Album-Rezension: Demi Lovato - "Confident"

Mittlerweile der vierte ehemalige Disney-Star, der ein Album in diesem Jahr veröffentlicht: Nick Jonas feiert in Amerika große Erfolge mit seinem gleichnachmigen Album, Miley Cyrus schockt mir dem fragwürdigem "Miley Cyrus & her Dead Petz" (ernsthaft?!) und Selena Gomez stürmt die weltweiten Charts mit ihrem Album "Revival" und den Hits "Good for You" und "Same Old Love". Und natürlich darf dann mein Lieblings-Disney-Star nicht fehlen: Demi Lovato überzeugte mich schon zu Camp Rock-Zeiten und dann noch darüber hinaus, nachdem ich sie mit dem Song "Skyscraper" und dem Album "Unbroken" kennenlernte und sofort begeistert war. Danach veröffentlichte sie "Demi" und tourte dies für knapp ein Jahr durch Amerika - nur in Deutschland möchte sie nicht so wirklich Fuß fassen. Irgendwie hat die deutsche Musikszene noch nicht so wirklich Notiz genommen. Zwar platzieren sich ihre Alben in den Charts, aber sind dann auch genauso schnell wieder draußen mit einer Höchstposition zwischen 40 und 60. Ob sich das nun ändertn, nachdem man sie etwas mehr wahrgenommen hat (u. a. durch den Olly Murs-Hit "Up" und ihrer version von "Let It Go" aus dem Film Frozen)?

Das kann gut sein, denn Demi is back und das better than ever, wie man so schön sagt. Im Juli veröffentlichte sie die erste Single "Cool for the Summer", die im Prinzip zum Sommer-Jam des Jahres in Amerika avancierte und Demi legte einen sexy Auftritt nach dem anderen hin! Der Song war von der Instrumentalisierung und der Melodie total anders und mit nichts vergleichbar, was man bisher in den Charts finden konnte. Anschließend veröffentlichte sie erste Details ihres neuen Albums und veröffentlichte als zweite Single den gleichnamigen Song, "Confident" - dieser kam etwas popiger daher und zeigte eine völlig gewandelte Demi - gleichzeitig ist das Video ein kleiner Hollywood-Action-Streifen, der sich sehen lassen kann. Man merkte an den neuen Songs: Demi meint es ernst, klingt total einzigartig und hebt sich von der Masse ab. Ob dann auch ein gutes Album folgen würde? Ich war mir sicher und freute mich auf die LP.


Und nun höre ich sie schon für eine Woche und war zunächst sehr erstaunt: das Album ist alles, aber nicht das was ich erwartet hatte. Das hört sich jetzt sehr negativ an, so soll es aber gar nicht gemeint sein. Ihr Vorgänger "Demi" war ja total das Ohrwurm-Album, so ziemlich jeder Song ging rein, lud zum Feiern ein und war sehr girly. Und als nächstes wird einem "Confident" präsentiert, was in eine völlig andere, sehr erwachsene Richtung geht. Man experimentiert mit verschiedenen Sounds aus Genres wie Rock, Pop, R'n'B, Trap und Rap, weiß aber gleichzeitig ganz genau, was man möchte. Man merkt der LP eine gewisse Reife an und sieht eine total gewandelte Künstlerin. Deshalb ist man zunächst etwas sprachlos, weil das nichts mehr mit der Sängerin zu tun hat, die man von vorherigen Alben kennt. So ging es mir zumindest. Ich brauchte einen zweiten Durchgang um das Album zu verstehen und einen dritten um es anschließend zu feiern.

Das Album beginnt mit den beiden Singles "Confident" und "Cool for the Summer", beides totale Ohrwürmer, wobei ich auch bei "Cool for the Summer" einige Durchgänge gebraucht habe um ihn gut zu finden. Man muss wirklich sagen, dass der Song der einzige richtig eindeutige Hit auf der Platte ist. Er ist einzigartig, eingängig und so komponiert, dass er einfach mit nichts verglichen werden kann. Für mich wirklich der beste Track auf der LP. Vielleicht lag es auch daran, dass ich erstmal etwas zurückhaltend reagierte - wenn die erste Single der beste Track des Albums ist, dann zweifelt man an der Qualität, das ist aber wirklich unberechtigt, es gibt nämlich totale Perlen auf der Platte.

Kommen wir erst zu den kommerzielleren Songs des Albums: "Old Ways" und "For You" reihen sich zu den tanzbaren Singles und zeigen, dass Demi eben Party kann. Ich mag beide Songs, würde aber Demi davon abraten, diese als Singles auszukoppeln. Erstens, kennt man dancige Songs von ihr ("Neon Lights", "Really Don't Care") und zweitens waren die, die man kennt, besser als "Old Ways" und "For You" - das heißt aber nicht, dass sie keinen Spaß machen beim Hören. Im Gegenteil, will man gute Laune, sollte man sich diese Songs UNBEDINGT anhören. Für bessere Single-Kandidaten halte ich zwei völlig andere Songs: "Kingdome Come" mit Iggy Azalea hat alles, was ein R'n'B-Hit braucht und überzeugt ab dem ersten Hören. Man merkt den Einfluss der Rapperin, hört aber auch, dass sich Demi in diesem Bereich sehr wohl fühlt. Gleiches gilt für "Waitin for You", allerdings gefällt mir hier der Rap-Part von Sirah nicht wirklich. Das macht aber dann die Stimme von Demi wirklich wett und man verzeiht der Rapperin ihren Teil und lernt, ihn irgendwie zu genießen.
Mein zweiter Single-Kandidat neben "Kingdome Come" ist "Yes" - ein Song, den es so noch nicht wirklich in den Charts gibt. Er hat ein paar Gospel-Elemente drin, aber auch einige R'n'B-Beats und es macht einem einfach Spaß, Demi zuzuhören. Außerdem kommt ihre Stimme hier richtig gut zur Geltung und das will man als Fan hören!


Doch Demi kann nicht nur Uptempo und R'n'B, nein, sie kann auch Midtempo und das sogar ziemlich gut! Mit "Wildfire" und "Lionheart" zeigt sie nämlich, dass eine gute Stimme und starke Instrumentalisierungen reichen, um sie zum scheinen zu bringen. Besonders "Lionheart" besticht durch seine sehr emotionalen Lyrics und trotzdem versinkt man nicht in eine schluchzende Ballade, sondern klingt zwar trotzdem gefühlvoll, aber eben nicht übertrieben gefühlvoll.
Aber natürlich gibt es auch die Adele-Momente (ich nenne sie jetzt mal so :D). Dafür sorgen nämlich die beiden Balladen "Stone Cold" und "Father". "Stone Cold" erhielt man, wenn man das Album vorbestellte und was soll ich sagen: Demi hat eine unglaubliche Stimme und endlich schafft sie es einen Song zu komponieren, der dieser Stimme gerecht wird. Der Song wird quasi nur durch ihre Stimme gefüllt und erzählt eine traurige Liebesgeschichte mit dem schönen Satz "I was your amber, but now she's your shade of gold"... wenn das kein schöner Satz ist (zu deutsch: "Ich war dein Bernstein, aber jetzt ist sie deine Goldschattierung"). Die zweite Ballade, mit der auch die Standard-Edition abschließt ist der Song "Father", der sich um Demi's verstorbenen Papa dreht. Wenn man das im Hinterkopf hat, ist der Song natürlich umso emotionaler. Von der Thematik erinnert er mich an den Song "For the Love of a Daughter" aus ihrem 3. Studioalbum "Unbroken", aber natürlich mit einer anderen Geschichte.

Die Deluxe Edition beinhaltet zwei Songs: "Stars", eine mega Dance-Nummer, die ich wirklich liebe und die dieses Hit-Potenzial aus ihrem 4. Studioalbum "Demi" hat, weshalb er mich total an dieses Album erinnert. Und auch "Mr. Hughes" ist ein toller Song, der an die 20er/30er-Jahre erinnert und eine neue Seite zeigt - beide Songs hätten auch auf der Standard-Edition Sinn gemacht, weil sie das Album bereichert hätten! Außerdem gibt es zwei Remixe von "Cool for the Summer", was ja auch zeigt, dass man wusste, dass dies der Hit des Albums werden würde. Der Jump Smokers Remix, ein Club-Mix, der in diesem bestimmt Spaß macht und der Suraci Remix, welcher für mich der bessere von beiden ist - dieser verändert nämlich nur was an der Instrumentalisierung und lässt den Song sonst gleich - was mich als Anti-Remix-Fan freut.

