[Update] Unser Song für Österreich - Kandidaten, Lieder & Einschätzung



In genau einer Woche ist es so weit: Deutschland entscheidet, welcher Act das Ticket nach Wien bekommt und uns beim 60. Eurovision Song Contest vertreten darf und somit das Erbe von Lena antritt - hoffentlich. Denn in den folgenden Jahren sah es weniger berauschend aus: zwar konnte Roman Lob noch einen tollen 8. Platz erreichen, anschließend sackten wir aber ziemlich ab, lagen mit der "sicheren Wahl" Cascada ziemlich daneben, erreichten - trotz guter Performance - einen schlechten Platz 21. Nachdem dann das Vorentscheidungskonzept geändert und das Clubkonzert vorgestellt wurde, schafften es Elaiza Deutschland zu überzeugen und durften in Kopenhagen ran - um leider kläglich zu scheitern und nur einen Platz 18 mit nachhause bringen konnten.

Doch das wird sich im Jubiläumsjahr des Contests hoffentlich ändern - das System ist das gleiche wie letztes Jahr: acht Acts kämpfen um Deutschland präsentieren zu dürfen. Dabei waren sieben der acht Acts schon von vornherein qualifiziert, die ARD sah Sendungen von Plattenfirmen durch und entschied sich für diese: Alexa Feser, LAING, Mrs. Greenbird, Andreas Kümmert, Noize Generation, FAUN und Fahrenhaidt. Der achte Act wurde wieder durch ein Clubkonzert gesucht, für das man sich über YouTube bewerben konnte. Dies taten dann auch fast 1300 Sängerinnen und Sänger. Schaffen konnte es aber nur eine, nämlich Ann Sophie! Sie ergatterte mit dem Titel "Jump the Gun" das Ticket für Hannover und darf, neben den oben genannten Acts, ebenfalls antreten.

Wer das alles jetzt noch nicht mitbekommen, das Clubkonzert noch gar nicht verfolgt hat und deshalb auch keinen Plan hat, von was ich rede, der sollte mal auf diesen Link hier klicken - dort kommt man nämlich zu meinem Live-Ticker, den ich live am Clubkonzert-Abend mitgeschrieben habe:


Für alle andere stellt sich jetzt die große Frage: wer wird es? Wie gut sind die Acts? Wie sind die Songs? Und genau um diese Fragen soll sich dieser Post drehen - meine ganz persönliche Wahrnehmung und Einschätzung der Songs, Kandidaten und Performances.

1. Ablauf der Show
Der Ablauf der Show ist etwas kompliziert, man kann ihn aber durchaus verstehen:

Runde 1: Jeder der acht Kandidaten trägt zunächst ein Lied vor. Anschließend dürfen die Zuschauer für ihren Lieblingskandidaten anrufen. Die vier Teilnehmer mit den meisten Anrufen kommen eine Runde weiter.

Runde 2: Die vier verbleibenden Kandidaten präsentieren einen zweiten Song, eine zweite Option quasi. Im Anschluss ruft der Zuschauer für den Song an, den er favorisiert. Die Kandidaten mit den meisten Stimmen kommen weiter mit dem Song, der dann ebenfalls die meisten Stimmen bekommen hat - so wissen wir nach dieser Runde, welche unsere zwei möglichen Songs für Wien sind.

Runde 3: Die zwei übrig gebliebenen Kandidaten performen ihren möglichen Gewinnersong. Anschließend entscheiden die Zuschauer, welcher Titel "Unser Song für Österreich" wird.

Ihr seht, besonders die zweite Runde ist etwas kompliziert, da hier sowohl Künstler als auch Song festgelegt wird - beschäftigt man sich etwas mit dem Vorentscheid wird der Modus einem aber schnell klar (:

2. Meine Meinung zu den einzelnen Kandidaten

Fahrenhaidt
Diese Band und ihre Sängerin Amanda, die beide Songs performen wird, sind einer meiner absoluten Favoriten! Fahrenhaidt treten in der ersten Runde mit "Frozen Silence" an - für mich ein sehr magischer, einzigartiger und herausstechender Song, der nicht nur Deutschland sondern auch ganz Europa begeistern könnte. Davon mal ganz abgesehen, dass in ESC-Foren dieser Track am besten ankommt, verliebte ich mich schon beim ersten Hören des Songs in ihn! Was hier wichtig ist, ist die richtige Gestaltung auf der Bühne - die muss auf den Punkt genau sein. Ich stelle mir sowas ähnliches vor, wie die Visual Performance des Songs, die man sich auf YouTube anschauen kann, denn DAS wäre ein echter Hingucker! Man müsste sich einzig überlegen, wie man die Sängerin in dieses Bild integrieren kann, dann ist es perfekt.
Doch auch die Nummer in der 2. Runde (falls es denn so weit komt), "Mother Earth", sollte man nicht vergessen, denn die hat es ebenfalls in sich. Viel schneller als noch "Frozen Silence", mit Trommeln im Refrain und turbulenter Instrumentation wäre das eine Variante, die sicherlich auch vielen gefallen wird.

FAUN
Tjaja, nachdem 2013 die Priester ihren großen Moment hatten, 2014 Santiano nachzog, muss 2015 das Spektrum der Pop-Arten natürlich erweitert werden - und so entscheid man sich für FAUN, einem Act, der "Mittelalter-Pop" betreibt und damit wohl ziemlich viele Fans hat. Meins ist es leider gar nicht. Weder "Hörst du die Trommeln" noch "Abschied" können mich überzeugen und ich wäre ehrlich gesagt sehr beschämt, würde uns dieser Act in Wien vertreten - ohne damit Fans angreifen zu wollen. Entweder man mag es, oder eben nicht. Ich mag es nicht.



Alexa Feser

Wer meinen Blog verfolgt, wird bemerkt haben, dass ich seit Januar RIEßEN Alexa-Fan bin - ihr Album "Gold von morgen" ist einfach großartig und für mich DAS Fundstück des letzten Monats. Doch kommen wir zu den Songs: in der ersten Runde präsentiert sie "Glück" (hoffentlich in der frischen Radio-Version). Diese Version zeigt nämlich, was deutschsprachige Musik so drauf hat. Ich stelle mir hier im Hintergrund eine zerstörte Stadt vor, Alexa an einem großen Piano und zwei Ausdruckstänzer - ich weiß auch nicht warum, aber als ich das Lied das erste Mal hörte, entfaltete sich dieser Gedanke bei mir. Wichtig ist aber: die Inszenierung muss stimmen. Nur eine Band, Alexa am Mikrofon und sonst eher nichts, funktioniert prima im Club, aber nicht auf der ESC-Bühne.
Sollte sie es eine Runde weiter schaffen, tritt sie mit der Ballade "Gold von morgen" auf. Diese liegt Alexa zwar stimmlich besser, allerdings ist es nicht so ein Ohrwurm wie "Glück". Trotzdem hoffe ich auf das Weiterkommen zumindest in die 2. Runde.

Mrs. Greenbird
Schon wieder ein Act, der mir nicht wirklich gefällt: antreten wird das Duo in der 1. Runde mit "Shine Shine Shine", eine Uptempo-Country-Nummer, die mich persönlich etwas an Texas Lightning vor ein paar Jahren erinnert - und was einmal nicht funktioniert hat, funktioniert auch beim zweiten Mal wahrscheinlich eher nicht. Die zweite Nummer wäre "Take My Hands", der für mich die noch schlimmere Wahl wäre. Sorry, aber das möchte ich nicht in Wien sehen.

Andreas Kümmert

Als die Namen der Künstler bekannt gegeben worden, war Andreas Kümmert sofort Geheimfavorit unter den Fans. Ich finde "Home Is In My Hands" (der Song für die 1. Runde) als auch "Heart of Stone" (für die 2. Runde) ganz okay, klar die Stimme ist bombastisch, aber die Songs sind eher mittelmäßig. Besser von beiden gefällt mir allerdings "Heart of Stone" - zumindest hört sich das Snippet auf der offiziellen Seite besser an. Die Songs gibt es nämlich (noch) nicht als ganzes zu hören. Für mich müsste Andreas Kümmert nicht in die 2. Runde kommen, sollte er das tun und vielleicht sogar gewinnen, muss man sich aber nicht schämen - stimmlich kann er ja was.

LAING

Für manche totaler Schrott, für andere DIE Entdeckung der letzten Jahre: LAING produziert deutschsprachige Musik vom Feinsten. Ihre Songs sind so einzigartig, wie die Präsentation und überzeugen v. a. live das Publikum und ihre Fans. "Zeig deine Muskeln" heißt der Song, mit dem sie in der ersten Runde überzeugen wollen - und dieser ist wirklich ganz gut. Zwar ist es nicht DIE Nummer, die man sofort im Kopf behält, aber wer sich auf YouTube mal den Live-Aufrtitt dazu ansieht, der merkt schnell: LAING haben es drauf und bringen ihn SUPER rüber. Ich hoffe, dass das für die Qualifikation für die 2. Runde reicht, denn was dann kommt, ist ein wahres Spektakel: "Wechselt die Beleuchtung" ist eine Ballade, die sich nicht mehr unterscheiden könnten von "Zeig deine Muskeln".  Die Performance, die Stimmen der Sängerinnen und der Sound ist einfach WAHNSINNIG gut und überzeugt zu 100 % - auch wenn man vielleicht nicht Deutsch versteht. Deshalb HOFFE ich, dass LAING eine Runde weiter kommen und ihren 2. Song präsentieren können, denn der hat's echt drauf.

