Buch-Rezension: "Die Vermissten" von Caroline Eriksson

© Penguin
Titel: Die Vermissten
Autor: Caroline Eriksson
Verlag: Penguin
Seiten: 272
Ausgabe: Broschiert
Auflage: 1
ISBN-10: 3328100385
ISBN-13: 978-3328100386
Erscheinungstermin: 08. August 2016
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag  Amazon




Klappentext laut Amazon:
Das grünschwarze Wasser leuchtet geheimnisvoll in der untergehenden Sommersonne. Der Abend könnte nicht schöner sein, als Greta, Alex und Tochter Smilla mit dem Boot zur kleinen Insel in der Mitte des Sees fahren. Greta bleibt am Ufer, während die anderen beiden neugierig auf Entdeckungstour gehen. Aber sie kommen nicht mehr zurück. Beunruhigt macht sich Greta auf die Suche – doch von Alex und Smilla fehlt jede Spur … In ihrer wachsenden Verzweiflung wendet sie sich an die Polizei. Schnell wird klar, dass Gretas eigene Geschichte ebenso große Rätsel aufwirft wie das Verschwinden ihrer Lieben. Und die Frage: Hat sie etwas damit zu tun?

Meine Meinung:
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt, wofür ich mich an dieser Stelle recht herzlich bedanken möchte.

Wenn man den Klappentext liest, dann ist man sofort in den Bann der Geschichte gezogen, oder? So ging es mir zumindest, als ich diesen las und das dazugehörige Cover sah - denn beides haut einen einfach um. Dazu auch noch mein erster Psychothriller überhaupt und dann noch bei diesem Schmuddel-Wetter. Der perfekte Start für eine perfekte Geschichte, oder?

Greta lebt total in ihrer eigenen Welt. Sie erzählt, wie glücklich sie ja sein müsste mit Alex und Smilla, ist es aber eigentlich nicht wirklich. Stattdessen leidet sie an mehreren Verhaltensauffälligkeiten, die nur allzu deutlich vorkommen. Als dann Alex und Tochter Smilla verschwinden, scheint ihr Leben völlig aus den Bahnen zu geraten. Kann Greta die beiden wiederfinden? Und kann sie die Dämonen ihrer Vergangenheit auf der Suche nach ihren Geliebten so langsam aber sicher vergessen?

Ich muss sagen, dass ich wirklich von vorne bis hinten komplett gefesselt war. Die Autorin gibt dem Leser während der Geschichte immer wieder Hinweise, die zur Aufklärung der Situation beitragen könnten, nur um später ganz andere Verknüpfungen herzustellen. Damit meint man als Leser immer wieder, man hätte die Story durchschaut, was natürlich gar nicht der Fall ist. Denn was dann folgt, kann man einfach gar nicht erahnen. Für manche ist dieses ständige "Auf die falsche Spur führen" bestimmt nervig, aber ich fand es dann eher unterhaltend, denn genau das macht doch einen guten Psychothriller aus. Ich zumindest hatte Spaß, auch wenn ich mich an einigen Stellen wirklich geekelt habe (worauf ich jetzt nicht weiter eingehen werde).

Der Schreibstil ist dabei leicht zu verstehen und die Seiten lassen sich nur so weg lesen. Dabei werden besonders die komplexen Erzählstränge der Vergangenheit und Gegenwart so miteinander verwoben, dass man teilweise verwirrt, teilweise geschockt ist und stellenweise auch nicht weiß, wie das alles nun zusammenhängen soll. Die Autorin hat einen so im Griff und man hat das Gefühl, sie weiß ganz genau, wann sie welche Information preis geben möchte und wann nicht. Somit wird die Erzählerin zu einer regelrechten Virtuosin, die ganz genau weiß, wie man eine spannende Geschichte zu erzählen hat und den Leser in ihren Bann zieht, der dadurch nur so an ihren Lippen hängt. 

Natürlich sind die Figuren und besonders Greta keine, mit denen ich mich jetzt persönlich identifiziere. Greta's Verhalten finde ich größtenteils sogar total unverständlich und kurios. Doch wir sprechen hier von einer Frau, die ein Trauma aufweist und deshalb eigentlich in psychologischer Behandlung sein müsste. Rationale Entscheidungen und logische Schlussfolgerungen kann man da auch einfach nicht erwarten. Ich finde es vielmehr lobenswert, dass die Autorin diese komplexe Psyche so aufwändig und präzise darstellen kann, ohne dass es irgendwie aufgesetzt oder künstlich wirkt. Man ist total in Greta's Gedanken verloren und merkt recht schnell, was bei ihr nicht stimmt. Eine Figur so aufzubauen und es zu schaffen, sich nicht nur mit ihr als Person zu beschäftigen sondern um diese herum eine packende Geschichte zu spannen, das muss man auch erst einmal können.

Mein Fazit:
Man muss kein Genie sein, um zu bemerken, dass ich völlig begeistert bin von diesem Psychothriller. Ich konnte ihn gar nicht mehr aus den Händen legen und wollte unbedingt wissen, wie jetzt alles miteinander zusammenhängt. Dabei empfand ich mich eher in der Rolle eines Psychologen, der versucht, das Puzzle zusammenzufügen als in der eines mitfühlenden Lesers, der sich mit der Protagonistin identifiziert. Dabei konnte ich mich wirklich gut auf die Geschichte einlassen und las mit Spannung Kapitel für Kapitel.

Wer sich also auf ein Buch einlassen kann, welches vielleicht nicht immer die Antworten liefert, die man gerade haben möchte, dafür aber ein Finale garantiert, welches schockierender nicht sein könnte, der macht mit "Die Vermissten" alles richtig. Dabei bekommt man psychologische Einblicke in die Psyche einer Frau, die so komplex ist, dass man sich daraus wirklich keinen Reim machen kann, weshalb es wirklich interessant ist, die Entwicklung von Greta zu begleiten. Und für alle die es wissen möchten: Ja, man versteht irgendwann alles. Versprochen. Dafür gibt es von mir 5 von 5 Punkte und eine dringende Leseempfehlung!

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Deutscher ESC-Vorentscheid: Unser Song 2017 #UPDATE3

Hallo und herzlich Willkommen <3
Es ist mal wieder so weit: Ein neues #ESC-Update muss her! Denn das letzte kam im September - wie schnell doch die Zeit vergeht. Naja, doch so richtig viel, gibt es da leider nicht zu berichten. Erst jetzt habe ich genug Informationen zusammengekratzt, um euch ein bisschen was berichten zu können. Somit: Los geht's mit dem neusten #UPDATE zum deutschen Vorentscheid "Unser Song 2017", zum eigentlichen Eurovision Song Contest und dann noch zu einem kleinen Tipp als Überraschung - dazu später mehr ;-)


1. "Unser Song 2017" - What's new?
Wie bereits im letzten #UPDATE berichtet: Deutschland kehrt zum Erfolgsrezept aus den Jahren 2010 bis 2012 zurück und setzt 2017 auf eine Castingshow. Dabei sollen vorher fünf Sängerinnen und Sänger ermittelt werden, die dann verschiedene Songs erarbeiten, die ebenfalls vorher von einer Jury gewählt worden sind. Dabei arbeitet der NDR u.a. mit nationalen und internationalen Songwritern aus Deutschland, UK und den USA zusammen - whatever that means! Wie viele Songs am Ende präsentiert werden ist nicht wirklich raus, es soll aber fünf Abstimmungsrunden geben und eine dreistündige Show am 09. Februar 2017. Eine Erklärung gibt es hier:


Laut dem PRINZ Blog liegen bis jetzt 669 Bewerbungen vor, die sich von Videos aus YouTube und der Bewerbung per Online-Plattform auf der Seite www.unser-song-2017.de ergeben haben. Außerdem angekündigt wurden zwei Termine für Castings in Köln und Hamburg. Hier erhalten Sängerinnen und Sänger die Chance, sich persönlich vorzustellen und vorzusingen. Dafür muss man sich allerdings vorher bereits beim NDR melden und seine Teilnahme bestätigen. Wie sinnvoll das ist, wird sich zeigen.
Außerdem ganz frisch: Es gibt einen neuen, sehr dramatischen und ernsthaften Trailer, der die drei Jury-Mitglieder Lena Meyer-Landrut, Tim Bendzko und Florian Silbereisen zeigt, die alle zum Bewerben aufrufen. Sind insgesamt sehr schick aus, vielleicht ein bisschen trist. Aber gut, man kriegt, was man bekommt :D



2. Der Eurovision Song Contest 2017
Auch hier hat sich nicht wirklich viel getan, bis auf die Zusagen: Bis jetzt nehmen an der Veranstaltung 41 Länder teil, ganz aktuell haben Moldawien, Russland, Georgien und Bulgarien zugesagt. Abgesagt haben dagegen die Slowakei und die Türkei. Keine große Überraschung, nehmen die Länder doch schon seit längerer Zeit nicht mehr teil. Auch die nationalen Vorentscheide sind nun allesamt "on the way" quasi. Armenien strahlt sogar schon gewisse Vorrunden aus, Albanien veröffentlichte erst kürzlich sein Auswahlverfahren (welches noch diesen Dezember stattfinden wird und damit die ESC-Saison 2017 eröffnet) und Spanien bestätigt eine nationale Vorentscheidung mit einem Mix aus Jury und Televoting.