Insgesamt ist "Confident" ein Album einer erwachsenen Künstlerin, die schon viel Erfahrung gesammlt hat und ganz genau was sie will. Gleichzeitig riskiert sie auch was und setzt auf Klänge, Melodien und Lyrics, die vielleicht nicht sofort hängen bleiben, dafür aber im Nachgang umso mehr zu überzeugen wissen. Klar, dies geschieht auf Kosten der Hits, die man auf vorherigen Alben zwar hatte, hier fehlte einem aber an manchen Stellen dann doch die Ernsthaftigkeit. Deshalb ist für mich "Confident" gut, weil es sie als ernstzunehmende Künstlerin etabliert und gleichzeitig zeigt, was Demi alles kann. 

Es ist vielleicht nicht gerade mein Lieblingsalbum, aber eins, was ich definitiv noch sehr oft hören werde!


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Single-Rezension: Leandah - "Tage wie Juwelen"

Natürlich durfte dieser Beitrag nicht fehlen: von August bis Anfang Oktober suchten Stefanie Heinzmann, Bella Garcia und Miss Platnum nach einer Girlgroup - ohne ein genaues Konzept im Kopf zu haben. Klar war: es sollte eine seriöse Band entstehen, die sich von den vorherigen Konstellationen abhebt. Zu Beginn lief alles gut, die Show verzeichnete gute Einschaltquoten, doch schon nach der ersten Woche war Schluss: das Format verlor immer mehr Zuschauer, musste seinen Primetime-Platz hergeben und wurde schlussendlich auf Samstag verschoben - harte Konsequenzen, doch trotzdem suchte die Jury weiter und fand Leandah, bestehend aus Alena, Sabrina, Patti und Selina. Kein leichter Start für die Mädchen, denn es kommt noch dicker: ihre erste Single "Tage wie Juwelen" konnte sich als erste Siegersingle von Popstars nicht in die Top100 der Singles-Charts platzieren. Und, weil ich genau das für total unberechtigt halte, gibt es nun die Rezi zu ihrer 2-Track-CD "Tage wie Juwelen".

Diese beinhaltet zunächst natürlich die Single, die ich schon wirklich gut finde. Eingängiger Text, schöne Beats und gut performt. Für mich stimmt hier wirklich ganz viel. Es ist kein 0815-Tanz-Song, bei dem man das Gefühl hat, man hätte ihn schon mal gehört, sondern wirkt sehr frisch, ehrlich und die Mädels performen ihn auch wirklich gut. Außerdem stimmt auch die Aufmachung: Das Cover ist wirklich schön und die Mädels passen nicht nur stimmlich, sondern auch optisch total gut zusammen.
Doch das ist noch nicht alles: neben "Tage wie Juwelen" gibt es auch den Song "Schöner ohne dich", der von einzelnen Kandidaten selber geschrieben wurde. Dieser ist wirklich ein wahres Highlight, denn die Mädels performen die Ballade total emotional und bringen genau die richtigen Stimmfarben, die es braucht um ihn scheinen zu lassen. Für mich wäre der Song sogar eine sehr gute Single gewesen, da er mal nichts tanzbares ist, sondern man einfach auf Gefühl und Stimmen setzt.

Meiner Meinung nach, sollte man der Band wirklich eine Chance geben. Sie haben bewiesen, dass sie tolle Stimmen haben, texten können und gut im performen sind. Jetzt liegt es wirklich an ihnen und den Hörern, sie zu unterstützen. Man sieht aufgrund der Streaming-Zahlen bei Deezer oder Spotify, dass durchaus viele Menschen Interesse hätten - dies müsste man jetzt angehen und sie als Fans gewinnen. Ich wünsche der Band alles Gute und werde immer über sie berichten, wenn es denn was zu berichten gibt, denn das hoffe ich wirklich schwer!


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EP-Rezension: Strandlichter - "Lieblingslieder EP"


Am 06. Oktober 2015 war es so weit: ich erfüllte meinem Freund einen großen Traum und ging aufs Cassandra Steen-Konzert. Ich kannte natürlich ihre Songs, war allerdings nie DER große Fan und kannte auch nicht wirklich ihre Alben. Ihre aktuelle LP, "Spiegelbild", konnte mich allerdings begeistern und ich fand die Songs darauf wirklich sehr gelungen. Das diese Qualität in den Charts nicht gewürdigt wurde, war schade, aber gut, darum solle es nicht gehen. Jedenfalls gab es auf diesem Konzert eine Vorband, die sympathischer und besser nicht hätte sein können: Strandlichter. Eine Band um fünf Jungs, die allesamt tolle Musik machen und ihren ganz eigenen Stil verfolgen. Anfangs hießen sie noch Mateo, dann Café Jazz und jetzt der endgültige Name, Strandlichter. Nach dem Konzert kaufte ich mir sowohl ihr erstes Album "Achtzehndreißig" als auch ihre ganz aktuelle EP "Lieblingslieder", um welches es heute gehen soll.

"Lieblingslieder" besteht aus fünf Songs, die allesamt völlig unterschiedlich sind. Der Titelsong ist ein cooler, dennoch sehr emotionaler Track, der wirklich Single-Charakter hat und total ins Jahr 2015 passt. Ebenfalls eine Single könnte "Niemals" sein - ein Track der so ziemlich alle Genre vereint, die ich mir so anhöre: Rock, Pop und vor allem HipHop, zumindest klingt er, wie ich finde, an manchen Stellen so. Der dritte Song "Ich laufe", passt dann wieder sehr gut zu "Lieblingslieder" mit seinem entspannten und doch sehr tiefgründigen Text, weiß er zu überzeugen und mausert sich so langsam zu meinem Favoriten auf der EP. "Wie weit" und "An deiner Seite" sind tolle Tracks, die eingängig und sehr emotional sind und die EP einfach rund machen.

Wie ihr merkt: ich liebe wirklich alle fünf Songs und bin total begeistert von der Band aus Dresden! Gleiches gilt übrigens für ihre LP "Achtzehndreißig", hier hört man zwar noch die anfänglichen, ersten Schritte, allerdings hat genau das seinen Charme. "Lieblingslieder" ist für jeden etwas, der auf deutsche Texte steht, Spaß haben möchte und trotzdem emotionale Geschichten hören will. Wer die Jungs außerdem mal live erleben kann, sollte das definitiv tun, denn dort überzeugen sie nochmal so richtig - nicht nur gesanglich, sondern auch optisch ;-)


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Selena Gomez - "Revival"                                                 Adele - "Hello"

Single-Rezension: Adele - "Hello" + Ankündigung "25"

Eigentlich sollte heute ein anderer Beitrag online gehen, aber OH MEIN GOTT, wenn diese Sängerin eine Single veröffentlicht, dann lässt man einfach alles stehen und liegen und hört sich diese an! Die Rede ist von Adele, die ja seit 2012 nichts mehr von sich hat hören lassen. Nach ihrem mega Erfolgsalbum "21" und erfolgreichen Singles wie "Rollin' in the Deep", "Someone Like You", "Set Fire to the Rain" und dem Bond-Song "Skyfall" war es plötzlich ganz still: Adele sahnte Grammys ab und bekam anschließend ihr erstes Kind. Das sie nach all dem Trubel eine Auszeit nehmen würde, war klar, dass diese dann so lange gehen würde, hatte keiner geahnt.

Schon an ihre 26. Geburtstag im Mai 2014 hofften Fans auf einen Nachfolger von "21" - da schrieb Adele nämlich, sie würde sich vom 25. Lebensjahr verabschieden, allerdings nicht lange, denn sie würden sich bald wieder sehen. Dies führte zu der Spekulation, dass Ende 2014 schon was folgen sollte - falsch getippt, fast 1, 5 Jahre später haschte letzten Sonntag plötzlich eine TV-Werbung über den Bildschirm für alle diejenigen, die sich in UK die Castingshow The X Factor angucken. Dieser Spot war ein 30 Sekunden-langes Lyric-Video eines Songs... der eindeutig von Adele stammte! Fans auf der ganzen Welt waren außer sich und fragten sich, wann wohl erste Details veröffentlicht werden würde. Den Clip konnte man anschließend übrigens auch bei uns in den Werbeprogrammen sehen und auch auf YouTube ist er natürlich in Vielzahl vertreten.

