Buch-Rezension: "Zero" von Marc Elsberg

© Blanvalet Verlag
Titel: Zero - Sie wissen, was du tust
Autor: Marc Elsberg
Verlag: Blanvalet
Seiten: 496
Ausgabe: Taschenbuch
Auflage: 1
Preis: 9,99 €
ISBN-10: 3734100933
ISBN-13: 978-3734100932
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon





Klappentext laut Amazon:
London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken …

Meine Meinung:
Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt - an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür!

Cyn hat eigentlich gar keine Lust auf ihre neuen Kollegen im Office - denn als alteingesessene Journalistin hat sie beim Daily schon viele kommen und gehen sehen. Doch dieser Fall ist anders: Der Online-Aktivist ZERO greift den Präsidenten vor den Augen der gesamten Welt an und Cyn's Aufgabe ist es jetzt, zu ermitteln, wer dafür verantwortlich ist. Als ZERO die Tat gesteht, eröffnet nicht nur ihre Nachrichtenplattform Daily die Suche nach dem Täter, sondern auch die CIA, das FBI und die Datenplattform Freemee. Was diese mit den Ereignissen zu tun hat zeigt sich im Laufe der Geschichte. Aus einer anfänglich naiven Recherche wird eine Hetzjagd rund um die Welt - die von allen Menschen live im Internet verfolgt werden kann.

Eigentlich habe ich ja nur ein Wort für dieses Buch: Atemlos. Das war ich nämlich gefühlt immer als ich die Geschichte gelesen habe. Alles fängt noch so ruhig, so naiv und so dezent an, dass man anfangs gar nicht mit einer solchen turbulenten Geschichte rechnet. Cyn ist nämlich gar nicht bewusst, was für eine Macht das Internet und alle gängigen Social Media-Plattformen haben. Gemeinsam mit ihr lernt man daher all die bestehenden Formen des Internets kennen, die einem teilweise aus der Realität bekannt sind, sich teilweise aber auch in einer weiterentwickelten Form präsentieren - und doch gar nicht so weit weg sind von dem, was man selber bereits kennt.
Das Buch bringt einen durch diese Mischung aus Realität und Fantasie wirklich zum Nachdenken und ist viel mehr als eine fiktive Geschichte. Man denkt über sein eigenes (Online-)Verhalten nach und über die derzeitigen Entwicklungen des Internets - die (schockierenderweise) tatsächlich in die Richtung des Buches gehen. 

Dabei ist die Geschichte ein guter Mix aus erzählenden und erläuternden Teilen und Einblicke in die Gefühlswelt der betroffenen Personen. Man merkt ganz genau, wenn sich Cyn unwohl fühlt und liest auch sehr gut die Einstellungen der jüngeren Figuren, wie beispielsweise Cyn's Tochter Vi und deren Freund Eddie, heraus. Dadurch werden die Figuren sehr nahbar und man fiebert mit. Besonders im letzten Drittel nimmt die Geschichte so richtig Fahrt auf, womit ich gar nicht gerechnet hätte, denn die Geschichte weist über die ganze Story hinweg sehr viele spannende Parts auf. Doch das Finale lässt einen einfach atemlos die Seiten lesen, weshalb man es gar nicht aus der Hand legen kann.

Mein Fazit:
In den Tagen als ich das Buch gelesen habe hatte ich eine spannende, tiefgreifende und sehr lehrreiche Geschichte, bei der mir die Figuren ans Herz gewachsen sind und man wirklich darüber nachdenken musste, wer gut und wer böse ist. Dieser positive Eindruck blieb während des ganzen Lesens erhalten, auch wenn ich das Buch ab und zu weglegen musste, weil einfach zu viele Gedanken zu der Thematik in meinem Kopf rumschwirrten. Es war kein Buch, in welches man sich total verliebt, weil die Geschichte so einnehmend ist, sondern eher eins, was zum Nachdenken animiert und welches einen wirklich in so viele Richtungen denken lässt. Eben denken und nicht zwangsweise fühlen. Dafür gibt es von mir gute 4 Punkte und ja, ich habe mir auch "Blackout" und "Helix" mal auf meine Wunschliste gepackt - denn ab und an tut so ein Buch mit einer solchen Thematik wirklich gut!

___________________________________
Auf listen by Lenny. präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram ein Abo da lasstmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (:


Album-Rezension: "Glory Days" von Little Mix

Wings. DNA. Move. Little Me. Salute. Black Magic. Love Me Like You. Secret Love Song. Hair. Was haben all diese Songtitel gemeinsam? Sie alle gehörten zu den MEGA-Hits ihres Erscheinungsjahres. Und sie alle stammen von der selben Gruppe: Little Mix. Die UK-Girlband, die 2011 in der Castingshow X Factor formiert wurde, sorgen in den letzten Jahren wirklich für Furore in der Popwelt. Und das weltweit. Schließlich charten sie in so gut wie jedem Territorium, was es so gibt. Besonders erfolgreich sind sie dabei in den englischsprachigen Ländern: Amerika, Neuseeland, Australien, England, Irland oder Schottland - jeder steht auf die vier selbstbewussten Mädels. In jüngster Zeit setzten die Mädels dann auch noch einen weiteren Song auf die oben aufgeführte Liste: Die erste Single "Shout Out to My Ex" aus ihrem neuen Album "Glory Days" landete nämlich nach nur vier Tagen auf Plat 1 der Single-Charts und der dazugehörige Auftritt in der X Factor-Show ging viral.



Aufgrund dessen freute ich mich SEHR auf das nächste Album, schließlich feiere ich die Band ja bereits seit dem ersten Album. Natürlich bestellte ich mir die LP deshalb vor und sie landete am Freitag direkt in meinen CD-Player. Und was soll ich sagen? ICH. BIN. BEGEISTERT. Little Mix hat mich auch beim vierten Streich nicht im Stich gelassen und liefern ein Album, welches unterschiedlicher und besser nicht sein könnte. Das Album vereint wirklich jede Seite, die die Mädels auf ihren vorherigen CDs gezeigt haben. Einerseits gibt es da die Hits, die bestimmt in den nächsten Wochen und Monaten so richtig abgehen werden und in den Charts für Jubelschreie bei den Mädels sorgen werden: "Shout Out to My Ex" hat das ja schon vorgemacht und genauso wird es bei "Touch", "You Gotta Not" oder "No More Sad Songs" laufen. Sie gehen total schnell ins Ohr, machen Spaß beim Zuhören und überzeugen alle, durch die unterschiedlichsten Sounds. Mit tollen Musikvideos sollten die Mädels damit sicher durch die Decke schießen!

Apropos Sounds: Wer die Retro-Tracks auf "Get Weird" mochte , der wird "F.U." und "Oops" lieben. Ersterer ist SEHR intelligent geschrieben, letzterer überzeugt gemeinsam mit Charlie Puth und könnte auch im Radio sehr gut funktionieren. Diese Tracks haben es mir sofort angetan und ich höre sie mir wirklich sehr, sehr gerne an und singe sie noch viel lieber mit :D Aber auch eine Referenz ans zweite Studioalbum "Salute" gibt es: Die Tracks "Down & Dirty" und "Power" haben etwas vom R&B-Sound der genannten Platte, wirken trotzdem total modern und haben irgendwie auch einen Beyoncé-Moment - sowohl von den Lyrics als auch vom prägnanten Sound. Mir gefällt das natürlich total und Little Mix steht dieser erwachsene Sound. Wer dann einen Mix haben möchte, der hört sich einfach "Private Show" oder "Nothing Else Matters" an. Hier beweisen Little Mix, dass all ihre Sounds auch zusammen harmonieren und überzeugen können.


Aber Little Mix wären ja nicht Little Mix, wenn sie nicht auch neue Dinge ausprobieren würden: "Your Love" verarbeitet beispielsweise orientalische Klänge, die nach Ägypten, der Türkei oder Pakistan klingen und damit die perfekte Single-Auswahl für den Sommer 2017 ist! "Nobody Like You" ist dagegen eine Art Ballade, die sich von allem unterscheidet, was man von Little Mix gehört hat. Die Produktion ist sehr minimalistisch und konzentriert sich vornehmlich auf die Stimmen der vier Mädels. Anfänglich mochte ich den Track nicht wirklich, doch irgendwie passt er aufs Album und zeigt einfach eine andere Seite, der man interessiert zuhört. Mittlerweile gehört auch er zu meinen Favoriten (wie eigentlich die gesamte Platte :D).

Dabei ist die Deluxe-Variante übrigens  wirklich für die Fans gedacht: Die Songs sind gut, aber hauen mich jetzt nicht um. Einzig die akustische Version von "Touch" hat mich überwältigt. Dass der Party-Song wirklich so gut rüberkommt und das, obwohl man all die Dance-Produktionseffekte weglässt, beweist, dass der Track wirklich sehr gut geschrieben wurde. Wer also wahrer Fan ist, wird sich bestimmt die Deluxe-Edition holen (zumal man ja auch noch Konzert-Mitschnitte in Videoform bekommt), alle anderen sollten bei der Standard Version bleiben, denn die überzeugt von vorne bis hinten!

"Glory Days" ist also insgesamt alles, was man als Fan wollte und noch ganz viel mehr: Die Mädels klingen erwachsen, gefühlvoll, selbstbewusst und zeigen, was sie in den letzten Jahren gelernt haben. Dabei bleibt der Spaß nicht zu kurz und dominiert die Platte, wahrscheinlich um den Titel der Platte gerecht zu werden. Mein Lieblingsalbum der Band war seit letztem Jahr eigentlich "Get Weird", doch "Glory Days" macht dem ganzen wirklich Konkurrenz. Dafür spricht, dass das neue Album etwas edgier, etwas eigensinniger und einfach besonderer als "Get Weird" ist, welches mir dann doch an manchen Stellen zu Mainstream war (obwohl ich auch genau das daran mochte). "Glory Days" klingt dafür so, als wären die Mädels völlig bei sich angekommen und zeigt, dass ihnen noch eine vielseitige und sehr erfolgreiche Zukunft vorliegt. Deshalb gibt es von mir auch volle Punktzahl und eine dringende Empfehlung für all jene, die auf gut produzierte und geschriebene Brit-Pop-Musik stehen.