Noize Generation
Ein Rave-DJ ist auch mal was anderes auf einer ESC-Bühne. Dieser holt sich Hilfe vom Sänger Patrik Jean und performt zunächst "A Song For You". Dieser klingt etwas nach Avicii oder David Guetta und gefällt mir persönlich total gut, da er einfach so gut ins Ohr geht. Allerdings kommt es auch hier SEHR auf die Performance an, die muss stimmen. Außerdem muss die Stimme des Sängers wie auf der Studio-Version klingen, sonst wird das nichts. Der zweite Song "Crazy Now" ist für alle Dance-Pop-Fans ganz nett, hört sich aber an wie jeder andere Dance-Track und überzeugt beim ESC bestimmt nicht. Falls Noize Generation über die 1. Runde und 2. Runde hinaus kommen sollte, dann bitte mit "A Song For You".


Ann Sophie (Wildcard)
Jaja, über die Wildcard habe ich schon viel erzählt. Wer es nachlesen möchte darf sich einmal den oben verlinkten Live-Ticker durchlesen und einmal meinen Nachtrag zum Clubkonzert - hier sage ich auch was zu Ann Sophie und ihrem Song.
Kurz: ich finde "Jump the Gun" einen guten Pop-Song, Ann Sophie bringt ihn gut rüber, man merkt ihr eine gewisse Erfahrung an. Viele zerreisen sich ja das Maul über die Wildcard, ich bin sehr zufrieden und der Meinung, sie kann mit den anderen mithalten. Ich würde mir eine perfekte Bühnenshow wünschen. Ann Sophie muss den Song richtig gut performen (so wie sie es in der ersten Minute beim Club-Konzert gemacht hat) und sollte sich gut überlegen, wie sie die Bühne gestaltet. Allerdings stimme ich den Kritiken in manchen Aspekten zu: ich glaube nicht, dass der Song eine Top10-Platzierung garantiert, eben nur dann, wenn die Aufmachung stimmt.
Und letzten Freitag war es dann so weit: Ann Sophie präsentierte der Welt ihren 2. Song und veröffentlichte "Black Smoke" (mit "Jump the Gun") auf iTunes - und was soll ich sagen? Alle meine Hoffnungen und Erwartungen wurden erfüllt. "Black Smoke" ist eine Pop-R'n'B-Nummer, die nur so strotzt von Persönlichkeit und charatkeristischem Gesang, den man nicht mehr vergisst. Dabei erinnert er vom Stil etwas an "Get Over Yourself", welches man sich auf YouTube anschauen kann und mit dem sie sich für die Wildcard beworben hatte. "Black Smoke" trifft genau den richtigen Punkt zwischen Mainstream und Einzigartigkeit, eingängig und trotzdem einzigartig und darauf kommt es in Wien im Mai an. Für mich jetzt schon einer der Favoriten - falls Ann Sophie mit "Jump the Gun" in die zweite Runde ziehen sollte.


3. Meine Top 4
Nachdem ich jetzt alle mal kurz präsentiert und meine Meinung geäußert habe, ist natürlich die Frage: welche Künstler würde ich in der 2. Runde sehen wollen? Eigentlich ziemlich eindeutig, wenn man sich oben alles durchgelesen hat:



Fahrenhaidt
Alexa Feser
Ann Sophie
LAING
Den Studio-Versionen zu urteilen und wegen einzeln gesehenen Auftritten würde ich diese vier sehen wollen: Fahrenhaidt haben einfach einen HAMMER Song mit "Frozen Silence", sie sollten also keine Schwierigkeiten haben in Runde 2 zu kommen und "Mother Earth" zu performen.
LAING sind einfach tolle Live-Künstler, die es drauf haben und wissen zu überzeugen. Ich hoffe, dass das deutsche Publikum "Zeig deine Muskeln" für interessant befindet, damit sie dann mit "Wechselt die Beleuchtung" so richtig umhauen können.
Alexa Feser zählt zu meinen Favoriten, allerdings habe ich letztens einen Live-Auftritt von "Glück" gesehen und muss sagen: stimmlich war das eher nicht so top und auch an der Aufmachung sollte sie was ändern - falls sie das nicht tut, könnte es eng werden und z. B. Andreas Kümmer ihren Platz einnehmen, was ich natürlich nicht hoffe. Weil wir gerade bei ihm sind: dieser hat glaube ich gute Chancen auf Runde 2, da die Mehrheit ihn als "sicheren Act" sieht, mit dem man sich nicht blamieren würde.
Und letztlich Ann Sophie. Ich weiß, es mag manche schockieren. Aber ich mag "Jump the Gun" eigentlich sehr, wobei ich sagen muss, dass mir die Studio-Version nicht so sehr gefällt, wie die Live-Version, weshalb ich auf eine gute Mischung beim Auftritt in Hannover hoffe. Außerdem finde ich "Black Smoke" SO STARK, dass er es einfach schaffen MUSS!! Falls es Ann Sophie nicht schafft, dann könnte ich mir auch Noize Generation gut vorstellen - allerdings wäre ich da trotzdem traurig, da ich UNBEDINGT "Black Smoke" performt sehen möchte (:
Damit wären für mich also definitiv draußen: FAUN und Mrs. Greenbird, weil das einfach GAR NICHT meine Musik ist. Selbst bei einer guten Performance, würde ich da nicht dafür sein. Bei Andreas Kümmert und Noize Generation kommt es einfach auf das Gesamtpacket an. Doch die oben genannten Acts, sind einfach meine Lieblinge, was die Studio-Versionen angeht.

4. Meine Top2
Wie oben schon erklärt, nach Runde 2 entscheiden sich die Zuschauer für ihren Lieblingsact und den dazugehörigen Song. Ich hab leider noch keine 2 Acts, die ich total bevorzuge (okay, ich hab einen Act, der für mich auf jeden Fall ins Finale gehört, aber um den 2. Platz streiten sich eben noch welche). Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass meine Top 4 genau so weiterkommen und jeder von ihnen einen TOLLEN Auftritt hinlegt (ich weiß, ich schwebe im Märchenland), dann würde ich wahrscheinlich das sagen:

Fahrenhaidt
Fahrenhaidt ist auf jeden Fall im Finale. Mir persönlich ist es eigentlich sogar relativ gleich ob mit "Frozen Silence" oder "Mother Earth", zum jetzigen Zeitpunkt wäre aber wahrscheinlich "Frozen Silence" mit einem kleinen Vorsprung vorne.

Und der zweite Platz.....




.... ja der ist noch SEHR offen. Wie gesagt, wenn "Glück" von Alexa Feser richtig überzeugen kann, könnte ich mir vorstellen, dass er es in Runde 3 schafft. "Gold von morgen" ist glaube ich wenig ESC-tauglich, das wird das deutsche Publikum auch so sehen. Aber auch "Wechselt die Beleuchtung" von LAING finde ich persönlich MEGA und könnte ihn mir echt gut vorstellen.
Mit "Black Smoke" ist Ann Sophie außerdem bei mir ziemlich weit nach oben geklettert - mittlerweile ist es zusammen mit "Frozen Silence" mein Lieblingssong in der Show. Ich mag ihn sogar so sehr, dass ich jetzt sagen kann:

Fahrenhaidt & Ann Sophie für das große Finale am Donnerstag!

5. Und der Gewinner?
Bis jetzt? Fahrenhaidt. Wie schon gesagt, egal mit welchem Song. Das Duo (bzw. ja dann Trio, wegen der Sängerin) ist einfach so erfrischend und lässt gar keine Vergleiche zu. Die Songs klingen wie nichts Bekanntes, sind sehr frisch, wunderschön und bestechen durch ihre Einfachheit und trotzdem einzigartige Abmischung - und auch die Stimme Amandas ist nicht ohne.
Es wird ja viel geredet und fast jeder stellt sich die Frage "mit welchem Act, schaffen wir die Top 10?". Ich persönlich denke gar nicht so. Ich möchte, dass mich der Song präsentiert, der mich überzeugen kann und zwar voll und ganz ohne wenn und aber. Dann ist es mir egal, welchen Platz der Act macht - wobei ich mich dann natürlich für den Künstler freue, wenn er gut abschneidet, da er dann seine Karriere nicht völlig zerbaut :D Mit Fahrenhaidt hätte ich also null Probleme: sie überzeugen mich sowohl unabhängig vom ESC als auch dann (hoffentlich) auf der ESC-Bühne, wo man vielleicht sogar Chancen auf den Satz "12 points go to Germany" haben könnte - wir werden sehen ;-)
Und jetzt kommt eben noch Ann Sophie: "Black Smoke" wäre ebenfalls ein würdiger Vertreter Deutschlands - zumindest für mich. Ich mag den Song in der Studio-Version sehr gerne und kann mir gut vorstellen, dass sich Ann Sophie was Besonderes einfallen lässt um ihn zu präsentieren. Doch das kann ich erst am Donnerstag beurteilen. Dennoch glaube ich, dass auch dieser Song gute Chancen in Wien haben könnte.

