Album-Rezension: Jamie-Lee - "Berlin"

Bevor es im Mai so richtig los geht mit dem #Eurovision Song Contest Special 2016, höre ich mir, sozusagen zur Einstimmung, das Debüt-Album der deutschen Repräsentantin Jamie-Lee Kriewitz an, die für die Promotion in Stockholm ihren Nachnamen abgelegt hat und jetzt als Jamie-Lee Deutschland vertritt. Drei Wochen zuvor erscheint allerdings ihr Debüt-Album "Berlin", welches sie in Windeseile aufgenommen und produziert hat. Dabei arbeitete sie mit nur einer Songwriterin zusammen, um den Sound zu erreichen, den sie haben wollte. Außerdem wieder mit am Mischpult: "Ghost"-Produzent DJ Thomilla. Dabei entschied sie sich Geschichten zu präsentieren, die sich rund um The Voice of Germany drehen, weshalb sie auch ihr Debütalbum nach der Stadt benannte, in der die Castingshow stattfand.


Mit einem kurzen Blick auf die Playlist, erkennt man einige Songs wieder: neben "unserem Lied für Stockholm", "Ghost", befinden sich auf der Platte die Songs "Berlin" und "The Hanging Tree", die Jamie bereits bei TVOG performte. Sonst gibt es sieben neue Tracks, die es gilt auf genaueste zu untersuchen. Und wie man hört darf man sich auf eine Art Tagebuch einstellen: die Sängerin beschreibt die LP als gefühlvoll, fröhlich und dennoch melancholisch - ein Mix, auf den man sehr gespannt sein darf!

Los geht's mit der LIVE-Rezension. Ich habe mir das Album gerade eben gedownloadet und höre mir gerade "Ghost" an - ich kennen den Track natürlich (haha, wie lustig), aber ich will alle Songs anhören, damit das Album seine ganze Magie entfalten kann ;)

01. "Ghost"
Tjaja: "Unser Lied für Stockholm" begleitet mich jetzt schon seit Dezember letzten Jahres und ich bin immer noch mega verliebt. "Ghost" ist mystisch, stimmgewaltig vorgetragen und geht mir persönlich einfach unter die Haut. Ob das Ganze allerdings in Stockholm funktionieren wird, ist die große Frage. Mein anfänglicher Optimismus schwankt, je näher wir dem Finale kommen, immer mehr. Doch das soll in einem anderen Beitrag gecheckt werden - dort werde ich mich genauer mit den Chancen beim ESC auseinandersetzen - schaut also mal wieder rein und diskutiert über die Chancen in Stockholm mit (:



02. "Lion's Heart"
Ich muss gestehen, dass ich mir gestern vorm Schlafen gehen bereits den zweiten Track, "Lion's Heart", angehört habe. Das Stück ist etwas für alle, die Jamies Stimme lieben, sowohl die tiefen Parts als auch die ganz hohen Töne. All das bietet sie in dem zweiten Song und liefert einen stimmgewaltigen Nachfolger von "Ghost". Besonders der Refrain mit seinem "Hallelujah" geht total rein und schafft was sehr Einzigartiges. Musikalisch ist Jamies Stimme im Vordergrund, trotzdem hört man moderne Produktionselemente heraus. Mir gefällt's total gut.

03. "Mine"
Uiiii, wird's jetzt elektronisch? Ja, das wird es. Besonders die Strophen haben so einen metallischen Sound. Dabei sind diese eher tief und der Refrain explodiert dann. Es wird wirklich deutlich, was für eine grandiose Stimme die Sängerin hat, besonders in den letzten beiden Songs. Jamie schafft was Einzigartiges und kombiniert hiermoderne Sounds mit ganz großer Stimme. Inhaltlich geht es darum, dass Jamie-Lee ihre Zeit verschwendet hat, an einen Typen, der gar nicht ihr gehört.
"Mine" könnte ich mir wirklich mega gut mit einem tollen Video vorstellen. Ob das als Single nach dem ESC in Frage kommt? Wir werden sehen (:

Weiter geht's mit "Berlin", den ich bereits vor Albumveröffentlichung erhalten habe, da ich das Album vorbestellt habe. Meine Gedanken dazu lest ihr hier:

04. "Berlin"
Diesen Song performte Jamie, wie schon erwähnt, bei TVOG. Die Performance wird als Highlight der Staffel beschrieben und da muss ich zustimmen: "Berlin" ist so ein Gänsehaut-Song und zeigt, dass Jamies Stimme nicht viel braucht: ein wenig Gitarre, ein wenig Hall und schon wird man in eine anderen Welt mitgerissen. "Berlin" ist für mich schon ein kleiner Höhepunkt, ohne dass ich die anderen Songs kenne! Wenn der Rest jetzt genauso gut ist, dann wird das Album rauf und runter gespielt werden :D

05. "Home"
Weiter geht's mit dem wieder elektrischen, dennoch etwas erdigeren (gibt's das Wort? :D) "Home". Mit den Trommeln im Hintergrund, hätte das auch beim Vorentscheid antreten können. Der Chor im Hintergrund gefällt mir hier total gut und auch die Produktion des Songs ist einfach total stimmig - DJ Thomilla macht da einen guten Job und hat sich mit Jamie eine sehr zu ihm passende Sängerin geholt. Insgesamt ein guter Track, der viel zu schnell vorbeiging.



06. "Wild One"
WOW!! Erstmals muss man richtig auf den Text hören und ist begeistert. Jamie-Lee singt wie selbstbewusst sie ist und sich nicht für einen anderen hergibt, der sie nicht so nimmt wie sie ist. Sie sei einfach ein wildes Ding, welches für niemanden den Freak spielt. Das passt wie die Faust auf's Auge und klingt MEGA. Neben "Ghost" und "Berlin" definitiv mein Liebling! Krass, JAMIE RAPPT!!!! MEGA! Ich bin wirklich sprachlos. Das hört sich richtig geil an. Der Song macht fast "Ghost" Konkurrenz. Ich bin das erste Mal richtig baff. Krass! Ich hab ja bis jetzt mit diesem Sound gerechnet, aber das konnte man nicht erwarten. MEGA GEMACHT, JAMIE!

07. "The Hangig Tree"
Dieser Song durfte natürlich nicht fehlen: Jamie performte ihn schon bei der Deutschland-Premiere von "Die Tribute von Panem: Mockingjay Part 2" und begeisterte dort Fans und Journalisten. Und auch bei TVOG war das Cover eingeschlagen wie eine Bombe. Hier bekommen wir eine ausproduzierte Version, die viel mehr Beat hat als das Original. Insgesamt passt der Track natürlich zu dem Album, auch wenn er etwas akustischer und weniger elektronisch daherkommt. Ich könnte jetzt meckern, dass man auf dem Album zwei Cover findet und man da ja was eigenes hätte machen können. Tu ich aber nicht. Weil es mir gefällt und ich drauf stehe ;-)

08. "Visions"
Zu dem modernen Elektro-Pop-Sounds gesellen sich jetzt rockigere Töne und härtere Sounds. Dabei konzentriert man sich natürlich trotzdem noch auf Jamies Stimme, lässt allerdings einen neuen Einfluss einfließen. Dabei ist die Geschichte sehr visuell und total mystisch gehalten, hier könnte man sich sehr gut ein Musikvideo vorstellen. Ob sie hier ihre Gefühle rund um den ESC verarbeitet? "High skylines/I see visions of what could be/in the colours of the skyline/I fear for the first time" - hört sich doch alles so an, oder? Keine Sorge, Jamie. Du wirst von den deutschen Fans vor Ort unterstützt werden und auch der Rest Deutschlands wird sich spätestens am 14. Mai in dich verlieben, ganz sicher.

09. "Remember the Rain"
Nun zur ersten Ballade, auch wenn diese wieder sehr elektrisch angehaucht ist. Der Song ist total ruhig, geht im Refrain aber mehr raus und wird dort zum Ohrwurm. Für mich hat Jamie-Lee dieses mystische, was man gar nicht so wirklich beschreiben kann. Besonders in diesem Song wird das deutlich. "Remember the Rain" ist sehr emotional und kommt, wegen seiner modernen Produktion und den Einsatz der Geigen, sehr gefühlvoll rüber. Dazu noch Jamies Stimme und man hat mich, so leicht geht's. Ein weiterer Favorit der LP!