P. S.: Übrigens tourt die Kombination im Mai nächsten Jahres auch durch Deutschland. Ich habe mir bereits Tickets für München gesichert! Außerdem haben die Mädels noch einen Grund mehr zur Freude: In England ist "Glory Days" ihr erstes Nr. 1-Album - wenn das mal nicht für die Qualität der Platte spricht!
_________________________________
Auf listen by Lenny. präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram ein Abo da lasstmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (:


Buch-Rezension: "Winterzauberküsse" von Sue Moorcroft

© Fischer Verlage
Titel: Winterzauberküsse
Autor: Sue Moorcroft
Verlag: Fischer
Seiten: 432
Ausgabe: Taschenbuch
Auflage: 1
Preis: 9,99 €
ISBN-10: 3596296358
ISBN-13: 978-3596296354
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon




Klappentext laut Amazon:
Liebesfunkeln braucht keinen Wunschzettel!
Hutmacherin Ava trifft Sam auf einer hippen Londoner Vorweihnachtsparty. Er hat einen Auftrag für sie: ein Hut als Geschenk für seine schwerkranke Mutter Wendy – vielleicht wird es ihr letztes Weihnachten sein. Als Wendy in Avas Studio kommt, glaubt sie voller Freude, Sam sei mit Ava zusammen. Sam bittet Ava, diesen Irrtum nicht aufzuklären, sondern so zu tun, als wären sie ein Paar – nur für die Vorweihnachtszeit…
Der perfekte Winterroman für alle, die Romantik suchen.


Meine Meinung:
Das Buch wurde mir vom Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt - ein herzliches Dankeschön dafür!

Ich habe noch nie ein Weihnachtsbuch gelesen, doch als ich dieses Cover entdeckte und mir den Klappentext durchlas, da war es geschehen: Ich wollte "Winterzauberküsse" unbedingt lesen. Zum einen, weil mich der Verlauf und Ausgang der Geschichte natürlich interessiert hat, zum anderen aber auch, weil es in meiner Lieblingsstadt spielt: London. Die Zeichen schienen gut und so begann ich ganz gemütlich mit Lebkuchen und Tee die Geschichte zu lesen - und konnte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen.

Ava hat ein ganz und gar einzigartiges Leben: Als Modistin kreiert sie Hüte, wohnt mit ihrer besten Freundin Izz zusammen und versucht ihren eigenen Weg zu gehen. Doch insgeheim wünscht sie sich einen sicheren Hafen, ein geregeltes und besonders erfolgreiches Leben. Doch, dass das gar nicht so einfach ist, wie es sich anhört, musste Ava schon früh erkennen. Und natürlich lässt sie auch ihr Ex Harvey nicht in Ruhe. Nicht nur das: Er bedroht sie sogar mit Fotoaufnahmen von Ava, auf denen sie mehr als eindeutig posiert - mit nur einem Hut bekleidet.

Die Geschichte ist gespickt mit kleinen Anekdoten, großen Gefühlen und den unterschiedlichsten Handlungssträngen. Im Mittelpunkt stehen aber Ava und Sam, die sich auf einer Party kennenlernen und sich sofort zueinander hingezogen fühlen. Und ihre Liebe überträgt sich auf den Leser: Die beiden Figuren sind einem sofort sympathisch und man möchte sie am liebsten zueinander hinschubsen. Es knistert gewaltig und entwickelt sich immer weiter. Dabei schafft es die Autorin aber, die Geschichte nicht zu kitschig darzustellen, sondern vielmehr die romantischen Parts hervorzuheben und dazwischen interessante, lustige oder tiefgründige Geschichten zu erzählen.

Die Figuren machen dabei größtenteils Entwicklungen durch und müssen lernen, für ihre Handlungen Verantwortung zu übernehmen. Besonders einige Figuren, die noch nicht so ganz bei sich angekommen wirken, machen große Veränderungen durch, oftmals in eine für sie gute Richtung. Auch die Geschichte rund um Sam's Mutter und ihre schwere Krankheit wurde sehr emotional erzählt. Es wurde viele Facetten der Krankheit aufgezeigt, was ein sehr klares und trotzdem emotionales Bild aufzeigte.

Einziger Kritikpunkt von mir: Wie schon erwähnt, ist die Geschichte wirklich voll von kleinen bis großen Geschichten, die allesamt mit Spannung geladen sind. Jedoch fehlt mir in manchen der Aufbau dieser Spannung mit einem großen Höhepunkt als Finale. Ab und an erwähnt die Autorin ganz beiläufig wichtige Informationen oder Teile einer Geschichte, die den Leser eigentlich erst packen, doch das erkennt man erst als die Aufregung darum schon wieder vorbei ist. Hier würde man sich eine etwas spitzigere Formulierung wünschen, die einen fesselt un gänzlich überzeugt.

Mein Fazit:
Was lieferte mir also "Winterzauberküsse" von Sue Moorcroft? Eine spannende Geschichte, die sehr vielseitig, gefühlvoll und auch tiefsinnig dargestellt wurde und ganz beiläufig im Weihnachtsgewand daher kam. Ich hatte überhaupt nicht den Eindruck, dass die Weihnachtsthematik total über der Geschichte hing. Vielmehr spielte diese eben zufällig um die Weihnachtszeit und versprüht dadurch eventuell einfach noch mehr Charme. Ja, einige Passagen hätten durchaus etwas spitzer formuliert sein können, aber dies tat meinem Wohlbefinden während des Lesens keinen Abbruch.

Damit war das Buch also meine perfekte "Weihnachtsbucheinstiegslektüre" und ich lege sie jedem ans Herzen, der eine tolle Geschichte erleben möchte, die dann eben doch nicht im Weihnachtskitsch versinkt, sondern den Zauber der Jahreszeit nutzt, um den Zuschauer in seine Welt zu entführen - mit allen vorstellbaren Facetten. Dafür gibt es 4/5 Punkte.

___________________________________
Auf listen by Lenny. präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram ein Abo da lasstmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (:


Single-#Update im November 2016

Hello!
In diesem Monat standen und stehen so viele Veröffentlichungen an, dass ich gar nicht dazu komme, allen Alben Beachtung zu schenken. Und auch neue Songs landen regelmäßig auf meiner Playlist - denn auch hier scheinen die Künstler nicht die Finger still halten zu können. Doch ich will mich gar nicht beschweren, schließlich möchte ich auch keine Flaute auf meinem MP3-Player haben :D Vielmehr freue ich mich, denn die Songs könnten unterschiedlicher nicht sein. Los geht's also mit meinen Entdeckungen für den November!


01. Little Mix - "Shout Out to My Ex"/"You Gotta Not"
Little Mix kündigten für den 18. November ihr nunmehr 4. Studioalbum "Glory Days" an und veröffentlichten vor wenigen Wochen die erste Single daraus - "Shout Out to My Ex" feierte bei der Entscheidungsshow der UK-Version von X Factor Prämiere und schlug auf der Insel ein wie eine Bombe. Innerhalb von vier Tagen schafften sie es so viele Download zu kumulieren, dass sie auf dem ersten Platz charteten. MEGA! Dabei ist der Song sassy, frech, selbstbewusst und total eingängig. Wer den Refrain vergessen kann, dem können auch die härtesten Ohrwürmer nichts ausmachen. Gleiches gilt übrigens für die noch viel selbstbewusstere Nummer "You Gotta Not", die als erste Promo-Single diente. Das Album ist genauso gut wie die ersten Auszüge daraus und ich freue mich schon, es euch in einer Rezension vorstellen zu dürfen (:



02. Maroon 5 - "Don't Wanna Know"/Alexa Feser - "Medizin"/Zara Larsson - "Ain't My Fault"
Diese Songs kennt ihr bereits aus dem letzten #Update - und ich liebe sie immer noch. Maroon 5 verleihen dem Herbst was sommerliches mit ihrem Track "Don't Wanna Know", der nicht mal zu einem Album gehört - sie haben ihn nämlich nur für das Spiel Just Dance! aufgenommen. Schade, denn diese Richtung hätte ich mir auf Albumlänge durchaus interessant vorgestellt.
Auch Alexa Feser kündigte ihr neues Werk - allerdings erst für Januar 2017 - an. Vorher gibt's die Single "Medizin", die für mich jetzt schon zu einem der besten deutschsprachigen Songs 2016 zählt. Und One-Hit-Wonder hin oder her - nach ihrem "Lush Life" dachte man ja, man hört nie wieder was von der Schwedin, doch mit "Ain't My Fault" zeigt sie, dass sie Hit-Potenzial erkennt. Beim ersten Mal dachte ich, Rihanna würde mal wieder ein Album veröffentlichen und das wäre die erste Single. Von ihr interpretiert würde der Track wahrscheinlich so richtig durch die Decke gehen... doch auch Zara macht das Beste draus und läuft im Radio rauf und runter. Zurecht!

03. Emeli Sandé - "Garden"
Wuhu, am 11.11.2016 erschien das Album "Long Live the Angels", doch davor feierte ich die Sängerin für ihre erste Single "Hurts" und den Promo-Song "Garden". Elektrisch, sehr speziell und etwas atmosphärisch - so würde ich die "neue" Emeli beschreiben. Ich hatte total Bock auf das Album und habe es mir bei Media Markt (denn da hatte ich einen Gutschein) bestellt. Die Lieferzeit sollte dabei 2-3 Werktage sein. Nun ist die Bestellung schon fast eine Woche her und ich habe "Long Live the Angels" immer noch nicht gehört. Sehr niederschmetternd. Und ja, natürlich könnte ich mir das Album auf Spotify anhören. Aber ich möchte mir Zeit nehmen für das Werk. Deshalb habe ich mir ja auch die Special Edition gegönnt. Kein guter Start für die Platte. Ich hoffe sie kommt nun in der folgenden Woche und ich kann endlich mein Emeli Sandé-Event feiern! Bis dahin höre ich mir "Hurts" und "Garden" an - oder sehe mir die Musikvideos dazu an, die lohnen sich nämlich auch!



04. MS MR - "Hurricane"
Irgendwelche "Club der roten Bänder"-Fans hier? Nein? Dann schreib ich jetzt nichts dazu. Achso, ihr schaut das alle? Ja, na dann kennt ihr den Song ja schon! Ist "Hurricane" nicht wunderschön? Emotional und sehr, sehr speziell und einfach der perfekte Soundtrack für die Serie. Ich habe das Gefühl, dass er die Atmosphäre der Serie perfekt trifft. So etwas muss ein Titelsong auch erstmal schaffen. Ich bin erst dieses Jahr auf die Serie gestoßen und entdecke den Track deshalb erst so spät. Guten Morgen, ich weiß ;-) :D



Ach ja, wer etwas über das neue Buch von Albert Espinosa, dem Erfinder der "Club der roten Bänder", wissen möchte, der klickt HIER.