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Kelly Clarkson - "Piece by Piece" #onesongaday

Bald ist es so weit: Kelly Clarkson veröffentlicht nach einem Weihnachtsalbum und eine eher kurzen Baby-Pause ihr nunmehr 7. Studioalbum "Piece by Piece". Ich finde es ziemlich bemerkenswert, dass es wirklich schon ihr siebtes Album ist, mir kommt es vor wie gestern, dass ich mir ihr Album "Breakaway" rauf und runter angehört habe. Oder wie sehr ich ihr fünftes Album "Stronger" LIEBTE und welches für mich so einen Status für sich hat und immer, wenn mich jemand fragt, welches mein All Time Favourite-Album ÜBERHAUPT ist, denke ich meist immer sofort an "Stronger" - die Songs sind SO eingängig, toll geschrieben, es gibt was für jeden Geschmack. Kurz und bündig: das Album ist eines der Besten überhaupt! Deshalb bin ich natürlich besonders gespannt auf ihr nächstes Werk,"Piece by Piece", und freue mich SEHR, wenn dieses ENDLICH veröffentlicht ist - und um uns die wenigen Tage ein bisschen zu versüßen hat sich Frau Clarkson gedacht: "Jetzt gebe ich meinen Fans doch was ganz Besonderes" und verriet auf ihren sozialen Plattformen, sie veröffentliche jeden Tag bis zur Veröffentlichung der LP einen Song - und setzte ihre Worte in Taten um.

Wer jetzt gar nicht weiß, wie sich Kelly Clarkson im Jahr 2015 anhört, der sollte definitiv auf meine Rezension für die Lead-Single "Heartbeat Song" klicken, sich diese durchlesen und anschließend in den Song reinhören - er ist es nämlich definitiv wert und zeigt alles, was man von eine Kelly Clarkson erwartet und zeigt trotzdem eine ganz neue Seite - es lohnt sich also ;-)

Song #1: "Heartbeat Song" (4/5)

Zur Rezi geht's direkt und sofort hier.



Song #2: "Invincible" (5/5)
Nachdem "Heartbeat Song" gewohnt rockig daher kam und lediglich die Lyrics überraschten, weil sie zum ersten Mal so richtig positiv daherkamen, nach all den Trennungssongs, die uns Kelly in den letzten Jahren bot, war das mal wirklich überraschend, andererseits ist sie ja mittlerweile glücklich verheiratet, was den neuen, fröhlichen Sound erklären würde. Und in diesen positiven Vibe reiht sich quasi "Invincible" ein. In frühen Phasen des Aufnahmeprozesses, in der Zeit als noch so gar nichts bekannt war, wie Kelly ihre Karriere musikalisch gestaltet, gab sie mal ein Interview und meinte, sie wolle starke Midtempo- bis balladeske Songs, die durch ihre Texte bestechen und mehr Einflüsse vom Soul und R'n'B miteinbeziehen. Als ich dann "Heartbeat Song" hörte, dachte ich mir, sie habe diese frühe Idee verworfen. Nun wurde ich allerdings eines besseren belehrt, denn "Invincible" passt genau in diese frühe Beschreibung. Der Song liefert wuchtige Beats, schöne Begleitungen und überzeugt besonders im Refrain. Außerdem lebt das Stück von seinem Text - wer den nicht versteht, wird nicht ganz eintauchen können und nicht ganz verstehen, was Kelly uns damit sagen möchte.
Mehr möchte ich gar nicht sagen, wer diesen großartigen Midtempo-Song noch nicht kennt, der sollte ihn sich definitiv anhören, denn er kann zu 100 % überzeugen ;-)

Song #3: "Piece by Piece" (4/5)
Ein neuer Tag, ein neuer Song: Kelly Clarkson präsentiert nun den Titelsong des Albums, den sie selbst geschrieben hat (wie auch schon zig ihrer Hits, allerdings befindet sich auf dem kommenden Album weniger selbstgeschriebenes Material, da Kelly eine relativ komplizierte Schwangerschaft hatte und keine Zeit hatte und deshalb auch weniger inspiriert war). Und ich muss sagen: Kelly überzeugt mich schon wieder. Zwar ist auch "Piece by Piece" nicht DER Hit, den man vielleicht erwartet hätte, sondern überzeugt, ähnlich wie schon "Invincible" mehr durch seine Geschichte, seine Texte und zeigt mal wieder eine weichere, glückliche und trotzdem sehr reflektierte Miss Clarkson - & schafft es so, dass ich mich umso mehr in sie verliebe. Der Song reiht sich wieder in die Midtempo-Schiene ein und hat einen durchgehenden Beat, der so leicht nach Militär klingt, besser kann ich es nicht beschreiben. Der Song ist echt gut, allerdings gefällt mir im Vergleich "Invincible" ein Tickchen besser - was nichts heißt, denn "Piece by Piece" hat wirklich Qualität. Wer also wissen will, wie sich all das im Zusammenhang anhört, sollte definitiv reinhören.


Song #4: "Run Run Run" feat. John Legend (5/5)
Nachdem sowohl "Invincible" als auch "Piece by Piece" eher Midtempo-Charakter hatten, folgt nun eine emotionale Ballade, die einen eher dunkleren Charakter hat und im Refrain explodiert. Zunächst hört man nur ein Klavier und die Stimme von Kelly Clarkson, bevor dann nach dem 1. Refrain der Part von John Legend einsetzt, der dem ganzen noch einmal eine Prise Gänsehaut hinzufügt. Besonders dann, wenn die zwei zusammen singen und es quasi eine Explosion von zwei perfekt aufeinander abgestimmten Stimmen gibt - und damit habe ich wirklich nicht übertrieben. Das Stück ist nicht total kompliziert arrangiert, Klavier am Anfang, ein paar Streicher im Hintergrund und die Stimmen der beiden Sänger - mehr braucht es manchmal nicht um so richtig für Gänsehaut zu sorgen. Die Bridge des Songs nimmt dann richtig Fahrt auf und bezieht Trommeln und Schlagzeug mit ein und erinnert ein bisschen an die früheren Rock-Balladen, die immer diesen großen Höhepunkt in der Bridge fanden. Einfach PERFEKT! Diese dunkle Stimmung gepaart mit hoher Emotionalität habe ich zuletzt bei "Dark Side" von "Stronger" gehört, trotzdem ist "Run Run Run" total anders als dieser. Wie Jessie J sagen würde: "Run Run Run" ist ein #Masterpiece ;-)

Ich hab das Gefühl, Kelly setzt bei "Piece by Piece" mehr auf Qualität als auf Hits - was sie sich bei ihrer Karriere durchaus leisten kann. Nicht jeder Song geht eben sofort ins Ohr, es gibt Songs, da kommt es auf die Geschichte an, auf die clever geschrieben Lyrics oder eben auf einen zunächst irritierenden Sound, der dann aber schlussendlich trotzdem überzeugen kann - falls ich recht habe, freue ich mich auf diese neue Ära der Kelly Clarkson (:


Bis jetzt überzeugt mich "Piece by Piece" voll und ganz. Die vier bisher veröffentlichten Songs, sind allesamt anders und zeigen, eine gewandelte Kelly Clarkson - ich freu mich wie Bolle, ich kann es gar nicht sagen (:


P. S.: Wer einen Überblick über die bisherigen Jahre der Kelly Clarkson bekommen möchte, der sollte sich mal die Rezi zu ihrem Best of, "Greatest Hits: Chapter One" durchlesen und anhören, danach ist man auf dem richtigen Stand :D

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Alles rund um "Unser Song für Österreich", dem deutschen Vorentscheid und dem eigentlichen Eurovision Song Contest 2015, findet ihr hier:





Unser Song für Österreich: Kommentar zum Clubkonzert

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The 100 Day #EurovisionChallenge - TAG

Eine neuere Version dieses Beitrags findet ihr hier.