10. "Last Dance"
Das Album schließt, wie es begonnen und sich weitergezogen hat: elektronisch, modern und stimmgewaltig. "Last Dance" wurde bestimmt wegen seinem Titel auf die zehn gesetzt und geht wieder sehr leicht ins Ohr. Jamies Stimme kommt wieder gut durch und man ist irgendwie fasziniert.

FAZIT:
Und nach zehn Tracks ist es schon wieder vorbei. Jamie-Lees Debüt-Album wurde halt doch innerhalb weniger Wochen aufgenommen und produziert, weshalb man wohl lieber auf Qualität als auf Quantität gesetzt hat. Produktionstechnisch lässt sich hier wirklich an gar nichts meckern. Jamie-Lee hat kein 0815-Pop-Album geschafft, sondern geht sowohl vom Sound als auch von der Art ihres Gesangs und der Erzählungen, ihren eigenen Weg. Die Einzigartigkeit und Magie von "Ghost" wird quasi fortgesetzt und entfaltet erst richtig seine ganze Kraft. "Berlin" ist sicherlich kein Single-Album, aus welchem man fünf erfolgreiche Singles auskoppeln kann, sondern besticht eher durch das Zusammenspiel der zehn Songs. Da wird's dann hier mal etwas elektronischer, da mal etwas danciger, hier akustisch und dort wird gerappt - all das bietet uns die 18-jährige Sängerin innerhalb von total schnell vorbeiziehenden zehn Songs, was wirklich meinen tiefsten Respekt verdient. Ja, ich hätte mir gerne mehr Songs gewünscht, klar, wenn diese zehn schon so gut sind, dann hätten zwei weitere Tracks nicht geschadet. Trotzdem kann man sagen: reinhören lohnt sich auf jeden Fall. Ich gönne Jamie-Lee ein Top10-Album, schließlich wäre das der perfekte Start in ihre Eurovision-Reise. Ob sie das schaffen wird? In einer Woche wissen wir es.

Das #ESC-Special 2016 startet am 01. Mai - stay tuned!

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Single-#Update im April 2016:



Was ist denn jetzt los? So viel Musik wird zur Zeit veröffentlicht, ich komme ja gar nicht hinterher :D 15 Lieder präsentiere ich euch heute, manche kennt ihr bereits aus vorherigen #Updates, andere sind total neu und frisch - vielleicht entdeckt ihr ja den ein oder anderen Titel mit diesem Beitrag, schließlich habe ich "Sax" von Fleur East schon Ende letzten Jahres vorgestellt und jetzt wird er im Radio rauf und runter gespielt. Los geht's also ;-)


1. Jamie-Lee - "Ghost"/"Berlin"
Tjaja, unsere deutsche Repräsentantin beim ESC 2016 haut richtig rein: nachdem sie den Vorentscheid im Februar 2016 gewann (ich berichtete HIER), nahm sie sich Zeit um ihr Debütalbum aufzunehmen, trat im Anschluss beim ECHO auf und überraschte dort mit einem bunteren Staging, allerdings auch mit einer etwas kränklichen Performance, was sie am Tag darauf gleich wett machte, indem sie bei der TV-Sendung Schlag den Star eine sehr authentische und stimmlich sehr gute Performance ablieferte. Im Anschluss an beide Performances kündigte sie ihr Album "Berlin" an und veröffentlichte am 8. April sogar den Titelsong, ein Cover, welches sie schon bei TVOG performt hat. Ich mag unser Lied für Stockholm immer noch sehr gerne, auch wenn er ein Risiko darstellt. Ich glaube nämlich, dass er entweder total weit oben abschneiden wird oder eben total weit unten... es scheint alles möglich zu sein, von Top5 bis hin zur Bottom5. Wie dem auch sei (um ihre Chancen kümmere ich mich in einem anderen Beitrag), auch der Titeltrack "Berlin" ist MEGA gut und überzeugt so richtig - eine weitere Perle der Sängerin!