05. Madeline Juno - "Waldbrand"
Wie gut ist Madeline Juno bitte auf Deutsch? Als ich das Video zu "Waldbrand" auf YouTube sah, war ich baff und hatte tagelang einen Ohrwurm vom Song. Madeline verbindet ihre elektronischen Klänge des 2. Studioalbums (welches mich leider nicht überzeugen konnte) mit einem modernem Schreibstil und schafft dabei etwas ganz Besonderes. Madeline sollte sich überlegen, ein komplettes deutschsprachiges Album auf den Markt zu bringen. Ich bin mir sicher, dass das was werden könnte. Ich mein, Sarah Connor hat es ja auch nicht geschadet, oder?


06. Louisa Johnson - "So Good"
Und jetzt zu einer Sängerin, die es so noch nicht gab. Zumindest auf meinem Blog. Denn ich habe sie noch nicht vorgestellt. Also nicht als Solo-Act. Aber von Anfang: Louisa Johnson gewann im letzten Jahr einen Plattenvertrag über die Castingshow X Factor. Daraufhin veröffentlichte sie zwar ihre Sieger-Single und schaffte es in die Top10, doch laut Verkaufszahlen war es die am schlechteste verkaufte X Factor-Gewinnersingle EVER. Kein guter Start für die junge Sängerin, doch davon ließ sie sich nicht beirren. Zusammen mit Clean Bandit nahm sie nämlich den europaweiten Hit "Tears" auf und sorgte für Eindruck, besonders in ihrem Heimatland England. Jetzt veröffentlicht sie also ihr erste richtige Solo-Single "So Good" und vereint darin 50s-Sound mit frischen Beats und ganz viel Soul. Der perfekte Mix aus Mainstream und Individualität. Und deshalb auch einer meiner Lieblinge im Moment.

07. Marco Mengoni feat. Grace Capristo - "Ricorderai l'amore (Remember the Love)"
Ob ich es wohl noch erleben werde, dass Grace Capristo ihr 2. Studioalbum veröffentlicht? Ich weiß es nicht. Und ich wage es auch nicht mehr zu hoffen. Wie dem auch sei, zumindest veröffentlichte sie ein Duett mit dem italienischen Sänger Marco Mengoni, der 2013 für sein Heimatland eine Top10-Platzierung beim ESC in Malmö herausholte. Der Track wirkt wie moderner Italo-Pop und erinnert mich etwas an das Duett von Anastacia und Eros Ramazzotti, aber eben modern. Grace schafft es, den englischen Part sehr emotional zu singen und zeigt hier ihre ganze Stimmgewalt. Doch erst wenn die beiden zusammen singen, knallt es so richtig und überzeugt auf ganzer Spur - zumindest mich. Wer aber eine solche Richtung nicht mag, der wird es auch nicht mögen. Ob das karrieretechnisch jetzt wirklich von Vorteil war, weiß ich nicht. Aber hey: Als Fan ist man auch für so ein Duett dankbar.


08. Clean Bandit feat. Sean Paul & Anne-Marie - "Rockabye"
Als ich letztens das Radio anschaltete hörte ich diesen Track und dachte mir: "Was ist das den?" Das klingt ja total exotisch gepaart mit einer emotionalen Geschichte über eine alleinerziehende Mutter und ihrem Kind. Ein solcher Mix klingt nicht nur außergewöhnlich, sondern ist es auch. Anne-Marie ist eine Newcomerin aus UK, die gerade ihren Weg bahnt und anscheinend so richtig loslegen möchte. Clean Bandit sind ja dafür bekannt sich frische Sängerinnen zu holen und mit diesen wahre Radio-Hits zu kreieren. Die Einlagen von Sean Paul gefallen mir dann natürlich auch, schließlich finde ich seine Stimme bei vielen Songs klasse ("Got 2 Luv Ya" oder "Hair" von Little Mix sind beispielsweise doch Weltklasse, oder?), auch wenn es oft doch sehr gleich klingt :D

09. James Arthur - "Back from the Edge"
Habe ich schon mal gesagt, dass ich James Arthur wirklich toll finde? Nein? Dann sage ich es halt zum ersten mal: ICH LIEBE JAMES ARTHUR! Also nicht ihn, sondern sein neues Album. Besonders der Titeltrack hat es mir hier angetan. Denn in diesem besingt James so ziemlich alles, was er in den letzten Jahren erlebt und was er daraus für sich gelernt hat. Viel souliger, poppiger und auch etwas rockiger als die erste Single "Say You Won't Let Go", fände ich diesen Track perfekt als zweite Single. Ein geniales Video noch dazu und Hallo 2. Mega-Hit aus dem UK-Nr.1-Album. Ganz einfach, oder?

10. Rebecca Ferguson - "Oceans"
Oh, und falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte: ICH LIEBE REBECCA FERGUSON ÜBRIGENS AUCH! Und zwar noch mehr, seit dem sie ihr neues Album "Superwoman" veröffentlicht hat, was mich wirklich von vorne bis hinten überzeugen konnte, auch wenn es an ihr zweites Werk "Freedom" nicht ran kommt - doch sehr gut und sehr gut lassen sich halt schlecht miteinander vergleichen. Besonders positiv aufgefallen ist mir dabei der Track "Oceans", der sich immer mehr aufbaut, bis er im Refrain tatsächlich wie ein Ozean ausbricht. Für mich eine wahre Perle, die ich mir gerne immer wieder anhöre - aber auch sonst macht man mit dem Album einfach nichts falsch!

11. Mark Forster - "Chöre"
Oh, wie sehr ich mich freue, dass Mark sich ENDLICH für eine neue Single aus seinem Top10-Album "TAPE" entschieden hat - denn die Veröffentlichung von "Wir sind groß" liegt ja doch etwas zurück. Mit "Chöre" macht er dabei aber alles richtig, denn der Track unterscheidet sich von seinen Vorgänger-Singles, einfach, weil er etwas sehr improvisiertes hat, mit den Chören, die Mark (so scheint es zumindest) singen lässt, wann er es will. Außerdem kommt dann der gewohnt lockere Gesangsstil hinzu und schon hat man einen neuen Radio-Hit. Der Marki halt. Der kann's.



12. Disturbed - "The Sound of Silence"
Ja, ich weiß, ich bin spät dran, aber irgendwie bin ich erst jetzt von dem Track so richtig fasziniert. Diese Stimme, diese Interpretation und dieses Gefühl. Einfach mega krass. Disturbed hat all den Erfolg mit diesem Cover verdient und liefert damit wohl den besten seiner Art ab. Respekt für diese Leistung und ein würdiger Abschluss für diese Liste!

Das war's auch schon wieder! Diesen Monat nicht ganz so viele Songs, dafür sind diese aber von hoher Qualität (: Welcher Song geht euch zur Zeit nicht aus dem Kopf? Lasst es mich wissen (:


___________________________________________
Auf listen by Lenny. präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram ein Abo da lasstmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (:


LIVE-Leseeindruck: "Weihnachtszauberküsse" von Sue Moorcroft

Hallo <3
Wie ihr ja vielleicht mitbekommen habt, habe ich mich nach meinem letzten Buch in einer kleinen Leseflaute befunden - denn das war so schlecht, dass ich gar keine Lust mehr aufs Lesen hatte. Um dem entgegenzuwirken, dachte ich mir, ich lese ein Buch, auf was ich mich schon seit Wochen freue. Ende Oktober ist nämlich "Winterzauberküsse" von Sue Moorcroft erschienen und ich war sofort hin und weg vom Cover. Außerdem wollte ich doch schon immer einen Weihnachtsroman lesen, habe ich das doch noch nie getan. Deshalb möchte ich euch in meinen Leseprozess mitnehmen und berichte wieder hautnah über meine Eindrücke. Für alle, die das Buch noch nicht kennen: Es folgen alle wichtigen Informationen zum Buch:

© Fischer Verlag
"Winterzauberküsse" wurde von Sue Moorcroft verfasst und erschien im englischsprachigen Raum unter dem Titel "The Christmas Promise". Die Autorin hat schon einige Bücher, Romane und Novellen geschrieben und veröffentlicht, allerdings habe ich davon noch keine gelesen. In Deutschland erschien der Roman als Taschenbuch am 27. Oktober 2016 im Fischer Verlag. Dieser hat mir auch den Roman als Rezensionsexemplar zukommen lassen - ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle!

Wer wissen will, um was es geht, hier der Klappentext laut Amazon:

Liebesfunkeln braucht keinen Wunschzettel!
Hutmacherin Ava trifft Sam auf einer hippen Londoner Vorweihnachtsparty. Er hat einen Auftrag für sie: ein Hut als Geschenk für seine schwerkranke Mutter Wendy – vielleicht wird es ihr letztes Weihnachten sein. Als Wendy in Avas Studio kommt, glaubt sie voller Freude, Sam sei mit Ava zusammen. Sam bittet Ava, diesen Irrtum nicht aufzuklären, sondern so zu tun, als wären sie ein Paar – nur für die Vorweihnachtszeit…
Der perfekte Winterroman für alle, die Romantik suchen.



Dieser Beitrag ist SPOILERFREI!
Ich werde die Handlung der ersten Seiten nur grob wiedergeben, ihr braucht also keine Angst haben, dass ich euch zu viel verrate (:

Mit dem Lesen habe ich am 13. November 2016 begonnen, weshalb hier jetzt die Eindrücke zu den ersten Kapiteln folgen:

Etappe 1: Seite 3 bis 32
Wir lernen Ava, ihre beste Freundin Izz und den besten Freund Todd kennen als auch den heißen Oberchef Sam, die allesamt auf der Weihnachtsfeier von Sam's Firma sind und miteinander quatschen. Dabei kann man gar nicht ignorieren, wie sehr Sam mit Ava flirtet und Interesse an ihr zeigt. Dabei kommt heraus, dass Ava Weihnachten hasst, da vor vielen Jahren ihre Oma am Weihnachtstag verstorben ist. Ihre Eltern scheinen außerdem beruflich sehr eingespannt gewesen zu sein, weshalb sie an den Weihnachtsfeiertagen immer arbeiten mussten. Das alles führte zur Abneigung, die Ava an den Tag legt. Über Sam erfährt der Leser noch nicht wirklich viel, außer das er gut aussieht, der oberste Chef einer PR-Agentur ist und Izz, Ava's beste Freundin, total auf ihn steht. Dabei knistert es doch zwischen Ava und Sam... wenn da mal nicht Ärger vorprogrammiert ist.