Gestern Abend war es dann so weit: Adele kündigte ihr neues Album "25" für den 20. Novemeber an und bestätigte außerdem, dass an diesem Freitag, dem 23.10.2015, das Video für die erste Single "Hello" online gehen würde.
Diese kam dann auch und was soll man sagen? The Queen is back! Adele präsentiert eine sehr akkustisch-gehaltene Nummer, die sich wie gewohnt auf ihre Stimme konzentriert, allerdings trotzdem ganz anders klingt wie alles vorherige. Begleitet wird sie von einem Klavier, einem Schlagzeug und einigen kräftigen Beats, besonders gegen Ende des Stücks. In der Bridge haut Adele wirklich alles raus, es kommt einem so vor, als würde sie noch einmal beweisen wollen: hier bin ich, besser als je zuvor! Inhaltlich geht es mal nicht darum, dass Adele verletzt wurde, nein nein, diesmal ist sie diejenige die Mist gebaut hat! Und genau deshalb möchte sich Adele entschuldigen, auch, wenn viele Jahre ins Land gegangen sind. Auf diese Reise werden wir mitgenommen, Adele ruft im Lied immer und immer wieder bei ihrem Ex-Freund an, erhält aber nie eine Antwort. Die Geschichte ist GANZ anders als alle anderen auf z. B. "21" - viel reifer, erwachsener und trotzdem nicht weniger emotional!

Übrigens ist auch das Video ein wahrer Genuss: Adele kommt in einem verlassen Haus irgendwo im nirgendwo an, wahrscheinlich um nachzudenken und abzuschalten. Als das Lied dann losgeht, schaut Adele selbstsicher und wissend in die Kamera und es geht los: der Song entfaltet seine Magie und ist im Video perfekt umgesetzt. Man sieht Adele in dem verlassenen Haus, wie sie Tee trinkt und aus dem Fenster blickt. Plötzlich gibt es einen Rückblick: Adele in, wie scheint, eben demselben Haus mit einem Mann - sie erinnert sich an die gemeinsame Zeit mit diesem. Man erfährt ihre Geschichte bis zum bitteren Ende und begreift: dies war das Haus, in dem das Paar gewohnt haben muss. Im Verlauf des Videos verlässt Adele allerdings auch das Haus, es gibt beeindruckende Aufnahmen in der Natur, an einem See, im Wald und Sonnenschein und Adele steht da, komplett gestylt, so gutaussehend wie eh und je! Das Video erinnert aufgrund seiner Farbgebung an einen alten Film aus den 60er-Jahren, was einem gewissen Charme hat. Außerdem wurde mit einer IMAX-Kamera gefilmt, wohl die erste Verwendung für ein Musikvideo - da kenne ich mich dann aber wieder gar nicht aus :D


Wer jetzt erste Details über das neue Album wissen will, sollte unbedingt dran bleiben: denn es gibt noch einiges zu erzählen! Adele veröffentlichte nämlich nicht nur das Erscheinungsdatum, sondern sowohl die Tracklist, die Songschreiber, die involviert sind und das Cover des neuen Albums. Außerdem veröffentlichte sie einen persönlichen Brief an ihre Fans:


In diesem erklärt Adele, dass sie sich in ihrem ganzen Leben immer gewünscht hat, sie wäre nicht gerade in dieser oder jener Situation und wie sie als Kind immer gehofft hatte, lieber älter zu sein als in dem Alter, zu dem sie zu diesem Zeitpunkt war. Sie hätte niemals einfach nur genossen, wäre niemals angekommen und hatte sich immer gefragt, wer sie denn eigentlich ist. Mit 25 hätte es dann plötzlich KLICK gemacht und sie wurde sich bewusst, wer sie geworden war, ohne es zu bemerken. Sie beschreibt ihr Erfolgsalbum "21" als Trennungsalbum, wenn sie ihr neues Album "25" beschreiben müsste, würde sie sagen es ist ihr persönliches Album, mit dem sie für sich wieder einiges gut macht. Am Ende entschuldigt sie sich bei ihren Fans, weil es so lange gedauert hat, allerdings sei einfach das Leben passiert und man hätte dies ja nicht in der Hand.

Ich fand den Brief total süß, weil man in die Gedankenwelt der Sängerin mitgenommen wurde und sie so offen mit ihrem Fans darüber schrieb. Anschließend wurde das Cover und die Tracklist veröffentlicht, auf die ich hier nochmal eingehen wollen würde:



01. "Hello"
Diesen Song werden jetzt alle Menschen auf der ganzen Welt wohl die ganze Zeit hören - ob sie wollen oder nicht! Ich finde ihn großartig und besondesr als 1. Single finde ich ihn sehr gut gelungen und platziert.

02. "Send My Love (To Your New Lover)"
Obwohl sie ankündgite, es wäre kein Trennungsalbum, gibt es bestimmt den ein oder anderen Schmachtfetzen á la "21" - dies könnte, zumindest vom Titel her, einer sehen: sende meine Grüße an deine neue Geliebte - würde doch passen und ich weiß schon jetzt, dass nicht nur ich am Boden liegen werde bei dieser Nummer. Geschrieben hat sie Adele mit Max Martin, u. a. Produzent für Britney spears, Kelly Clarkson, Katy Perry und P!nk.

03. "I Miss You"
Und der nächste Song, bei dem man irgendwie das Gefühl hat, man müsste sofort die Taschentücher rausholen: "I Miss You" wurde von Adele und Paul Epworth geschrieben - dieser durfte jedem was sagen, der sich etwas intensiver mit Musik beschäftigt, dann weiß man, dass Adele mit ihm schon auf "19" und "21" geschrieben hat und für Hits wie "Rolling in the Deep" und "Skyfall" sorgte - man darf also auf den Nachfolger gespannt sein!

04. "When We Were Young"
Dieser Song passt zur Beschreibung in Adele's Brief: "When We Were Young" hört sich so an, als ob Adele über ihre Jugend nachdenken würde und über die Erlebnisse, die sie dort machen konnte. Ob diese dann nostalgisch oder doch eher fröhlicher angehaucht sind, darauf müssen wir wohl bis November warten!

05. "Remedy"
Remedy heißt auf Englisch so viel wie Gegenmittel, oft dann benutzt wenn man etwas ganz schlimmes erlebt hat und dann was total Positives, welches das Geschehene wieder gut macht. Das erinnert einen dann schon wieder daran, dass Adele mit "21" ja eine Trennung verarbeitet hat und anschließend mit genau diesem Album den Erfolg ihres Lebens einsahnte - vielleicht ist dann ja dieser Song der Gute Laune-Track des Albums? Hoffen darf man zumindest :D Übrigens ist der Song von Ryan Tedder mitgeschrieben - denkt man an sein letztes Album "Native" mit seiner Band OneRepublic zurück, könnte das also eine art Indie-Pop-Song werden - ich hätte Bock drauf!

06. "Water Under the Bridge"
Ein Wasser unter der Brücke.... das kann jetzt alles sein, ich tippe auf eine Midtempo-Nummer, schließlich fließt Wasser unter Brücken meist ziemlich ruhig und nicht ganz so schnell und stürmisch... aber man weiß ja nie! Nachdem "Set Fire to the Rain" ja schon eine Wasser-Metapher hatte, darf man sich wahrscheinlich jetzt genauso sehr auf ein Meisterwerk freuen, wie damals!

07. "River Lea"
Uns Deutschen sagt dieser Fluss nichts, in England dürfte er bekannt sein: dieser fließt nämlich durch England und mündet anschließend in der Themse in London. Auf seinem Weg durchkreuzt er viele Städte und Dörfer, dies könnte Anlass zu Spekulationen geben, dass Adele damit einen langen, vielleicht steinigen Weg beschreibt und der anschließend in London endet. Ich bin gespannt, zumal er genau nach "Water Under the Bridge" platziert ist. Auch dieser Track wurde übrigens von Greg Kurstin mitgeschrieben.

08. "Love in the Dark"
Ist das etwa... das kann nicht sein... oder meint ihr? Nein, doch nicht von Adele oder? Da wird es wohl nicht um den Akt an sich gehen, oder? Liebe in der Dunkelheit... lässt irgendwie genau das vermuten! Musikalisch tippe ich hier auf eine Uptempo-Nummer... und bin total gespannt um was es in dem Song geht :D

09. "Million Years Ago"
Dieser Titel passt doch wieder in gewohnte Adele-Metaphern. Man denkt sofort an eine emotionale Ballade in den Zügen von "Someone Like You". Also: Holt schon mal die Taschentücher, es wird bestimmt wieder emotional!

