ich so richtig aus eigenem Antrieb verfolgt habe, zu "Zieh die Schuh aus" und "Ich atme ein" habe ich nach Sing mein Song abgedanct und sein bisher unveröffentlichter Song "Eine Nummer zu groß" verlieh mir Gänsehaut beim ersten Hören. Tja, und "In diesem Moment" ist für mich einfach ein kleines Meisterwerk, weshalb er in diese Playlist aufgenommen wurde.

Danke Roger, für großartige Musik, inspirierende Worte und wundervolle Momente, die ich mit dir und deiner Musik hatte und weiterhin haben werde.



Das war's auch schon - welche Songs hört ihr euch im Moment rauf und runter an? Lasst es mich wissen (:
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