Außerdem interessant: Der erste Kandidat für 2017 ist ebenfalls bereits klar. Denn für Zypern wird der Sänger Havig antreten, der durch seine Teilnahme bei der griechischen Version von The X Factor bereits bekannt ist. Außerdem hat er schon mehrmals versucht, Zypern beim ESC zu vertreten, scheiterte aber immer knapp. Nun ist es offiziell und auch erste Details zum Song sind bekannt: Der schwedische Produzent und Songwriter Thomas G:son ist nämlich involviert. Dieser lieferte bereits in den beiden Jahren zuvor den Song für Zypern. "We see what will come".


Außerdem befindet sich ein Team momentan dabei an einem möglichen Konzept, Slogan, Motto und Bühnenbild zu arbeiten, Ideen dafür sollen wohl noch dieses Jahr veröffentlicht werden. Alles schön und gut, ich hab aber trotzdem das Gefühl, dass alles so langsam voran geht. Nachdem sich die Bekanntgabe der Gastgeberstadt so lange hingezogen hat, habe ich gehofft, dass man sich etwas beeilt mit den anderen Aspekten des Wettbewerbs. Aber nein.

3. Überraschung: OGAE VIDEO CONTEST
Ich habe euch bereits einmal zur Teilnahme am OGAE Video Contest hingewiesen und letztens bekam ich eine E-Mail vom offiziellen deutschen ESC-Fanclub mit der Bitte, ich solle euch den neusten Stand liefern und euch auf den Wettbewerb erneut aufmerksam machen. Schließlich sind jetzt die einzelnen Teilnehmer für die Länder bekannt und es geht ans VOTEN! Für Deutschland tritt die wunderbare Sarah Connor mit ihrem Song "Bedingungslos" an, für Österreich geht Conchita Wurst mit "You Are Unstoppable" ins Rennen und auch sonst erkennt man das ein oder andere Gesicht wieder: Die ESC 2016-Teilnehmer Greta Salóme und Ira Losco, die UK-Megasensation Coldplay oder der rumänische Megastar INNA. Sie alle treten mit ihren VIDEOS (und den dazugehörigen Songs) an und es kann für sie abgestimmt werden. Dafür müsst ihr lediglich HIER klicken und ihr gelangt zur Voting-Seite.



Alles ist also so ähnlich wie beim ESC und macht bestimmt Spaß, wenn man die noch andauernde ESC-Flaute überbrücken möchte. Denn unsere Aussichten sind gut: Im letzten Jahr gewannen wir mit Oonagh und dem Video zu "Gäa". Daran kann Sarah doch locker anknüpfen, oder? ;-)


DAS VOTING GEHT BIS MONTAG, 31. OKTOBER 2016 - beeilt euch also!


Das war's auch schon mit den aktuellsten News. Seid ihr auch schon gespannt auf den neuen ESC-Jahrgang? Oder seid ihr auch mal froh, dass es so ruhig ist? Wie überbrückt ihr die Zeit bis zu den Vorentscheiden? Und was erwartet ihr vom deutschen Vorentscheid? Lasst es mich gerne wissen (:

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Single-#Update im Oktober 2016

& hier geht's zu den vorherigen #UPDATES:


Buch-Rezension: "Die Launenhaftigkeit der Liebe" von Hannah Rothschild

© DVA Verlag
Titel: Die Launenhaftigkeit der Liebe
Autor: Hannah Rothschild
Verlag: DVA
Seiten: 512
Ausgabe: Hardcover
Auflage: 1
Preis: 21,99 €
ISBN-10: 3421047138
ISBN-13: 978-3421047137
Erscheinungstermin: 12. September 2016
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon




Klappentext laut Amazon:
Annie McDee ist nach London gezogen, um nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund einen Neuanfang zu wagen. Eines Tages kauft die junge Köchin in einem Trödelladen ein verstaubtes kleines Gemälde, nicht ahnend, dass dieses Bild nur wenige Monate später die internationale Kunstwelt in helle Aufregung versetzen wird. Schwerreiche russische Oligarchen, Staatspräsidenten, die Gattin eines Ölscheichs und ein Gangster-Rapper werden vor dem altehrwürdigen Auktionshaus Monachorum & Sons Schlange stehen, um den »Verkauf des Jahrhunderts« für sich zu entscheiden. Doch auch Annies Leben wird durch ihren Zufallsfund auf den Kopf gestellt. Denn unversehens gerät sie ins Zentrum der dunklen Machenschaften skrupelloser Kunsthändler, die zu allem bereit sind, damit ein gut gehütetes Familiengeheimnis nicht ans Tageslicht kommt ...

Meine Meinung:
Das Buch wurde mir vom DVA-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt - an dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich dafür bedanken.

"Die Launenhaftigkeit der Liebe" faszinierte mich und zwar aufgrund mehrerer Aspekte: Zum einen fand ich das Cover so wunderschön, simpel und beeindruckend, dass ich sofort alles stehen und liegen gelassen habe und unbedingt wissen wollte, um was es geht. Zum anderen fand ich den Titel so faszinierend: "Die Launenhaftigkeit der Liebe". Das hätte alles sein können. Eine dramatische Liebesgeschichte, eine moderne On-Off-Beziehung oder eben auch die pure Verzweiflung nach einer harten Trennung. Was dann kam überraschte mich allerdings wirklich: Der Titel teilt seinen Namen nämlich mit dem fiktiven Kunstwerk, um welches es in der Geschichte geht.

Mit Annie kann man eigentlich nur Mitleid haben: Vom Mann sitzen gelassen, weil er eine neue Freundin hat und mit der er auch noch ein Kind bekommt, sucht sie verzweifelt nach einem Leben, welches sie sich nie gewünscht hat. Dabei hangelt sie sich von Mann zu Mann, lässt sich auf jemanden ein, nur um am Ende nur noch einmal verletzt zu werden. Ja, nicht nur das Bild heißt die Launenhaftigkeit der Liebe, auch Annies Leben ließe sich so beschreiben. Doch die junge Engländerin findet eines Tages ein Bild in einem Second Hand-Shop, dass ihr komplettes Leben verändern wird. Denn das Gemälde ist wohl weit über 250 Millionen Euro wert. Nur weiß das Annie (noch) nicht.

Ich bin wirklich kein Kunst-Freak. Ich hatte lediglich sechs Jahre Kunstunterricht und entschied mich dann sehr eindeutig für Musik. Trotzdem interessierte mich die Geschichte sofort, denn wer kennt es nicht: In einem Museum fühle ich mich immer als wäre ich in einer Parallel-Gesellschaft und alle wären total schick und ganz oben angekommen und ich dazwischen als Bauerntrampel. Das eine solche Society viele Geheimnisse und Intrigen hat, ist dann ja klar. Und genau diese Seite der Kunstszene interessierte mich. Die Autorin schaffte es tatsächlich eine komplexe Handlung mit vielen verschiedenen Charakteren mit scheinbar zusammenhanglosen Geschichten zu erzählen, die aber dann natürlich doch immer wieder aufeinander stoßen. Dabei sind die Charaktere so genau und komplex beschrieben, dass man komplett in ihre Welt abtauchen kann. Damit ist der Schreibstil wirklich grandios, auch wenn mir anfangs die Ausführungen doch etwas zu sehr ins Detail gingen.

Der Roman ist bestimmt keine Story, die man mal eben so nebenbei lesen kann, vielmehr fordert sie den Leser zum Nachdenken auf und erwartet von ihm, dass man sich durch seine Imagination Bilder, Beziehungen und geschichtliche Aspekte vorstellt und reflektiert. Ich habe einerseits so viel gelernt über die Kunstgeschichte, aber auch um die Betrachtungsweise von Bildern, ohne dass ich es wirklich bemerkt hätte. Natürlich sind die Ausführungen ab und an wirklich komplex, was am Anfang teilweise anstrengend ist, aber es lohnt sich dran zu bleiben, denn am Ende möchte man gar nicht mehr los lassen.