Außerdem der schock der ersten beiden Kapitel: Ava's Ex-Freund Harvey ist ebenfalls auf der Party und scheint Ava fast schon zu stalken, denn er will Ava wieder zurückgewinnen - nachdem er sie auf einem Festival fast betrogen hätte (oder betrogen hat, das ist ja eigentlich schon fast egal). Ava weißt dies entschieden ab, aber Harvey lässt nicht locker und erpresst sie sogar mit Nacktbildern, die Ava ihr während ihrer Beziehung wohl mal geschickt hat. Augenrollen an dieser Stelle, schließlich ist doch weithin bekannt, dass man sowas am Anfange einer Beziehung nicht macht, oder? Aber gut, so ist es nun Mal und Ava muss dagegen was unternehmen. Nur was? Sie lässt Harvey nach einer Auseinandersetzung stehen und Sam bemerkt, wie angespannt Ava von der Konversation mit Harvey zurückkommt. Er macht sich Sorgen und möchte Ava beschützen. Achso: Übrigens gab es auch schon einen kleinen Kuss, Ava stand nämlich unter einem Mistelzweig und Harvey wollte sie daraufhin küssen. Allerdings kam Sam dazwischen (juhu!) und rette Ava aus der Situation. Spannung scheint also die Geschichte zu begleiten.

Bis jetzt fühle ich mich sehr wohl in der Geschichte und finde es großartig, dass Ava so alternativ ist. Im Gegensatz zu ihren Freunden, die alle "seriösen Jobs" nachgehen, zieht Ava ihr Ding als Hutmacherin durch, verkauft ihre Hüte dabei auf Märkte (oder auch nicht :D) und lebt sich kreativ voll aus. Sie mag ein wenig naiv sein, doch damit kann ich mich total identifiziert, weshalb sie mir vom ersten Moment an sympathisch war. Dagegen kann ich Sam noch gar nicht einschätzen, da er wie schon gesagt noch gar nicht so beschrieben wurde. Man merkt aber, dass er sehr interessiert ist und sich um Ava kümmern möchte. Ich bin schon sehr gespannt wie es weiter geht und hatte einen guten Start in die Story - weiter so!

Etappe 2: Seite 33 bis 66
Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die Geschichte in London spielt? Nein? Das könnte der Grund sein, warum mir alles so sympathisch ist, denn London ist wirklich meine Lieblingsstadt überhaupt. Dieser Bezug kommt nur an manchen Stellen hervor, aber bei den Straßennamen und manchen Ausführungen erkennt man dann doch die Stadt wieder. Sehr schön!

Inhaltlich ist eine ganze Menge passiert: Ava ist nach der Weihnachtsparty nachhause gegangen und Sam ist ihr hinterher, nachdem er bemerkt hat, dass Ava ein Problem mit ihrem Ex-Freund hatte. Daraufhin verbrachten die beiden einen Abend zusammen, allerdings nur mit quatschen und sich kennenlernen. Sam hat Ava außerdem den Auftrag gegeben, einen Hut für seine Mutter zu machen. Ein paar Tage später geht es schon wieder auf eine neue Party, auf der auch Sam anzutreffen ist.

Vom Schreibstil her liest sich die Geschichte echt gut. Es gibt einen Erzähler, der Einblicke in die Gefühlswelt der Figuren hat, allerdings beschreibt er während eines Unterkapitels immer nur aus der Perspektive einer Figur. Das macht die Kapitel sehr strukturiert und man ist nicht überfordert mit tausend verschiedenen Meinungen. Überhaupt sind die Kapitel toll aufgeteilt: Diese bestehen nämlich aus kurzen und knackigen Unterkapiteln, die sich thematisch um eine Sache drehen (also beispielsweise um die Party, um ein Gespräch, um ein Ereignis, etc.).

Bis hier hin aber erstmal meine Ausführungen. Ab jetzt werde ich nichts mehr vom Inhalt verraten, schließlich sollt ihr selber das Buch lesen ;-)

Etappe 3: Seite 66 bis 148
Ein gewaltiger Sprung hier, eigentlich wollte ich das Buch gar nicht so schnell runterlesen, aber ich bin einfach so drinnen, dass ich es genießen möchte. Der Schreibstil bleibt gleich, die Ereignisse nehmen Fahrt auf und das Knistern zwischen Ava und Sam wird einfach immer deutlicher. Der Roman hat zwar die Beziehung der beiden im Mittelpunkt, allerdings gibt es ganz viele Nebenhandlungen, die mindestens genauso spannend sind. Das Problem mit dem Ex von Ava beispielsweise oder die Tatsache, dass Ava's beste Freundin auf Sam steht. Das sind aber nur zwei Nebenhandlungen, es kommen noch viele weitere, sehr viel emotionalere und tiefgründigere Geschichten vor. Ich hätte nie gedacht, dass man solche Thematiken in einem Weihnachtsroman aufgreift - genau deshalb finde ich das Buch so großartig und vielseitig!

Übrigens erwische ich mich ständi dabei, wie ich das Buch auch einfach nur anschaue, denn es ist wirklich WUNDERSCHÖN! Das Bild auf der Brücke vor dem Big Ben, das Mädchen in einer roten Jacke mit Hut (sehr schön aufs Detail geachtet, lieber FISCHER Verlag), der wunderschöne Schriftzug und die Schneeflocken, die durch Glitzerelemente und rauen Details abgerundet werden. Ganz, ganz großartig. Und auch innerhalb des Buches gefällt mir die Aufmachung sehr: Die schönerkelhaften Überschriften der Kapitel, die Herzchen, die die Unterkapitel voneinander trennen als auch die Schrift des jeweiligen Datums vor jedem Kapitel (die Geschichte findet natürlich im Dezember statt) sind sehr stimmig und dennoch nicht allzu kitschig.

Bis jetzt erhalten Inhalt und Aufmachung wirklich volle Punktzahl! Hoffentlich bleibt das so (:

Etappe 4: Seite 149 bis 230
Okay, die Ereignisse überschlagen sich und es kommt ein Hammer nach dem nächsten. Jeder, der meint, Weihnachtsgeschichten wären langweilig, weil es ja doch immer wieder um das Gleiche geht, der sollte "Winterzauberküsse" lesen - denn hier geht's definitv nicht nur um das schönste Fest des Jahres. Neben einer schönen, nervigen und sehr liebevollen Beziehung zwischen Ava und Sam, die gerade erst so richtig anfängt, gibt es da die kleine Notlüge für Sam's Mama, Ava's berufliche Zukunft und die Sache mit ihrem Ex-Freund. Und wenn das mal nicht schon genug ist, gibt es hier und da mal lustige, mal schockierende und mal sehr herzerwärmende Geschichtchen nebenbei - wie in einer süßen Weihnachtsgeschichte eben! All das wirkt auf mich übrigens nicht zu beladen oder zu viel. Man liest die Kernhandlungen deutlich heraus und nimmt die anderen Erzählstränge zwar war, allerdings überschatten diese nicht die Haupthandlung. Alles richtig gemacht also!

Doch sprechen wir doch mal über die Entwicklung der Figuren. Ava als Protagonistin ist sehr sympathisch, auch wenn sie an manchen Stellen wirklich naiv wirkt und sehr antriebslos. Sie lässt vielmehr alles auf sich zukommen. Mir persönlich fehlt da ein bisschen der Elan dahinter, der Drang, sein Leben in die Hand zu nehmen und sich für seine Taten verantwortlich zu machen. All das zeigt Ava jedoch leider nicht. Ich hoffe, dass sie zum Ende hin selbstbewusster wird und etwas mehr Drive zeigt. Sam dagegen wirkt sehr strukturiert und steht mit beiden Beinen im Leben. Ich finde es toll, dass er die Erlebnisse mit Ava nutzt, um über sich und seine Einstellung zu anderen zu lernen und diese zu reflektieren. Man merkt ihm an, dass er tiefe Gefühle für Ava hat, diese aber nicht wirklich zuordnen kann. Auf die anderen Personen im Roman wird nicht ganz so detailiert eingegangen, doch sie wirken größtenteils sympathisch und voller Tatendrang. Izz geht mir zwar an manchen Stellen wirklich auf die Nerven, aber ich erkenne auch ihre liebevolle Seite. Todd dagegen würde ich am liebsten aus dem Buch raus reißen und ihn mir in die Wohnung holen - einen solchen Freund kann man sich nur wünschen!

Der Spannungsbogen der Geschichte bleibt also bestehen, manche Ereignisse hätte ich mir allerdings etwas spitzer formuliert gewünscht. Damit meine ich, dass die Autorin vorher die Anspannung nöch größer hätte schreiben können, um sie dann in einem großen Höhepunkt explodieren zu lassen. Das löst beim Leser diese überraschenden Wendungen, die Fassungslosigkeit und die Fasziniertheit aus, die man von Bestsellern bereits kennt. Das soll jetzt nicht heißen, dass alles total vorhersehbar und langweilig ist. Überhaupt nicht. Aber manchmal denke ich mir nach einem Schlüsselmoment, man hätte ihn einfach noch prägnanter und spannender formulieren können.

Wie dem auch sei, mein positiver Eindruck bleibt bestehen und ich freue mich SEHR auf das letzte Drittel des Buches.

Etappe 5: Seite 231 bis 364
So, leider bin ich heute (17.11.2016) überhaupt nicht zum lesen gekommen, dafür habe ich am Tag davor recht viel geschafft - es fehlen mir jetzt nur noch knapp 70 Seiten, dann ist es mit "Winterzauberküsse" vorbei. Aber das ich noch nicht fertig bin, finde ich gar nicht schlimm. Denn ich will gar nicht das es endet :D Ich fühle mich so wohl, die Charaktere sind mir so ans Herz gewachsen und Ava und Sam (für mich mittlerweile #Sava) faszinieren mich immer mehr. Doch ich werde die Geschichte spätestens Freitag beendet haben, denn es warten noch eine Reihe an TOLLEN Büchern auf mich.