2. Kenay - "Schön so wie du bist"
Diesen Sänger habe ich auf Tour kennenlernen dürfen, als Vorband von Tonbandgerät. Ich werde sein Debüt-Album noch vorstellen, weshalb ich nicht ganz so viel verraten möchte. Nur so viel: "Schön so wie du bist" ist für mich die offensichtliche Single des Albums und überzeugt mich komplett - von der Stimme, der Geschichte und der Bedeutung bis hin zum Sound und Video. Lieber Kenay, großartig gemacht! Deutschland hat einen tollen neuen deutschsprachigen Newcomer (:

3. Elaiza - "Hurricane"
JUHUUUUUU!!!! Elaiza sind zurück und kündigten vor circa einem Monat ihr zweites Album "Restless" für Mai 2016 an. Davor sollen zwei Singles veröffentlicht werden, die erste folgte auch prompt, diese trägt den Namen "Hurricane" und ist eine tolle, erfrischende Sommer-Nummer, die etwas elektronischer wirkt als alles, was wir bisher von dern Band kennen. Ich persönlich LIEBE den Song und hoffe, die Mädels finden ihre Fans. Album ist bereits vorbestellt und auch für ihre Tour habe ich Tickets ergattert - ein wahrer Fan, wie ihr sehen könnt :D



4. Grace Capristo - "One Woman Army"
Ein Überbleibsel vom letzten #Update. Grace (ehemals Mandy) Capristo hat einfach einen perfekten Song veröffentlicht, den sie jetzt mit Hilfe von Loréal und ihrem Werbedeal sehr gut promoten kann. Dies ist bitter nötig, schließlich konnte sich der Song (noch) nicht in den Single-Charts platzieren. Zeit wird's, also los geht's: ANHÖREN ANHÖREN ANHÖREN!

5. Iggy Azalea - "Team"
Ihr kennt mich ja, auch HipHop darf bei mir nicht zu kurz kommen, gerne gemixt mit eher popigen Sounds und einem guten Refrain. Iggy Azalea trifft genau diese Sparte mit ihrer neuen Single "Team". Ich fand die anderen Singles nach "Fancy" und "Black Widow" jetzt immer eher mittelmäßig, "Team" kann mich nun wieder total überzeugen. Es wird in den Strophen viel gerappt, im Refrain singt Iggy dann und die Lyrics sind einfach HAMMER, total edgy, tota selbstbewusst und mega auffällig. Wer einen Selbstbewusstseinskick braucht, ist hier richtig :D

6. Nick Jonas feat. Tove Lo - "Close"
Nick Jonas und sein erstes, nach sich selbst benanntes, Solo-Album habe ich euch bereits als Weihnachtsgeschenktipp vorgestellt, nun möchte er 2016 mit seinem nächsten Album nachlegen. Davor gibt es die Single "Close" gemeinsam mit Tove Lo ("Stay High"). Diese ist RnB at its best und macht mal wieder deutlich, dass Nick sich sein ganz eigenes Musikgenre kreiert, welches von RnB, Pop, HipHop und Trap inspiriert ist. Mir gefällt's total gut und ich hoffe, dass er diese Qualität auch auf dem Album halten kann.

7. Fifth Harmony feat. Ty Dolla - "Work from Home"
Fifth Harmony sind einfach MEGA! Debütalbum mega, Single mega, Aussehen mega... die Mädels machen alles richtig und veröffentlichten vor einigen Wochen ihre neue Single, aus dem bald erscheinenden zweiten Studioalbum, "Work from Home". Schon wieder ein Lied, in dem sich das Wort "Work" unzählige Male wiederholt (Rihanna macht es vor), trotzdem ist es etwas mehr im RnB einzuordnen und klingt total anders. Fifth Harmony setzen wieder auf einen vom Bass getragenen Song, der sehr an die Anfänge der 2000er erinnert und trotzdem aktuell wirkt. Perfekt, um damit durchzustarten (:



8. Meghan Trainor - "NO"
NO NO NO NO NO!!!!!!!! Und ich sage: YES YES YES YES YES (: Von Meghan Trainor hat man wohl einiges erwartet, aber nicht diese dunkle RnB-Pop-Nummer, die so gar nicht zum vorherigen Stil passen mag. Muss es ja aber auch nicht, Hauptsache die Qualität bleibt gleich oder verbessert sich. "No" geht einfach ins Ohr und bringt gute Laune, gleichzeitig hat man einen Schub für's Selbstbewusstsein - was will man mehr? Nicht umsonst, ist das ein Hit, weshalb eine weitere Erwähnung in einem Single-#Update durchaus gerechtfertigt ist.