Meine lieben Freunde, ich habe mich dazu entschieden bei einem TAG mitzumachen, da ich eh schon immer Lust auf sowas hatte, allerdings nie wusste, welcher TAG es denn nun sein soll. Und da hatte ich dann auf Facebook was entdeckt: unter Eurovision-Fans gibt es eine Challenge, die sich (wie der Titel schon verrät), The 100 Day Eurovision Challenge, nennt. Hier sollen einem die restlichen Tage bis zum Contest versüßt werden, indem man jeden Tag, eine andere Frage rund um den Song Contest beantwortet - und ich als totaler Fan muss da natürlich mitmachen (:
Ich werde aber nicht jeden Tag eine Frage beantworten, sondern jede Woche die nächsten sieben, das ist für mich angenehmer - außerdem gibt es jede Woche ein Update, wie meine momentane Top10 aussieht, schließlich werden bis Mitte März alle Kandidaten feststehen. Momentan gibt es 10 Songs die man sich anhören kann und einige Künstler, die zwar feststehen, die allerdings noch keinen Song präsentiert haben.
Wer sich darüber informieren will, wie der deutsche Vorentscheid aufgebaut ist, welche Kandidaten antreten und und und, der sollte meine zwei Beiträge anklicken:


Hier erfahrt ihr außerdem auch meine Favoriten, allerdings geht noch einmal ein Extra-Beitrag zu den einzelnen Liedern hoch, wahrscheinlich kurz vor dem eigentlichen Event am 05. März, da ich diese in dem Beitrag nicht berücksichtigen konnte, weil sie noch nicht veröffentlicht waren.

Aber genug geredet, kommen wir erstmal zur Challenge und zur Beantwortung der ersten Fragen:

1. Lieblingssong aus deinem Lieblingsjahr:
Ganz klar: meine Lieblingsjahre waren eindeutig 2010 (weil mich da das Eurovision-Fieber richtig gepackt hat und weil wir da natürlich gewonnen haben). Deshalb wäre das Lena mit ihrem Siegersong "Satellite", außerdem bin ich weit darüber hinaus noch ein großer Fan von ihr.
Ein weiteres Lieblingsjahr war 2014. Hier fand ich besonders die Kandidaten sehr stark, es gab viele Acts, die mich wirklich überzeugen konnten (Conchita Wurst, The Common Linnets. Molly Smitten-Downes, Elaiza, Aram Mp3, Ruth Lorenzo, Sanna Nielsen, András Kállay-Saunders, Sebalter, Carl Espen, Paula Seling & Ovi,....). Ihr seht, ganz viele Kandidaten und dazugehörigen Lieder waren wirklich herausragend! Und trotz allem: ich fand "Is It Right" von Elaiza einfach bezaubernd. Das Lied ist nicht jedermanns "cup of tea", aber ich habe mich einfach sofort in die Band und ihre Lieder verliebt - weshalb ich auch wirklich traurig war, dass sie nur Platz 18 erreichten. Trotzdem ist und bleibt der Song mein Liebling aus dem letzten Jahr.



2. Dein Lieblingsgewinner
Mein Lieblingsgewinner wäre wahrscheinlich auch wieder Lena, da ich mir damals wirklich mindestens ein Jahr lang "Satellite" rauf und runter angehört habe. Allerdings will ich mich nicht wiederholen, deshalb würde ich sagen, mein Lieblingsgewinner aus einem anderen Jahr wäre Loreen mit "Euphoria". Ich fand das Lied wirklich klasse und ich fand auch, dass es zum ersten Mal in der Eurovision-Geschichte ein Song war, der wirklich den aktuellen Musikzeitgeist wiedergespiegelt hat. Man dachte sich nicht: "Ja, typisch für Eurovision" - im Gegenteil, es passt wunderbar in die Zeit und hatte trotzdem etwas sehr erfrischendes, neues und interessantes - deshalb finde ich auch, dass der Song verdient gewonnen hat. Auch das dazugehörige Album "Heal" hab ich mir damals übrigens angehört - wer wissen möchte, wie das bestehen konnte, der klickt am besten hier.

3. Dein Lieblingssong einer weiblichen Solo-Künstlerin
Sanna Nielsen. Also wenn ich Lena und Loreen jetzt rausrechne. Aber selbst hier im Vergleich würde ich sagen, dass "Undo" mir wirklich sehr gefallen hat und ich es tagelang rauf und runter gehört habe. Und selbst jetzt, knapp ein Jahr nach Veröffentlichung gefällt mir der Song wirklich MEGA gut. Er war auch letztes Jahr einer meiner Favoriten auf den Sieg. Die Stimme, die Performance, das Bühnenbild überhaupt das ganze Konzept hat einfach gestimmt. Für mich definitiv All Time Favourite!



4. Mein Lieblingssong aus der Schweiz
Die Schweizer. Ein sehr lustiges Völkchen. Und jedes Jahr verändern sie ihren Geschmack, hat man das Gefühl, denn jedes Jahr schicken sie einen komplett anderen Künstler dahin - und das meine ich durchaus positiv. Besonders letztes Jahr überraschten sie mit Sebalter und seinem sehr eigenen Song "Hunter of Stars" - zunächst dachte ich mir: "Was ist das denn?", doch an dem Eurovision-Final-Abend war ich von dern Performance so begeistert, dass ich im nachhinein wirklich den Song anhörte und das immer und immer wieder.
Ich will auch nichts vorweg nehmen, aber auch dieses Jahr erging es mir mit dem Song ähnlich: "Time to Shine" soll beim ESC 2015 der Schweiz den Sieg bringen. Und auch hier dachte ich: "Was ist das denn?" und komischerweise, nach mehrmaligem Hören gefällt mir der Song dann doch ganz gut. Deshalb würde ich wieder, wie bei der ersten Frage, zwei Antworten liefern: einmal "Hunter of Stars" und einmal "Time to Shine" von Mélanie René.

5.  Dein Lieblingssongs eines männlichen Künstlers
Uhhhhh, sehr schwierig. Männer haben es in der Regel schwerer mich zu überzeugen - das gilt nicht nur beim Eurovision, sondern auch in der "normalen" Popwelt. Ich muss auch gestehen, dass ich recherchieren musste bei diesem Punkt - bei den anderen ist mir immer sofort jemand eingefallen. Aber als ich ihn dann gefunden habe, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Tom Dice und sein Lied "Me & my Guitar" waren 2010 neben Lena definitiv einer meiner Favoriten! Es war alles ganz einfach gehalten, keine große und spektakuläre Bühnenshow, einfach nur er und seine Gitarre - genauso wie es der Song auch suggeriert. Und das blieb mir wirklich in Erinnerung, weshalb es mich sehr freute, dass er in den Top10 gelandet ist.

6. Dein Lieblingssong einer Band
Die einzige richtige Band, die mir wirklich gut gefallen hat und das von Anfang an war A Friend in London 2011 in Düsseldorf mit ihrem Song "New Tomorrow" - das trat für Dänemark an und erreichte im Finale einen 5. Platz. Für mich hätte der Song Siegchancen und er gefiel mir definitiv VIEL besser als "Running Scared", was anschließend ja gewonnen hat. Und selbst jetzt, ganze vier Jahre später, überzeugt mich der Song noch genauso sehr, wie damals. Ich höre ihn mir gerne an und sehe mir auch gern den Auftritt dazu an. 


7. Dein Lieblingssong aus Belgien
Hier muss ich es kurz halten: Tom Dice übertrifft nichts!

8. Dein Lieblingssong aus den bisher veröffentlichten Songs für den ESC 2015
Auch schwierig, man will ja den Tag nicht vor dem Abend loben. Aber bis jetzt konnten mich die Niederlande mit "Walk Along" begeistern und Ninas "Warrior" aus Georgien ist für mich bis jetzt DIE Überasschung schlechthin - wird also ein heißes Kopf an Kopf rennen zwischen diesen zweien - aber wie gesagt, ich urteile nicht zu vorschnell, da ja die meisten Songs noch ausstehen.

9. Dein Lieblingssong aus Deutschland
Auch hier geht es mal wieder kurz und knackig: zum einen Lena mit ihrem Siegersong "Satellite" und zum anderen Elaiza mit "Is It Right".

10. Dein Lieblingssong eines Duetts
Oh Mann, ich bin wirklich gar kein Freund von Duetts beim Contest - die meisten davon sind immer viel zu schnulzig und erfüllen immer irgendwie ein Klischee. Meist ist es eine Liebesballade, die Frau trägt ein langes, wallendes Kleid, der Typ steht da wie bestellt und nicht abgeholt und die beiden spielen ein Liebespaar vor, dass irgendwie, irgendwelche Probleme hat und am Ende ist natürlich wieder alles gut - gäääähhhhhnnnn!!
Deshalb ist mein Lieblingssong eines Duetts ein ganz anderer Act: Paula Seling & Ovi präsentierten beim Eurovision Song Contest 2010 ihren Song "Playing With Fire" und ergatterten den 3. Platz. ICH LIEBE DIESEN SONG!! Er ist so frisch und anders und versprüht sowas positives, gleichzeitig aber auch etwas sehr emotionales - hach, ich bin einfach begeistert. Übrigens traten sie letztes Jahr mit dem Song "Miracle" an, den ich auch sehr gut fand.