Vielleicht noch ein kleiner Nachtrag zu dem oben beschriebenen "Problem", dass die Autorin die Geschichte etwas spannender hätte verpacken können: Mir fällt es auch im hinteren Drittel auf, dass sie einige Handlungen besser hätte verpacken können, sodass man als Leser komplett überrascht und/oder schockiert ist. So wie es aber umgesetzt wurde, erfährt man manchmal alles eher beiläufig (zumindest macht es den Eindruck als ob das so wäre). Schade, denn wäre das etwas besser, dann würde es wirklich meine volle Zustimmung geben. Trotzdem gefällt mir die Lektüre sehr und ich bin sehr, sehr froh, sie zu gelesen/gelesen zu haben.

Soooo, gestern Abend habe ich das Buch dann tatsächlich beendet. Es ging mir zwar ein wenig zu schnell, man hatte das Gefühl die Autorin MUSSTE jetzt unbedingt fertig werden, trotzdem hat es mir Spaß gemacht und ich habe ein gutes Gefühl. Mehr dann bald in der dazugehörigen Rezension (:

Danke für's Lesen, ich finde es toll, wie sehr ihr diese Art Beiträge mögt und freue mich immer, wenn ich Feedback und Kommentare dazu erhalten (:

Bis Bald!
_____________________________________
Auf listen by Lenny. präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram ein Abo da lasstmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (:


Buch-Rezension: "Fuchsfluch" von Nicky P. Kiesow

Titel: Fuchsfluch
Autor. Nicky P. Kiesow
Verlag: Independent
Seiten: 60 Seiten
Ausgabe: eBook/Taschenbuch
Auflage: 1
Preis: 0,99 €/3,90 €
ISBN-10: 1539762254
ISBN-13: 978-1539762256
Hier könnt ihr es kaufen: Amazon



Klappentext laut Amazon:
Das Buch Maykayla und Sisandra sehen sich nach vielen Jahren der Trennung wieder. Doch die Wiedersehensfreude hält sich in Grenzen. Hinzukommt ein Wolfsrudel, das ganz eigene Pläne für die beiden Frauen bereithält. Leider decken sich diese nicht mit denen des Landes. Wird ein Kompromiss gefunden oder werden sich May und Ren etwas anderes einfallen lassen müssen? Die Autorin Nicky P. Kiesow (geboren 1988 in Dresden) schreibt und liest bevorzugt im Fantasy-Genre. Die Ideen für ihre Geschichten kommen ihr oft sehr spontan. In den letzten Jahren schrieb sie eher für sich. Nach Noel & Noelle wollte sie gern eine ganz neue Welt erschaffen. So erschuf sie die Fuchs-Reihe, in der Fantasy und Tiergeister aufeinander treffen.

Meine Meinung:
Das Buch wurde mir von der Autorin zur Verfügung gestellt - ein herzliches Dankeschön dafür!

Ich hatte euch im Oktober bereits diese Reihe vorgestellt und jetzt folgt in diesem Monat der zweite Teil dazu - mit dem wunderbaren Namen "Fuchsfluch". Wer jetzt gar nicht weiß um was es geht, der klickt sich am besten HIER rein, da steht alles, was man zum ersten Teil wissen sollte! Grundsätzlich geht es um May und Sisandra, zwei Schwestern die von den Fuchsgeistern erwählt worden sind und sich einer harten Ausbildung unterziehen müssen. Dabei wird May von einem "normalen" Fuchsgeist ausgesucht während Sisandra von einem Fuchsgott erwählt worden ist. Das führt dazu, dass die beiden sehr unterschiedlich aufwachsen: Während May darauf trainiert wird, auf sich selber zu achten, sich und andere verteidigen zu können und im Einklang mit sich und ihrem Fuchsgeist zu leben, wird Sisandra immer eingebildeter und hochnäsiger - zumindest wirkt es so.

Während man im ersten Teil die Welt an sich kennenlernte, geht es im zweiten Band richtig zur Sache und die Aufmerksamkeit verschiebt sich von der allgemeinen Darstellung hin zu einem anstehenden Krieg zwischen zweier Klans, wobei der Fuchsklan bedroht wird. Ich möchte gar nicht zu sehr auf die Story eingehen, schließlich ist das hier ein zweiter Teil und es wäre unfair all denen gegenüber, die den ersten Part noch nicht kennen. Aber ich kann durchaus sagen, dass mich die Geschichte auch ein zweites Mal in ihren Bann gezogen hat, auch wenn gar nicht so viel passiert ist, wenn ich jetzt rückblickend über die Geschichte nachdenke. Doch es ist spannend, immer wieder Häppchen der Geschichte zu erhalten und dabei neue Facetten kennenzulernen. 

Mein Fazit:
Ich bin Fan der Reihe - schlicht und einfach deshalb, weil es einen spannenden Plot gibt, die Charaktere liebenswert und tiefgründig sind und der Schreibstil flüssig ist. Ich möchte unbedingt wissen wie es weiter geht und freue mich schon sehr auf Dezember - denn da erscheint nicht nur der dritte Band, sondern auch alle drei Teile als Taschenbuch. Wer also Lust auf eine tolle Fantasy-Reihe hat, die nicht zu abgespacet ist (schon im letzten Beitrag hatte ich erwähnt, dass ich mit High-Fantasy nichts anfangen kann), der sollte unbedingt mal reinlesen - es lohnt sich wirklich!

___________________________________
Auf listen by Lenny. präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram ein Abo da lasstmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (:


Buch-Rezension: "Einmal lieben geht noch" von Rachel Corenblit

© Penguin Verlag
Titel: Einmal lieben geht noch
Autor: Rachel Corenbilt
Verlag: Penguin
Seiten: 208
Ausgabe: Taschenbuch
Auflage: 1
Preis: 9,00 €
ISBN-10: 3328100083
ISBN-13:  978-3328100089
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon




Klappentext laut Amazon:
Ihren letzten Lover hat Lucie schon vor Jahren vor die Tür gesetzt – Prädikat »mangelhaft«. Die Ausbeute seither? Mitleiderregend, grauenerweckend, indiskutabel! Das Einzige, was der jungen Lehrerin langsam, aber sicher näherkommt, ist die Vierzig. Die Sache ist klar, dem Schicksal muss auf die Sprünge geholfen werden: Ab sofort lässt sie keine Gelegenheit mehr ungenutzt, den Mann fürs Leben aufzugabeln. Sie macht weder vor dem Ex ihrer besten Freundin noch vor den Vätern ihrer Schüler halt, flirtet an der Tiefkühltheke im Supermarkt, taxiert das Freiwild im Schwimmbad, umgarnt den makellos schönen Vertretungsarzt ... Wer jagt, gewinnt!

Meine Meinung:
Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt - an dieser Stelle recht herzlichen Dank dafür!

Wenn man das Cover sieht und den Klappentext liest, dann ist man doch sofort entzückt von einer chaotischen Suche nach der wahren Liebe mit all den Ups und Downs auf der Fahrt durch die Single-Welt. So oder so ähnlich denkt man zumindest nach dem ersten Eindruck. Und dann beginnt man das Buch zu lesen und denkt sich eigentlich die ganze Zeit: "Und das ist es jetzt? Wirklich?".

Lucie ist verzweifelt: Sie sucht nach dem richtigen Mann seit sie sich vor drei Jahren von ihrem Langzeitfreund Pascal getrennt hat und scheint einfach kein Glück zu haben. Mal sind es ungepflegte Kerle, mal ein viel zu merkwürdiger Name oder auch einfach der Ex ihrer besten Freundin. Lucie bleibt nichts erspart und lernt so ziemlich jedes dunkle Loch der Single-Welt kennen.

Wie gesagt: Lustiger Stoff, weshalb ich mir dachte, ich gönne mir ein wenig Spaß in der November-Zeit. Doch was ich dann erlebte, schockierte mich zutiefst. Denn anstelle einer lustigen Geschichte zwischendurch, bekam ich eine platte, überspitzte und abstruse Geschichte über eine Frau, die verzweifelter und übertriebener nicht sein könnte. Lucie hat nämlich keinen anderen Inhalt in ihrem Leben als auf Männerjagd zu gehen. Dabei bewertet sie alles so oberflächlich, dass man als Leser schon nach zehn Seiten genervt ist. Denn einem Mann keine Chance zu geben, nur weil einem der Name nicht gefällt, ist doch wirklich übertrieben, oder?

Die Themen werden dabei ebenfalls überspitzt beschrieben: Im Internet gibt es natürlich nur die Freaks der Gesellschaft, der Ex der besten Freundin ist ein heulendes Etwas, der eigene Ex das größte Schwein der Welt und Papa's bester Freund macht sich natürlich nach all den Jahren an sie ran, schließlich hat doch jeder einen Ödipuskomplex. Bei manchen Ausführungen war ich so sprachlos, dass ich am liebsten das Buch in die Ecke geschmissen hätte. Das hat doch keinen Tiefgang und Spaß beim Lesen kommt da auch nicht auf.

Die Autorin beschreibt zwar die Geschehnisse, lässt aber dabei keine Gefühle aufblitzen, weshalb es einem wirklich schwer fällt, eine Beziehung zu den Figuren aufzubauen. Vielmehr steht man außen da und ist froh, dass die Figuren nur im Buch existieren. Eine solche Abneigung hatte ich schon lange nicht mehr gegenüber der Protagonisten. Schade, denn ich bin mir sicher, man hätte Lucie und ihr Problem mit der Männerwelt auch durchaus gut und vielseitig darstellen können. So bleibt nur ein fader Beigeschmack im Nachgang übrig.

Mein Fazit:
Leider hat mich, wie ihr euch jetzt vorstellen könnt, "Einmal lieben geht noch" so gar nicht überzeugen können. Die Grundidee ist super und wäre bestimmt auch ausbaufähig gewesen, doch das vorliegende Werk ist leider enttäuschend. Oberflächliche Thematisierung der Single-Welt, nicht nachvollziehbare Handlungen der Figuren und eine Protagonistin, die einen nach zehn Seiten nervt. Es tut mir wirklich sehr leid, dass ich so enttäuscht bin, denn ich hatte mich wirklich sehr auf die Geschichte gefreut. Doch das Buch verspielt all seine Chancen und hat mich in den Folgetagen in eine kleine Leseflaute gestürtzt. Deshalb gibt es von mir auch leider nur 1/5 Punkte und somit keine Empfehlung.