9. Max Giesinger - "80 Millionen"
Ich kannte diesen jungen Herren gar nicht und bin nur zufällig auf sein Video bei YouTube gestoßen. Da fand ich dann den Song SO gut, dass ich ihn mir sofort besorgen musste. Dabei ist Max Giesinger bekannt, dank der ersten Staffel von TVOG - allerdings hatte ich das schon wieder vergessen. Egal, "80 Millionen" ist ein sehr guter deutscher Song, der besonders durch die süße Geschichte auffällt: der Sänger erzählt, dass er es gar nicht fassen kann, dass er die eine unter 80 Millionen gefunden hat. Und jetzt alle so: OHHHHHH!!! Und genau das, dachte ich mir auch (:

10. Ariana Grande - "Dangerous Woman"
Hach ja, die Ariana... das ist doch mal eine. Zwei Alben in kürzester Zeit und trotzdem schon so viele Hits, dass sie durchaus ein Greatest Hits veröffentlichen könnte - läuft bei ihr, würde ich mal sagen. Aber klar, sie ist noch so jung, da kann das Best of noch warten, lieber haut sich gleich mal die nächste Platte raus: "Dangerous Woman" ist sowohl Name des Albums als auch der Single und ich liebe den Song einfach aufgrund seiner Sexiness und Eleganz. Außerdem klingt er so ganz anders als die vorherigen Singles, was mich freut, schließlich sind neue Sounds immer toll.

11. Mark Forster - "Wir sind groß"
Mein Marki *.* Ich liebe einfach seine Alben und habe mich, ich gestehe es, ein klein wenig verliebt. So Bruder-Liebe-mäßig. Seine neue Nummer "Wir sind groß" passt da perfekt ins Bild. Mark versprüht wieder gute Laune und hat gleich mal einen fetten Ohrwurm am Start - mittlerweile sollte man sich an diese Tatsache gewöhnt haben, ich freue mich dennoch immer wieder darüber. Dabei klingt es etwas elektronischer als noch zu den "Bauch und Kopf"-Zeiten, allerdings auch nicht viel. Man hört eine Weiterentwicklung, trotzdem ist noch erkennbar, wer da singt. So und nicht anders wollen wir es haben :D



12. Charlie Puth - "One Call Away"
Dieses Lied habe ich zufällig im Radio gehört und hatte mich total verliebt. Gleichzeitig fand ich es toll, dass Charlie Puth nach seinem großen Erfolg mit "Marvin Gaye" und seiner Duettpartnerin Meghan Trainor, noch nicht vom Bildschirm verschwunden ist, sondern erfolgreich nachlegt. "One Call Away" ist viel langsamer als der vorherige Radio-Hit, dafür hat er aber ganz viel Gefühl. Und gehört deshalb auch in meine Liste. Ich bin eigentlich auch sehr gespannt auf das Album "Nine Track Mind", aber leider hat der Tag nunmal 24 Stunden und ich kann mir nicht jedes Album anhören. Trotzdem steht es auf meiner Wunschliste (:


13. Jennifer Lopez - "Ain't Your Mama"
Jaja, auch JLO dachte sich wohl "Mhm... habe schon lange nichts mehr rausgehauen, warum also mal nicht wieder?". Die Sängerin präsentiert in Las Vegas täglich aktuelle Hits, dort konnte sie nämlich eine Abendshow absahnen. Außerdem saß sie in der Jury von American Idol. Die amerikanische Version von DSDS feierte nach seinem fünfzehnten Jahr die letzte Staffal und beim Finale präsentierte dann JLo als kleines "Schmankerl" ihre neue Single "Ain't Your Mama". Der Song strotzt nur so vor Selbstbewusstsein, hat einen eingängigen Refrain und kommt mal wieder total tanzbar daher - wobei man auf 0815-Sounds verzichtet. Klar, "AYM" ist nichts für die Kritiker, macht aber Spaß, weshalb ich ihn mir gerne anhöre. Auch wenn er sich sehr oft wiederholt.