10. "All I Ask"
Unter diesem Song konnte ich mir erstmal nichts vorstellen... dann las ich aber, dass unter anderen Bruno Mars als Songtexter aufgezählt wurde und dachte sofort an seinen letzten Stil: Uptempo, Motown trifft Pop und sehr frisch... könnte dies ein "Rollin' in the Depp" 2.0 werden?

11. "Sweetest Devotion"
Süßeste Unterwerfung bzw. Ergebenheit... wie könnte man diesen Titel auslegen? Ich musste sofort an ihren Sohn denken... ist das nicht die größte Ergebenheit, die man als Mutter hat? Wie süß wäre es, wenn man damit ein Album beendet. Schon Beyoncé tat dies auf ihrem letzten Album und widmete ihrer Tochter den Song "Blue" - war das nicht schön? Auch bei Adele würde ich mit Tränen in den Augen zuhören.

Nun, wenn man mal auf iTunes, amazon oder sonstigen Plattformen guckt, dann ist hier Schluss. Einzig in Amerika bietet der Supermarkt Target eine Deluxe Edition mit drei zusätzlichen Songs an - ich hoffe inständig, dass man diese auch in Deutschland anbieten wird, auf welchem Wege auch immer. Denn dann würden diese Songs noch dazu kommen:

12. "Can't Let Go"
Dieser Track hört sich irgendwie wie die Fortsetzung von "Hello" an. Dieser dreht sich ja um eine Beziehung, die scheiterte und für die sich Adele entschuldigen möchte. Es bleibt abzuwarten, wie die Geschichte auf dem Album forgesetzt wird bzw. ob sie überhaupt fortgesetzt wird. "Can't Let Go" wäre aber zumindest ein treffender Titel für den Schluss, meint ihr nicht?

13. "Lay Me Down"
Hier musste ich sofort an Sam Smith's Nummer denken, diese hat ja den gleichen Namen. Hier erhoffe ich mir eine andere Seite von Adele zu hören. Das erhoffe ich mir ja schon auf dem eigentlichen Album, aber ich meine jetzt eine komplett neue Richtung, etwas, was einen wirklich überrascht und mit dem man so gar nicht rechnet. Wisst ihr was ich meine?

14. "Why Do You Love Me"
Auch hier könnte man jetzt an eine zutiefst traurige Nummer denken, aber ich hatte sofort eine ganz andere Szene im Kopf: Adele ist ja jetzt glücklich vergeben und in einer Beziehung fragt man sich ja selber ganz oft: warum liebt mich überhaupt der andere? Was sieht er in mir, ich bin doch so voll komisch :D das wäre doch mal eine andere Art Thema für Adele, welches ich mir total wünschen würde und als Abschluss des Albums perfekt wäre!

Natürlich sind das alles nur Vermutungen und wahrscheinlich liege ich mit 80 % daneben. Aber mir macht es so viel Spaß, in die Titel hineinzuinterpretieren, weil es wirklich selten vorkommt, dass ich so gespannt auf ein Album bin, dass ich sogar die Titel analysiere :D

Falls es noch irgendwelche Neuigkeiten geben sollte, werde ich sie versuchen, so schnell wie möglich zu posten.


Bis dahin könnt ihr mir ja mal verraten, auf welchen Song ihr am gespanntesten seid!

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Jessie J #Special                           Single #Update im Oktober

Album-Rezension: Selena Gomez - "Revival"

Auf dieses Album war ich wirklich total gespannt, vor allem weil ich ihr erstes Solo-Album schon total abgefeiert hatte: Selena Gomez machte lange Zeit Alben mit ihrer Band Selena Gomez & The Scene, diese wurde dann aufgelöst und im Jahr 2013 war es dann Zeit für ein Solo-Ding. Das brachte sie dann zu ihrem Debüt "Stars Dance", welches (zumindest bei mir, aber auch in den USA) total einschlug. Sie erlangte gleich mal ihren ersten Top10-Hit "Come & Get It" und das Album konnte sich gleich mal auf Platz 1 der Album-Charts platzieren. Ich schrieb damals schon eine Rezension, die könnt ihr euch hier mal durchlesen. Zusammenfassend kann man sagen: ich LIEBTE das Album ab dem ersten Hören und finde es auch immer noch große Klasse, da es total gut passt, wenn man so kurz vorm Weggehen in den Club ist - gute Laune, fette Beats und eingänge Texte sind einfach mein Ding!

Deshalb war ich total gespannt auf das Nachfolgewerk... das kam ja denn etwas verzögert und besonders, schließlich wechselte sie Labels, trennte sich von Justin Bieber, veröffentlichte mit ihrem alten Label aber zunächst einmal noch ein Greatest Hits, "For You", und verbuchte einen immensen Erfolg mit der daraus ausgekoppelten Single, "The Heart Wants What It Wants". Diesen fand ich total gut und war aber trotzdem total überrascht, schließlich kannte man Selena Gomez vorher nur von Dance-Tracks und weniger durch Balladen und emotionale Nummern. Mir gefiel es trotzdem und ich war gespannt, wie sich ihre nächste LP anhören würde.

Danach erfolgte ja die erste Single-Auskopplung, "Good for You" feat A$AP und der zweite Release "Same Old Love" - beide Tracks sind MEGA gut: die erste Single, die sehr nach Urban-Pop klingt gepaart mit seichten HipHop-Beats und einer sehr sexy Selena. "Same Old Love" stellt dann die bereits bekannte Pop-Dance-Seite der Sängerin dar, nimmt allerdings trotzdem neue Einflüsse mit rein und ist für mich ein MEGA Ohrwurm - war er sowohl vor dem Anhören des ganzen Albums als auch nachdem ich es nun schon seit einer Woche höre. Außerdem bereits bekannt für wahre Selena-Fans: die Promosingle "Me & the Rhythm", welche sehr dancing und mainstreaming ist, was so auf dem Album nicht mehr vorkommt, denn als Dance-Album würde ich es nicht bezeichnen - dazu aber später mehr.


Neben den oben genannten Songs, die wirkliche Highlights darstellen, gibt es aber natürlich noch viel mehr zu entdecken. Meine Favoriten sind ganz klar: "Sober", ein stampfender Midtempo-Track, der besonders durch die Story begeistert, "Hands to Myself", dessen Refrain TOTAl ins Ohr geht, "Body Heat", welcher sich sehr nach Balkan-Pop meets Latino-Sound anhört und "Rise", der Abschlusstrack mit einer sehr esoterischen und dennoch eingängigen Sounds. Außerdem gefällt mir "Survivors" ziemlich gut, er ist kein Überhit wie die anderen genannten Songs, geht aber trotzdem rein und besticht durch seine indianischen Beats.

Ebenfalls gut sind alle anderen Songs wie "Revival", "Kill Em with Kindness" und "Camouflage", da habe ich allerdings etwas gebraucht um reinzuhören um sie dann genießen zu können. "Revival" ist ein perfekter Album-Opener, allerdings fehlt es ihm an Hit-Qualität, die man nach "Good for You" und "Same Old Love" als Singles erwartet hatte, weshalb man mit gemischten Gefühlen ins Album startet. Danach folgt "Kill Em with Kindness", welcher auch nicht unbedingt sofort ins Ohr geht und anfangs eher nervt durch sein Gepfeiffe. Doch nach mehrmaligem Hören gefällt einem genau das!
Nachdem man die zwei ersten Songs gehört hat, bleibt das gemischte Gefühl vorhanden. Doch ab Track 3 ändert sich das: man wird mitgenommen auf eine reife und sehr ausdrucksstarke musikalische Reise, die mal überrascht und mal in eine bekannte Richtung geht.

Wer sich die Deluxe Edition gönnt, erhält neben den Standard-Werken fünf weitere Songs: die Dance-Tracks "Me & My Girl" und "Outta My Hands (Loco)", die beide sehr an die Werke auf "Stars Dance" erinnern, die emotionale Ballade "Perfect", an der mir besonders der Text gefällt und "Nobody", der ebenfalls ins Ohr geht, aber nicht ganz so stark daher kommt wie der Rest des Albums. Einzig "Cologne" kann mich irgendwie nicht wirklich überzeugen. Der Song nervt nach nur einer Minute und irgendwie hat man dann keine Lust mehr, ihn zu Ende zu hören... selbst wenn man das tut, wird man irgendwie enttäuscht - als Ende hätte man sich echt was anderes einfallen lassen können.