11. Dein Lieblingssong, der den 2. Platz erreichte
Ja, hier bin ich wahrscheinlich mit den meisten deckungsgleich: The Common Linnets hätten, wenn es nur um den Song alleine gegangen wäre, zu 100 % gewinnen müssen. Klar, ich war auch für Conchita Wurst, einfach nur, weil sie ein positives Signal setzte für ein offenes und tolerantes Europa. Aber "Calm After the Storm" ist wirklich ein MEGA Ausnahmesong, der durch seine Einfachheit besticht und sich sowas von jedem Klischee befreit, was man mit dem Eurovision verbindet. Die Performance war atemberaubend. Ich muss sagen, dass ich beim ersten Hören erst dachte: "Okay, voll ungewöhnlich, ob das ankommt?". Doch als ich den Song im Finale gesehen habe, wie er arrangiert ist, wie das Bühnenbild war, usw., da war ich nur noch begeistert und der Song schaffte es auf meine Favoritenliste!


12. Song, den du am Anfang nicht mochtest, jetzt aber liebst
Na gut, lieben vielleicht nicht, aber ich finde das er mit jedem Mal besser geworden ist und verdient gewonnen hat - jaaaa, es ist ein Song der sogar gewonnen hat. Und als ich das erste Mal "Rise Like a Phoenix" gehört habe, dachte ich mir auch: "was ist das denn für ein altmodischer, abgeklatschter und total berechnender Song?". Gar nicht deshalb, weil er von Conchita Wurst gesungen war, im Gegenteil, ich finde es toll, für was sie steht, wie sie v. a. zu sich steht und das Leben lebt, das sie leben möchte. Wirklich beeindruckend! Aber der Song war am Anfang einfach zu Klischee für mich. Doch dann sah ich die Performance bereits im Halbfinale und war einfach hin und weg und wusste: das muss der Sieger werden. Conchita sah wunderbar aus, das Bühnendesign war einfach der Hammer und ihre gesanglichen Fähigkeiten sind einfach nicht zu toppen. Und wir wissen ja alle, wie es ausgegangen ist ;-)

13. Song, den ich mag, den ich mir jetzt aber nicht anhören kann
Ja, also ich mag wirklich "Not Alone" von Aram Mp3, aber irgendwie kann ich ihn mir schon seit längerer Zeit nicht anhören - ich glaube, dass der Song irgendwann seine Überraschung verliert. Bei den ersten Mal war man noch begeistert, dass der Song erst einmal eine Ballade ist und gegen Ende dann richtig abgeht. Dieser Effekt ist einfach irgendwann vorbei, was ja nichts schlimmes ist, trotzdem kann man ihn ja gut finden :-)

14. Song, den ich zwar nicht verstehe, aber ich versuche immer mitzusingen
Haha, da kann ich mich an zwei Songs erinnern: einmal "Kedvesem" von ByeAlex (Ungarn), der 2013 von Deutschland sogar 12 Punkte bekam und einmal von Eythor Ingi, "Ég á Líf", aus Island. Diese zwei Songs sind mir so im Gedächtnis geblieben und ich höre sie mir heute noch SEHR SEHR gerne an, einfach weil sie so anders sind. Trotzdem verstehe ich natürlich KEIN WORT von ihnen, das ist mir aber auch egal, weil ich einfach das Gesamtpacket der Songs liebe. "Ég á Líf" ist für mich einfach so emtional, ich fühle mich irgendwie total verbunden zu dem Song. Und auch die Präsentation fand ich in Malmö durchaus gelungen. Leider schaffte es der Song nur auf Platz 12 :-(
Was mir jetzt noch beim Recherchieren aufgefallen ist: 


14. Dein Lieblingssong aus den Niederlanden
Hier geht es ebenfalls kurz: Wie oben schon erwähnt "Calm After the Storm" und neu, weil erst dieses Jahr antrit, "Walk Along" von Trijntje Oosterhuis.

15. Dein Lieblingssong aus Dänemark
Also entweder "New Tomorrow" von A Friend in London oder DAS Gewinnerlied "Only Teardrops" von Emmelie de Forest. Damals war das auch mein Favorit, wobei ich ja noch einen anderen Song favorisierte - aber dazu später mehr. "Only Teardrops" ist übrigens nicht die einzige Nummer, die ich von Emmelie gut finde: "Rainmaker", welches sie letztes Jahr performte oder ihre Single "Drunk Tonight" können mich ebenso überzeugen wie ihr Gewinnerlied. "Only Teardrops" sticht trotzdem total hervor. Ich fand schön, dass es zwar ein Song war, der zum Eurovision passte, allerdings trotzdem neue Elemente mit einbezog und man merken konnte, dass alles genauso war, wie Emmelie de Forest sich das gewünscht hätte. In ihr Album habe ich übrigens nie reingehört - ist das gut?


16. Dein Eurovision-Lieblingssong aller Zeiten
Das ist mal richtig schwer. Aber ich vermute es ist mal wieder "Satellite" von Lena, da ich einfach durch diesen Song, erst so richtig mit dem Eurovision zu tun bekommen habe.

17. Dein Lieblingssong aus Polen
Ich fand "My Slowianie - We Are Slavic" letztes Jahr einfach zum Brüllen komisch. Die Performance war so over the top, total klar und vorhersehbar, aber es war einfach lustig. Und das braucht man ja auch bei einem so langen Abend. Klar, ich hab mir den Song danach, nie wieder angehört, aber das ist auch völlig egal: an dem Abend hat er mich zum Lachen gebracht und das werde ich nie vergessen. Außerdem kann ich mich sonst auch an keinen polnischen Song aus der Vergangenheit erinnern xD

18. Dein Lieblingssong aus Russland
Das mit Russland ist so eine Sache. Ich finde ihr Verhalten manchmal total daneben (damit meine ich das beim ESC und ihre Berichtserstattung) und auch diese Punkteschieberei nervt mich immer total. Trotzdem rechne ich es Russland groß an, dass sie Conchita Wurst letztes Jahr satte 5 Punkte gegeben haben. Ihre Lieder finde ich außerdem auch nie wirklich mega schön, außer in einem Jahr, da fand ich den Song wirklich gut: "Believe" von Dima Bilan ist so ziemlich einer meiner ersten Assoziationen mit dem ESC (gut, außer Gracia und Texas Lighting und so, aber das ist ja auch logisch, kommen ja aus Deutschland). Damals fand ich die Schlittschuhläuferin auf der Bühne super und ich weiß noch, wie oft ich mir dann den Song angehört habe, weil er zwar total ESChaft ist, allerdings eben trotzdem schön.
Neben diesem Gewinnersong fand ich außerdem "What If" von Dina Garipowa im Jahr 2013 gut oder auch sehr unterhaltsam die Babuschkis mit "Party for Everybody" :-D

19. Lieblingssongs, die auf dem letzten Platz landeten
2011 trat für die Schweiz Anna Rossinelli an mit ihrem Song "In Love for a While". Sie wurde damals als "schweizerische Lena" bezeichnet, weil sie ebenfalls eine sehr reduzierte Performance ablegte und dieses Mädchenhafte ausstrahlte, nur das sie blond war und Lena braunhaarig. Ihr Song war dabei ziemlich süß und gut vorgetragen und ich war wirklich geschockt, als sie sich damit auf den letzten Platz beförderte - definitiv nicht verdient!

20. Lieblingssong aus Malta
Ich möchte mir hier nicht großartig rum suchen müssen und ich muss einfach gestehen, dass ich GAR keinen Song aus Malta jetzt hier hin schreiben könnte - was einfach zeigt, dass mir keiner hängen geblieben ist.

21. Lieblingssong aus Israel
So, jetzt wiederholt sich ein Beitrag nochmal: Israel schickte 2013 die Sängerin Moran Mazor mit dem Lied "Rak bishvilo" an den Start und ich war eigentlich sicher, dass das Lied ins Finale kommt - zu früh gefreut, es schaffte es nämlich nicht. Ich liebe es trotzdem und höre es mir heute noch sehr gerne an (:

22. Lieblingssong, der sich nicht für das Finale qualifizieren konnte
Hier würde mal wieder der Beitrag von vorher passen, Moran Mazor ist einfach klasse! Aber um mal etwas Abwechslung reinzubekommen: wie konnte sich Emmy aus Armenien mit ihrem Song "Boom Boom" bitte nicht qualifizieren? Ich war so begeistert von der Nummer und dachte mir, sie sei quasi schon fest fürs Finale gesetzt... trotzdem tut das nichts an der Qualität des Songs - die ist nämlich SUPER!

23. Deine Lieblingsperformance
Ich fand die Performance zu "Taken by a Stranger" von Lena im Jahr 2011 einfach super. Sie wirkte so anders, es war alles perfekt durchdacht und sie spielte einfach diese tolle Kunstfigur auf der Bühne. Ich war so überrascht v. a. wenn man die Performance mit der ein Jahr zuvor vergleicht. Und nur wegen diesem Überraschungseffekt hat Lena für mich damit meinen Award für "Lieblingsperformance" verdient.



24. Dein Lieblingssong aus Schweden
Robin Stjernberg mit dem Song "You" - und ich war TOTAL verliebt. Ich fand den Song sehr eingängig, einzigartig und wunderbar vorgetragen - gut, das Outfit war echt nicht so gut, aber diese STIMME!! Einfach bombastisch. Das dieser Beitrag echt nur Platz 14 erreichte, schockierte mich fast mehr als Cascada mit ihrem Platz 21.