14. Lena - "Beat To My Melody" (Dayne S Remix)
Lena begleitet mich nun schon fast ein Jahr mit ihrem 4. Werk "Crystal Sky" und enttäuscht mich einfach nicht. Und auch die neue Single schafft es in meine Playlist: "Beat To My Melody" ist zwar nicht mein Lieblingssong auf der Platte, allerdings gefällt mir der oben genannte Remix total gut und auch das Video finde ich einfach klasse! Lena legt nach "Traffic Lights" und "Wild & Free" sehr gut nach und macht mal was sie will - eine Tatsache, die ich sehr gerne öfters sehen würde!


15. P!nk - "Just Like Fire"
Eigentlich sollte es dieser Track gar nicht auf die Liste schaffen, allerdings habe ich ihn am Wochenende gehört und war irgendwie fasziniert. P!nk meldet sich mit dem Soundtrack zum zweiten Teil vom Film Alice im Wunderland zurück und überzeugt mit coolen HipHop-Beats gepaart mit akustischen Gitarren-Sounds bevor es im Refrain an das Pop-Werkzeug geht. Perfekter Sommersound, der bestimmt MEGA im Radio funktionieren wird. Ganz sicher.

Das war's schon wieder mit diesem Single-#Update. Ich freue mich über all die neue Musik und hoffe, dass es so weitergeht. Wobei der Mai ja obligatorisch schon sehr musikalisch ist, schließlich findet da ENDLICH der ESC statt. Aber auch sonst habe ich mir viel vorgenommen: ich möchte unbedingt ins Album von Gwen Stefani reinhören (obwohl ich beim ersten Hören ihre Singles echt nicht so gut fand, erst letztens war ich im Supermarkt und da kam "Used to Love You" und auf einmal musste ich mitsingen... man muss den Song einfach öfter und mit dem richtigen Ohr hören, dann gefällt er anscheinend auch). Außerdem freue ich mich auf "Berlin", dem Debüt-Album von Jamie-Lee und dem zweiten Studioalbum von Elaiza, "Restless" - bring it on, May!

Freut euch auf das große Eurovision-Special im Mai (:
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Spot on: AURORA - "All My Demons Greeting Me As a Friend"

Ich kann es noch immer gar nicht fassen.
Durch einen blanken Zufall habe ich über die Videoplattform vevo eine handsignierte CD von AURORA gewonnen! Diese kennen viele durch ihren Song "Running With the Wolves" aus der vodafone D2-Werbung. Daher kannte auch ich sie, habe sie im Anschluss allerdings nicht weiter verfolgt. Als ich von dem Gewinnspiel auf Facebook las, machte ich spontan mit und prompt zwei Tage später bekam ich die Nachricht, ich hätte "All My Demons Greeting Me As a Friend" gewonnen. Diese trudelte dann heute bei mir ein und ich hörte sofort rein - und meine Eindrücke will ich euch in einem kurzen Beitrag vorstellen. Das ist jetzt keine normale Album-Rezension (auch wenn der Beitrag trotzdem so lang ist), sondern eher meine Gedanken nach dem ersten Hören. Vielleicht wird das ja eine neue Kategorie auf meinem Blog, jenachdem für wie sinnvoll ich das hier erachte :D

Ich wusste wirklich gar nicht, was mich erwarten wird: ich kannte zwar "Running With the Wolves", allerdings hatte ich schon im Gefühl, dass AURORA auf Albumlänge nicht ganz so Mainstream sein wird. Dafür ist der Albumtitel viel zu ungwöhnlich und auch die ganzen Visuals viel zu einzigartig. Man merkt sofort: das Album hat Seele und ist kein 0815-Pop-Ding. Und schon der erste Song sollte mir recht geben: "Runaway" ist ein sehr mystischer, trotzdem eingängiger und glasklar gesungener Track, der positiv hervorsticht und einen in die Welt des Albums hineinzieht. Ich war total gefesselt von dem Song und gespannt, wie sich das Album entwickelt. Neben der Single und dem Einstiegstrack, gefallen mir besonders die schnellen Nummern "Conqueror" oder "Warrior" total gut, weil sie die perfekte Mischung zwischen Mainstream und Einzigartigkeit darstellen.