Insgesamt ist "Revival" ein sehr starkes und persönliches Album geworden, dass sich in vielen Dingen von seinem Vorgänger unterscheidet, weshalb man anfangs vielleicht ein bisschen enttäuscht ist, weil man nicht mehr Hit nach Hit nach Hit serviert bekommt, sondern ein Album, welches sehr reif ist und den Mut hat, eher persönliche Akzente zu setzen als eingängige Texte zu generieren. Anfangs dachte ich wirklich, ich würde eine eher mittelmäßige Rezension verfassen, aber ich musste mir das Album wirklich mehrmals anhören und immer wieder fand ich neue Dinge, die mir an ihm gefielen. Und jetzt ist es schon über eine Woche her, dass ich es mir anhöre und mittlerweile LIEBE ich es wirklich.



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Jessie J - Special                                        Single-#Update im Oktober

Gedanken zum Popstars-Finale 2015: Folge 8

Hallo und herzlich Wilkommen zu meinem letzten Beitrag zu Popstars 2015! 

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, fand am letzten Samstag das Finale um 18:15 auf RTL II statt und es ist eine Menge passiert, es wurde viel gekämpft und total viel performt natürlich. Und als Endresultat stand eine Band da, mit der ich gar nicht gerechnet hatte, allerdings trotzdem total zufrieden war.


Ich empfand die Performances in der Show irgendwie eher nicht so gelungen: "Shake It Off" als Aufwärmer war für mich viel zu schwach und auch die übrigen Performances waren eher schlecht als recht. Einzig "Earned It" fand ich echt gut performt. Erst als die richtigen Songs kamen, hörte ich genauer hin und war total begeistert, denn das machten die Mädels echt klasse!

"Schöner ohne dich" war für mich in der Folge, als er geschrieben wurde, ein toller Song und ich hoffte, man würde mit ihm (und auch den anderen Songs) weiterarbeiten. Das wurde gemacht und so präsentierten uns Timea, Selina, Patti und Veneranda den Song in einer ganz tollen Variante. Zwar empfinde ich die Strophen nicht ganz so stark wie den Refrain, der wirklich total hängen bleibt, aber der Song hat echt Potenzial und konnte mich begeistern - deshalb toll gemacht, Mädels!


Kommen wir nun zu den einzelnen Kandidatinnen und meiner Band, die ich vorher im Kopf hatte. Für mich war vornehmlich ganz klar Timea in der Band. Ich mochte ihren Typ, fand ihre Rap-Fähigkeiten mega und empfand auch ihre Stimme als total großartig. Deshalb sah ich sie in der Band, was dann ja leider nicht so war - aber so ist es und das musste ich dann relativ schnell akzeptieren.

Sonst waren für mich Sabrina und Alena feste Bestandteile, dass es diese dann als erste zwei Mitglieder schafften, freute mich umso mehr und passte wie die Faust aufs Auge. Ich war ja nie so der Fan von Patti und auch Selena war irgendwie immer nur so Nebenprodukt. Patti konnte sich allerdings total steigern und Selena war in Folge 7 auf Deutsch total Klasse. Deshalb überraschte es mich nicht, dass es auch die beiden in die Band schafften - an Patti hatte die Jury ja so sehr gearbeitet, da wäre es schon sehr überraschend gewesen, wenn sie sie gerade im Finale nachhause geschickt hätten.

Das es Veneranda nicht schafft, war mir irgendwie klar: ihr Charakter und die dazuhörige Ausstrahlung waren einfach echt nicht mein Ding - und auch nicht das der Zuschauer und offensichtlich auch nicht das der Jury. Zwar war die Stimme echt klasse, doch als sie mit der Band den Titel "Tage wie Juwelen" performte, merkte ich gleich: das ist nichts und passt gar nicht zu den anderen dreien.


Und da wir schon auf den Song zu sprechen kommen: diesen empfinde ich als besten Song seit Monrose mit ihrem Titel "Shame". Eingängig, einzigartig, völlig anders und auf Deutsch - Popstars erfüllte das Motto #GanzNeueTöne voll und ganz und überraschte wirklich mit dem Song. Das Format erfand sich ja dieses Jahr quasi neu, doch das es am Ende wirklich so eine tolle Single geben würde, damit hätte ich nicht gerechnet. Selbes gilt übrigens für den Bandnamen: Leandah hört sich sehr schön, total weiblich und trotzdem jung an und geht schnell ins Ohr - sowohl der Name als auch der Song!



Leandah konnte mich also, obwohl die Band völlig anders ist als ich mir das erhofft hatte, total überzeugen und ihre "Tage wie Juwelen" laufen bei mir rauf und runter. Ich finde den Song wirklich sehr gut und auch live konnte er mich überzeugen. In den Charts knackte der Song am Sonntag die Top50 der iTunes-Charts, was bemerkenswert ist, wenn man bedenkt wie schlecht die Einschaltquoten für die Sendungen waren. Trotzdem geht da noch was.

Und das wünsche ich auch den Mädchen: ganz viel Erfolg, Durchhaltevermögen und die Möglichkeit, ein ganzes Album aufzunehmen. Davor sollen sie sich aber als Band finden, durch ihre Plattenfirma unterstützt werden und die Möglichkeit erhalten, all ihre Träume zu erfüllen. Das haben die Mädchen verdient und hätten definitiv alle Voraussetzungen dafür: gute Stimmen, starke Persönlichkeiten und einen gute Plattform mit emotionalen, frischen deutschen Texten und eine ganze Menge Spaß - was braucht man schon mehr?

Und die Zukunft von Popstars?

Tjaja, was soll man da schon sagen? Irgendwie weiß keiner, wie und ob es überhaupt weitergeht. Die Einschaltquoten wurden von Mal zu Mal schlechter und irgendwie wollte keiner wirklich die Sendung sehen. Woran das liegt, darüber kann man spekulieren und grübeln, allerdings muss man klar sagen: die Sendung konnte einfach nicht begeistern. Besonders die erste Sendung ("Auditions") zog sich einfach viel zu lange und es fehlte wirklich ein offenes Casting, was an manchen Stellen mal lustig ist und an anderen total gut. Es fehlte die Mischung, wenn man sich über zwei Stunden nur gute Sängerinnen anhört, dann überzeugen einen einfach nicht alle, weil man sich an eine gewisse Qualität gewöhnt. Deshalb wäre mein erster Tipp für die nächste Staffel: veranstaltet doch bitte ein offenes Casting. Die Ausstrahlung und Suche kann ja trotzdem ernsthaft erfolgen, aber dabei darf eben der Spaß nicht auf der Strecke bleiben.
Sonst fand ich das neue Konzept wirklich gelungen: die Arbeit in der Akademie war gut organisiert, sehr anschaulich gefilmt und die Coaches trainierten sehr hart mit den Mädchen. Einzig Miss Platnum fiel mir immer wieder negativ auf: mal hatte sie da was zu sagen, dann dort und fand immer die Mädchen schlecht, die etwas total besonderes hatten. Das hat für mich wirklich NICHTS mit Professionalität zu tun, weshalb ich mir sie als Jury-Mitglied nicht zurückwünschen würde. Stefanie und Bella dürfen gerne bleiben, sie haben einen sehr guten Job gemacht und bewerteten IMMER fair.

Falls es weitergehen wird, ist wahrscheinlich eins klar: es wird (wie eben zu den Anfangszeiten) bestimmt wieder eine gemischt Formation gesucht... allerdings fände ich es besser, wenn man auf die 3. Staffel zurückgreifen würde: dort wurde eine Boyband (Overground) und eine Girlgroup (Preluders) erstellt, die dann gegeneinander antreten mussten. Dies verlieh der Show eine gewisse Spannung und es bildeten sich total Fanmassen für beide Konstellationen. Dementsprechend sollte man dieses Format mit dem Namen "Das Duell" definitiv wieder zurückbringen - meiner Meinung nach!


Sonst wünsche ich mir einfach, dass die Produzenten aus ihren anfänglichen Fehlern lernen können, ihr Konzept verbessern und im nächsten Jahr wieder durchstarten. Es wäre schade, wenn man nach nur einer Staffel wieder alles hinschemeißen würde - unfair gegenüber dem Format, dem Sender und der (ein paar wenigen) Fans.