Mein Fazit:
Wie man vielleicht bemerkt: Ich bin wirklich begeistert von der Geschichte, den Charakteren und dem Schreibstil der Autorin. Das liegt besonders an der komplexen Geschichte, die aber wirklich Sinn macht und die bis ins letzte durchdacht wurde. Es ist vielleicht nicht der emotionalste Schreibstil, trotzdem schafft es die Autorin, dass man bei den Charakteren hängen bleibt und sie total ins Herz schließt.

Natürlich muss man irgendwie Interesse an so einer Art Geschichte rund um die Kunst haben. Doch warum nicht auch mal mutig sein und etwas ausprobieren, mit dem man eigentlich so gar nichts am Hut hat? Ich bin, wie gesagt, auch kein Kunstfreak, aber ich stehe auf Intrigen, Machtspiele und mutmachende Geschichten. Wer das auch tut, sollte dem Roman eine Chance geben - auch wenn er nichts mit der Kunst zu tun hat. Es lohnt sich, versprochen. Dafür gibt es 4 von 5 Punkte von mir und eine dringende Empfehlung, Mut zu zeigen und sich darauf einzulassen.

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Ankündigung: Gewinnspiel auf FACEBOOK

Hallo und einen guten Start in die Woche <3
Auf Facebook haben sich unfassbar, aber wahr, über 150 Personen dazu entschieden, mir ein "Gefällt mir" dazulassen. Das freut mich ungemein, weshalb ich mich bei meinen Followern bedanken will und mein erstes Gewinnspiel überhaupt veranstalte. Dieses findet auf Facebook statt und enthält folgende Preise:


1. Preis: Die Taschenbuchausgabe meines absoluten Lieblingsbuches "Die Mitte der Welt" von Andreas Steinhöfel aus dem Carlsen Verlag. Für mich ein absolutes Ausnahmewerk und ein LESEMUSS für jeden Bücherwurm!

2. Preis: Das UK-Erfolgsalbum "I Cry When I Laugh" von Jess Glynne mit Hits wie "Rather Be", "Right Here", "Don't Be So Hard On Yourself", uvm. Jess Glynne gehört zu DEN Newcomern überhaupt und ist damit so erfolgreich wie eh und je. Ich fand die Singles großartig, das Album dann ganz okay, aber eben nicht grandios. Vielleicht überzeugt es einen anderen von euch und ich kann jemanden damit eine Freude machen (:

3. Preis: Der Soundtrack des heißesten Film des Jahres 2015, "Fity Shades of Grey", mit den Grammy-nominierten Songs "Love Me Like You Do" von Ellie Goulding, "Earned It" von The Weeknd und dem neuen Remix von "Crazy in Love" von Beyoncé. Ich liebe diese Songs und der Soundtrack gehört zu den besten überhaupt! Für wahre Pop-Musik-Liebhaber ein absolutes MUSS!


Was ihr dafür tun müsst?
1. Ihr müsst mich natürlich auf Facebook geliked haben.

2. Ihr müsst den dortigen Gewinnspiel-Beitrag mit "Gefällt mir" versehen und den Beitrag kommentieren (beispielsweise mit einem Herzen <3).
Natürlich freue ich mich, wenn ihr in den Kommentaren einen Freund bzw. eine Freundin markiert und bei der Gelegenheit meinen Blog anschaut (:

Das Gewinnspiel endet am 07. November 2016, um 23:59 Uhr. Die Verlosung findet (voraussichtlich per Facebook-Livestream) am 08. November um 11 Uhr statt. Ich ziehe drei Personen hintereinander. Die erste gezogene Person erhält das Taschenbuch, die zweite gezogene Person das Jess Glynne-Album und die dritte Person den Soundtrack zu Fifty Shades of Grey.

Es gibt drei Gewinner. Facebook hat mit dem Gewinnspiel nichts zu tun. Im Gewinnfall haben die Gewinner 48 Stunden Zeit, sich zu melden, bevor der Gewinn verfällt und ein neuer ermittelt wird. Die Gewinner stimmen zu, dass der Name hier veröffentlicht wird. Teilnahme ab 18 oder mit Einverständniserklärung der Eltern. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinne können nicht umgetauscht und nicht in bar ausgezahlt werden. Und ich übernehme auch keine Haftung für den Postweg (unversichert). Versand nur innerhalb von Deutschland oder mit Versandpauschale ggf. nach Österreich/Schweiz möglich.

Ich hoffe, ihr freut euch über die Chance und ich will noch einmal sagen: DANKE für euren Support, euer Feedback und eure Kommentare. Ich bin wirklich sehr dankbar dafür.

Bis bald!

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Album-Rezension: Lady Gaga - "Joanne"

Wir sehr ich mich auf ein neues Album von Lady Gaga gefreut habe. Nachdem ich alle vorherigen Alben wirklich abfeierte bis zum geht nicht mehr ("The Fame, "The Fame Monster", "Born this Way" und "Artpop" sind für mich Ausnahme-Dance-Platten auf Ausnahme-Niveau), war ich guter Dinge, dass die nächste Platte, "Joanne", mindestens genauso gut wird. Ich erhoffte mir lediglich eine etwas andere Richtung, denn Dance kannten wir von der Gaga schon. Spannend fand ich solche Ausflüge wie auf "You & I", "Bad Romance", "Telephone", "Alejandro" oder "Do What U Want", weil sie eben anders klangen als der gewohnte Dance-Pop und das Potenzial der Sängerin erkennen ließen.


Als dann als erste Single "Perfect Illusion" rauskam, war ich überzeugt: Diese neue Ära wird mir total gut gefallen. Denn die Single konnte mich total mitreißen und ging sofort rein bei mir. Dabei fand ich auch den Text so wunderschön, so intelligent komponiert und so tiefsinning, dass wirklich nur positive Dinge über den Song äußern konnte. Besonders gut gefiel mir, dass man die Stimme der Sängerin total gut raushören konnte und man auf eine aufwendige Produktion verzichtete. Im Anschluss veröffentlichte sie dann als Promo-Single die Ballade "Million Reasons", die mich emotional abholte und die mich ebenfalls überzeugen konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mir überlegt, mir da Album vorzubestellen, aber dann dachte ich mir: Naja, noch ein paar Tage, so lange wirst du es schon aushalten. Gott sei Dank habe ich mir das gedacht. Denn ich hätte es schwer bereut.

Ja, richtig gehört. Lady Gaga veröffentlichte nämlich dann "A-Yo" zwei Tage vor LP-Release und meine Stimmung kippte ein wenig, denn wirklich gut fand ich den Song jetzt nicht. Mir war das zu schlampig gesungen und im Vergleich zu anderen schnelleren Songs von Gaga einfach zu mittelmäßig. Doch natürlich, Frohnatur die ich bin, habe ich mir gedacht: Na gut, ein Song von dreien gefällt dir jetzt nicht so, wird schon werden... Naja, oder auch halt einfach nicht. Am Sonntag schaffte ich es nämlich endlich mal, in die LP reinzuhören und was soll ich sagen? Das komplette Werk wusste mich nicht zu überzeugen. Bis auf "Perfect Illusion", "Million Reasons", "Come to Mama" und "Angel Down" empfand ich jeden Song als mittelmäßig und eher komisch was die Stilistiken angeht. Denn anscheinend wollte uns Lady Gaga den American Spirit etwas näher bringen und setzt deshalb auch rockige, teils countryartige Sounds, die aber zum größten Teil eher verstörend und Fehl am Platz wirken. Es macht den Eindruck, als ob Lady Gaga sich unbedingt abgrenzen wollte vom Mainstream-Pop und ist deshalb einfach übers Ziel hinausgeschossen.
Nicht mal das Duett mit Florence Welch, "Hey Girl" wusste reinzugehen und für Hit-Potenzial zu sorgen. Stattdessen klingt alles sehr stumpf, obwohl und das muss man zugeben, die beiden Frauen wirklich gut miteinander harmonieren. Doch der Sound ist einfach zu schlecht und viel zu vor sich hin treibend. Übrigens gefallen mir hier die Deluxe-Edition teilweise besser als die Tracks auf der Standard Edition. Ein Anzeichen dafür, dass irgendetwas wirklich schief gelaufen ist.