25. Dein Lieblingssong vom dänischen Vorentscheid Dansk Melodi Grand Prix
Ich schaue diesen Vorentscheid leider nicht (so weit geht mein Fansein dann doch nicht :D). Deshalb würde ich jetzt einfach "Only Teardrops" von Emmelie de Forest sagen.

26. Dein Lieblingssong aus Griechenland
Der Gewinnersong von 2005 ist wohl die früheste Erinnerung an den ESC für mich. Elena Paparizou mit "My number one" ist einfach MEGA! Das Stück ist eingängig, die Performance unvergesslich und die Stimme kann durchaus überzeugen - für mich immer noch das Beste, was Griechenland seit dem geschickt hat.


Sooooo und zum Schluss, wie versprochen, meine bisherigen Top10 der Songs. Nun muss man ja sagen, dass nur 10 Lieder veröffentlicht wurden, weshalb alle davon in meiner Top10 sind - logisch! Was aber eben nicht heißt, dass ich den 10. Platz so gut finde, dass er es noch in meine Top10 schafft - im Gegenteil. Dafür muss ich aber erstmal die anderen Songs abwarten ;-)

01. Georgia: Nina Sublatti - "Warrior"
02. The Netherlands: Trijntje Oosterhuis - "Walk Along"
03. Switzerland: Mélanie René - "Time to Shine"
04. Iceland: María Ólafsdóttir - "Unbroken"
05. France: Lisa Angell - "N'oubliez pas"
06. Serbia: Bojana Stamenov - "Ceo svet je moj"
07. Albania: Elhaida Dani - "Diell (Te Kerkoj)"
08. Estonia: Elina Born & Stig Rästa - "Goodbye to Yesterday"
09. Lithuania: Monika Linkyté & Vaidas Baumila - "This Time"
10. Malta: Amber - "Warrior"

Es hat sich einiges getan in meiner Top10, da es in der vergangenen Woche viele Vorentscheidungen gab und somit viele neue Songs dazu kamen. Rausgeflogen sind Weißrussland (Uzari & Maimuna - "Time"), Dänemark (Anti Social Media - "The Way You Are"), F. Y. R. Mazedonien (Daniel Kajmakoski - "Lisja esenski") und Zypern (Giannis Karagiannis - "One Thing I Should Have Done"). Die Songs haben mir von Anfang an nicht wirklich zugesagt, sie waren nur in meiner Top 10, weil sie eben unter den ersten zehn veröffentlichten Songs waren.
Sonst wechselt sich bei mir Georgien und Niederlande immer noch an der Spitze ständig ab, mal ist es "Walk Along", mal "Warrior". Außerdem rückt die Schweiz deutlich nach, diese präsentierte mein lithauischen Vorentscheid eine neue, rockigere Version ihres "Time to Shine" - diese hat's mal wirklich in sich und könnte den Schweizern eine Top 10-Platzierung bringen. Zumindest können sie mich immer mehr überzeugen. Sonst finde ich Island und Serbien ganz toll, zwei total unterschiedliche Nummern, die trotzdem beeindrucken (:
Estland und Litauen werden teilweise als Favoriten gehandelt, ich finde die Duos leider nicht wirklich gut. Bei Estland denke ich sofort an die The Common Linnets vom letzten Jahr und bei Litauen ist mir alles zu aufgesetzt - damit gehe ich aber sehr konträr zu den Fans, diese sehen Estland momentan als Sieger.
Gar nicht erst den Weg in meine Top 10 gefunden haben:

  • Italy: Ill Volo - "Grande Amore": für viele einer DER Favoriten dieses Jahr, aber ich mag einfach klassischen Gesang nicht, auch wenn er von drei gutaussehenden Italienern auf ihrer Muttersprache gesungen wird - sorry, Italy!
  • Latvia: Aminata - "Love Injected": für viele ESC-Fans DER Alternativ-Act schlechthin. Gelobt wird seine ganz andere Art und das er nach so gar nichts klingt, was man schon kennt. Also mir persönlich singt die Künstlerin einfach viel zu hoch. Das mag in den Strophen noch funktionieren, im Refrain bin ich aber raus - einfach nichts für mich.

Damit war's das auch schon von meinem kleinen großen TAG. Was haltet ihr von den Songs, die ich euch aufliste? Und was sagt ihr zu den bereits feststehenden Songs für die Eurovision 2015? Seht ihr einen klaren Favoriten oder meint ihr, dass noch alles offen ist? Lasst einen Kommentar da, denn mich interessiert eure Meinung sehr (:


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Nachtrag: Meine Meinung zum Clubkonzert von "Unser Song für Österreich"


Es wird ja so viel diskutiert. Schaut man nur mal auf die Facebook-Seiten von "Unser Song für Österreich" oder "Eurovision Song Contest Deutschland" und klickt auf die Kommentare unter den Beiträgen zum Clubkonzert, dann wird man viele Kritiker sehen können, die entweder das Clubkonzert an sich oder (viel schlimmer noch quasi :D) den gesamten Vorentscheidsmodus kritisieren. Viele wünschen sich die Kooperation zwischen Raab und der ARD wieder, andere schlagen vor, die Auswahl eines Repräsentanten für den Eurovision an einen ganz anderen Sender abzugeben. Wieder andere wünschen sich einfach mehr Transparenz von Seiten der ARD, diese sollten doch sagen, was sie sich für Kandidaten beim Clubkonzert wünschen, dass sich dann auch wirklich nur Künstler bewerben, die reale Chancen haben - oft angesprochen wird in diesem Zusammenhang Elektrobands oder ehemalige Castingsternchen (wie z. B. Daniel Schuhmacher oder Bahar von der ehemaligen Girl-Group Monrose), die sich bewerben, allerdings von Seiten der ARD von vornherein ausgeschlossen werden, zumindest scheint es so.



Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, habe ich mir ebenfalls das Clubkonzert angesehen und sogar spontan einen Live-Ticker mitgeschrieben. Ich hatte mich wirklich auf den Abend gefreut. Allerdings fand ich die Uhrzeit sehr spät - 22:00 Uhr für eine Show am Donnerstag-Abend, also mitten in der Woche, ist schon echt krass. Vielen ist es das einfach nicht wert. Und ganz ehrlich: das Clubkonzert stand unter so viel Kritik, da hätte man auch mal die Uhrzeit ändern sollen. Aber anscheinend stört das die meisten gar nicht so sehr: über eine halbe Millionen Menschen sahen das Clubkonzert im NDR - 160.000 mehr als noch 2014.

Doch kommen wir zurück zu meinen Eindrücken: vorher hatte ich mir natürlich die 10 Kandidaten angesehen (darüber gab es auch einen Beitrag) und fand die Bandbreite sehr groß, es gab sogar 2-3 Acts, die ich ganz gut fand, bei denen ich mich aber fragte, wie das ganze dann live rüber kommt. Und hatte ein bisschen Angst, dass meine positiven Einrücke der Handvoll Künstler, die ich gut fand, zerstört werden würde. Und was soll ich sagen? Leider wurden diese Eindrücke größtenteils zerstört: Klangpoet fand ich mit ihrem "4 u" im Video total gut, als dann die Live-Show kam, war ich wirklich enttäuscht und dachte mir sofort: das würde beim ESC nix werden. Auch die Moonjos wirkten stimmlich total gut bei ihrem Cover, ihr eigener Song dagegen war auch total schwach performt. Gleiches gilt für Aden Jaron, dessen "Hey Ya"-Cover SUPER war, seine Stimme auf der Clubkonzert-Bühne war dann aber leider sehr dünn. Bei Louisa Teichmann dachte ich mir, sie würde uns alle überraschen, schließlich hat sie bei The Voice Kids schon überzeugt. Ihr Song "Boomerang" war dann aber eher nichts. Da fragte ich mich dann, nur eines: anscheinend hat der NDR die Songs für die Kandidaten teilweise zur Verfügung gestellt oder sie zumindest als gut genug empfunden, sie damit antreten zu lassen - was denkt man sich dabei? Das waren doch jetzt alle keine Songs, die auf der ESC-Bühne funktioniert hätten - ja gut, außer Aden hätte stimmlich mehr überzeugt, dann wäre "We are on fire" vielleicht gar nicht so undenkbar gewesen. Aber bei der Stimme? Das muss man doch schon bei den Proben gehört haben?

Sendi Hoxha und Sophie Inacker waren gesanglich gar nicht so schlecht, allerdings waren ihre Songs einfach nur mittelmäßig und nichts, was für großes Aufsehen in Wien erregen würde. Nette Acts, die vielleicht, wenn sie sie gut präsentieren, bestenfalls im Mittelfeld gelandet wären (ähnlich wie Elaiza, wobei man bedenken muss, dass Elaiza zumindest einen echten Ohrwurm als Song hatten).
Die einzigen drei Kandidaten, die mich stimmlich zumindest voll und ganz überzeugen konnten, waren Alisson Bonnefoy mit "Burning Down", der etwas spezieller war als die übliche Ballade (finde ich), Lars Pinkwart und sein "Tornado", dessen Stimme sehr gut war, allerdings hätte er mehr performen müssen.