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Album-Rezension: Jessie J - "Sweet Talker" #JessieJSpecial

Vor diesem Album habe ich mich etwas gedrückt, das muss ich definitiv zugeben. Jessie J machte mich mit ihrem Debüt-Album "Who You Are" total neugierig. Zwar fand ich die meisten Songs eher okay bis so lala, dafür waren einige Songs so gut, dass ich mir das Album trotzdem immer und immer wieder angehört habe. Besonders "Price Tag", "Nobody's Perfect", "Who's laughing now", "Big White Room", "Do It Like a Dude" und "Who You Are" hatten es mir angetan. Danach rereleaste sie eine Platin-Edition mit weiteren tollen Songs wie "Domino" oder "LaserLight". Ich war total verliebt und freute mich auf ihr nächstes Werk.


Das lieferte sie dann auch: "Alive" wurde 2013 veröffentlicht und zeigte eine ganz gewandelte, sehr reife Jessie J, die ganz genau weiß was sie möchte: persönlich, zielstrebig und voller Hits erschien mir ihr 2. Album ein Meisterwerk und qualitativ viel besser als noch ihr Erstlingswerk. Warum? Wie schon gesagt: "Who You Are" hat durch seine starken Singles beeindruckt, die Album-Tracks waren dann aber eher okay. Auf "Alive" dagegen konnte ich mich gar nicht entscheiden, welchen Track ich als nächste Single, nach "Wild" und "It's My Party", veröffentlichen würde. Wer genaueres zu diesem Album wissen möchte, der klickt einfach hier und kommt zur Rezension des Albums.

Anschließend kündigte Jessie J eine US-Version von "Alive" an, dafür arbeitete sie mit Pharell Williams zusammen und wollte ihr Album US-tauglich machen, nachdem ihre Plattenfirma der Meinung war, es würde sich in Amerika nicht verkaufen... ich war dann gespannt, wie sich die neuen Songs anhören und ob sie zum Original-Album passen würden. Als ich dann erfuhr, dass es keine Wiederveröffentlichung geben würde, sondern ein neues Album, war ich schon etwas böse. Ich empfand "Alive" als ihr bestes Album und hatte mir erhofft, es gäbe noch weitere Singles. Dementsprechend enttäuscht war ich, dass die Promo-Phase für dieses Album abgeschlossen war. Da half auch nicht, dass "Bang Bang" mit Ariana Grande (meiner Lieblingskünstlerin zu der Zeit) und Nicki Minaj und "Burnin' Up" total mein Ding waren und ich die beiden Tracks rauf und runter anhörte. Und jetzt, mehr als einem Jahr nach Veröffentlichung habe ich es getan: "Sweet Talker" wanderte in mein CD-Regal und in den Player.

Das Album wird mit einer ganzen Reihe an Mainstream-Pop-Hits eröffnet. "Ain't Been Done", "Burnin' Up" feat. 2 Chainz, "Sweet Talker" und "Bang Bang" sind allesamt Uptempo-Nummern, die offensichtliche Single-Kandidaten waren. Deshalb überrascht es nicht, dass eben diese wirklich ausgekoppelt wurden - mehr oder weniger, denn Jessie J's Management bekam es nicht auf die Reihe "Sweet Talker" und "Burnin' Up" für die UK-Charts anzumelden... diese Begründung steht zumindest auf Wikipedia. Doch weg von den Fakten: die Songs gefallen mir ganz gut, besonders "Bang Bang" und "Burnin' Up" kennt man halt, wenn man Fan ist. "Ain't Been Done" fand ich am Anfang eher mittelmäßig, doch als ich nach Anhören der Platte nachhause kam, summte ich genau diesen Titel immer wieder vor mich hin. Er scheint also doch irgendwie eingängig. Selbes gilt für "Sweet Talker", allerdings ist er für mich der schwächste Track von allen bisher genannten.

Doch kommen wir weg von den Singles und hin zum Kernstück des Albums. Dieses besteht nämlich nicht nur aus Mainstream-Hits, sondern hat auch einiges mehr zu bieten. Als Highlights bewähren sich da "Masterpiece" (welches ja besonders in Deutschland bekannt sein dürfte), "Personal", "Loud", "Said Too Much" und "Get Away". "Personal" ist für mich DIE Ballade der LP und zeigt Jessie J von der persönlichen, sensiblen Seite, die wir schon von vorherigen Alben ("Who You Are", "I Miss Her") kennen. "Loud" mit dem Gaststar Lindsey Stirling, ist für mich DIE Überraschung des Albums. Die tolle Stimme von Jessie J und die zarten Klänge der Geige im Hintergrund sind für mich einzigartig und lassen sich auf keinem anderen Album so finden. Der Abschlusstrack "Get Away" ist sehr akustisch gehalten und man merkt deutlich, dass Jessie diesen Song geschrieben hat. Er erinnert mich total an "Alive" und das gefällt mir ziemlich gut. "Said Too Much" ist außerdem mein Uptempo-Highlight, wenn es um die Album-Tracks geht. Irgendwie würde ich mir mal wünschen, dass Jessie J nicht immer die offensichtlichen Singles wählt, sondern sich mal was traut und z. B. so einen Song ins Rennen schickt.

Eher enttäuscht war ich von Songs wie "Seal Me With a Kiss", ein eher amerikanisch-klingender HipHop-Pop-Mix, der etwas an die Arbeiten auf "Who You Are" erinnert - meins ist es eher nicht. "Fire" gefällt mir ziemlih gut, langweilt mich aber schon nach wenigen Minuten total... hier fehlt mir das Gefühl, die Persönlichkeit und die Stimme, die nicht wirklich in den Vordergrund gerückt wird. Selbes gilt für "Keep Us Together" - irgendwie ganz nett, aber halt einfach kein Highlight und nicht das, was Jessie J kann.

Auf der Deluxe-Edition gibt es dann noch drei Tracks: "You're Loss I'm Found", "Strip" und "You Don't Really Know Me". Und was soll ich sagen? Ohne Witz jetzt, diese Tracks sind die besten des Albums. Frech, frisch, gutgelaunt, toll geschrieben und mit Spaß performt. Das ist die Jessie J, die ich von "Alive" kenne und lieben gelernt habe. Diese Tracks hätte ich mir auf "Sweet Talker" gewünscht.

Und mein gesamter Eindruck des Albums? Gemischt. "Sweet Talker" ist eindeutig ein Produkt eines
Plattenlabes, das möglichst großen Erfolg haben wollte. Mit "Bang Bang" und "Burnin' Up" wollte man internationale Hits landen - und hat dies (größtenteils) geschafft! Und auch der Rest des Albums wirkt wie von einem Management erzwungen: ein paar Midtempo-Dinger hier, eine tolle Ballade und ein bisschen amerikanisches Uptempo-Gedöns da. Und mittendrin einige Akzente von Jessie J, in denen sie sich durchsetzen konnte (besonders die Deluxe-Edition-Songs zeigen das). Klar: das Album ist für einen Pop-Hörer gut, allerdings erwartet man andere Dinge nach "Alive". Jeder, der dieses Album nicht kennt, wird zufrieden sein. Jeder der es allerdings tut, der wird hin- und hergerissen sein. Einerseits findet man die Hits klasse, andererseits ist einem die Platte etwas zu unpersönlich und für mich daher nur okay.

Ich würde mir wünschen, dass das nächste Album etwas mehr von der wahren Jessie J enthält - ohne auf große Hits zu verzichten. Denn diese sind nicht das Problem. Es ist die Glaubwürdigkeit und die Stimmung, die einem diese Platte vermittelt. Man merkt, dass man hier den Erfolg erzwingen wollte. Man merkt die Business-Seite der Szene - und das will man als Hörer nicht. Man will Gefühle, Spaß und Eingängigkeit. Im Prinzip genau das, was man auf "Alive" hören konnte. Nur mit mehr Publicity und Hits á la "Bang Bang". Mit mehr Durchblick, mehr Kontiguität und mehr Plan. Bis dann höre ich mir "Alive" und auch "Sweet Talker" an. Denn es ist kein schlechtes Album. Nur eben auch kein Highlight am Pop-Himmel.




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Leona Lewis - "I Am"                               Elif - "Als ich fortging"

Single-#Update im Oktober + Neuerung auf Spotify!

Hallo und herzlich Willkommen zu einem neuen #Update. Es haben sich einige Songs angesammelt, weshalb ich gleich ohne große Umschweife auf diese zu sprechen kommen möchte, vorher aber noch zu einer Neuerung auf diesem Blog!

