Album-Rezension: Selena Gomez - "Revival"

Auf dieses Album war ich wirklich total gespannt, vor allem weil ich ihr erstes Solo-Album schon total abgefeiert hatte: Selena Gomez machte lange Zeit Alben mit ihrer Band Selena Gomez & The Scene, diese wurde dann aufgelöst und im Jahr 2013 war es dann Zeit für ein Solo-Ding. Das brachte sie dann zu ihrem Debüt "Stars Dance", welches (zumindest bei mir, aber auch in den USA) total einschlug. Sie erlangte gleich mal ihren ersten Top10-Hit "Come & Get It" und das Album konnte sich gleich mal auf Platz 1 der Album-Charts platzieren. Ich schrieb damals schon eine Rezension, die könnt ihr euch hier mal durchlesen. Zusammenfassend kann man sagen: ich LIEBTE das Album ab dem ersten Hören und finde es auch immer noch große Klasse, da es total gut passt, wenn man so kurz vorm Weggehen in den Club ist - gute Laune, fette Beats und eingänge Texte sind einfach mein Ding!

Deshalb war ich total gespannt auf das Nachfolgewerk... das kam ja denn etwas verzögert und besonders, schließlich wechselte sie Labels, trennte sich von Justin Bieber, veröffentlichte mit ihrem alten Label aber zunächst einmal noch ein Greatest Hits, "For You", und verbuchte einen immensen Erfolg mit der daraus ausgekoppelten Single, "The Heart Wants What It Wants". Diesen fand ich total gut und war aber trotzdem total überrascht, schließlich kannte man Selena Gomez vorher nur von Dance-Tracks und weniger durch Balladen und emotionale Nummern. Mir gefiel es trotzdem und ich war gespannt, wie sich ihre nächste LP anhören würde.

Danach erfolgte ja die erste Single-Auskopplung, "Good for You" feat A$AP und der zweite Release "Same Old Love" - beide Tracks sind MEGA gut: die erste Single, die sehr nach Urban-Pop klingt gepaart mit seichten HipHop-Beats und einer sehr sexy Selena. "Same Old Love" stellt dann die bereits bekannte Pop-Dance-Seite der Sängerin dar, nimmt allerdings trotzdem neue Einflüsse mit rein und ist für mich ein MEGA Ohrwurm - war er sowohl vor dem Anhören des ganzen Albums als auch nachdem ich es nun schon seit einer Woche höre. Außerdem bereits bekannt für wahre Selena-Fans: die Promosingle "Me & the Rhythm", welche sehr dancing und mainstreaming ist, was so auf dem Album nicht mehr vorkommt, denn als Dance-Album würde ich es nicht bezeichnen - dazu aber später mehr.


Neben den oben genannten Songs, die wirkliche Highlights darstellen, gibt es aber natürlich noch viel mehr zu entdecken. Meine Favoriten sind ganz klar: "Sober", ein stampfender Midtempo-Track, der besonders durch die Story begeistert, "Hands to Myself", dessen Refrain TOTAl ins Ohr geht, "Body Heat", welcher sich sehr nach Balkan-Pop meets Latino-Sound anhört und "Rise", der Abschlusstrack mit einer sehr esoterischen und dennoch eingängigen Sounds. Außerdem gefällt mir "Survivors" ziemlich gut, er ist kein Überhit wie die anderen genannten Songs, geht aber trotzdem rein und besticht durch seine indianischen Beats.

Ebenfalls gut sind alle anderen Songs wie "Revival", "Kill Em with Kindness" und "Camouflage", da habe ich allerdings etwas gebraucht um reinzuhören um sie dann genießen zu können. "Revival" ist ein perfekter Album-Opener, allerdings fehlt es ihm an Hit-Qualität, die man nach "Good for You" und "Same Old Love" als Singles erwartet hatte, weshalb man mit gemischten Gefühlen ins Album startet. Danach folgt "Kill Em with Kindness", welcher auch nicht unbedingt sofort ins Ohr geht und anfangs eher nervt durch sein Gepfeiffe. Doch nach mehrmaligem Hören gefällt einem genau das!
Nachdem man die zwei ersten Songs gehört hat, bleibt das gemischte Gefühl vorhanden. Doch ab Track 3 ändert sich das: man wird mitgenommen auf eine reife und sehr ausdrucksstarke musikalische Reise, die mal überrascht und mal in eine bekannte Richtung geht.

Wer sich die Deluxe Edition gönnt, erhält neben den Standard-Werken fünf weitere Songs: die Dance-Tracks "Me & My Girl" und "Outta My Hands (Loco)", die beide sehr an die Werke auf "Stars Dance" erinnern, die emotionale Ballade "Perfect", an der mir besonders der Text gefällt und "Nobody", der ebenfalls ins Ohr geht, aber nicht ganz so stark daher kommt wie der Rest des Albums. Einzig "Cologne" kann mich irgendwie nicht wirklich überzeugen. Der Song nervt nach nur einer Minute und irgendwie hat man dann keine Lust mehr, ihn zu Ende zu hören... selbst wenn man das tut, wird man irgendwie enttäuscht - als Ende hätte man sich echt was anderes einfallen lassen können.

Insgesamt ist "Revival" ein sehr starkes und persönliches Album geworden, dass sich in vielen Dingen von seinem Vorgänger unterscheidet, weshalb man anfangs vielleicht ein bisschen enttäuscht ist, weil man nicht mehr Hit nach Hit nach Hit serviert bekommt, sondern ein Album, welches sehr reif ist und den Mut hat, eher persönliche Akzente zu setzen als eingängige Texte zu generieren. Anfangs dachte ich wirklich, ich würde eine eher mittelmäßige Rezension verfassen, aber ich musste mir das Album wirklich mehrmals anhören und immer wieder fand ich neue Dinge, die mir an ihm gefielen. Und jetzt ist es schon über eine Woche her, dass ich es mir anhöre und mittlerweile LIEBE ich es wirklich.



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