Doch auch die intimen Momente gehören zu meinen Lieblingen, so bekomme ich das sehr positive "Lucky" gar nicht aus meinem Kopf, hier besingt AURORA wie schön es ist, am Leben zu sein - solche Nummern müsste es viel öfter geben. Auf den restlichen Tracks besticht die Sängerin mit ihrer klaren Stimme und dem Talent, sehr mystische und dunkle Atmosphären zu schaffen, die einen total in ihren Bann ziehen und restlos begeistern - sofern man auf Hall, langezogene Noten und melancholische Klänge steht. Wer hier Indie-Pop á la "Running With the Wolves" erwartet, der wird höchstwahrscheinlich enttäuscht sein. Eigentlich dachte ich, dass ich genau zu dieser Sorte gehören würde. Denn wenn man melancholisch sein will, dann muss das musikalisch ziemlich gut umgesetzt werden, um mich zu überzeugen. Doch AURORA schafft genau das. Sie kreiert ihre ganz eigene Nische und ist damit mit niemanden vergleichbar.

So sah der Gewinn aus: CD in der Deluxe-Variante, eine nette Postkarte
& ein #vevo-Sticker (:
Als Kritikpunkt zum Schluss wollte ich eigentlich schreiben, dass es kein Single-Album ist. Und teilweise stimmt das auch: "All My Demons Greeting Me As a Friend" ist kein Longplayer, bei dem man nur darauf wartet, dass ein Song nach dem anderen in den Single-Charts auf Platz 1 stürmt. Man ist eher von dem kompletten Werk an sich begeistert und kann es am Ende gar nicht glauben, dass man sich gerade tatsächlich 17 Lieder angehört hat... eben weil sie so gut sind, dass die Zeit mega schnell vergeht. Doch andererseits muss ich jetzt sagen, dass einige doch sehr offensichtliche Singles dabei sind: "Runaway", "Running With the Wolves", "Conqueror" und "Murder Song" hätte ich nämlich ebenso als Singles gewählt (übrigens wusste ich gar nicht, dass es nach "Running" noch andere Songs gab - upps!).

Ihr seht schon: ich bin noch immer total überwältigt von der hohen Qualität des Longplayers und kann es immer noch nicht fassen, wie gut diese Newcomerin ist. Es ist in dieser Zeit im Musikbusiness echt schwierig, den Grad zwischen Mainstream und Indie so zu halten, dass beide Seiten völlig zur Geltung kommen und ihre gemeinsame Power entfachen können. Einerseits merkt man die eingängigen Lyrics, die typischen Beats und andererseits hört man da auch viele Experimente und Eigenarten heraus - eine Kombination die vom ersten Moment fasziniert und einen sprachlos sein lässt.  Für mich lifert AURORA das wohl beste Newcomer-Album des Jahres und eine Platte, die mich bestimmt noch in einigen Jahren begleiten wird. Hut ab dafür!


Empfehlung: UNBEDINGT REINHÖREN!

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Album-Rezension: Luxuslärm - "Fallen und Fliegen"

Ich muss sagen, dass vom diesjährigen deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2016, nicht wirklich viele Künstler hängen geblieben sind: lediglich Jamie-Lee (wie sollte es auch anders sein?), Ella Endlich (meine Lieblingsschlagersängerin überhaupt mittlerweile) und dieser Act hier: Luxuslärm begeisterten mich mit ihrem Song "Solange Liebe in mir wohnt" seit dem ersten Hören, obwohl ich schon ziemlmich früh angemerkt hatte, dass er beim ESC untergehen würde. Trotzdem heißt das ja nicht, dass man ihn nicht mag. So kam es dann ja auch: Luxuslärm platzierten sich mit ihrem Beitrag auf Rang 5 und veröffentlichten im Anschluss gleich die nächste Single: "Bis es weh tut" ist ein Stück mit Max Mutzke und flashte mich, wie schon die erste Single, total! Der Track ist so emotional, so tiefgründig und so ergreifend, dass ich einfach ins Album reinhören musste. Und so wanderte "Fallen und Fliegen" in meine Gehörgänge.