Insgesamt konnte mich also "Joanne" so wenig überzeugen, dass ich es gar nicht mit den anderen drei Alben vergleichen möchte. Denn ehrlich: Es kann einfach mit diesen nicht mithalten. Lady Gaga möchte neu, frisch, aktuell sein und kommt leider unsicher, unüberlegt und ohne Höhepunkt rüber. Sie verliert sich in einem Sound, mit dem sie sich zum Ausdruck bringen möchte, der aber so gar nicht gefallen möchte. Auch die emotionale Geschichte des Albumtitels rund um ihre jung verstorbene Tante kommt irgendwie gar nicht wirklich durch. Hätte ich sie vorher nicht gehört, wäre ich NIEMALS darauf gekommen, dass sie die Inspiration für das Werk war. Schade. Und damit wohl das erste Gaga-Album, welches nicht zu mir in mein CD-Regal wandern wird. Es gibt wohl doch für alles ein erstes Mal.

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Meine erste #LOVELYBOX von Lovelybooks

Heyho (:
In den letzten Wochen bin ich ja auch Lovelybooks total aktiv - wer wirklich wissen möchte, was ich aktuell lese und über bestimmte Bücher denke, der ist auf der Seite genau richtig. Außerdem freue ich mich auch über die ein oder andere Freundschaftsanfrage, die auch alle angenommen werden (:
Auf der Plattform habe ich auf jeden Fall in dieser Woche etwas gewonnen: Nämlich die #LOVELYBOX. Das ist immer eine zusammengestellte Box mit drei Büchern zu einem bestimmten Thema, die Lovelybooks an seine Mitglieder verlost. Mit ein bisschen Glück erhält man dann eine Box zugesandt und dieses Glück hatte ich anscheinend im Oktober. Das aktuelle Thema war "Geheimtipps für den Herbst" und was genau drin war, das seht ihr jetzt. Wenn ihr auf die Bildunterschriften klickt, gelangt ihr zu den Verlagsseiten der Bücher:

Meine geniale Freundin © Suhrkamp
Das Nest 
© Klett-Cotta
Anton hat kein Glück 
© Wunderlich
Ich habe mich sehr über das Paket gefreut, denn ich hatte schon vieles von "Meine geniale Freundin" gehört und wollte mir das Buch eigentlich auch zulegen, um es mal zu lesen. Dass ich es jetzt bekommen habe, ist natürlich die perfekte Fügung (: "Das Nest" fand ich von Anfang an total hübsch, denn schaut euch mal das Cover an *.* Zum Verlieben! Überrascht war ich auch von "Anton hat kein Glück", denn als ich den Klappentext gelesen habe, war ich irgendwie belustigt, aber auch unsicher ob mir so eine Art Geschichte gefällt. Das finde ich wohl erst heraus, wenn ich es mal lese, was ich mir auf jeden Fall vornehmen werde!

Wer wissen möchte, um was es in den Büchern geht, hier die Klappentexte laut Amazon:
Wenn ihr auf die Überschriften klickt, gelangt ihr zu den Büchern auf Amazon.


"Meine geniale Freundin" von Elena Ferrante:
© Suhrkamp
Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen.
Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie auf, in einem armen, überbordenden, volkstümlichen Viertel, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Schustertochter Lila und die schüchterne, beflissene Elena, Tochter eines Pförtners, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater seine noch junge Tochter zwingt, dauerhaft in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, eine Gelegenheit zu nutzen, die eigentlich ihrer Freundin zugestanden hätte.
Ihre Wege trennen sich, die eine geht fort und studiert und wird Schriftstellerin, die andere wird Neapel nie verlassen, und trotzdem bleiben Elena und Lila sich nahe, sie begleiten einander durch erste Liebesaffären, Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft, durch Jahre der Arbeit und Episoden politischer Bewusstwerdung, zwei eigensinnige, unnachgiebige Frauen, die sich nicht zuletzt gegen die Zumutungen einer brutalen, von Männern beherrschten Welt behaupten müssen.
Sie bleiben einander nahe, aber es ist stets eine zwiespältige Nähe: aus Befremden und Zuneigung, aus Rivalität und Innigkeit, aus Missgunst und etwas, das größer und stiller ist als Lieben. Liegt hier das Geheimnis von Lilas Verschwinden?

Elena Ferrante hat ein literarisches Meisterwerk von unermesslicher Strahlkraft geschrieben, ein von hinreißenden Figuren bevölkertes Sittengemälde und ein zupackend aufrichtiges Epos – über die rettende und zerstörerische, die weltverändernde Kraft einer Freundschaft, die ein ganzes langes Leben währt.


"Das Nest" von Cynthia D'Aprix Sweeney:
© Klett-Cotta
Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Sie sind in ihren Vierzigern, stehen mitten im Leben und sie haben immer gewusst, sie würden eines Tages erben. Aber was, wenn die Erbschaft ausbleibt? Ein warmherziger, humorvoller und scharfsinniger Roman darüber, wie der Kampf ums Geld Lebensentwürfe und Familien durcheinanderbringen kann.

Als Kinder haben sie einander geneckt, als Erwachsene verbindet die Geschwister Melody, Jack, Beatrice und Leo Plumb nur noch eine gemeinsame Erbschaft. Mitten in der Finanzkrise brauchen alle dringend Geld. Melody, Hausfrau und Mutter, wachsen die Ausgaben für ihr Vorstadthäuschen und die Collegegebühren ihrer Töchter über den Kopf. Antiquitätenhändler Jack hat hinter dem Rücken seines Ehemanns das Sommerhaus verpfändet. Beatrice, erfolglose Schriftstellerin, will endlich ihr Apartment vergrößern. Doch kurz bevor das Erbe ausbezahlt wird, verwendet ihre Mutter es, um Playboy Leo aus einer Notlage zu helfen. Unfreiwillig wiedervereint, müssen die Geschwister sich mit altem Groll und falschen Gewissheiten auseinandersetzen. Aber vor allem müssen sie irgendwo frisches Geld auftreiben …

Meisterhaft erzählter, böser und witziger Familienroman

"Anton hat kein Glück" von Lars Vasa Johansson:
©Wunderlich
Holla, die Waldfee
Ein Anruf seiner Eltern und eine E-Mail vom Elektrodiscounter sind die einzigen Glückwünsche, die Anton zu seinem 45. Geburtstag erhält. Aber der grummelige Berufszauberer mag Menschen sowieso nicht besonders. Seit Jahren tingelt er mäßig erfolgreich mit seinen Auftritten von Altersheim zu Einkaufszentrum. An und für sich würde ihn all das gar nicht stören. Wäre da nicht sein Erzfeind Sebastian, der mit seiner spektakulären Zaubershow in ganz Schweden Erfolge feiert. Ausgerechnet mit Charlotta an seiner Seite, Antons Ex-Freundin.
Früher waren Anton und Sebastian befreundet und haben gemeinsam gezaubert, nun sieht Anton überall die riesigen Plakate, die Sebastians und Charlottas Tournee ankündigen und auf denen groß in silbernen Buchstaben Together in Magic Forever steht. Es liegt auf der Hand: Für Anton läuft es nicht gut. Im Grunde läuft es überhaupt nicht. Aber niemand ist besser darin als er, sich das Leben schönzureden. Bis er sich eines Nachts im Wald verirrt und ein seltsames Mädchen trifft. Danach scheint Anton plötzlich vom Pech verfolgt zu werden. Als ernsthafter Zauberer glaubt Anton natürlich nicht an Magie. Aber langsam dämmert ihm, dass er etwas an seinem Leben ändern muss…

Was haltet ihr von den Büchern? Seid ihr auf eins besonders gespannt oder habt ihr sogar schon das ein oder andere davon gelesen? Lasst es mich wissen (:

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LIVE-Leseeindruck: "Die Launenhaftigkeit der Liebe" von Hannah Rothschild

Der LIVE-Beitrag ist beendet (:

Hallo und herzlich Willkommen zu einem neuen LIVE-Leseeindruck <3
Nachdem ich euch bereits bei "Hell-Go-Land" und "Hochland" mitgenommen und euch über meine Gedanken während des Lesens informiert habe, dachte ich mir, es wird Zeit für einen neuen Beitrag dieser Art. Diesmal aber nicht zu einem Thriller, schließlich gibt es nicht nur dort Gedanken sondern zu einem eher erwachsenen, reifen und für mich sehr interessanten Buch! Die Rede ist von "Die Launnenhaftigkeit der Liebe" von Hannah Rothschild. Das Buch hat bereits in den englischsprachigen Literaturwelt für Aufsehen gesorgt und dort Kritiker wie Leser begeistert. Nun wurde es in zehn Sprachen veröffentlicht und erreichte am 12. September auch die deutsche Literaturwelt.

Ich muss gestehen, dass ich am Veröffentlichungstermin noch gar nichts vom Buch wusste, dies geschah erst, als ich zufällig das Cover entdeckte und mich sofort in dieses elegante, simple und dennoch aussagekräftige Design verliebte. Ich bin halt doch irgendwie ein Cover-Opfer. Als dann das Buch bei mir zuhause ankam, war ich dann doch etwas erschlagen: Bei knapp 518 Seiten ist das Buch ja ein ganz schöner Brummer. Deshalb wollte ich auch eigentlich erst ein anderes Buch anfangen und erst gegen Ende des Monats damit anfangen. Doch eines Nachmittags lag ich so auf meiner Couch und wollte anfangen und die ganze Zeit strahlte mich das Buch an. Einfach so. Ganz hinterlistig von meinem Bücherregal. Ich griff also danach, las rein und.... hörte nicht mehr auf. Denn ich hatte einfach total Bock auf die Geschichte und dem Geheimnis hinter dem wunderschönen Cover.

Und weil das Buch trotzdem ein Brummer ist, dachte ich mir, ich nehme euch mit, denn dann ist man doch etwas motivierter darüber zu sprechen und es letztendlich zu lesen. Falls ihr es bereits gelesen habt, dann lasst mich doch wissen, was ihr davon haltet und falls nicht, dann lasst mich wissen, ob euch das Cover auch so überwältigt wie mich (:

An dieser Stelle möchte ich mich beim DVA-Verlag bedanken, denn sie haben mir das Buch als Rezensionsexemplar zugeschickt - ein herzliches Dankeschön dafür!

Cover © DVA Verlag
Dieser Beitrag ist SPOILERFREI!
Ich werde die Handlungen der ersten Seiten nur grob wiedergeben, ihr braucht also keine Angst haben, dass ich euch zu viel verrate ;-)

Los geht's mit der ersten Etappe und diesem LIVE-Beitrag (:

Etappe 1: Epilog und Kapitel 1 + 2
Im Epilog werden die letzten Vorbereitungen getroffen, das Bild "Die Launenhaftigkeit der Liebe" zu versteigern. Diesem wird so viel Wert zugesprochen, dass nur die reichsten und einflussreichsten Personen nach London kommen, um das Bild zu ersteigern. Wir lernen den coolen Rapper kennen, der die Kunstszenen der Welt aufmischt, das reiche Paar aus den arabischen Teilen der Welt, welches das Bild für ihr neu gegründetes Museum erstehen möchten und eine ältere Dame, die das Bild ihrem verstorbenen Mann widmen und ihre Kunstsammlung damit vollenden möchte. Natürlich kommen auch Leute aus Russland und dem Ostblock nach London, um auf das Bild zu setzen.
Weiterhin erfahren wir, dass die Kunstkritikerin Delores Ryan das Bild fälschlicher Weise als Kopie abgetan hat und somit ihre Karriere zerstörte. Außerdem lernen wir den Auktionator der Kunsthandlung, Earl Beachendon, kennen, der letzte Anweisungen an seine Angestellten gibt und darüber nachdenkt, dass dies die wohl teuerste Versteigerung eines Kunstwerks überhaupt werden wird. Dies kommt ihm gerade gelegen, schließlich steht er finanziell ganz und gar nicht gut da.

Dann gibt es einen Wechsel und die ersten beiden Kapitel beschäftigen sich mit Annie, die in einem Second Hand-Laden nach einem Geschenk für ihren Freund sucht und zufällig auf das Bild stößt. Wir als Leser wissen jetzt, dass das Bild wohl mehr als 250 Millionen Pfund wert ist, doch Annie findet es lediglich hübsch und kauft es, nach vielen Diskussionen mit dem Händler, für 75 Pfund - ein Schnäppchen. Nebenbei beschreibt auch das Bild an sich seine Gedanken, was sehr unterhaltsam ist, denn wir erfahren, was es alles bisher erlebt hat.

Bis jetzt fühle ich mich in der Geschichte total wohl, auch wenn ich eigentlich so gar nicht Kunstaffin bin. Aber gut, dass muss man ja nicht sein. Außerdem total interessant: Ich versuche mir die ganze Zeit vorzustellen, wie das Bild wohl aussehen mag, denn es wurde noch gar nicht wirklich beschrieben. Es heißt nur, jeder Betrachter wäre sofort überwältigt und es würde bei jedem ein anderes Gefühl entstehen. So sehen viele das Bild als lebensbejahend and, andere sehen darin das genaue Gegenteil. Wie so eine Mischung auf der Leinwand entstehen kann, ich habe keine Ahnung :D
Es ist schon so viel passiert, dass ich gar nicht glauben kann, dass ich erst knapp 50 Seiten gelesen habe. Mal sehen, ob sich dieses Gefühl weiterhin hält, oder ob die Informationsladung weniger wird und man mehr einer Hauptfigur folgt (Annie), um die sich die Geschichte spinnt, bis letztendlich die Geschichte des Epilogs wieder aufgegriffen wird. Ich bin gespannt und habe bisher einen ganz tollen, sehr wohligen Eindruck.

Etappe 2: Kapitel 3 bis 9
In den letzten Tagen habe ich fleißig gelesen und bin trotzdem irgendwie nicht richtig weit gekommen :D 147 Seiten sind es nämlich erst. Die Schrift ist wirklich total klein und die Abstände zwischen den einzelnen Sätzen auch nicht wirklich groß, weshalb man für eine Seite wirklich viel länger braucht als bei anderen Büchern. Dieser Umstand macht es mir echt schwer, denn eigentlich bin ich es von meinen letzten Büchern gewohnt, die Seiten einfach nur so runterzulesen und gut ist. Das ist bei "Die Launenhaftigkeit der Liebe" total anders. Das Buch fordert den Leser zum Mitdenken auf und verlangt die ganze Aufmerksamkeit. Ich habe jetzt tatsächlich immer meine Musik weggelassen, die ich eigentlich parallel hören kann, aber bei diesem Roman geht das ganz und gar nicht. Das liegt wahrscheinlich an der Menge an Informationen, die man sowohl kunsthistorisch als auch geschichtsbezogen erhält.

Natürlich verrate ich jetzt nicht die genauen Handlungen, aber es ist ja wohl klar, dass sich Annie auf Recherche zu dem Bild begibt. Dabei geht sie persönlich durch Höhen und Tiefen, weshalb der Fokus auch mal vom Gemälde weg kam. Man begleitete Annie viel mehr durch ihren Job, schwierige Beziehungen und komischen Bekanntschaften. Meine Hoffnung, man würde sich nur auf einen Erzählstrang konzentrieren, ist übrigens nicht aufgegangen. Wir erfahren wohl auch von einzelnen Personen, die irgenwie was mit der Geschichte und dem Bild zu tun haben. Bereits im Epilog lernten wir einen Wladimir und Dimitri kennen, die sich abgrundtief hassen. Die Beziehung der beiden spielt hier auch noch mal eine Rolle, besonders die Geschichte von Wlad wird erzählt. Was die Autorin wohl damit noch bezweckt? Wir werden es wohl bald erfahren :D

Insgesamt war ich jetzt, wie schon beschrieben, einige Zeit lang etwas unsicher, weil man eben wirklich schwer voran kommt mit dem Buch. Man liest und liest und liest und hat trotzdem das Gefühl, man kommt nicht weiter. Alles wird so genau beschrieben, so detailliert wiedergegeben, dass man manchmal am liebsten Sätze überspringen wollen würde. Aber andererseits erhält man so eben einen genauen Eindruck und besonders wenn die Bilder beschrieben werden, ist das ja nötig, um sein Bild im Kopf zu vervollständigen. Somit ist der Schreibstil echt eine Hassliebe :D Übrigens weiß man jetzt, wie das Gemälde aussieht :D Aber auch, um das herauszufinden, musste man hart kämpfen! Trotzdem fühle ich mich noch total wohl und bin wirklich jedes Mal aufs Neue gespannt, was als nächstes passiert. Ich wollte zwischenzeitlich mal ein anderes Buch parallel lesen, damit ich weiter komme mit meinem Lesemonat, habe mich aber jetzt dazu entschieden, das nicht zu tun. "Die Launenhaftigkeit der Liebe" verdient einfach meinen vollen Fokus.

Etappe 3: Kapitel 10 bis 19
Okay, jetzt habe ich das Gefühl mich an den Schreibstil und die Abfolgen zu gewöhnen. Kennt ihr das, wenn man ab einem gewissen Zeitpunkt komplett in der Story ist? Wenn man weiß, wie viel man ungefähr für ein Kapitel braucht und man sich den Schreibstil einverleibt hat? An diesem Punkt bin ich nach den letzten beiden Etappen gelangt. Anfangs hatte ich echt Probleme, weil ich ja wie oben bereits erwähnt, gewohnt bin, schnell zu lesen und täglich an die hundert Seiten schaffe. Das ist hier anders. Hier schaffe ich pro Tag circa 50 Seiten, bei der kleinen Schrift und den geringen Abständen kein Wunder. Aber jetzt wo ich das weiß, fühle ich mich wohl und hetze mich auch gar nicht mehr.

Das hat aber bestimmt auch mit der Geschichte zu tun: Diese wird immer komplexer, zeigt neue Facetten auf und ich habe das Gefühl, es wird sich immer mehr zuspitzen, wie es ja immer in Büchern ist. Dadurch, dass es so viele Personen gibt, die man am Anfang kennengelernt hat und über die immer wieder berichtet wird, hat man das Gefühl eine Serie mit verschiedenen Erzählsträngen zu verfolgen. Übrigens stört es mich gar nicht, dass so viel kunstgeschichtliche Themen angesprochen werden. Ich habe zwar keine Ahnung, aber finde diesen Einblick interessant. Wer sich dafür aber so gar nicht begeistern kann, für den wird das Buch wohl auch nichts sein. Für alle anderen wird es zum ständigen Begleiter werden.

Ich fühle mich also wieder wohl, nachdem ich ein bisschen mit mir und dem Buch gehadert habe. Bis jetzt würde ich auch eine Leseempfehlung aussprechen, allerdings nur für jene, die sich komplett auf die Geschichte einlassen können und nicht vorhaben, sie einfach runterzulesen. Man braucht Zeit für das Buch, die Geschichte und deren Charaktere. Sonst wird das nichts. Es ist ja eigentlich auch mal schön, in so einen Welt komplett einzutauchen und nicht, wie derzeit üblich, Geschichten hastig runterzulesen und damit fertig zu werden, um ein neues Buch anfangen zu können. Es ist halt eben wie die Kunst: Die braucht halt öfter mal Aufmerksamkeit und Zeit, um sie zu durchsteigen.
Außerdem muss man natürlich grundsätzlich an der Thematik interessiert sein. Andererseits gibt es so viele Intrigen, Missstände und Verschwörungen, dass es auch jenen gefallen könnte, die regelmäßig Soaps gucken - denn damit kann die Geschichte definitiv mithalten :D

Etappe 4: Kapitel 20 bis 30
Es wird richtig spannend. Nachdem ich ja wirklich Zeit gebraucht habe, in das Buch einzusteigen, bin ich jetzt voll drinnen und lese die Seiten nur so weg. Die Geschichte macht Sinn, die Verwirrungen lösen sich langsam auf und man kommt zum Kern der Geschichte. Gerade macht es mir richtig Spaß und ich habe wirklich gar nichts auszusetzen. Das Buch begleitet mich ja bereits seit fast einer Woche und ich habe wirklich das Gefühl, dass ich mich auf eine Reise begeben habe, auf der man alle Emotionen durchlebt, die es so gibt. Eben wie bei einer guten Soap. Intrigen, Machtspiele, Liebe, Verzweiflung, Selbstfindung und und und. Die Autorin schafft es, den Leser über kunsthistorische Vorgänge zu informieren und gleichzeitig die emotionale Welt der Hauptprotagonisten in einem spannenden Zusammenspiel dem Leser näher zu bringen. Dabei entwickeln sich diese über sich hinaus und trotz ihrer Makel und Fehler, sympathisiert man mit (fast) allen Figuren total.

Am meisten allerdings mit dem Bild: Dieses gibt ja immer wieder im Buch Kommentare ab und spricht den Leser persönlich an. Während die Geschichte von einem allwissenden Autor erzählt wird, gibt es ab und zu Sprünge zu den Gedanken des Buches und diese sind total subjektiv, sehr humorvoll und interessant verfasst. Nach all der Informationsflut zu den Charakteren und der Geschichte, macht es wirklich Spaß, in die Gedanken des Bildes abzutauchen und teilweise wirklich urkomische Geschichten von diesem zu hören :D

Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte sich jetzt schließt und freue mich auf die letzten 100 Seiten.

Etappe 5: Kapitel 31 bis 38
Sooo, gestern Abend habe ich dann die Geschichte zu Ende gelesen und puhhhhhh.... mit so einem Ausgang hatte ich so gar nicht gerechnet und trotzdem irgendwie doch. Für mich ein schönes abschließendes Urteil und ein Roman, der auch zum Nachdenken einlädt. Mir hat es gut gefallen, auch wenn ich anfangs ein paar Problemchen mit dem Buch hatte. Außerdem hatte ich irgendwie auf den 200 letzten Seiten den Eindruck, als ob die Story nur so verfliegen würde. Schwupps, hatte ich wieder 50 Seiten gelesen. Komisch, wie sich die Wahrnehmung verändert, wenn man sich an einen Schreibstil gewöhnt hat. Die Geschichte schwingt außerdem noch irgendwie ein bisschen nach und ich will mich noch nicht ganz von ihr lösen, dafür sind mir die Figuren, besonders jedoch da Gemälde und Annie, viel zu sehr ans Herz gewachsen. Ich brauch noch einen kurzen Moment für mich :D

Eine abschließende Rezension zum Buch folgt in Kürze...
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Buch-Rezension: "Krebsmeisterschaft für Anfänger" von Edward van de Vendel und Roy Looman

© Carlsen
Titel: Krebsmeisterschaft für Anfänger
Autor: Edward van de Vendel und Roy Looman
Verlag: Carlsen
Seiten: 208
Ausgabe: Gebunden
Auflage: 1
Preis: 13,99 €
ISBN-10: 3551583501
ISBN-13: 978-3551583505
Erscheinungstermin: 28. Juli 2016
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon




Kurzbeschreibung laut Amazon:
Max ist fünfzehn und mit seinen besten Freunden übers Wochenende auf einem Fußballcamp, als ihm ein komischer Knubbel am Schlüsselbein auffällt. Wird schon nichts sein, sagt er sich, schließlich interessiert er sich für Mädchen, erste Küsse und Fußball. Aber er hat doch ein mulmiges Gefühl. Und das trügt ihn nicht. Bei ihm wird Lymphknotenkrebs diagnostiziert und das bedeutet Chemo, Krankenhaus, Übelkeit bis zum Abwinken. Was für ein mieses, unfaires Spiel! Aber Max gibt nicht auf und er gewinnt den Kampf gegen den Krebs. Doch damit ist es noch längst nicht zu Ende.

Meine Meinung:
Das Buch habe ich vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten, wofür ich mich an dieser Stelle recht herzlich bedanken möchte.

Eigentlich habe ich persönlich ja immer Angst vor solchen Geschichten. Denn es ist wohl normal, dass man bei der Thematik sofort darüber nachdenkt, wie man selber damit umgehen oder wie man reagieren würde, wenn geliebte Menschen aus dem Umfeld eine Krebsdiagnose erhalten würden. Deshalb war ich auch von Anfang an emotional dabei und musste quasi schon ab der ersten Seite Tränen verdrücken. Und das, obwohl Max die Geschichte so lebensbejahend und hoffnungsvoll erzählt wie nur irgend möglich.

Max ist ein glücklicher Junge: Er spielt mit seinen besten Freunden im Fußballteam, geht mit ihnen abends feiern und wird von seiner Familie geliebt. Alles scheint perfekt doch dann die Diagnose: Lymphknotenkrebs. Seine Welt steht auf einmal Kopf. Chemo, Therapie, Krankenhausaufenthalte. In einer Situation, in der jeder vermeintlich aufgeben wollen würde, beißt sich Max aber durch und stellt klar: Das hier ist das härteste Spiel überhaupt. Doch er wird es gewinnen. Ganz klar.

Wie schon gesagt, ich wusste nicht, was mich da emotional erwartet. Aber als Max anfing seine Geschichte ganz in seinem Wortlaut zu erzählen und zwar so wie einen Bericht, ohne große Dramatisierungen, ohne viel Tamtam, aber dafür ganz authentisch, war ich nicht nur ergriffen, sondern besonders beeindruckt von einem 15-jährigen Jungen, der allen Gefahren trotzt und fest an sich und seinen Kampfgeist glaubt. Der Autor schafft es sich selber komplett in den Hintergrund zu drängen, sodass man das Gefühl hat, man liest aus dem Tagebuch des Protagonisten und erhält hautnah Einblicke in seine Gefühlswelt. Das holt den Leser ab und macht es möglich, gänzlich in die Gedanken von Max abzutauchen.

Mein Fazit:
Diese Geschichte ist nicht einfach eine, die man sich durchliest und die dann im Bücherregal verschwindet. Sie regt zum Nachdenken an und macht Hoffnung. Dabei verschönert sie aber nichts, sondern schildert knallhart, wie sich Betroffene fühlen und welche Schmerzen sie durchstehen müssen. Dabei ist Max die perfekte Figur, um sich mit ihr identifizieren zu können und gleichzeitig etwas von ihm zu lernen. Denn Max legt eine Positivität an den Tag, die einfach bemerkenswert ist.

Dieses Buch ist für alle Eltern, Lehrer und Erziehungsbeauftragte etwas, die mit ihren Kindern und/oder Jugendlichen die Themen Krankheit und Tod besprechen wollen. Denn es gibt einen verständlichen, emotionalen und nachvollziehbaren Einblick, ohne dabei Angst zu machen oder die Leser zu erschrecken. Im Gegenteil: Man versteht die Verzweiflung und Angst, aber durch den Mut von Max ist man mit ihm mutig - und lernt, dass man auch in der dunkelsten Stunde an sich und seinen Kampf glauben muss.

Dafür erhält "Krebsmesiterschaft für Anfänger" von mir 5/5 Punkte und eine absolute Leseempfehlung!

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Buch-Rezension: "Seelenlos, Fluch der Rauhnächte" von Janine Wilk

© Planet!
Titel: Seelenlos, Fluch der Rauhnächte
Autorin: Janine Wilk
Verlag: Planet!
Seiten: 368
Ausgabe: eBook/auch erhältlich als Gebundene Ausgabe
Auflage: 1
Preis: 11,99 € (eBook)/14,99 € (Gebundene Ausgabe)
ISBN-10: 3522504674
ISBN-13: 978-3522504676
Erscheinungstermin: 20. September 2016
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon




Kurzbeschreibung laut Amazon:
Nebel wabert über die Grabsteine des Greyfriars Graveyard und außer Lucy hält sich zu dieser nachtschlafenden Zeit niemand mehr auf dem Friedhof auf – eigentlich nichts Besonderes, schließlich wohnt sie hier. Auch an die Geistererscheinungen, die jeden ihrer Schritte zu beobachten scheinen, hat sie sich längst gewöhnt. Als sich jedoch merkwürdige Geistervorfälle häufen und sogar Besucher attackiert werden, wird es selbst Lucy mulmig zumute. Irgendetwas oder irgendjemand scheint auf dem Friedhof sein Unwesen zu treiben. Zusammen mit ihrer besten Freundin Amelia folgt Lucy einer unheimlichen Spur, und was sie dabei herausfinden, lässt ihnen das Blut in den Adern gefrieren …


Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich als eBook vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten und wollte mich dafür zunächst ganz herzlich bedanken.

Ganz ehrlich: Die Gründe für mein Interesse an dieser Geschichte, könnten oberflächlicher nicht sein. Denn eigentlich fand ich einfach das Cover schon so schön, dass ich es unbedingt lesen wollte. Natürlich habe ich mir dann die Kurzbeschreibung durchgelesen und fand, dass man im Oktober ja auch mal gerne eine Gruselgeschichte lesen könnte. So wanderte "Seelenlos" also auf meine Leseliste und schlussendlich fing ich mit der Story eines Abends eingekuschelt auf meinem Sofa an.

Lucy ist eine Außenseiterin, die sich allerdings zu helfen weiß und die man auf Anhieb sympathisch findet. Ihre Freundin Amelia gehört auch zu den Außenseiterinnen, doch das hält sie nicht davon ab ihren ganz eigenen Kleidungsstil durchzuziehen. Gemeinsam stehen sie Höhen und Tiefen durch und halten dabei immer zusammen, auch wenn selbst die engsten Freunde mal aneinander geraten. Als auf dem Friedhof ihres Vaters vermehrt Geister auftauchen, beschließen die beiden Freundinnen etwas dagegen zu unternehmen, schließlich kann Lucy Geister sehen und Amelia ist sich sicher: Hinter ihrer Gabe steckt noch viel mehr.

Die Geschichte ist wirklich mit ganz viel Herz geschrieben und man sympathisiert sofort mit den Figuren und ihren Handlungen. Sie sind alles andere als perfekt, doch besonders die beiden Mädchen halten zusammen wie Pech und Schwefel. Dabei ergänzen sie sich total gut: Amelia gibt Lucy das Selbstvertrauen, welches ihr ab und an fehlt und Lucy holt Amelia wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn diese mal wieder maßlos übertreibt. Man hat wirklich Spaß mit den beiden und verfolgt gerne das Treiben. Trotz der Geisterthematik braucht man übrigens keine Angst haben, dass sich der Leser gruselt. Ich musste total oft schmunzeln und kann mir richtig gut vorstellen, dass besonders Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren Spaß mit der Lektüre haben, weil sie alles abdeckt, was man nur so fühlen kann: Liebe, Freude, Zusammenhalt, Spannung und hier und da auch ein kleines Angstgefühl.

Mein Fazit:
Für mich ist "Seelenlos, Fluch der Rauhnächte" ein Buch für die ganze Familie. Mit sehr viel Detail, authentischen Einblicken und ganz viel Herz schafft die Autorin eine sehr wohlige Atmosphäre, die man gerne verfolgt und in der man sich immer gut fühlt. Man leidet mit, wenn Lucy schmerzlich ihre Mutter vermisst und freut sich mit ihr, wenn sie und Amelia etwas Neues herausfinden. Dabei hat man wirklich das Gefühl, man verschwindet kurzzeitig nach Edinburgh und entdeckt die Stadt aus einem ganz anderen Blickwinkel (nämlich den, der Geister und Übernatürliches mit einschließt). Für diese tolle Skizzierung der Stadt und der Handlung gibt es von mir 4/5 Punkten und die Empfehlung: Wer Gruseliges mit ganz viel Herz zur Halloween-Zeit lesen möchte, der sollte beherzt zugreifen!

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SPOT ON: Solange - "A Seat at the Table"

Ich hocke hier und habe mir jetzt schon seit Tagen den Kopf darüber zerbrochen, ob ich zu diesem Album eine Rezension verfassen und veröffentlichen soll oder nicht. Denn das Problem ist, dass ich nichts zu den einzelnen Titel sagen kann. Jop. Gar nichts. Weil ich sie gar nicht als einzelne Tracks, die irgendwann mal vielleicht zu Singles werden, ansehen kann. Nein. Dafür sind sie viel zu stimmig, viel zu passend und viel zu verwurzelt als gemeinsames Paket. Von welchem Album ich spreche? Von "A Seat at the Table". Ein Album, welches von der Sängerin Solange veröffentlicht wurde. Und jetzt alle so: "Wer um alles in der Welt ist Solange?". So hätte ich wahrscheinlich auch reagiert wenn ich von der Sängerin irgendwo gelesen hätte. Dabei ist sie gar nicht so unbekannt, wie es wirkt. Es ist nämlich niemand geringeres als die kleine Schwester von Beyoncé. Jop, der Beyoncé. Queen of so ziemlich alles. Und die Person mit der das berühmte Fahrstuhlvideo rund um Jay-Z und Beyoncé entstanden ist.


Im Moment gibt es in den USA wohl kein anderes Album, über das so viel gesprochen wird wie über dieses hier. Nicht, weil Solange so eine große Fanbase hätte. Sondern aus mehreren Gründen: Zum einen ist sie die kleine Schwester von Beyoncé, weshalb sie es von Grund auf schwerer hat als die Queen. Denn Beyoncé könnte nicht erfolgreicher sein. Ein Nummer 1-Album nach dem anderen, Top10-Singles, ausverkaufte und von Kritikern gelobte Tourneen und eine Promotion wie kein anderer Künstler weltweit. Das alles, was ihre Familie musikalisch dann so rausbringt, natürlich sofort mit ihr verglichen wird ist nur normal. Mehr noch, wenn es eine junge Frau ist, die sich auch im RnB/Pop/Mainstream-Genre versucht. Solange könnte ein Lied davon singen. Die Sängerin veröffentlichte nämlich bereits ein Album, welches kommerziell floppte und Kritiker in der Luft zerrissen. Solange gab nicht auf, veröffentlichte ihr nächstes Album und heimste erste Erfolge ein: Das Album platzierte sich auf Platz 9 der US-Album-Charts und auch die ausgekoppelten Singles konnten charten. Danach wurde es leise um die Sängerin, es gab wohl private Veränderungen und auch beruflich änderte sich einiges: Solange stieg aus ihrem Plattendeal aus, gründete ihr eigenes Label und veröffentlichte ihre erste eigene EP, völlig unter eigener Regie.

Und jetzt veröffentlichte sie ihr 3. Studioalbum unter diesem Label. Darauf aufmerksam geworden bin ich durch etwaige Social Media-Posts von Künstlern wie Drake oder Beyoncé. Diese teilten Stolz die LP und schrieben, es wäre ein künstlerisches Meisterwerk. Sofort war ich neugierig und wollte wissen: Kann Solange sich von ihrer Schwester abheben und etwas kreieren, was sich völlig abhebt? Und die Antwort: Ja, das kann sie. In "A Seat at the Table" begleitet man die Sängerin durch politische und gesellschaftliche Diskussionen rund um die Frage, ob wir am Ende nicht doch alle gleich sind. es geht besonders um die Diskriminierung Farbiger in Amerika und den Erfahrungen verschiedener Protagonisten, die ihre Anekdoten aus dem Alltag erzählen, die Solange dann davor und danach in Musik hüllt und ihre Geschichten somit den emotionalen Touch verleiht. Es geht um verletzte Gefühle, schwierige Zeiten und den Stolz, den die Personen empfinden und fordern. Es sollte das Normalste der Welt sein, man selbst zu sein ohne sich dafür schämen zu müssen. Dieser Inhalt trifft, geht ans Herz und lässt einen nachdenken und reflektieren. Denn mehr denn je, braucht es Toleranz und Verständnis in unserer Welt.

Musikalisch finden wir dabei alles, was man sich nur vorstellen kann. RnB-Sounds, Pop-Vibes, progressive Töne und ganz viel modernes Allerlei, dass sehr frisch, hochaktuell und trotzdem eingängig wirkt. Es scheint fast so, als dass Solange vornehmlich ihre Geschichten erzählen möchte und deshalb auf große Beats oder eingängige Radio-Sounds verzichtet. Schon der Einstiegstrack "Rise" ist einfach so fasziniert, eingängig und selbstbewusst, dass man leicht in die Welt eintaucht und sich immer tiefer hört. Jeder Track überzeugt, ist anders und besticht durch ungewöhnliche Themen, Sounds oder Gesangsparts. Besonders großartig ist dabei der Gastbeitrag von Lil Wayne auf "Mad", als auch alle anderen Gastbeiträge verschiedener Musiker. Subtil und dennoch hochklassig. Ganz großes Kino!

Nach alldem ist klar: Das hier ist keine klassische Album-Empfehlung. Denn ich sage nicht, dass es ein Album ist, welches man sich am Morgen auf dem Weg in die Arbeit anhören soll, wenn man einfach nebenbei Musik hören möchte. Nein, denn dafür ist das Album viel zu schwer, viel zu ernst und viel zu künstlerisch. Es verdient die volle Aufmerksamkeit des Zuhörers und muss als Kunstwerk wahrgenommen und wertgeschätzt werden. Und genau deshalb begeisterte mich diese Platte ab dem ersten Hören. Weil sie anders ist, als alles, was zur Zeit so veröffentlicht wird. Und das ist wirklich sehr erfrischend. Erfrischend mit einem wichtigen Kern, den man nur immer wieder wiederholen kann: Für mehr Toleranz. Für mehr Verständnis. Für mehr Gemeinsamkeit als Unterschied.

Come and have a seat at Solange's table. It'll be worth it!


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Buch-Rezension: "Begin Again" von Mona Kasten

© Lyx Verlag
Titel: Begin Again
Autorin: Mona Kasten
Verlag: Lyx
Seiten: 484
Ausgabe: Taschenbuch/eBook
Auflage: 1
Preis: 12,00 €/9,99 €
ISBN-10: 3736302479
ISBN-13: 978-3-7363-0247-1
Erscheinungstermin: 14. Oktober 2016
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon




Kurzbeschreibung laut Amazon:
Neuer Name,neue Frisur, neue Stadt: Hunderte Meilen von ihrer dunklen Vergangenheit entfernt will die junge Studentin Allie Harper noch einmal ganz von vorne beginnen. Alles, was ihr für den Neuanfang noch fehlt, ist ein WG-Zimmer. Als sie auf den unverschämt attraktiven Kaden White trifft, ist ihr klar: Dieser Kerl mit seinen Tattoos und der mürrischen Art ist so ziemlich der Letzte, mit dem sie sich eine Wohnung teilen will. Doch als alle Stricke reißen, bleibt Allie keine andere Wahl. Kaden, der eigentlich auf keinen Fall eine weibliche Mitbewohnerin haben wollte, stellt sofort Regeln fürs Zusammenleben auf: keine Gefühlsduselei und schon gar keinen Körperkontakt! Zunächst kein Problem, doch mit der Zeit kommen sich die beiden näher - und irgendwann weiß Allie nicht mehr, ob sie seine Regeln noch einhalten kann ...

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich als eBook vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten und wollte mich dafür zunächst ganz herzlich bedanken.

Als ich den Titel des Buches gelesen habe, war ich sofort interessiert - erinnert er mich doch an einen meiner Lieblingssongs von Taylor Swift. Und siehe da: Tatsächlich spielt die Autorin ganz oft während des Buches auf die Country-Sängerin an. Doch nicht nur auf diese, denn überhaupt ist das Buch sehr musikalisch angehaucht. Am Anfang wird dem Leser sogar eine Playlist zum Buch präsentiert, die von Pop, Rock und Soul alles abdeckt, was das Musikerherz begehrt. Doch nicht nur das verleiht "Begin Again" den Charme, den es versprüht.

Allie will im Prinzip alles nur hinter sich lassen: Ihre Eltern, ihre Schulzeit und besonders die schrecklichen Erlebnisse der Vergangenheit möchte die frisch gewordene Studentin am liebsten einfach nur vergessen. In Woodshill erhofft sie sich diesen Neustart, gerät aber sofort an den heißen, aber total arroganten Kayden, der ihre neu gewordene Freiheit gleich mal auf den Kopf stellt. Dieser lässt sie notgedrungen bei sich einziehen,macht ihr das Leben allerdings nicht gerade leicht. Als dann die ersten Gefühle ins Spiel kommen scheint sich alles zu legen... doch die Vergangenheit holt die beiden schnell wieder ein.

Die Geschichte klingt ja schon sehr geladen und ich muss wirklich sagen, dass ich mit der Entwicklung dieser als auch mit der, der Figuren total zufrieden war und mich immer wohl gefühlt habe. Sofort zogen mich Allie und Kayden in ihren Bann und ich genoss es, ihr chaotisches Zusammenleben genauer zu betrachten. Im Verlauf der Geschichte lernte man dann auch deren Vergangenheit und Familien kennen und taucht immer tiefer in die Persönlichkeit der beiden hinab.
Mal war es lustig, mal süß und im nächsten Moment war man total sauer auf Kayden - manchmal auch gerne alles auf einmal.

Mein Fazit:
Die Geschichte ist ganz wunderbar verfasst und besonders die intimen Momente werden von der Autorin nicht plakativ, sondern sehr subtil, emotional und grazil beschrieben, was deren Bedeutung unterstreicht und den Leser gänzlich fesselt. Die Autorin schafft es Schlüsselstellen klar hervorzuheben, ohne zu übertreiben, wodurch diese authentisch wirken.
Außerdem toll fand ich die Einarbeitung der Musik. Sie taucht zu Beginn als Playlist auf, Allie erzählt von ihren Lieblingsacts, die beiden hören sich im Auto gemeinsam die in der Playlist genannten Musiker an und Kayden hat sogar ein Tattoo von der Textzeile eines Songs. Unbedingt mal reinhören während des Lesens, es lohnt sich!

Besonders gut gefällt mir schlussendlich aber, dass es nicht nur um eine reine Liebesgeschichte geht. Vielmehr geht es um das Bekämpfen der Dämonen der Vergangenheit, deren Auswirkungen auf die Gegenwart und wie damit umgegangen wird. Damit hat die Geschichte nicht nur was romantisches, sondern bringt einem irgendwie etwas bei. Man lernt gemeinsam mit den Charakteren, was den Leser und die Protagonisten noch mehr zusammenschweißt und deren Verbindung stärkt.

Von mir gibt es dafür 4/5 Punkte und eine dringende Leseempfehlung, wenn man auf romantische, heiße und dennoch tiefsinnige Storys steht!

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Auf listen by Lenny präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram folgtmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (:

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