__________________________________
Auf listen by Lenny. präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram ein Abo da lasstmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (:


Buch-Rezension: "Das Paket" von Sebastian Fitzek

© Droemer Knaur
Titel: Das Paket
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 368
Ausgabe: Gebundene Ausgabe (im Karton)
Auflage: 1
Preis: 19,99 €
ISBN-10: 3426199203
ISBN-13: 978-3426199206
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon




Klappentext laut Amazon:
Der neue Psychothriller von Sebastian Fitzek!
Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.
Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen.
Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt ...


Meine Meinung:
Ich habe vorher einen einzigen Fitzek gelesen und das war "Passagier 23" dieses Jahr in meinem Urlaub. Ich war von der Geschichte begeistert und nahm mir vor, auch die anderen Bücher des Autors zu lesen. Wie gut, dass er in diesem Jahr dann gleich sein neues Werk präsentierte, wovon viele sagten, es würde zurück zu seinen Wurzeln gehen (ich glaube mich sogar zu erinnern, dass der Autor das selber in einem Interview gesagt hat). Nun ja, ich kenne die Wurzeln nicht und kann das deshalb überhaupt nicht beurteilen. Dafür kann ich aber das Buch an sich beurteilen - ohne Vergleiche, Vorurteile und vor allem ohne große Erwartungen, denn die hatte ich, nach einem gelesenen Buch, nicht.

Emma hat eigentlich alles, was sie will: Erfolg im Job, einen erfolgreichen Ehemann und ein schönes Haus inmitten eines idyllischen Gebiets von Berlin. Doch das ändert sich, als sie in einem Hotel vom so genannten Friseur angegriffen und grausam vergewaltigt wird. Emma, die bereits in der Kindheit eine blühende Fantasie hatte, traut sich darauf hin nicht mehr aus dem Haus und wird von ständigen Paranoia gequält. Sieht sie die Dinge wirklich so wie sie sind? Oder ist das alles Einbildung und nichts ist so wie es scheint?


Die Geschichte könnte spannender nicht beschrieben sein: Emma, die selber als Psychiaterin arbeitet, weiß ganz genau, dass sie an Paranoia leidet, erkennt jedes einzelne Symptom und lässt dies den Leser auch wissen. Dadurch ist man sich nie ganz sicher, ob das, was gerade passiert, wirklich vorfällt oder ob Emma sich das einfach nur ausdenkt. Der Autor packt das dann in kurze, knackige Kapitel, die immer wieder mit Cliffhangern enden - weshalb es fast unmöglich ist das Buch aus der Hand zu legen. Der Schreibstil unterstützt dabei die verzerrte Wahrnehmung der Protagonistin und wechselt stetig zwischen einem beschreibenden Stil einer Geschichte und den wirren Gedanken einer Hauptfigur, der man irgendwie glauben möchte, allerdings nicht weiß, ob man es tatsächlich kann.

Während des Buches kam ich übrigens nicht auf die richtige Lösung. Im Gegenteil. Doch Sebastian Fitzek wäre ja nicht Sebastian Fitzek, wenn er seinen Fall einfach stricken würde. Doch nach den ersten Seiten hatte ich wirklich Angst, dass sich diese Tradition ändert. Denn meine Vermutung, wer hinter dem ganzen Horror steckt, wurde tatsächlich (fast) Wirklichkeit - zumindest glaubte ich das. Hätte die Story so geendet, wäre ich maßlos enttäuscht gewesen. Als dann jedoch das große Finale stattfand und ich mich auf alles einstellte, war ich trotzdem total überrascht und hatte überhaupt nicht mit dem gerechnet, was mich erwartete. Gänsehaut pur, sage ich nur!

Mein Fazit:
Wie war also mein zweiter Fitzek? Ich muss sagen: Für mich hat der Autor alles richtig gemacht. Ich saß zwischenzeitlich wirklich zitternd und bangend da und hatte ab und an wirklich richtig, richtig Angst. Vielleicht sollte ich den 11. Thriller vielleicht nicht vornehmlich nachts lesen :D Doch was ich sagen wollte: Der Schreibstil ist spannend, die Figuren so komplex wie eh und je und der Plot höchst spannend. Ja, an manchen Stellen dachte ich, dass die Story in eine Richtung geht, die ich für gar nicht gut empfunden hätte. Doch das tat sie dann ja nicht. Im Gegenteil. Sie griff diese Schlussfolgerungen des Lesers vielmehr auf und verarbeitete sie so, dass man am Ende sprachlos zurückgelassen wurde.

Deshalb gibt es von mir auch die volle Punktzahl und jetzt packe ich mal die Jubiläumsbox auf meinen Amazon-Wunschzettel - vielleicht sieht ihn dort ja ein freudiger Spender :D

________________________________
Auf listen by Lenny. präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram ein Abo da lasstmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (:



Buch-Rezension: "Club der blauen Welt" von Albert Espinosa

© Goldmann
Titel: Club der blauen Welt
Autor: Albert Espinosa
Verlag: Goldmann
Seiten: 192
Ausgabe: Taschenbuch/eBook
Auflage: 1
Preis: 9,99 €
ISBN-10: 3442221862
ISBN-13: 978-3442221868
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon





Klappentext laut Amazon:
Als der Held des Romans das Sprechzimmer des Arztes betritt und ihn dessen mitleidiger Blick trifft, weiß er sofort: Er wird sterben. Drei Tage bleiben ihm noch. Nie zuvor hatte er das Leben so sehr geliebt wie in jenem Moment, als er es zu verlieren beginnt. Beinahe traumwandlerisch begibt er sich auf seine letzte Reise und gelangt auf eine mystische Insel. Es ist die Abschiedsstation einer Gruppe todgeweihter Jugendlicher, die hierhergekommen ist, um die Welt hinter sich zu lassen, insbesondere die der Erwachsenen mit ihren festen Regeln, den falschen Zwängen, Schuldgefühlen und nie enden wollenden Verpflichtungen. Denn im Angesicht des Todes wissen sie, dass jeder Augenblick, jede Sekunde zählt. Gewohnt fesselnd, in kraftvollen fabelhaften Bildern und mit anrührenden wahrhaftigen Fragen an das Leben lädt Albert Espinosa seine Leser ein, ihm in die blaue Welt zu folgen.

Meine Meinung:
Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt - dafür möchte ich mich an dieser Stelle recht herzlich bedanken.

Diese Serie ging wohl in den letzten Jahren an keinem vorbei: "Club der roten Bänder" war der Überraschungserfolg des Senders VOX und verzeichnete überdurchschnittlich gute Einschaltquoten. Ich selber bin erst in diesem Jahr dem Club beigetreten und verfolgte die Serie mit sehr viel Spannung und der ein oder anderen Träne. Als ich dann sah, dass der Autor, auf dessen Idee die Serie und das dazugehörige Buch beruht, ein neues Werk veröffentlicht war ich sofort hellhörig und wollte unbedingt wissen, ob er diese einzigartige Stimmung der Serie wieder in einem Buch einfangen konnte.

"Club der blauen Welt" dreht sich rund um eine Gruppe von Jugendlichen, die alle auf einer Insel ihre letzten Tage verbringen. Ohne Medikamente, Doktoren und Krankenhauszimmern. Völlig losgelöst können sie ihre letzten Tage an einem Ort verbringen, der ihnen all das möglich macht, was sie in der normalen Welt nicht tun könnten. Doch nicht nur das: Sie alle lernen, was wirklich wichtig ist im Leben. Sein Chaos zu lieben.

Das Buch fängt eigentlich mit genau der Stimmung an, mit der "Club der roten Bänder" es tut: Mit der harten Diagnose für einen Jungen, die sein ganzes Leben verändert. Er hat noch drei Tage zu leben. Drei. Und um diese genießen zu können macht er sich auf den Weg auf die Insel mit dem Namen Grandhotel. Was er sich luxuriös vorstellt, ist aber so ganz anders, als er es sich denkt. Denn aus unbesorgten drei Tagen wird eine Reise, die tiefreichender und lehrreicher nicht sein könnte. Während des ganzen Buches erfährt man übrigens keinen einzigen Namen, denn diese sind unwichtig. Vielmehr geht es darum, sich selbst zu finden, der der man wirklich ist und nicht der, für den die Gesellschaft einen hält.

Man liest die Seiten, macht sich ernsthaft über deren Inhalt Gedanken und ist dabei so emotional mitgenommen, dass man natürlich hier und da eine Träne verdrückt. Klar, schließlich geht es um das Thema Tod und wen lässt das schon kalt? Doch Albert Espinosa schafft es, all das hoffnungsvoll zu formulieren und dem Leser klar zu machen, dass einem nicht der Tod so viel Angst machen sollte, sondern vielmehr ein ungenütztes Leben. Jetzt könnte man natürlich sagen: Das kann ich ja in jedem Poesie-Album lesen, das ist jetzt nichts Neues. Richtig, könnte man, aber wenn man wirklich selber in so eine Situation schlüpfen möchte, sozusagen in einem geschützten Raum, dann liest man "Club der blauen Welt". Denn so nah wie hier, kommt man selten.

Das Buch ist ja nur knapp 200 Seiten schwer und kann deshalb an einem Tag durchgelesen werden. Ich tat es so und erlebte einen Nachmittag voller Tränen, Lachen und ganz viel Herz.

Mein Fazit:
Auch wenn das Buch mich nur einen Tag begleitete, fand ich den Nachmittag wunderschön und habe so viel mehr mitgenommen als von manch anderen Büchern, die mich über Tage und Wochen begleiteten. Albert Espinosa schenkt einem Hoffnung, ohne ein rosarotes Szenario zu zeichnen, sondern knallhart und trotzdem ganz zärtlich Gefühle und Gedankengänge zu beschreiben.

Ja, das Ende kam vielleicht sehr abrupt und unerwartet, aber für mich ist das eher eine Ode an das Leben. Denn auch das endet meist abrupt und ohne Vorwarnung. Ein Buch nach diesem Motto dann so zu beenden ist daher nur schlüssig, oder? Natürlich ist es jetzt kein literarisches Meisterwerk, aber das braucht es auch nicht sein. Es geht um den Gedanken, vielmehr um Gefühle dahinter. Und dafür gibt es von mir 4/5 Punkte und eine Empfehlung für all jene, die einen schönen Nachmittag mit Tiefgang haben wollen.

