Rezension: Lea Michele - "Louder" #EnglishApril

Wer Glee-Fan ist, dem wird der Name was sagen. Wer allerdings die Musical-Serie rund um eine Looser-Highschool-Gruppe verpasst hat, dem wird Lea Michele aufs erste nichts sagen. Und genau das sollte sich schnellstmöglich ändern, denn diese Stimme ist mit nichts zu vergleichen. 2014 veröffentlichte sie zunächst ihre erste Single, anschließend folgte die Veröffentlichung ihres Albums "Louder", welches sich in Amerika sofort auf Platz 4 der Charts positionieren konnte. Und auch was die Singles angeht, schaffte Miss Michele den Sprung in die Top100, durchaus auch in anderen Ländern. Nur in Deutschland scheint die Stimme und dazugehörige LP unterzugehen, lediglich Platz 44 der Album-Charts war drin - definitiv ein Hidden Treasure wert ;-)

Das Album beginnt mit den ersten zwei Singles: "Cannonball", ein Midtempo-Song aus der Feder von Sia, der sehr emotional und energiegeladen daherkommt und nicht nur durch die Stimme sondern auch die Geschichte total überzeugt. der zweite Song "On My Own", ganz klar beeinflusst von den ganzen Dance-Tracks, die schon seit Jahren herumschwirren, ist nicht ganz so stark, passt aber perfekt zum Sommer und erweitert die Stilistik des Albums. Diese Dynamik bleibt in Songs wie "Louder" und "Don't Let Go", sind aber für mich nicht die Highlights.

Diese gibt es nämlich, wenn Michele einfach langsamer macht, die Instrumentalisierung runterfährt und sich der Song auf ihre Stimme konzentriert. Besonders stark sind hier die Songs "Burn With You", "Battlefield" oder "If You Say So". Hier stimmt einfach alles: Stimme, Text und Sound - Lea Michele at her best! Das sind die Highlights, die man nach dem ersten Mal Hören noch im Kopf hat, die irgendwie Ohrwürmer sind - in einer gänzlich unkonventionellen Art.

Problem der LP ist es einzig, dass sie mal mehr, mal weniger dahinschwabbt. Es gibt keine herausstechenden Songs, keine Höhepunkte in dem Sinne. Und trotzdem kann man das Album nicht total schlecht finden deswegen, dafür ist es viel zu stimmig, viel zu gut gesungen und viel zu aussagekräftig. Lea Micheles Debüt ist genau das, was sie selber ist:

stimmgewaltig, tiefgründig, ohne Ecken und Kante. 

Schön zum Anhören. Schwer zum Erinnern. Einzig "Cannonball" und "If You Say So" haben diese Ecken, diesen Wiedererkennungswert.

Und trotzdem musste ich mir das Album öfter anhören. Darin versinken. Und erkannte erst dann, welch Meisterwerk darin steckt. Es geht nicht um die Hits, es geht um Texte und Stimme. Beeinflusst von eben solchen Größen wie Rihanna, Katy Perry oder Taylor Swift. Ein Album, was ein jeder Pop-Hörer genau so produzieren würde. Weil es schön zum Anhören ist. Nicht mehr und nicht weniger.


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