Und vorab muss ich sagen: ich kenne Luxuslärm als Band, allerdings habe ich in kein vorheriges Album reingehört. Lediglich einige Singles sind mir bekannt. Deshalb ging ich auch an das fünfte Studioalbum der Band total neutral ran, eben weil ich vorher so wenig kannte. Beim Gespräch mit einem treuen Fan der Band konnten wir dann feststellen, dass unsere Meinungen teilweise weit auseinandergehen - eben weil dem Fan vorherige Einflüsse fehlten und mir nicht. Einfach weil ich's gar nicht anders kenne. Ich habe mir dann ein paar Sachen angehört und ja: Luxuslärm verabschieden sich mit "Fallen und Fliegen" wirklich vom altbewährten Rock-Pop-Einfluss und präsentierten eher Deutsch-Pop, der teilweise Schlager-Elemente hat - aber auch andere Sounds aus dem HipHop oder Indie-Rock. Eben eine Pop-Platte und keine Rock-Pop-Platte, die nur selten die "alten" Luxuslärmer durchblitzen lässt. Ob das trotzdem gefallen kann?

Luxuslärm beim deutschen ESC-Vorentscheid 2016

Wem "Solange Liebe in mir wohnt" und "Bis es weh tut" gefallen hat, der darf sich freuen: Luxuslärm bleiben dieser gut komponierten Deutsch-Pop-Richtung während der gesamten Platte, mit nur wenigen Ausnahmen, treu und faszinieren dabei mit tollen Texten und sehr wohlklingenden Tönen. Deshalb stechen Nummern wie "Nur ein Herzschlag entfernt" und "Bitte rette mich nicht" total heraus: ersterer bringt nämlich orientalische Klänge und HipHop-Rhymes in das Album, letzterer erinnert dann wieder an die Rock-Richtung für die Luxuslärm bekannt ist (war). Besonders "Nur ein Herzschlag entfernt" gehört dabei zu meinen Lieblingen, eben weil er Sounds mithinzunimmt, die man so gar nicht erwartet. Außerdem frage ich mich bis heute, wer da rappt... es ist kein Gastrapper gelistet, vielleicht einer der Band-Jungs? Egal, auf alle Fälle klingt das MEGA!

Wer es ruhiger mag, der sollte sich mal "Wir laufen zusammen" und "Himmel aus Gold" anhören - mega schöne Texte, sehr berührende Geschichten und der emotionale Gesang von Jini Meyer... hier passt einfach alles. Ebenfalls ein Liebling ist "Kein Geld der Welt", hier mögen die Lyrics manchen zu kitschig sein (dieses Gefühl könnte man bei mehreren Songs haben), ich steh da ja aber total drauf :D Deshalb gefällt mir bestimmt auch "Alles ist perfekt", weil er sowas wohliges, warmes und total charmantes ausstrahlt und ich ihn mir gerne während eines gemütlichen Sofa-Abends anhören würde. Wunderschön.

Ich denke, dass das Album definitiv die Fans spalten wird: diejenigen, die altbekannte Sounds erwarten werden enttäuscht sein, für alle anderen bieten Luxuslärm guten Deutsch-Pop, der sehr gut geschrieben und total gut vorgetragen wird. Es macht den Eindruck als ob die Band wollen würde, dass man genau hinhört, sich in die Geschichten reinfallen lässt und in diese Welt miteintaucht. Dafür verzichtet man vielleicht auf den Rockband-Sound, schafft so aber eine sehr intime Atmosphäre. Für alle Musikliebhaber, die dafür offen sind ist "Fallen und Fliegen" genau das richtige. Für alteingeschworene Fans wird es ein Schock sein, wenn sie diesen aber überwinden, eröffnet sich für sie eine tolle Album-Welt, die sich zu erkunden lohnt, auch wenn Luxuslärm dabei nichts Neues bieten.


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Fleur East - "Sax"                                  Grace Capristo - "One Woman Army"