Ja, und schlussendlich die Gewinnerin Ann Sophie, die die einzige Kandidatin war, der man eine gewisse Erfahrung ansehen konnte und für mich war sie von vornherein fast die Einzige, die eine Chance in Hannover hat. "Jump the Gun" mag nicht DER Ohrwurm schlechthin sein, allerdings finde ich, dass die Aufmachung hier stimmte. Die Präsentation war super, die Stimme sehr fest und sicher und auch sonst, war fast nichts daran auszusetzen. Am Freitag danach, schaute ich mir den Auftritt noch einmal auf YouTube an und als ich die Kommentare las, war ich etwas entsetzt: es hagelte Kritik, nicht nur für die Veranstaltung an sich, sondern besonders an Ann Sophie und ihrem Song. Dieser seie ja total langweilig, total 0815 und "wenn das das Beste von 1300 Bewerbern ist, dann gute Nacht". Ich war wirklich auf Kritik vorbereitet, aber das man den Act und Song SO fertig macht, finde ich echt unter aller Sau. Genau das selbe wie letztes Jahr.


Ich weiß nicht, ob ich einfach andere Ohren habe, aber ich finde "Jump the Gun" so gar nicht 0815. Ich finde, er sticht sehr stark hervor von den ganzen Balladen und Uptempo-Songs, die die Vorentscheidungen für diesen ESC bis jetzt vorgebracht hat. Außerdem war das ganze ja jetzt auf einer kleinen Clubkonzertbühne, ich kann mir gut vorstellen, dass man sich (hoffentlich) für Hannover noch etwas mehr Performance einfallen lässt, ähnlich wie der Anfang, den man beim Auftritt sehen konnte. Und dann ist wirklich alles offen. Klar, "Jump the Gun" ist (und das ist mir klar) kein Gewinnersong, aber bei der richtigen Performance, halte ich eine guten Platzierung nicht für ausgeschlossen, wie viele Kritiker mal wieder sagen ("letzter Platz hallo", kann man nämlich schon jetzt, ein paar Tage nach dem Clubkonzert überall lesen). Und so schlecht ist der Song jetzt wirklich nicht. Außerdem konnte ich Dinge lesen wie "das klingt wie Elaiza".... ehhm, ja, also ich mag ja Elaiza sehr gerne, hab ihr Album, war auf einem Konzert und so.... und ich kann da wirklich keine Ähnlichkeiten entdecken... wie gesagt, vielleicht habe ich einfach andere Ohren.

Und jetzt versteht mich nicht falsch: ich habe für Hannover auch andere Favoriten, ich finde es bloß einfach so schade, dass man die Wildcard gleich wieder so durch den Dreck zieht. 

Ja, das Clubkonzert war qualitativ nicht wirklich hochwertig
ja, es gab viele schiefe Töne; ja, der Modus ist vielleicht ein bisschen fragwürdig und sollte definitiv überarbeitet werden.

Trotzdem kann da Ann Sophie am wenigsten dafür. Und wie schon gesagt, ich finde "Jump the Gun" hat Potenzial, das in Hannover hoffentlich entfaltet wird. Außerdem bin ich persönlich sehr gespannt auf die zweite Nummer (was voraussetzen würde, dass Ann Sophie in die zweite Runde gewählt wird). Bei dieser erhoffe ich mir nämlich, dass sie sich etwas unterscheidet vom ersten. Eine schöne Ballade oder etwas in die Midtempo-Richtung wäre schon zu sehen. Einfach etwas, was sich von "Jump the Gun" absetzt. Ann Sophie hat sich ja mit "Get Over Yourself" beworben - vielleicht so etwas in die Richtung?


So, doch kommen wir mal weg von der Gewinnerin und hin zu eigentlichen Show: die Acts waren also mehr schlecht als Recht (zumindest der Durchschnitt). Doch was mich doch etwas störte war das Durchschnittsalter: es gab so viele 16jährige, dass ich ein wenig überrascht war und mich automatisch fragte: warum? Ich meine, nichts gegen talentierte Acts und so, aber 16? Und okay, für ein Clubkonzert mag das funktionieren, aber wie hätte das in Hannover ausgesehen? Oder gar in Wien? Wie man weiß, ist der ESC nicht gerade eine Clubkonzert-Bühne und für jeden Künstler, der dort auftritt, ist es ganz schön harter Toback. Selbst Elaiza, die relativ viel Erfahrung hatten als Newcomer, waren SEHR aufgeregt. Auch Lena war nervös. Ja, selbst eine erfahrene Dame wie Cascada gestand, dass sie vor dem Aufritt wirklich richtig aufgeregt war. Und dann will man da mit einer 16jährigen hin? Das kann doch niemand ernst meinen. Deswegen bin ich wirklich froh, dass Ann Sophie mit ihren 24 Jahren gewonnen hat. Einfach nur, weil man es ihr dann zutrauen könnte.

Und nun mal zu meinem Fazit: das Clubkonzert hat sicherlich einige Verbesserungspunkte. So sollte von dem NDR genauer gesagt werden, was man von den Bewerben erwartet, die Kriterien, nach denen die Jury entscheidet sollten offen gelegt werden und auch die Zeit, die die Bewerber haben um sich auf das Clubkonzert vorzubereiten sollte vergrößert werden - so berichteten die Acts, die sich mit einem Cover bewarben, sie hätten bloß zwei Wochen Zeit gehabt um mit ihren neuen Songs zu üben. Eine Zeit, die sicherlich zu gering ist.

So, und jetzt hört es mal auf mit all dem Gemeckere, ich wollte bloß auch mal meinen Senf dazugeben :D ich freue mich jetzt sehr auf den Vorentscheid am 05. März. Und wer wissen will, wer für mich in die Top 4 gehört, welche Künstler für mich Gewinner sind usw. der klickt einfach hier - dort kommt ihr zu dem Beitrag, der sich rund um die Kandidaten von Unser Song für Österreich beschäftigt (:


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Zu meinen anderen Beiträgen rund um die deutsche Vorentscheidung 2015 für den Eurovision Song Contest in Wien kommt ihr hier:
Die Clubkonzertteilnehmer                                USFÖ - die ersten 7 Acts
    Live-Ticker zum Clubkonzert                         The 100 Day #EurovisionChallenge

Und hier zu meinen aktuellsten Beiträgen:

Rihanna - "FourFiveSeconds"                                                                 #throwback-Madonna-Special 

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Live-Ticker zum Clubkonzert von "Unser Song für Österreich" #USfÖ


Wer nichts rund um das Clubkonzert von Unser Song für Österreich verpassen und mitdiskutieren möchte, der sollte diese Seite im Auge behalten - hier werde ich alle meine Gedanken um die Kandidaten posten.

Kommen wir erstmal zu meinen Favoriten, allerdings habe ich diese Auflistung aufgestellt, als ich nur die Bewerbervideos kannte, also die Songs, mit denen sich die Kandidaten auf YouTube beworben hatten. Im heute stattfindenden Clubkonzert präsentieren sie ja alle eigene Songs - kurz und knapp: die Reihenfolge kann sich durchaus ändern ;-)

1. Lars Pinkwart
2. Alisson Bonnefoy
3. Sendi Hoxha
4. Klangpoet
5. Ann Sophie
6. Aden
7. Moonjos
8. Lou
9. Ason
10. Sophie
 
Ich muss auch gestehen, dass mich Lars Pinkwart mich mit seinem Song "Tornado" seit Wochen begleitet - ich habe mich total in den Song verliebt und freue mich schon auf die Präsentation. Außerdem finde ich "Battlefield" von Sendi Hoxha total gut.
 
Diese Songs erwarten uns außerdem heute Abend:
 
Aden Jaron - "We are on fire"
 Alisson Bonnefoy - "Burning Down"
Ann Sophie - "Jump the Gun"
Ason - "Hey You"
Klangpoet - "4 u"
Lars Pinkwart - "Tornado"
Louisa Teichmann - "Boomerang"
Moonjos - "Haggard Heart"
Sendi Hoxha - "Battlefield"
Sophie Inacker - "Imperfection"
 
Besonders schön finde ich, dass jeder Kandidat einen EIGENEN Song präsentiert - das war im letzten Jahr noch anders, da gab es zwei oder drei Coversongs. Dies zeigt, dass sich die ARD doch zumindest einen Kritikpunkt zu Herzen genommen hat. Es gab und gibt ja immer noch so viel Kritik gegenüber dem Clubkonzert, der Auswahl, der Intransparenz, usw. - da freut es einen, dass es zumindest leichte Verbesserungen gibt.
 
 Zu meinen anderen Beiträgen rund um die deutsche Vorentscheidung 2015 für den Eurovision Song Contest in Wien kommt ihr hier:
 
The 100 Day #EurovisionChallenge                                USFÖ - die ersten 7 Acts
 
 
So, in knapp 45 Minuten geht's los - bis dahin guck ich mir dann noch etwas Germany's Next Topmodel an ;-)

1. Die Show:
Ich bin ja so uffjerecht. Das wird ein Spaß duuuuuuu. Wie recht sie hat - "die schönste Zeit des Jahres" - Die Eurovisions-Zeit. Los geht's

Ohhhh, der Club ist ja trotzdem richtig groß. Ich hatte mir was kleineres vorgestellt - richtig cool!
Die Babsi - Barbara Schöneberger ist einfach zum Schreien komisch und ihre Moderation ist einfach perfekt für den ESC. 12 Points go to Babsi x3
 


ELAIZA <3 ja, die Band hatte wirklich Erfolg - zumindest in Deutschland. Beim Eurovision Song Contest sah's leider nicht so gut aus, aber eine tolle Performance war es trotzdem und darauf können sie Stolz sein ;-)

Mark Forster <3 bis jetzt liebe ich die ganzen Gäste sehr doll :D da freue ich mich total auf das Konzert im März (:

01. Klangpoet - "4 u" (3/5)
Stimmung machen sie auf alle Fälle - allerdings gefällt mir die männliche Stimme des englischsprachigen Parts eher nicht so. Außerdem sollte die Band - falls es für Hannover reicht - die Studio-Version benutzen. Der "youuuuuuuuuuuuuuuuu"-Part war jetzt nicht der Hammer :S für mich eine mittelmäßige Nummer, die sehr ausbaufähig ist.

02. Lars Pinkwart - "Tornado" (5/5)
AHHHHHHH, mein Favorit (: ich hoffe ja so, dass die Live-Version genauso gut ist wie die Studio-Version :D WAS für eine Stimme! Und das mit 16. Seine Favoriten-Rolle behält Lars bei mir auf jeden Fall. Der Song ist einfach so geil, ich kann es kaum in Worte fassen. An der Performance muss er noch arbeiten, der Song gibt ein wenig mehr her als nur in der Mitte stehen - aber an das kann man arbeiten. Ich habe echt Gänsehaut bei der Stimme. MEIN FAVORIT <3

03. Sophie - "Imperfection" (1/5)
Der Song konnte mich als Studio-Version nicht überzeugen, daher bin ich auf die Live-Performance gespannt. Der Beat stimmt, die Stimme ist wirklich toll für eine 16jährige Sängerin. Allerdings stört mich halt wirklich der Song - der ist einfach nicht gut. ESC-Einheitsbrei von früher - so wird das nichts mit einer guten Platzierung, weder in Hannover noch in Wien.

04. Moonjos - "Heggard Heart" (1/5)
Hier bin ich SEHR gespannt auf das Lied - das kenne ich nämlich nicht, da sie sich mit einem Cover von "Am I Wrong" von Nico & Winz beworben haben. Nette Präsentation, nette Story, nettes Lied, Harmonie ist anders - nichts besonderes und beim ESC wird das nichts, bis auf den letzten Platz.

05. Louisa Teichmann - "Boomerang" (1/5)
Sehr gute Stimme. Aber der Song.... er fängt einfach nicht richtig an. Es gab zwei Momente, da dachte ich, jetzt kommt's, jetzt fegt sie uns alle weg und dann war doch nichts... sehr schade, Potenzial hätte sie nämlich durchaus gehabt. Leider nein. Und die Schminke ist auch daneben, besonders für eine 16jährige.

06. Aden Jaron - "We are one fire" (2/5)
So, auch hier bin ich sehr gespannt auf den Song. Mega geiler Beat, Performance super, Aufmachung ist richtig gut. Das Rappen ist wirklich richtig gut. Aber der Gesang.... daran muss er noch arbeiten. Sonst wird das nichts. Bin mir nicht wirklich sicher,...

07. Alisson Bonnefoy - "Burning Down" (5/5)
Dieser Song konnte mich als Studioversion total überzeugen. Kommen wir aber erstmal zur Frisur: bitte nicht! Total 80iger. Geht wirklich gar nicht. Aber der Song ist gut. Ich glaube nicht, dass es ein Siegersong für Wien ist, aber er hätte definitiv Chancen, uns keinen hinteren Platz zu ergattern, sondern in der ersten Hälfte zu landen. Fazit: Song top, Frise flop - somit immer noch einer meiner Favoriten ;-)

08. Ann Sophie - "Jump the Gun" (5/5)
Wieder ein Song, den ich nicht kenne - ich bin gespannt. Oh mein Gott.... wie geil ist bitte die Präsentation? Ann Sophie merkt man die Erfahrung an und auch stimmlich kann sie voll und ganz überzeugen. Der Song ist echt super und hebt sich total ab. Oh Gott, ich glaub ich habe einen neuen Favoriten :D Der Song muss gekürzt werden, aber sonst ist das schon mal sehr gut (:

09. Sendi Hoxha - "Battlefield" (3/5)
Sendi ist so sympathisch und ihr Song ist auch sehr schön. Die Stimme ist richtig klar. Und dieses Akustische kommt im Club auch bestimmt gut an - auf der ESC-Bühne ist sowas allerdings sehr schwierig, was ich ja schon in meinem ersten Check der Clubkandidaten angesprochen habe. In der Studio-Version wäre der Song bestimmt SUPER. Würde das gerne hören, dann wären auch 4 oder vielleicht sogar 5 Punkte drinnen (:

10. Ason - "Hey You" (2/5)
Dieser Song konnte mich nicht wirklich überzeugen, vielleicht können Ason das mit der Performance ändern.
Ne, leider nicht. Keine Frage, das Trio hat Talent, sind anscheinend sehr fleißig und sind wirklich für ihr Alter super - aber für den ESC ist es einfach nichts. Arbeitet weiter Mädels und vielleicht seit ihr dann so weit in ein paar Jahren - 2015 ist es einfach zu früh.

So viele Favoriten habe ich jetzt gar nicht. Das sind meine Top3:

Lars Pinkwart - "Tornado"
Alisson Bonnefoy - "Burning Down"
Ann Sophie - "Jump the Gun"

"4 u" von Klangpoet ist eine gute Idee, allerdings ist die Umsetzung eher schlecht als recht.  Sophie's "Imperfection" ist viel zu altbacken. Moonjos waren gar nicht meins, Louisa war enttäuschend, Aden Jaron sollte sich mehr auf seine Stimme konzentrieren als auf den Tanz, schließlich ist der ESC ein SONG Contest. Sendi war nett, aber leider fehlt da noch was. Und Ason sind einfach zu jung :(

 Mark Forster ist wirklich genial. Leider kann er sich nicht zu den sieben bereits gesetzten Acts für Hannover dazugesellen - aber sein Album "Bauch & Kopf" gibt's bald rezensiert als "'Das #Beste aus 2014".


UUUUUUUUUNNNNNNDDDD gleich der Countdown - Ich hoffe, ich werde nicht enttäuscht :D
VORBEIIII!!!!! Wer wird es werden? Ich denke Ann Sophie liegt vorne. Sie hatte die erfahrenste Performance.

Und nun zu den gesetzten sieben Acts. Zu diesem Thema wird es noch einen eigenständigen Beitrag geben - so viel kann ich schon mal verraten: drei meiner Top4-Plätze sind schon vergeben ;-)

Soooo, jetzt das Ergebnis, ich bin gespannt!

Platz 10: Louisa Teichmann - "Boomerang" - verständlich bei der sehr aufgeregten Performance
Platz 09: Sendi Hoxha - "Battlefield" - die liebe Sendi, tut mir ech tleid für sie
Platz 08: Lars Pinkwart - "Tornado" - erster Schock des Abends :(
Platz 07: Aden Jaron - "We are on fire" - auch verständlich, Performance top, gesanglich flop
Platz 06: Alisson Bonnefoy - "Burning Down" - zweiter Schock des Abends, hätte sie in den Top3 gesehen
Platz 05: Sophie Inacker - "Imperfection" - erstaunlich, da ich den Song echt schlecht fand
Platz 04: Klangpoet - "4 u" - krass, trotz der gesanglich wackligen Angelegenheit Platz 4
Platz 03: Moonjos - "Heggard Heart" - überrascht mich auch, fand sie ja eher schlecht
Platz 02: Ason - "Hey You" - die größte Überraschung. Hätte ich gar nicht mit gerechnet die auf Platz 02 zu sehen :O

JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!!!!!!!!

Platz 01: AnnSophie
hat es einfach verdient! Ihre Performance war wirklich gut und sie hat Potenzial uns in Wien würdig zu vertreten (:
 
Ich bin SOOOOO zufrieden mit der Auswahl (:

 
Ich bedanke mich für einen tollen Abend, für die vielen Klicks und für nette Kommentare - lasst uns jetzt den Gewinner-Song des Clubkonzerts genießen (:

 
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