___________________________________
Auf listen by Lenny. präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram ein Abo da lasstmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (:




Buch-Rezension: "Das Leuchten meiner Welt" von Sophia Khan

© Diana Verlag
Titel: Das Leuchten meiner Welt
Autorin: Sophia Khan
Verlag: Diana
Seiten: 480
Ausgabe: Taschenbuch/eBook
Auflage: 1
Preis: 9,99 €
ISBN-10: 3453358961
ISBN-13: 978-3453358966
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon





Klappentext laut Amazon:
Irenies Kindheit endet an dem Tag, an dem sie nach Hause kommt und ihre Mutter Yasmeen nicht mehr da ist. Der Vater erklärt nichts, weicht allen Fragen aus. Fünf Jahre vergehen, bis Irenie eine Kiste mit Briefen findet und dem Geheimnis ihrer Mutter näher kommt. Auf der Spur einer verbotenen Liebe reist sie von Amerika bis nach Pakistan, voller Hoffnung, in diesem Sommer Yasmeens Verschwinden endlich zu verstehen.


Anrührend und klug erzählt Sophia Khan in ihrem beeindruckenden Debüt von einer geheimen Liebe und deren Folgen für eine ganze Familie



Meine Meinung:
Das Buch wurde mir in der eBook-Version vom Verlag zu Verfügung gestellt - dafür möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bedanken.

Es gibt sie noch. Diese Bücher, die sich nach Freiheit, Abenteuer und Selbstfindung anhören. Und manchmal auch genau danach aussehen. Weshalb mir der Roman überhaupt aufgefallen ist. Denn das Cover ist so wunderhübsch, dass man einfach daran hängen bleiben muss. Als ich dann den Klappentext las, wusste ich, dass ich mir dieses Buch unbedingt besorgen muss.

Irenie verlor mit zehn Jahren ihre Mutter und seit diesem Tag hofft sie, dass diese irgendwann zurückkommen wird. Bis dahin übernimmt Irenie aber ihre Rolle, führt also den Haushalt, kocht und zieht sogar ihre alten Kleider an. Ihr Vater James scheint all das nicht mitzubekommen, er vertieft sich lieber in die Unwichtigkeiten des Lebens und lässt niemanden wirklich an sich ran. Unreflektiert und hoffnungslos streift er durchs Leben. Bis zu jenem Tag als Irenie alte Briefe und sich ihr Leben von Grund auf verändert.

Die Geschichte bietet eigentlich mehrere Facetten, die man alle gar nicht erklären kann, sondern sie erleben muss. Zum einen geht es um die Vergangenheit von Yasmeen, Irenie's geliebter Mutter. Hier begibt man sich auf die Suche nach Erklärungen für ihr exzentrisches Verhalten, ihre plötzlichen Weinanfälle und die ständige Tristesse, die sie zu umgeben scheint. Dabei geht es um die oben angesprochene verbotene Liebe und ihre Vergangenheit in Pakistan. Eine weitere Facette bietet allerdings auch Irenie's Vater, James. Dieser wird von den Dämonen seiner Vergangenheit heimgesucht und lebt oft noch in dieser. Als Leser erkennt man recht schnell, was James ändern muss, um glücklich zu werden und würde ihn am liebsten mal wach schütteln. Doch so muss man seine Entwicklung nur still verfolgen und hofft, dass sich alles zum Guten wendet. Und neben all dem geht es natürlich auch um die Beziehung zwischen Irenie und James, denn diese könnte komplizierter, verworrener und trauriger nicht sein.

Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil und findet genau die richtige Balance zwischen erklärenden und informierenden Parts und Beschreibung von Gefühlszuständen. Hier und da hätte ich mir gewünscht, man würde einige Begriffe etwas mehr erklären, beispielsweise die Namen für die Kleidung in Pakistan. Dies kommt eigentlich gar nicht vor, also bleibt einem nur übrig sich es gut es geht diese vorzustellen oder wirklich zu recherchieren, was man ja aber als Leser auch nicht unbedingt machen will.

Mein Fazit:
Insgesamt hat mich die Geschichte wirklich total in ihren Bann gezogen. Ich fand es spannend Irenie und ihr Leben kennenzulernen, der Geschichte ihrer Mutter auf den Grund zu gehen und James dabei zu begleiten, wie er sich von der Vergangenheit löst und langsam zu der Person (und dem Vater) wird, der er eigentlich sein sollte. Hier und da dauerte mir die Entwicklung zu lange, aber alles in allem war ich fasziniert von der Welt, die die Autorin schafft und der Stimmung, die sie dabei vermittelt.

Der perfekte Roman also für lange Herbst-Wochenenden oder einem gemütlich Adventsabend. Dafür gibt es von mir 4 von 5 Punkten.

_______________________________
Auf listen by Lenny. präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram ein Abo da lasstmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (:




Lesemonat: Oktober 2016

Heyho (:
Ich wollte euch kurz wissen lassen, welche Bücher ich im letzten Monat alles gelesen habe! Insgesamt sind es acht Bücher und 2 eBooks geworden, was mich wirklich freut, so viel habe ich schon lange nicht mehr gelesen! Folgende Bücher waren also in diesem Monat dabei:



  1. "Hell-Go-Land" von Tim Erzberg (© HarperCollins Germany)
  2. "Fuchsgeist" von Nicky P. Kiesow (© Nicky)
  3. "Solange am Himmel Sterne stehen" von Kristin Harmel (© Blanvalet Verlag)
  4. "Seelenlos, Fluch der Rauhnächte" von Janine Wilk (© Planet! Verlag)
  5. "Hochland" von Steinar Bragi (© DVA Verlag)
  6. "Begin Again" von Mona Kasten (© Lyx Verlag)
  7. "Krebsmeisterschaft für Anfänger" von Edward van de Vendel und Roy Looman (© Carlsen Verlag)
  8. "Die Launenhaftigkeit der Liebe" von Hannah Rothschild (© DVA Verlag)
  9. "Die Vermissten" von Caroline Eriksson (© Penguin Verlag)
  10. "Plötzlich Banshee" von Nina MacKay (© ivi Verlag)

Ich muss wirklich sagen, dass mir alle Bücher gefallen haben, ich bereue keins davon. Ja, "Hochland" war eher eine Enttäuschung, aber auch das war irgendwie gut zu durchlaufen. Denn es war nicht gänzlich schlecht, aber halt auch kein Fest. Aber sowas passiert halt mal. 

Ich möchte aber auch nach jedem Monat mein Highlight bestimmen, denn das gibt es ja eigentlich immer. Ich muss wirklich sagen, dass es mir total schwer fällt, denn es waren wirklich ALLE toll. Doch mein absolutes Highlight war dann doch...

© DVA Verlag

Das Buch ist einfach so faszinierend und ich verbinde damit wirklich nur schöne Abende, tolle Erlebnisse und eine mega spannende Story. Ich habe auch schon das Buch als Geschenk für Weihnachten geplant, denn es gibt da ein paar Leute, denen das bestimmt gut gefallen wird. Und deshalb ist es auch meine Königin unter den Büchern im Oktober. Auch wenn andere Bücher ebenso toll waren ("Hell-Go-Land", "Begin Again", "Plötzlich Banshee"... ach, einfach alle). 

Was war euer "Buch des Monats Oktober 2016"? Was war ein Highlight und auf welches Buch hättet ihr in eurem Monat verzichten können? Lasst es mich wissen (:

________________________________________
Auf listen by Lenny. präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram ein Abo da lasstmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (:




Track by Track-Album-Rezension: "HERE" von Alicia Keys

Ich kann nicht behaupten, dass ich Jahre auf dieses Album gewartet habe. Und auch nicht, dass ich jetzt mega der Fan bin. Aber Alicia Keys-Alben hört man sich einfach an. Weil sie gut sind. Mehr als das. Weil sie mutig sind. Und weil sie qualitativ eben zu den hochwertigsten Werken gehören, die man sich vorstellen kann. Es gibt kein Album, welches ich nicht als gut empfand. Vielleicht habe ich sie mir nicht so häufig angehört wie andere Longplayer, aber sie haben immer einen speziellen Platz bei mir eingenommen - meistens, weil sie zu einer bestimmten Zeit in meinem Leben gepasst haben. Und zwar immer zu einer Zeit, die mich geprägt hat. Bereits der Track "In Common" befand ich als Meisterwerk, unterschied er sich doch von so ziemlich allen anderen Songs, wie kein anderer. Denn mal ehrlich: Habt ihr solch einen Sound schon mal gehört? Also ich nicht. Als dann der zweite Song "Blended Family" auf den Markt kam und ich diesen ebenso für toll abstempelte, war mir klar: "HERE" muss ich mir sofort anhören. Und das tue ich jetzt - Lied für Lied, gemeinsam mit euch, wenn ihr denn wollt. Also besorgt euch das Album (auf iTunes, Spotify oder als physische Version) und los geht's! Hören wir zusammen Alicia Keys!


01. "The Beginning (Interlude)"
Ruhige Klavier-Klänge, ein schweres Atmen im Hintergrund. Alicia spricht davon, dass sie voller Energie ist, auf der Schwelle der Veränderungen in ihrem und unseren Leben und wenn man sie nicht reinlässt, verwandelt sie sich in eine knallende Rakete, die man am Ende der Party zündet. All das klingt hoffnungsvoll, fröhlich und macht richtig Lust auf die kommenden Songs. Seien wir gespannt.

02. "The Gospel"
Alicia rappt in den Strophen fast und erzählt von den schweren Bedingungen, denen man als Farbiger im Ghetto ausgesetzt ist. Man geht arbeiten, gibt alles, nur um seine Kinder über Wasser halten zu können. Für was, fragt die Sängerin dabei und legt all ihren Schmerz in ihre Worte, dabei ist die musikalische Untermalung allerdings trotzdem fröhlich und passt fast gar nicht zu der Geschichte, doch das soll wahrscheinlich darstellen, dass es eben doch einen Weg gibt, aus dem Ghetto zu entkommen und seine Träume zu verfolgen. Der Refrain ist dann wirklich wie ein Gospel aufgebaut, Alicia singt vor und fordert vom Chor ein "Yeah Yeah" - authentisch und glaubwürdig.



03. "Pawn It All"
Es bleibt bei diesen Gospel-artigen Sounds, allerdings wird es aber etwas schneller. Es geht um die Emanzipation, um das Kämpfen für seine Träume und das An-sich-selbst-Glauben. Dabei hört man den Soul heraus, die RnB-Wurzeln und den ursprünglichen Gospel, den man mit den 50s und 60s verbindet. Ich habe wirklich fast Gänsehaut bekommen, wenn ich nicht so mitjammen würde, wie ich es tue. Live muss dieser Track einfach ganz wundervoll sein.