Ihr alle kennt Spotify, wer nicht, dem sei es hier kurz erklärt: man kann sich auf dieser Plattform anmelden und Musik streamen - völlig kostenlos, ab und zu gibt's Werbung, aber das war's dann schon. Man kann da Playlisten erstellen, auf andere Playlisten zugreifen und seinen Lieblingsmusikern folgen. Wenn man Premium-Mitglied wird, dann fällt die Werbung weg und man kann sogar die Musik offline (also ohne Internet) anhören - und das für wenig Geld im Monat.
Ich nehme die Werbung in Kauf und höre mir mittlerweile echt viel darüber an. Wie dem auch sei, ich habe mir etwas überlegt: wie schon gesagt, man kann da Playlisten erstellen und ich dachte mir so... hey! warum keine Playlisten über meine Single-#Updates erstellen - dann müsst ihr da nur drauf klicken und schon habt ihr die ganzen Songs auf einer Abspielliste - das ist doch mal was oder?

Deshalb:


Die Songs:

01. Demi Lovato - "Confident"
Erst "Cool for the Summer" und jetzt legt Demi nochmal nach, bevor Mitte Oktober ihr Album "Confident" erscheint. Daraus gibt es jetzt nämlich gleichnamigen Song und der hat es richtig in sich: schon wieder setzt Demi auf einen eingängigen Refrain, ein paar rockige Beats und ihre kräftige Stimme. Für mich hört sich das neue Material echt wie eine perfekte Mischung aus all ihren vorherigen Album: die rockigen Klänge ihrer ersten beiden Alben gepaart mit den Pop-Einflüssen und Hit-Klängen von "Unbroken" oder "Demi" - und schon hat man, wie ihrer ehemalige Disney-Kollegin Miley Cyrus sagen würde, "the best of both worlds". Mir gefällt es total gut und ich freue mich wieder auf ihr neues Album. Diese glänzen meist durch ihre Unterschiedlichkeit: Pop, große Stimme, rockige Nummern, Dance-Nummern und einfühlsame Balladen - alles, was das Fan-Herz begehrt!



02. Ellie Goulding - "On My Mind"
Und auch diese Künstlerin veröffentlicht bald was Neues: Ellie Goulding gab bekannt, dass ihr 3. Studioalbum "Delirium" im November erscheinen wird und wenn man dies vorbestellt, erhält man automatisch die 1. Single. Diese ist wie eine Art Mischform von Ellies ursprünglichen Material und ihrem Mainstream-Material. Ihre vorherigen Alben "Lights" und "Halcyon" stachen eher durch einzigartige, experimentelle und eher pop-untypische Klänge hervor, erst die Wiederveröffentlichungen, "Bright Lights" und "Halcyon Days", wurden dann mainstreamiger und schließlich dann ja auch weltweit erfolgreich (wie z. B. die Songs "Lights" oder "Burn"). Nun scheint sie diese zwei Pole zu vereinen und auf "Delirium" zu präsentieren. "On My Mind" klingt etwas poppig, sehr elektronisch und überzeugt besonders durch seinen sehr intelligenten Text. Und trotzdem frage ich mich: soll ich mir das Album kaufen, schließlich könnte es Ellie Goulding schon nächstes Jahr wiederveröffentlichen :D

03. Sia - "Alive"
Auch dieser Song erreichte mich, wie ich auf Facebook schon mitgeteilt habe: Sia und ihr neuer Song "Alive" sind total anders als das Material auf ihrem mega erfolgreichem Album "1000 Forms of Fear". Dieser ist emotional, besticht durch ihre einzigartige Stimme und total gut produziert. Für mich passt er perfekt zum angehenden Herbst und macht mich sehr gespannt auf ihr neues Album "This Is Acting". Ursprünglich war der Song für Adele, der diesen auch mitgeschrieben hat. Nun hat es aber der Song nicht auf ihr kommendes Album geschafft, deshalb hat sich Sia diesen gleich zurück genommen und selber verwendet. Gute Entscheidung, zeigt er doch eine völlig andere Sängerin.

04. One Direction - "Infinity"
Von dieser Band bin ich ja wirklich begeistert. Schon "Drag Me Down" klang für mich super und jetzt legen sie mit "Infinity" gleich mal nach: der Song klingt mal wieder sehr erwachsen, ist aber viel mehr Midtempo als noch die Lead-Single des Albums "Made in the A. M.". Auch das mag ich, besonders zu dieser Jahreszeit, da ich den Song perfekt finde um ihn sich abends mit einer warmen Tasse Tee anzuhören - hört sich komisch an, ist aber so! Ich bin jetzt ernsthaft am überlegen, ob ich mir das Album beschaffen soll, schließlich gefallen mir jetzt schon zwei Songs daraus... was meint ihr? Top oder Flop? Ja oder nein?

05. Lauren Aquilina - "Low"/"Ocean"
Über diese Künstlerin habe ich schon einen Beitrag geschrieben um sie der Masse vorzustellen, denn sie ist noch ein totaler Newcomer: in England hat sie ganz selbstständig drei EPs veröffentlicht, die es allesamt in die Top100 der Album-Charts schafften. Danach erhielt sie einen Plattenvertrag und es wurde ruhig, da Lauren an ihre Debüt zu arbeiten begann. Nun kündigte sie quasi ihre erste EP unter ihrem Label an, die "Ocean" heißt. Dieser ist auch gleichzeitig ein Song der EP, zusammen mit "Low". Beides sind emotionale Balladen, wobei "Ocean" etwas mehr Energie aufweist, aufgrund seiner Bridge, die nur durch Klavier begleitet wird. Das verleiht ihm eine Einzigartigkeit, die nur Lauren Aquilina bieten kann und sie aus der Masse hervorstechen lassen. "Low" hat das zwar nicht, aber überzeugt dann mit seiner emotionalen Seite. Ich freue mich total auf die EP und werde sie auf jeden Fall mit euch teilen - das bin ich Lauren schuldig ;-)


06. Silbermond - "Intro (Die Mutigen)"
Ich freu mich ja so! Silbermond tourten ja letztes Jahr mit ihrem Best of, was ich mir natürlich gekauft habe, allerdings gab es anschließend kein neues Material. Doch jetzt kündigten sie ihr nächstes Album an und veröffentlichten den ersten Song. Dieser ist eine sehr moderne Ballade, die für mich eine Art Klarheit ausstrahlt und trotzdem sehr emotional ist. Für mich passt sie einfach zum Jahr 2015 und zeigt gleichzeitig eine andere Seite der Band. Ich persönlich freue mich auch total auf The Voice of Germany, dort ist Stefanie mein Lieblingscoach. Und natürlich auf das neue Werk "Leichtes Gepäck".

07. Sam Smith - "Writing's on the Wall"
Nach Adele war ja klar, dass es diesmal Sam Smith wird - schließlich ist er ihr Nachfolger in so ziemlich allen. Er wurde, wie Adele, mit seinen emotionalen Singles und Album berühmt, schaffte den großen Erfolg in Amerika und ging auf weltweite Tour, die überall zu einem rießigen Erfolg wurde. Und zeigt mir mal bitte eine Person, die "Stay With Me" nicht kennt. Und wie Adele hat er jetzt auch den Bond-Song mitgenommen: "Writing's on the Wall" heißt das gute Stück und ist eine typische Sam Smith-Ballade. Mir gefällt sie ganz gut, allerdings überrascht der Song auch nicht wirklich. Er hat die typische Instrumentalisierung, die ein Bond-Song eben haben muss und ist deshalb schnell "zu Ende gehört". Bei Erscheinung war ich noch total begeistert, langsam endet dieser Hype. Trotzdem wollte ich ihn natürlich mit euch besprechen.

08. Selena Gomez - "Same Old Love"
Viele kennen sie aus den Disney-Zeiten, einige auch durch ihre Alben mit Selena Gomez & the Scene oder auch von ihrem Solo-Debüt-Album "Stars Dance" - dieses schaffte es überraschenderweise in die Top5 in Deutschland. Jetzt steht das 2. Studioalbum in den Startlöchern und Selena veröffentlichte schon ihre mega erfolgreiche Single "Good for You", die in den USA direkt in die Top10 einstieg. Und nach diesem Urban-HipHop-Pop-Song folgt nun ein eingängiger Pop-Hit mit dem treffenden Namen "Same Old Love". Dieser geht sofort ins Ohr und geht mehr in die Pop-Richtung, allerdings ist auch hier ein Urban-Einfluss zu erkennen. Für mich klingt er anders als alles derzeitige in den Charts und das ist immer gut. Das Album "Revival" wird also definitiv gekauft!

09. Little Mix - "Hair"/"Love Me Like You"
Diese Band kenne ich schon seit ihren Anfängen und ich bin so glücklich, dass es sie immer noch gibt und sie so erfolgreich sind. Ihr neuer Song "Hair" schließt dabei an die Erfolgsstory an: dieser ist frech, eingängig und total poppig! So, wie man es von ihrem ersten Album "DNA" kennt. Mir gefällt es total gut und ich freue mich schon auf das nächste Werk "Get Weird".
Ihre zweite offizielle Single, "Love Me Like You", gefällt mir dagegen eher weniger - zu kreischig, zu altmodisch und viel zu schnulzig... das dachte ich mir zumindest nach dem ersten Hören. Vielleicht ist es aber auch einfach nur ein Track, den man sich mehrmals anhören muss. Das kann ich aber nicht, da gibt es zur Zeit einfach viel zu viele gute Songs, die ich mir lieber anhöre. Sorry, Little Mix!

10. Neon Hitch - "Sparks"/Naughty Boy feat. Beyoncé - "Runnin' (Lose It All)/Rudimental feat. Ed Sheeran - "Lay It All On Me"/Rachel Platten - "Stand By You"/Motrip feat. Lary - "So wie du bist"
Diese Tracks wanderten erst vor kurzem auf meine Playlist, weshalb ich noch nicht viel dazu sagen kann. Neon Hitch und ihr Song "Sparks" ist der Titelsong der derzeitigen Big Brother-Staffel auf sixx - die ich LIEBE! Naughty Boy wurde mit Emeli Sandé und Sam Smith und "La La La" bekannt, nun folgt eine MEGA-Zusammenarbeit mit Beyoncé, die sehr verträumt und total anders ist als ihre Songs auf  "BEYONCÉ" - gut so, man will ja eine Weiterentwicklung hören! Rudimental, Rachel Platten und auch Motrip habe ich erst gestern (bewusst) gehört, ich habe sie aber trotzdem auf meine Playlist gepackt, da mein erster Eindruck sehr positiv war.

Das war's schon wieder mit meinem Update - alle andere Songs in der Playlist (wie z. B. "Geiles Leben" von Glasperlenspiel oder "What Do You Mean" von Justin Bieber) kennt ihr bereits aus ehemaligen #Updates, ich verzichte deshalb auf eine genauere Beschreibung.

Was haltet ihr von den Songs und welche Titel bzw. Alben hört ihr zur Zeit rauf und runter? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

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Album-Rezension: Jessie J - "Alive" #JessieJSpecial


Nach "Who You Are" hörte man lange Zeit nichts, dann kam sie mit einem großen BANG! zurück: Jessie J veröffentlichte 2013 ihr 2. Studio-Album "Alive" und überzeugte damit zumindest den europäischen Markt. Im späteren Teil des Jahres 2013 habe ich ja leider nicht gebloggt (das hielt sich genau für ein Jahr) und deshalb gibt es einige Alben, über die ich leider keine Rezensionen geschrieben habe, was mir total leid tut, weil es da echt einige gibt, in die ich mich verliebt habe *.*
Deshalb möchte ich ab und zu einige Rezis nachholen, u. a. von diesem Album!


"Alive" hatte insgesamt drei Singles: "Wild", welches in die deutschen Top20 gelangte und das "It's My Party" ein wilder Gute-Laune-Song, den ich jetzt nicht sehr besonders fand, der allerdings trotzdem Spaß gemacht hat; und "Thunder", eine sehr emotionale Ballade, der für mich gleichzeitig ein Highlight der Platte war. Wegen mir hätte es ruhig noch mehr Singles geben können, denn bis dato fand ich die Single-Auswahl super: "Wild", eine sehr einzigartige Nummer, die es zu diesem Zeitpunkt so noch nicht zu hören gab, "It's My Party", die mainstreamige Single, die für die Massen geschrieben wurde und "Thunder", eine emotionale und sehr aussagekräftige Ballade. Wer das Album also noch gar nicht kennt, sollte definitiv mal in die Singles hören - die geben einen guten ersten Eindruck ab.
ohne große Promotion,

Doch nicht nur die Singles sind stark, das Album hat auch sonst richtig was zu bieten. Für Freunde von emotionalen Balladen gibt es z. B. "Square One", eine Akustik-Nummer, die für mich einfach NUR Jessie J hätte aufnehmen können. Selbes gilt für "Harder We Fall", "Breathe" und "I Miss Her" - emotionale Lyrics, eine atemberaubende Stimme und (dies gilt besonders für "I Miss Her") zu Tränen rührende Geschichten. Und so glänzt für mich Jessie J auch am meisten: es müssen nicht immer die Banger-Hits sein, die den Mainstream bedienen. Nein, es kann auch einfach sehr emotional sein und man ist überwältigt.

Aber natürlich gibt es auch die "Banger"-Hits: "Sexy Lady" erinnert von der Machart sehr an "Domino", trotzdem hat er eigene Elemente. Eigentlich hätte ich damit gerechnet, Jessie würde ihn als Single auskoppeln, die Pläne hat sie wohl zugunsten ihres nächsten Albums, "Sweet Talker" über Bord geworfen. Auch "Excuse My Rude" feat. Becky G ist ein Knaller-Hit, der allerdings mehr in die Underground-HipHop-Szene einzuordnen ist. Mir gefallen hier die Lyrics als auch die harten Klänge des sehr einzigartigen Stücks.

Für mich eines der Highlights der Platte: das Duett mit Brandy, "Conquer the World" - ermutigende Lyrics und zwei Hammer-Stimmen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Jessie J mit ihrem harten Sound und Brandy, deren Stimme runtergeht wie Öl. Richtig schöne Nummer, die bestimmt auch international funktioniert hätte. Die beiden letzten Stücke des Standard-Albums, "Gold" und "Alive" sind Midtempo-Nummern, die schöne Album-Tracks sind und einfach dazugehören. Sie überzeugen vielleicht nicht so sehr wie der Rest des Albums, trotzdem hört man in ihnen was, was man einfach lieben muss - das machen gute Album-Tracks aus.

Wer sich nicht nur die Standard-Edition besorgt hat, erhält auf der Deluxe Version drei weitere Songs: "Unite", ein von Sia geschriebener Song, bei dem man sich fragt, warum Jessie den nicht auf die Standard-Edition gepackt und als Single veröffentlicht hat. Für mich einer der BESTEN Songs auf der Platte und bei dem hohen Niveau heißt das wirklich was. Hier hat man definitiv eine große Chance verpasst, das Album auf ein internationales Level zu befördern und nicht gleich aufzugeben. Und das ist genau das, was mich wirklich nervt: es hätte so viele Chancen gegeben, aber nein, man muss alles wegwerfen und auf was neues, vorgefertigtes setzen. Aber gut, darum soll es jetzt nicht gehen. "Hero" und "Magnetic" sind ebenfalls sehr stark und so ungefähr auf dem Niveau von "Gold" und "Alive" - also gut, aber halt keine totalen Hits, was ja okay ist, schließlich sind sie trotzdem von hoher Qualität. Zusätzlich gibt es noch einen Remix von "It's My Party" - ich bin ja nicht so der Fan von Remixen, dieser ist aber noch erträglich!

Insgesamt ist "Alive" wirklich einer meiner Lieblingsalben ever, weshalb ich es auch jetzt - zwei Jahre nach Veröffentlichung - noch einmal vorstelle. Jeder Song hat was, jeder Song geht rein und jeder Song berührt einen auf eine ganz individuelle Art und Weise. Highlights sind für mich wirklich alle Songs - das ganze Werk ist so beeindruckend, dass ich es einfach ohne Überspringen immer wieder durchhören kann.Selbst vermeintliche "schwache" Tracks wirken stark, weil sie einfach so stimmig auf die Plate passen. Besonders jetzt in den Herbst-Monaten scheint die Stimmung der LP perfekt zu passen und ich höre es mir tatsächlich mehrmals an zur Zeit. Wer das Album also noch nicht oder nur teilweise kennt, sollte das schnellstens nachholen, es lohnt sich wirklich, denn es ist Jessie Js bestes Album!


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Popstars 2015: Gedanken zu Folge 7                          Elif - "Als ich fortging"