04. "Elaine Brown (Interlude)"
Diesmal hören wir eine Rede einer Frau, die sich um die Diskriminierung Schwarzer in Amerika dreht. Es geht darum, für seine Kultur Stolz zu empfinden und sich für diese nicht zu schämen. Thematisch erinnert mich das an "A Seat at the Table" von Solange, welches ich ja total gefeiert habe. Dabei berichtet Mr. Brown, dass RnB, Sould und HipHop die Lyrik der Straße wären. Das alles ist wirklich sehr tiefsinnig. Und lässt auf einen großartigen Song im Anschluss hoffen.

05. "Kill Your Mama"
Der Track baut auf einer simplen Gitarrenbegleitung und dem Gesang von Alicia Keys auf und wirkt deshalb sehr bodenständig. Wieder rappt Alicia in den Versen und bricht dann im Refrain erst so richtig aus. Hier spürt man den Ärger, die Wut und auch die Verzweiflung. Es geht darum, den Schmerz der Mutter zu respektieren und sie zu ehren, wie es sich gebührt. Denn wenn man seine Mutter umbringt, bringt man den einzigen Menschen  um, der einen liebt. Insgesamt tiefsinniger Song, der aber nicht ganz so leicht zu verdauen ist.

06. "She Don't Really Care_1 Luv"
Thematisch bleibt es bei der Vergangenheit von Schwarzen in der Bronx in New York, diesmal kommt man allerdings im RnB-Gewand daher. Dieser Sound erinnert mich etwas an "The Element of Freedom", was ich als sehr interessantes Album bezeichnen würde, war doch das Thema von Freiheit musikalisch wirklich großartig umgesetzt. Auch hier wirkt es interessant, allerdings muss man wirklich verstehen, um was es geht. Gegen Ende merkt man einen 2000er-Einfluss, denn manche mögen, andere dagegen als zu verstaubt betrachten. Ich finds ganz gut, aber nicht mega toll. Oh, als ich gerade dachte, der Track endet, kommt nun wohl ein zweiter Teil des Songs. In diesem singt Alicia für mich das erste Mal so, wie man sie kennt. Ahhhhh, jetzt verstehe ich es. "She Don't Really Care" ist ein Song und "1 Luv" ist quasi ein anderer, aber dazugehöriger Track. Ich verstehe es. Diese Aneinanderreihung wirkt fast wie Kunst. Sehr einzigartig und ungewohnt.

07. "Elevate (Interlude)"
In diesem Interlude geht es um das Weiterkommen, das Wachsen und die Weiterentwicklung seiner Handlungen, Einstellungen und Glaubensansätze. Ich muss sagen, dass ich bis jetzt noch warte, dass es so richtig los geht. Ob das (nach 7 Tracks) bald geschieht?

08. "Illusion of Bliss"
Uhhh, jetzt wirds soulig - ENDLICH! Mhm. Mehr als "Aiaiaiai" und "Illusion of Bliss" kommt leider nicht. Ich weiß gerade nicht, aber meine Stimmung scheint umzuschwanken. Am Anfang war ich noch total aufgeregt und wollte wissen, wie Alicia klingt und jetzt stelle ich irgendwie fest, dass mich kein Song so richtig umhaut. Mir fehlt die Dynamik, die ich beispielsweise bei "Girl on Fire" so bewundert habe. Ob das noch kommt? Zumindest zeigt sie in diesem Track ihre geniale Stimme, was mich noch interessiert zuhören lässt. Der Song steigert sich zum Ende hin und könnte mich zu einem zweiten Anhören bewegen.

09. "Blended Family (What You Do For Love)"
Jetzt kommt die offiziell zweite Single des Albums und diese trifft wieder genau meinen Geschmack. Emotional, wunderschön gesungen mit ernsthaftem Text. "Blended Family" erzählt davon, dass man für seine Familie alles tun würde, auch wenn es nicht immer einfach ist und es ab und zu wirklich Stress gibt. Das ist einfach so authentisch und musikalisch gut umgesetzt, dass der Track wirklich zu meinen Favoriten gehört und der erste Song ist, der mich gänzlich überzeugt. Gut, "The Gospel" und "Pawn It All" als auch "Kill Your Mama" und "Illusion of Bliss" waren ganz gut, aber "Blended Family" haut einfach total rein.


10. "Work on It"
Uhhh, soulig und genauso schön geht es weiter. Man konzentriert sich auf den Gesang und macht die Produktion darum herum. Das ist Alicia wie wir sie kennen und lieben. Dabei ist der Hall, die Männerstimme, die den Titel ständig wiederholt und der Chor im Hintergrund wirklich passend und verleihen dem ganzen etwas sehr einzigartiges. Wegen solcher Songs höre ich Alicia Keys!

11. "Cocoa Butter (Cross & Pic Interlude)"
In diesem Interlude geht es um die Tatsache, das niemand perfekt ist. Denn Dehnungsstreifen meine lieben Damen, sind die schönsten Streifen, die man nach einer Schwangerschaft haben kann ;-)

12. "Girl Can't be Herself"
Hier besingt Alicia Keys, warum sie sich entschieden hat, kein Make Up in der Öffentlichkeit mehr zu tragen. Denn dies würde vermitteln, man müsse irgendwie aussehen. Es würde sie traurig machen, wenn Mädchen nicht mehr sie selbst sein können. Das alles kommt in einem sehr fröhlichen Gewand daher und ist für mich ein weiterer Highlight-Songs des Albums. Alicia hat also (zumindest so der Eindruck jetzt) die Kurve gekriegt. Puh.

13. "You Glow (Interlude)"
Zu diesem Interlude kann ich eigentlich nichts schreiben, so schnell es begonnen hat, so schnell war es wieder vorbei :D

14. "More Than We Know"
Auch dieser Song ist so eingängig wie die vorherigen Tracks. Ich entspanne mich, höre einfach nur zu und genieße es. Alicia Keys erzählt ihre ganz eigene Geschichte mit dieser LP und dazu gehören eben Interludes (von denen ich eigentlich kein Fan bin) als auch hier und da einzigartige Produktion und außergewöhnliche Klänge. Aber haltet durch - "HERE" wird zum Überraschungspaket, glaubt es mir!

15. "Where Do We Begin Now"
Es geht etwas mehr in die HipHop-Richtung. Die Beats werden harter, trotzdem bleibt (natürlich) das Klavier bestehen, aber insgesamt ist es ein sehr elektronischer Sound. Im Refrain singt Alicia Keys und zeigt, was sie kann. In den Strophen dagegen scheint sie fast zu flüstern und ihre rauchige Stimme in das Zentrum zu stellen. Der Track gefällt mir ganz gut, obwohl er nicht so eingängig ist wie die vorherigen Songs. Aber gut.

16. "Holy War"
Simpel und akustisch geht es weiter: "Holy Water" schraubt alles zurück und setzt wieder auf akustische Klänge gepaart mit Alicia's Stimme. Dabei besingt die Sängerin, dass man mehr lieben, sich weniger zurückziehen und dafür mehr auf sein Herz hören sollte. Kein Hass, keine Intoleranz und keine Diskriminierung mehr. Wenn man das erreichen könnte, wäre die Welt ein besserer Ort. Recht hat sie. Und musikalisch gehört das zu den Höhepunkten von "HERE".

17. "Hallelujah"
Ohhh, Klavier und Gesang. Diese Kombination liegt Miss Kiss fast am besten, wie ich finde. Oh wow. Der Refrain packt einen und lässt einen nicht mehr los. Dieses Stampfen im Hintergrund. Was für ein Aufbau. Was für eine Stimme. Und was für grandiose Lyrics. Hier stimmt wirklich alles, ein Rätsel warum dieser Track nur auf der Deluxe-Variante zu finden ist. Das hätte gern auf der normalen Edition drauf sein können. Wobei, ich glaube in Deutschland gibt es nur eine Version und die schließt "Hallelujah" (GOTT SEI DANK) mit ein.



18. "In Common"
Und nun zu "In Common". Diesen Track kenne und liebe ich. Die Produktion ist einfach so einzigartig, so modern und trotzdem so klassisch, aufgrund der Stimme der Sängerin - als Fan muss man die Kombination einfach lieben. Und das tue ich. Und die Geschichte von einem Paar, die so viel gemeinsam haben, dass Alicia denkt, dass der andere einfach genauso einen an der Klatsche haben muss wie sie, ist einfach großartig! Großes Kompliment für's Songwriting an dieser Stelle zu diesem Song.



Fazit:
Puhhh, was denke ich nun nach knapp einer Stunde mit Alicia Keys. Es ist ein sehr eigensinniges und nicht ganz so eingängiges Werk wie dessen Vorgänger es waren. Alicia erzählt einfach Geschichten aus ihrer Kultur, aus ihrer Vergangenheit und Gegenwart und experimentiert dabei mit den verschiedensten Sounds und Produktionen. Das führt dazu, dass vieles überraschend neu ist, aber eben auch, dass man sich bei vielen Songs nicht sicher ist, wie man sie denn nun finden sollte. Ich habe das Gefühl, man muss sich die LP mehrmals anhören, um alles zu verstehen, um sich an den Aufbau zu gewöhnen und die Songs so wertschätzen zu können, wie sie es tatsächlich verdienen.

Die erste Hälfte konzentriert sich wirklich darauf, eine wirklich ehrliche, harte und emotionale Geschichte zu erzählen. Wer darauf eben keine Lust hat, der wird sich schnell am Sound stoßen und unzufrieden ausschalten. Wer allerdings bereits ist, sich auf diese Reise einzulassen, der wird am Ende belohnt und zwar mehrfach. Zum einen werden die Songs viel eingängiger, zum anderen erwartet einen auf der zweiten Hälfte Songs, die so viel Spaß machen, dass man das anfänglich gespalteten Gefühl schnell vergisst und die Intention dahinter versteht.

Definitive Anspieltipps sind daher, um sich erstmal an das Album anzunähern:

  • "The Gospel"
  • "Pawn It All"
  • "Blended Family"
  • "Girl Can't Be Herself"
  • "Holy War"
  • "Hallelujah"
  • "In Common"

Von mir gibt es aber erstmal 4/5 Punkte, welches sich hoffentlich in den nächsten Tagen noch ändern wird und ich auf 5 Punkte erhöhen werde (:
___________________________________
Auf listen by Lenny. präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram ein Abo da lasstmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (:

Hier geht's zu aktuellen Beiträgen: