Unser Song 2017 - Der Kandidatencheck: Helene Nissen

© NDR
Herzlich Willkommen zum zweiten #Kandidatencheck!
In der letzten Woche habe ich Yosefin Buohler vorgestellt und mir und euch einen Eindruck über ihre bisher veröffentlichte Musik verschafft als auch über die mögliche musikalische Richtung im Vorentscheid philosophiert. Nun soll es um die zweite Kandidatin im Bunde gehen: Helene Nissen, die, anders als die Fan-Favoritin Yosefin, keine einzige Stimme bei meiner Abstimmung erhalten hat - heißt das etwa, dass sie gar nichts kann? Das gilt es heut herauszufinden!

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich euch zu jedem Sänger und zu jeder Sängerin einen Beitrag liefern, der die Vorgeschichte zusammenfasst, auf deren Stilrichtungen eingeht und eventuelle Vermutungen anstellt, welche Versionen die Kandidaten bzw. Kandidatinnen den Songs, aufgrund ihrer Vorlieben, verpassen könnten. Als Abschluss erfolgt dann eine Einschätzung ihrer Chancen, zunächst natürlich nur aufgrund ihrer stimmlichen Leistungen, insofern ich diese anhand der Videos bewerten kann. Alle Kandidaten werden bis zum Vorentscheid einen Kandidatencheck durchlaufen haben.


Helene Nissen & ihre Anfänge
Helene Nissen kommt aus Schleswig, besucht dort noch die Schule und macht Musik seit sie 12 Jahre alt ist. Die Sängerin betont ihre Liebe zum Blues, Soul und Pop und schreibt bereits eigene Lieder mit Hilfe ihrer Gitarre. Als großes Vorbild gibt sie Gabrielle Aplin, eine britische Indie/Folk-Sängerin, die soliden Singer-Songwriter-Pop macht und in Großbritannien große Erfolge mit ihrem Debüt-Album "English Rain" erzielen konnte, welches ich euch HIER vorgestellt habe. Einen Einblick in die Art der Songs findet man hier:


Leider gibt es sonst nicht wirklich viel mehr zur Historie zu sagen, denn Helene scheint noch ein ziemlich unbeschriebenes Tuch zu sein, was ja Sinn und Zweck des Castings ist: Man möchte frische und junge Newcomer, die formbar und individuell sind. Helene ist dafür wohl perfekt.


Helene Nissen & die eigenen Songs
Die 20-Jährige Helene hat noch keine eigenen Songs veröffentlicht, bis auf einen, den sie wohl bei einer Talentsuche in Schleswig-Holstein vorgestellt hat und damit sogar eine Runde weiter gekommen ist. Das Video wurde bereits vom offiziellen YouTube-Kanal des Eurovision Song Contest Deutschland-Kanals hochgeladen. Und auch hier sehe ich Parallelen zu dem oben vorgestellten Vorbild Aplin: Akustisch, pur und ohne großen Firlefanz präsentiert Helene sehr authentisch ihren Track, ohne aufdringlich oder effekthaschend zu wirken. Da ist einfach ein Mädchen, das gerne Musik macht und diese auch gerne präsentiert. Ich komme natürlich nicht drum rum, auch eine gewisse Ähnlichkeit zu Taylor Swift festzustellen, erinnert doch der Track sehr an die US-Sängerin, aber hört und seht selbst: 


Und auch sonst wirkt alles in diesem Stil, Helene lädt nämlich regelmäßig auf ihrem YouTube-Kanal Cover zu teilweise bekannten, teilweise eher unbekannten Tracks hoch. Darunter sogar ein Cover des oben verlinkten Songs von Gabrielle Aplin, "Please Don't Say You Love Me", bei dem nochmal deutlich wird, in welche Richtung das musikalisch geht - falls jemand bis jetzt noch unsicher war: Helene ist das Akustik-Girl, dass kein großes Drumherum braucht, sondern einfach nur singen und Gitarre spielen möchte.


Helene Nissen & die ESC-Songs
Es ist völlig klar: Helene präsentiert, falls sie die Chance erhalten sollte, beide Songs mit Hilfe ihrer Gitarre und einer ganz leichten, aber sehr dezenten Band-Begleitung. Ein warmes Licht dazu, eventuelle die Andeutung von Farbwechseln im Hintergrund und schon steht ihre Performance. Das passt zum NDR; der ja unaufgeregte Bühnenperformances liebt, es passt aber auch zur Sängerin, die nur so authentisch wirkt und überzeugen könnte. Dabei könnte ich mir einerseits vorstellen, dass es einen langsamen Song gibt, der sich größtenteils wirklich auf sie und ihre Gitarre beschränkt und andererseits einen etwas schnelleren Track mit einigen Folk-Elementen, der die Band im Hintergrund etwas mehr einbindet und das deutsche Publikum zum Klatschen animiert - sowas wie "The Cave" von Mumford & Sons:


Oder, um vielleicht eine weibliche Sängerin als Vergleich herzustellen, etwas in die Richtung von Amy Macdonald und ihrem Hit "This is the Life":


Helene & ihre Chancen
Wie große Chancen hat so etwas akustisch-puristisches wirklich? Nun, ich könnte mir vorstellen, dass das den Zuschauer wirklich anspricht. Wenn es tatsächlich gut gemacht ist, könnte es den Sympathie-Faktor haben und das deutsche Bedürfnis stillen, etwas schlicht-elegantes zum Eurovision zu schicken. Denn wie schon bei Lena, werden eventuell viele Zuschauer betonen, wie wichtig es ist, beim ESC auch mal für Ruhe zu sorgen bei all den sagenhaften Shows mit Pyro-Effekten und Choreografien. Kommt uns ja von Lena bekannt vor, dieses Argumentationsmuster, nicht wahr? Aber Helene hätte da eben ihr Alleinstellungsmerkmal, weil akustisch mit Gitarre und so.


Ich hoffe allerdings wirklich, dass man diesen Stil mit ihr durchzieht und sie jetzt nicht in irgendein Pop-Song steckt, ohne Gitarre in den Händen und versucht, so einen "Lena-Effekt" rauszukitzeln. Lasst das Mädel mit ihrer Gitarre performen, genauso wie sie es schon tut seit sie 14 ist - denn nur damit könnte man punkten, zumindest glaube ich das. Unter den fünf feststehenden Kandidaten gehört Helene für mich auf jeden Fall ins bessere Mittelfeld, wenn man es schafft, ihren Stil mit den Songs perfekt zu vereinen, könnte sie es sogar unter meine Favoriten schaffen.

Deshalb sollte man Helene definitiv "im Auge behalten"!




& hier zu den #Kandidatenchecks der deutschen Teilnehmer:





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Buch-Rezension: "Detox" von C. L. Taylor

© Piper
Titel: Detox
Autor: C. L. Taylor
Verlag: Piper
Seiten: 464
Ausgabe: Taschenbuch
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 01. Dezember 2016
Preis: 9,99 €
ISBN-10: 3492303811
ISBN-13: 978-3492303811
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon




Klappentext laut Amazon:
Jane Hughes ist eine ganz normale Frau. Sie lebt in einem kleinen Haus, arbeitet in einem Tierheim und ist in einen netten Mann verliebt. Doch ihr Leben ist eine Lüge. Jane Hughes gibt es nicht. Ihre wahre Identität hat sie begraben, zusammen mit der Schuld und den Erinnerungen daran, was vor fünf Jahren in dem Wellness-Resort in Nepal geschah. Mit ihren drei besten Freundinnen wollte sie die Reise ihres Lebens machen – doch nur zwei von ihnen kamen lebend zurück. Jetzt will jemand Rache. Und wird nicht ruhen, bis er Janes Leben und alles, was sie liebt, zerstört hat.


Meine Meinung:
Das Buch wurde mir vom Piper-Verlag zur Verfügung gestellt - ein herzliches Dankeschön dafür <3

Nach den Wintermonaten, die ich vornehmlich mit romantischen, emotionalen und/oder weihnachtlichen Lektüren verbrachte, hatte ich mal wieder total Lust auf einen guten Thriller und entschied mich da für "Detox", denn der Klappentext hörte sich wirklich interessant an und ich wollte einfach wissen, wie die beiden Geschichten, die in der kurzen Zusammenfassung vorgestellt werden, zusammenhängen. Und so begab ich mich auf die Reise in Jane's Leben, welches atemberaubender nicht sein könnte.

Jane hat alles, was man sich nur wünschen könnte: Einen großartigen Freund, einen tollen und erfüllenden Job und ihr eigenes Cottage in einer süßen kleinen Stadt in Wales. Doch Jane ist eigentlich gar nicht Jane, sondern Emma. Und diese lebte bis vor fünf Jahren noch in London, wo sie jeden Abend mit ihrem Freundinnen Al, Daisy und Leanne verbrachte. Als Al sich jedoch von ihrer Freundin trennt, beschließen die Frauen nach Nepal zu fahren, um sie abzulenken - doch die Reise gibt ihnen nicht die Ruhe, die sie sich erhoffen, denn mit dem Resort stimmt etwas nicht und aus den Freundinnen werden schnell Feindinnen, die sich bis auf den Tod bekriegen werden. Überleben sie dieses "Detox"?

Allein durch den Klappentext wird deutlich: Das Buch verspricht eine spannende Geschichte, besonders durch die Tatsache, dass man weiß, dass Jane bzw. Emma am Ende davon kommt und sich ein neues Leben aufgebaut hat. Doch diese beruhigende Tatsache wird durch die immer kehrenden Flashbacks gebrochen und führt so dazu, dass man als Leser ständig unruhig auf neue Informationen aus der Zeit in Nepal hofft. Denn nur durch diese versteht man die gegenwärtigen Sorgen, Probleme und Ereignisse von Jane. Dabei ist mein einziger Kritikpunkt, dass die Story an manchen Stellen ziemlich vorhersehbar war und mir an einigen Punkten erhofft hätte, dass mich die Autorin überrascht und die Darstellungen damit eine Wendung erhalten. Diese blieb leider aus, weshalb ich schon ziemlich früh eine Ahnung hatte, wie das Buch enden könnte.

Dennoch muss ich sagen: Zumindest die Entwicklung der Figuren ist sehr bemerkenswert, denn für mich unterschieden sich die Erzählungen von Jane und die von Emma wesentlich. Während ich mit Jane total sympathisierte und richtig mitfieberte, war mir Emma anfangs viel zu schwammig dargestellt und gleichzeitig auch viel zu unsicher in ihrer Person. Man merkt einfach, dass Emma sich in ihrem Leben überhaupt nicht wohl fühlt, während Jane wirklich total angekommen ist. Dieses Ungleichgewicht ändert sich im Laufe des Buches und man merkt die Zusammenhänge immer mehr, was dazu führt, dass die beiden Figuren, die ja ein und die selbe Person nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten darstellen, zusammenfallen und ein gesamtes Bild ergeben. Sehr schön gemacht von der Autorin an dieser Stelle und ein großes Kompliment dafür!

Mein Fazit:
Wie fühle ich mich also nach Beenden des Buches? Ich muss sagen, dass ich mir wirklich Zeit genommen habe, um meine Gedanken zu sortieren. Denn wie bereits geschrieben, fand ich die Story einerseits total vorhersehbar, andererseits fieberte ich aber auch mit und besonders im letzten Drittel des Buches, nahm die Geschichte Fahrt auf und konnte mich noch einmal richtig überzeugen. Dennoch muss ich aber auch die knapp über 300 Seiten davor auch mit einschließen. Und da war es mir dann einfach ab und an zu langatmig und zu ereignislos. Die Autorin schafft es nicht, die Distanz zwischen Leser und Ereignissen verschwinden zu lassen, was dazu führt, dass man oft nicht wirklich betroffen reagiert, wenn etwas vermeintlich furchtbares passiert. Dies gelingt nur gegen Schluss, was schade ist, schließlich hätte man diese Spannung auch früher bereits einsetzen können. 

Dennoch gefiel mir die Grundidee und die Charaktere dann doch sehr gut, besonders wenn man die oben angesprochene Entwicklung mit einfließen lässt. Was vergibt man also für Sterne? Wie bewertet man ein solches Gefühl? Für mich immer wirklich schwer. Doch letztendlich muss ich mir die Frage stellen: Würde ich diesen Thriller weiterempfehlen? Und hier lautet meine ehrliche Antwort: Wahrscheinlich eher nicht. Wenn mich jemand auf das Buch ansprechen würde, dann würde ich sagen: Probier es aus! Es hat spannende Grundideen, die eben nur teilweise gut umgesetzt werden, dafür aber Charaktere, mit denen man mitfiebern kann. Und für diese Aspekte gibt es von mir objektiv schlussendlich 3 Sterne, auch wenn der Thriller bei mir persönlich vielleicht 3,5 Sterne erhalten würde.

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Unser Song 2017 - Der Kandidatencheck: Yosefin Buohler

© NDR
Herzlich Willkommen zum #Kandidatencheck!
Heute soll es um eine der Top5-Kandidatin gehen - nämlich um Yosefin Buohler! In den nächsten Tagen und Wochen werde ich euch zu jedem Sänger und zu jeder Sängerin einen Beitrag liefern, der die Vorgeschichte zusammenfasst, auf deren Stilrichtungen eingeht und eventuelle Vermutungen anstellt, welche Versionen die Kandidaten bzw. Kandidatinnen den Songs, aufgrund ihrer Vorlieben, verpassen könnten. Als Abschluss erfolgt dann eine Einschätzung ihrer Chancen, zunächst natürlich nur aufgrund ihrer stimmlichen Leistungen, insofern ich diese anhand der Videos bewerten kann. Alle Kandidaten werden bis zum Vorentscheid einen Kandidatencheck durchlaufen haben.

Wer als erster Kandidat bzw. erste Kandidatin vorgestellt werden sollte, durftet ihr in der letzten Woche entscheiden und ihr habt euch mit satten 46 % dafür entschieden, dass ihr als erstes Yosefin Buohler kennenlernen und durchchecken möchtet - deshalb soll's jetzt auch um die Halbschwedin gehen!


Yosefin Buohler & die Karriere
Für uns ist Yosefin Buohler ein totaler Newcomer, doch in Schweden dürfte sie einigen Menschen bekannt sein: Die 21-jährige trat dort nämlich im Jahr 2013 bei der schwedischen Version von Deutschland sucht den Superstar an und schaffte es unter die besten 20! Seitdem arbeitet sie als Schauspielerin und Sängerin und - sieht man sich das Speeddating-Video an - tritt u. a. im Kinderfernsehen auf. Doch auch in Deutschland hat man sie vielleicht bereits schon mal gesehen, auch wenn dieser Auftritt nichts mit der heutigen jungen Frau zu tun hat: Mit 13 nahm Yosefin beim Supertalent teil und schaffte es dort bis ins Finale. Außerdem sang sie die Nationalhymne bei einem WM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Schweden. Man sieht: Die Sängerin ist ambitioniert und möchte unbedingt auf die große Bühne - ob sie das mit dem Vorentscheid schafft und sogar die größte Bühne der Welt bespielen darf?





Yosefin Buohler & die Musik
Wie bereits gesagt, nahm Yosefin schon bei vielen Castingshows teil, eigene Musik veröffentlichte sie allerdings nie. Deshalb kann man auch gar nicht sagen, in welche Richtung sie da gehen würde. Allerdings lassen die oben gezeigten Auftritte eine Tendenz vermuten: Beide Stücke sind sehr emotional gesungen und betonen ihre soulige Stimme. Diese arbeitet viel mit Schlenkern, Phrasierungen und "gequetschten" Tönen - ohne jetzt negativ sein zu wollen. Im Gegenteil: Yosefin klingt sehr erwachsen und man hört einfach, dass sie wirklich gut singen kann. Gut zu hören ist es auch in einem Akustik-Video, das auf YouTube zu finden ist. Selbst bei einem solchen Pop-Stück bringt sie ihren Soul da rein - hätte sie bis jetzt also ein Stück veröffentlicht, wäre es eine Mischung aus Pop und Soul/RnB geworden, ganz sicher.



Yosefin & die ESC-Songs
Es ist dementsprechend ganz klar, in welche Richtung ihre Songs gehen werden: Yosefin präsentiert, falls sie es so weit schaffen sollte, Pop-Stücke mit großen RnB-Arrangement und dem Fokus auf ihrer großartigen Stimme. Das Bühnenbild ist dabei ganz schlicht, auf sie konzentriert, dramatischer Lichtkegel, Kamerfahrten um sie herum, einen Hauch Nebel - der NDR dürfte froh sein, dass man eine ganz klassische Präsentation aufbauen kann, ohne große Risiken einzugehen.
Die Frage ist jetzt: Wollen wir sowas wirklich? Wollen wir RnB-beeinflusste Nummern? Eine ganz klassische Präsentation, mit großer Stimme und klassischem Aufbau? Das müssen die Zuschauer am 9. Februar entscheiden. Eine solche Richtung kann durchaus interessant sein, nur muss es dann wirklich gut gemacht sein.

Wenn ich an "klassische" Songs mit "klassischer" Präsentation denke, muss ich immer an Schweden 2014 denken: Eine blonde Schönheit mit großer Ballade und dramatischem Staging mit Lichtkegeln und ebenso dramatischen Kamerfahrten. Sowas in die Richtung müsste Yosefin machen, vielleicht doch etwas moderner und nicht ganz so dramatisch.


Und genau das möchte ich am Ende noch einmal betonen: Natürlich kommt einem diese klassische Variante in den Kopf, aber Yosefin könnte zwar in diese musikalische Richtung gehen, allerdings diese in einem modernen Gewand präsentieren, schließlich präsentierte sie sich bei der Convention ja auch total ausgeflippt und eigen. Diese Möglichkeit wäre sogar noch viel interessanter und würde wahrscheinlich für viel mehr Aufsehen beim Contest sorgen. Ich stelle mir hier etwas in die Richtung Alessia Cara vor:



Klares Problem: Ein solcher Song müsste sehr gut auf der Bühne umgesetzt werden, sodass man als Zuschauer interessiert zusieht. Wir alle wissen: NDR und Bühnenbilder, etwas schwierig. Aber Yosefin könnte dennoch überraschen und ihr eigenes Ding draus machen. Man kann also nur hoffen, dass sie sich da mit einbringt und genügend Zeit erhält, um IHRE Version auf die Bühne zu bringen, falls Deutschland sie wählt.

Yosefin Buohler & ihre Chancen
Wie also wären Yosefin's Chancen wenn sie einer dieser Wege einschlagen würde? Ich würde sagen, ziemlich gut, denn wer steht nicht auf eine emotionale Ballade, die keinem weh tut und bei den meisten sogar etwas auslöst? Wenn ich mir Schweden 2014 anhöre ("Undo" ist übrigens einer meiner Lieblingsnummern der letzten Jahre), dann mochte ich das vom ersten Moment an. Natürlich war an dem Song jetzt nichts besonderes und denke ich an Reaktionen aus diesem Jahr, meinten viele meiner Freunde, dass das halt typisch ESC ist - dennoch empfanden ihn alle als gut. Und das dachte nicht nur ich, sondern auch viele Zuschauer, sie wählten die Schwedin auf Platz 4 im Jahr 2014. Und selbst wenn Yosefin nicht diesen klassischen Weg wählt und mehr in die modernen RnB-Richtung geht - auch das könnte mit einem coolen, zeitgemäßen Staging, in dem sich Yosefin total wohl fühlt, wirklich gut ankommen.

Deshalb würde ich sagen. Yosefin, du gehörst definitiv zu meinen Favoriten!


Falls ihr alle offiziellen Informationen als auch die Gerüchteküchen zum deutschen Vorentscheid auf einen Blick nachlesen möchtet, schaut hier:

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Album-Rezension: Michelle - "Ich würd' es wieder tun"

Wer mir auf Instagram folgt dürfte letzte Woche mitbekommen haben, wie ich mich (mal wieder) als Schlager-Fan outete. Ja, bereits im letzten Jahr bin ich Ella Endlich und ihren "Träume(n) auf Asphalt" verfallen und in diesem Jahr heißt meine große Schlagerliebe Michelle. Die Sängerin ist ja in der DSDS-Jury und dort wurde bei ihrer Vorstellung immer wieder der selbe Song gespielt. Nach kurzer Recherche stellte ich fest, dass es ihre aktuelle Single "So schön ist die Zeit" ist, die ich mir sofort auf Spotify anhörte und mich direkt schockverliebte. Dann aber die Erkenntnis: Das Album "Ich würd' es wieder tun" gibt es leider nicht auf dem Streaming-Anbieter. Tja, und was macht man dann als eingefleischter Musikblogger mit CD-Sucht? Richtig, man bestellt sich das Album natürlich - Kosten vollkommen egal - sofort. Und, weil man gleich dabei ist, packt man das Best of noch mit ein... kann ja nicht schaden, oder? So landete dann einige Tage später gleich beides bei mir zuhause - und natürlich sofort in meine Stereoanlage.


Und was folgte, war eine Überraschung nach der anderen: Michelle präsentiert sich auf ihrem 13. Studioalbum jung, frisch, zeitgemäß und eingängig und gleichzeitig total emotional und persönlich. Mein positiver Eindruck des Dance-Tracks "So schön ist die Zeit" wird nämlich durch Songs wie "Wir feiern das Leben", "Zirkus (für dich)", "Ewig im Moment", "Steh dazu" und "Tiefer" bestätigt, denn es sind alles Lieder, die zum Feiern, Tanzen und Gute Laune haben anregen. Als Zuhörer wird man ab dem ersten Track mit reingezogen und hat sofort gute Laune. Besonders hervorheben möchte ich die Songs "Der Deal", "Bis es weh tut" und "Tage wie Juwelen", denn diese haben es mir besonders angetan. Ebenso viel gute Laune und Texte, die hängen bleiben machen die Tracks wirklich hörenswert. "Der Deal" erzählt dabei eine wirklich interessante und lustige Geschichte, während "Bis es weh tut" eher durch die Produktion in Kombination mit dem sehr gut geschriebenen Text im Gedächtnis bleibt. "Tage wie Juwelen" dürfte schließlich den Popstar-Fans 2015 bekannt vorkommen, damals habe ich den Song nämlich als Gewinnertitel der formatierten Band Leandah vorgestellt. Nun hat ihn also Michelle übernommen und verleiht ihm einen ganz eigenen Charakter. Wunderbar!


Aber nicht nur Party bekommt man hier geboten: Michelle setzt, wahrscheinlich als Anlehnung zu ihrem ESC-Song "Wenn Liebe lebt", auch auf gefühlvolle Ballade, die nicht nur emotional, sondern auffallend ehrlich sind und eine sehr reflektierte Sängerin präsentieren. Nach den ersten drei Dance-Tracks des Albums folgt zunächst der Titeltrack der LP, der mich vielleicht nicht nach dem ersten Hören gepackt hat, aber definitiv nach dem erneuten Anhören, denn wenn man sich mal auf den Text konzentriert, dann wird einem die Tragweite des Stücks bewusst und man merkt, was für eine essenzielle Rolle speziell dieser Song auf der Platte spielt, weshalb er natürlich Titelsgeber ist. Darüber hinaus gehen aber auch "Irgendjemand", "Hör nie auf zu lieben" und "Träume haben Flügel" unter die Haut, allerdings weniger wegen der Geschichte dahinter, sondern wegen dem Mut, den lebensbejahenden Ausführungen und der hoffnungsvollen Grundstimmung, die diese vermitteln.


"Ich würd' es wieder tun" ist damit die perfekte Kombination aus mitreißenden Schlager-Party-Tracks wie man ihn seit "Atemlos" von Helene Fischer feiert und emotionalen, reifen und trotzdem hoffnungsvollen Balladen. Junge Fans des Genres werden die Platte abfeiern und alte Fans werden erfreut sein, wie modern und trotzdem altbewährt Michelle sich präsentiert. Denn wenn ich mir das Best of anhöre, dann erkennt man im neuen Material definitiv Ansätze aus den alten Liedern, aber eben gepaart mit aktuellen Einflüssen und Trends. All das begeistert mich total, weshalb ich mir seit ungefähr zwei Wochen ununterbrochen dieses Album anhöre. Im Wechsel mit dem Best of. Und genau diese Prozedur lege ich auch jedem Schlagerfan ans Herz, denn es lohnt sich wirklich hier reinzuhören! Werft eventuell bestehende Vorurteile über Bord und lasst euch in die sehr authentische und spaßige Welt der Michelle reißen.

P. S.: Natürlich gibt es auch eine Deluxe Edition des Albums, diese bietet mehr von den Dance-beeinflussten Songs, allerdings können diese nicht ganz mit denen auf der Standard Edition mithalten. Für jeden, dem das egal ist und der einfach nur feiern möchte, dem sei sie empfohlen, alle anderen reicht die reguläre Version - just saying!

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Unser Song 2017: Der Kandidatencheck

© NDR
Herzlich Willkommen zum diesjährigen #Kandidatencheck!
Der NDR schafft es nicht, die Vorfreude bei den Zuschauern zu wecken: Ich nehme nirgends Promo für die Show war, keine Kandidaten-Vorstellungen, keine Videos, keine Vlogs. Nichts. Ich verstehe nicht, wie man sich sowas entgehen lassen kann. Es müsste Interviews mit den Juroren kommen, Informationen zum Ablauf der Show, Werbefilme, Plakate und und und. Naja, wenn es der Sender nicht hinbekommt (weil sie beispielsweise total damit beschäftigt sind MEGA Arrangements der Songs zu erarbeiten :D), dann machen wir's eben, oder? Deshalb gibt es ab dieser Woche einen Beitrag zu jeder der fünf Kandidatinnen und Kandidaten von Unser Song 2017, bekannt seit letztem Jahr unter dem Namen #Kandidatencheck (:

Wer bis jetzt alles verpasst hat, der klickt sich einfach durch die Links:




Und wer alle offiziellen Informationen zum Vorentscheid als auch alle Gerüchte rund um das Votingsystem, die Songs und die Zukunft des deutschen Repräsentanten 2017 hören möchte, der klickt sich hier rein (der Beitrag wird laufend aktualisiert, sobald es neue Infos gibt):


In den Checks wird es um die Vorgeschichte der Sängerinnen und Sänger gehen als auch um deren Stil, denn jeder der Kandidatinnen und Kandidaten hat nämlich einen sehr eigene Stimmfarbe und deshalb auch unterschiedliche Schwerpunkte, was die Art der Songs angeht, die sie performen. Ich versuche euch Videos zu zeigen, in denen die Kandidatinnen und Kandidaten ihr gesangliches Talent mit Covern bzw. eigenen Titeln unter Beweis stellen und versuche daraus Schlüsse zu ziehen für die Art ihrer Version der Vorentscheidssongs. Der erste #Kandidatencheck findet am nächsten Donnerstag, den 26. Januar 2017 statt - um wen es geht, entscheid ganz allein ihr! Wie das geht? Lest einfach weiter...

Die Kandidaten von Unser Song 2017 sind...

Die Kandidaten stehen fest, aber welchen davon soll ich als erstes unter die Luppe nehmen? Macht bei der Abstimmung rechts oben auf meinem Blog mit und entscheidet selbst!


Los geht's also mit der Unser Song 2017-Berichtserstattung - ich freu mich drauf!

Übrigens: Falls die Songs irgendwie doch veröffentlicht werden, noch bevor diese am 9. Februar performt werden oder die einzelnen Versionen vorher veröffentlicht werden, wird es einen #Songcheck geben. Diese Eventualität hängt aber eben davon ab, ob und wie die Songs vorher angehört werden können. Mittlerweile ist ja bekannt, dass am Vorabend des Vorentscheids die Auftritte auf der offiziellen App hochgeladen werden. Einziger Nachteil: Diese sind nur für die App-Inhaber aus dem Ausland abrufbar - na toll, echt jetzt? Das deutsche Team überlegt zwar noch, ob man diese auch auf der offiziellen Eurovision-Seite posten wird, aber meine Hoffnungen sind ziemlich gering... oh Mann!

© NDR
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Single-#Update im Januar 2017

Willkommen zum ersten Single-#Update im neuen Jahr!
Ja, 2017 breitet sich so langsam aus und musikalisch ist schon eine Menge passiert in diesem Monat - richtig gehört, der normalerweise sehr karge Monat Januar sprüht nur so vor toller neuer Musik und Songs, die wiederkommen. Die #Playlist ist daher eine Kombination aus Bekanntem aus dem Jahr 2016 und vorher als auch brandaktuelle Titel aus dem laufenden Jahrgang... wie diese Liste dann aussieht, seht ihr in diesem Beitrag! Übrigens gibt es die Playlist auch rechts in der Sidebar  >>>



1. Rihanna - "Love on the Brain"
Diesen Song habe ich letztens im Radio gehört und war einfach sofort wieder gefesselt von der Stimme und dem Aufbau dieses Songs. Rihanna machte für mich im letzten Jahr wirklich alles richtig: "ANTI" war alles, nur kein Mainstream und überzeugte mich mit seinem eigenen Sound und der sehr speziellen Art der Produktion. Ein Höhepunkt unter vielen: Die emotionale Rihanna, die bei "Love on the Brain" wirklich alles rausholt und den Zuhörer komplett flasht! Deshalb ist sie auch wohl verdient in einem Single-#Update knapp ein Jahr nach Album-Veröffentlichung :D



2. The Weeknd - "Starboy"
Ich muss ja sagen, dass ich ich The Weeknd immer ganz gut fand, aber jetzt nie total umwerfend. Deshalb war ich jetzt auch nicht so euphorisch als ich hörte, er würde ein neues Album veröffentlichen. Dann saß ich aber im Auto und hörte einen Song mit dem sehr eingängigen Satz: "I'm a m*****f****** Starboy" und war total interessiert, denn es hörte sich richtig, richtig gutan. Als ich dann realisiert, dass das The Weeknd da ist, war ich schier begeistert und somit landet der Song erst so spät bei mir in meinem Single-#Update :D Wer feiert den Song total und wer ist schon genervt? :D

3. Tay Schmedtmann - "Lauf Baby Lauf"
Natürlich habe ich auch das The Voice-Finale gesehen (ich berichtete HIER in einem #LIVE-Ticker darüber). Und JUHU, mein Favorit unter den Finalisten hat tatsächlich gewonnen: Tay Schmedtmann wurde zum Gewinner der 5. Staffel TVOG gekrönt - mega! Sein Siegersong "Lauf Baby Lauf" platzierte sich dann auch auf den ersten Platz in den iTunes-Charts, allerdings fiel er dann auch recht schnell wieder. Mit einer Single-Charts-Platzierung von 24 ist es damit die Gewinner-Single mit dem geringsten Erfolg. Schade, denn mir gefällt der Song wirklich sehr, sehr gut und ich höre ihn mir auch immer noch total gerne an. Aber es ist ja jedes Jahr das gleiche: Ein Gewinner wird gewählt und danach hört man gar nichts mehr von ihm/ihr. Wäre Jamie-Lee nicht beim ESC gestartet, wäre sie auch in der Versenkung verschwunden. Diese Option besteht ja dieses Jahr nicht, deshalb muss Tay wirklich gucken, dass er aus der Plattform was macht - angefangen mit einigen Promo-Auftritten in Shows. Aber das bleibt wohl Wunschdenken...



4. OneRepublic - "Let's Hurt Tonight"
Ebenfalls im The Voice-Finale traten OneRepublic mit ihrer neuen Single "Let's Hurt Tonight" auf und ich war (wieder) verliebt, denn das dazugehörige Album "Oh My My" hat mich ja schon bei Veröffentlichung überzeugen können. Ryan Tedder hat einfach eine unglaubliche Stimme und das hört man besonders auf diesen Track. Gleichzeitig ist er so modern-emotional, den muss man einfach gut finden. Wer das Album noch nicht kennt, sollte unbedingt mal reinhören und sich am besten meine Track-to-Track-Rezension dazu anschauen ;)

5. Clueso - "Neuanfang"
Kennt ihr Deluxe Music? Ein Fernsehsender nur über die Musik - ich fühle mich total an meine Kindheit/Jugend zurückerinnert. Auf jeden Fall flimmerte da das Video zu diesem Song über den Bildschirm und ich tanzte durch meine Wohnung: "Neuanfang" von Clueso dominiert auch (zumindest wurde mir das gesagt) die Charts, aber ich habe ihn eben erst jetzt entdeckt. Toller Song, der sich sehr von allem anderen abhebt, was man derzeit so hört - allerdings habe ich nicht wirklich Interesse in das komplette Album zu hören - oder empfiehlt mir das jemand ganz besonders? Clueso ist ja schon sehr speziell, kann er auf Albumlänge überzeugen?

6. Alessia Cara - "Scars to Your Beautiful"
Ja, ich weiß, schon wieder bin ich spät dran, denn auch dieser Track wird wohl seit mehreren Wochen im Radio gespielt. Aber ich verspreche, es gibt in dieser Liste auch Songs, die viele bestimmt nicht kennen werden. Allerdings hörte ich "Scars to Your Beautiful" erst am Morgen des 1. Januar und war total verliebt in den schönen Refrain, der etwas sehr erdiges kombiniert mit etwas sehr akustischem hat. Großartige Message, tolle Stimme und musikalisch ist alles einwandfrei - nach "Here" hätte ich das Alessia Cara gar nicht zugetraut. Sollte ich in das Album reinhören?



7. Nicole Cross - "Worth the Wait"
Generation YouTube. Ich bin nicht Teil davon. Zumindest nicht in dem Ausmaß, in dem es die Jugendlichen von heute sind. Dennoch gibt es da natürlich auch viel Talent zu entdecken, u. a. Nicole Cross, die ich tatsächlich nur deshalb kannte, weil sie mal mit Lena ein Cover, ich glaube von "This Is What You Came For" von Rihanna und Calvin Harris, aufnahm und auf der Plattform hoch lud. Ihre erste eigene Single dagegen ging an mir vorbei, obwohl dieser mich an einen wunderschönen Disney-Song erinnert und mir deshalb Gänsehaut bereitet. Ganz, ganz toll. Warum tritt nicht so eine Stimme für uns beim ESC an? Das wäre mal vielversprechender Nachwuchs (:



8. Sam Hunt - "Drinkin' Too Much"
Jetzt aber zu einem Song, den die meisten wohl nicht kennen dürften: Sam Hunt ist ein US-Country-Sänger, der mit seinem Album "Montevallo" große Erfolge in den USA verbuchte und einen Country-Radio-Hit nach dem anderen einheimste. Mir gefiel der Longplayer sehr gut, er vereint darin die heimisch-wirkenden Country-Sounds mit Rap, modernem RnB und einer Prise Pop - also alle Genre, die mir lieb und teuer sind. Der Sänger verabschiedete sich nach 2015 etwas von der Bildfläche, war nur bei einigen Award Shows zu sehen oder hatte mal eine Performance, sonst gab's aber keine neue Musik. Erst zum Neujahr hin veröffentlichte er den Track "Drinkin' Too Much" auf iTunes, eine Woche später dann auf allen einschlägigen Download- und Streaming-Portalen. Der Song ist eine Mischung aus Country und Rap, wobei der Refrain wieder sehr poppig daher kommt. Viele kritisieren ja den Sprechgesang, ich finde ihn mal was anderes. Klar, man muss darauf stehen und wahrscheinlich auch den Text verstehen, um es zu genießen, trotzdem finde ich die Produktion und Sam's Stimme einfach großartig - simply try it, würde ich sagen.

9. Ariana Grande feat. Future - "Everyday"
Ariana Grande hat gerade ein Hoch in den USA: Ihr Track "Side to Side" gehörte zu DEN Spätsommerhits überhaupt und bescherte ihr ihren zweiten Top10-Hit aus ihrem 3. Studioalbum "Dangerous Woman". Nun ist für eine neue Single Zeit und Ariana hat sich einen Burner von ihrem Album ausgesucht: Gemeinsam mit Future veröffentlichte sie nämlich in Amerika einen RnB-Track, der sehr sexy und gleichzeitig eingängig daherkommt und sich total von seinem Vorgänger unterscheidet - was nur gut ist, schließlich hat man meist mit Ähnlichem nicht wirklich Erfolg. "Everyday" ist daher wirklich die richtige Wahl und ich freue mich schon auf das dazugehörige Video. Bis dahin höre ich ihn mir einfach noch öfter an :D


10. Ed Sheeran - "Castle on the Hill"/"Shape of You"
Diese Tracks habe ich euch in einer eigenen Rezension vorgestellt und ich finde sie einfach BOMBE! So muss sich 2017 anhören und genau SO möchte ich bitte das gesamte musikalische Jahr erleben. Dankeschön! Zur Single-#Rezension geht's HIER.



11. Sia - "Move Your Body (Single Mix)"
SIA legte in den letzten Jahren wirklich was auf, denn sie bot immer wieder neue Songs, neue Videos, neue Alben, neue Bühnenshows... der Frau scheint der Atem nicht auszugehen, denn sie präsentiert nicht nur immer wieder neues Material, sondern steigert sich einfach mit jedem neuen Werk. Erst war da "Chandelier", dann folgte "Eye of the Needle", "Alive" und "Cheap Thrills", bevor es den Soundtrack-Song "Never Give Up" gab und jetzt kommt der Single Mix zu "Move Your Body" aus ihrem aktuellen Album "This Is Acting". Dieser war bereits mein Favorit als ich mir die LP das erste Mal angehört habe, weshalb ich wirklich froh bin, dass er als Single auserkoren wurde (: Dabei stellt er einen Mix aus den Songs des Albums "1000 Forms of Fear" und den aktuellen Liedern dar, der (wie sollte es bei dem Titel auch anders sein?) zum Tanzen einlädt. Gute Laune garantiert quasi.

12. Michael Bublé - "Nobody But Me"
Eigentlich ist ja Michael Bublé jetzt nicht unbedingt mein Fall (außer an Weihnachten, da höre ich mir sein "Christmas" wohl am meisten an), aber letztens kam eine Werbung auf RTL mit der Jahresvorschau 2017 und ich war vom Song "Nobody But Me" wirklich begeistert. Der Track steckt mit seiner positiven Melodie total an und Michael wagt sich an Pop-Sounds, die ihm und seiner Stimme wahnsinnig gut steht. Dabei gefällt mir besonders der Rap-Teil, den man so gar nicht erwarten würde wenn man einen Bublé hört. Auch auf die Geschichte sollte man genauer hinhören, diese strotzt nur so vor Ironie und Spaß. Hörenswert.



13. Michelle - "So schön ist die Zeit"
Es ist mal wieder so weit: Lenny goes Schlager. Im letzten Jahr schaffte es Ella Endlich und ihr Album "Träume auf Asphalt" bei mir Ekstase auszulösen, obwohl Schlager eigentlich so gar nicht meins ist. Doch die modernen Beats und der zeitgenössische Kern der Platte hatten es mir einfach angetan. Und so ist das jetzt auch bei "Ich würd' es wieder tun" von Michelle. Richtig, der DSDS-Jurorin Michelle. In der Sendung wurde nämlich immer wieder der Song "So schön ist die Zeit" eingeblendet und ich mochte den tanzbaren Beat und dieses Sample im Hintergrund. Schwupps bestellte ich mir das Album und bin seitdem der LP verfallen - deshalb wird es auch bald eine Rezension dazu geben. Aber bis dahin könnt ihr euch die Single "So schön ist die Zeit" anhören. Diese MUSS man sich einfach reinziehen, glaubt mir.


14. Amy Macdonald - "Dream On"
Zufällig auf YouTube entdeckt und irgendwie hängen geblieben. Denn beim ersten Hören dachte ich mir: "Joa, ganz nett", aber ich habe dann immer wieder das Video aufgerufen und bin mittlerweile irgendwie Fan. Ich kann nicht genau sagen, warum. Es könnte einfach daran liegen, dass ich was Akustisches auf meiner Playlist vermisse und ich deshalb auf Amy Macdonald zurückgreife. Sie hat halt diesen Singer-Songwriter-Vibe, auf den man stehen muss und den ich ab und an brauche. Jetzt sagen viele: "Ja, aber Ed Sheeran ist doch auch Singer-Songwriter". Ja, klar. Aber eben nicht mehr das klassische Beispiel dafür. Er hat so angefangen, aber mittlerweile ist er einfach in der Pop-Welt angekommen, auch wenn er natürlich diese anfänglichen Einflüsse hatte. Wie dem auch sei: Wer Lustauf akustische Klänge gepaart mit Singer-Songwriter-Vibes hat macht mit "Dream On"alles richtig.

Bonus-Tipp: Alexa Feser -"Mensch unter Menschen"
Nicht in meiner Spotify-Playlist, dafür aber auf YouTube aufrufbar ist die Akustik-Version des Tracks "Mensch unter Menschen" von Alexa Feser aus ihrem im Februar erscheinenden Album "Zwischen den Sekunden". Alexa begeistert mich seit 2015 und ich freue mich wirklich sehr auf das 2. Studioalbum. Bei dem Track geht es um die Art Menschen, zu denen man aufblickt, die man bewundert und die begeistern, obwohl sie es gar nicht vorhaben. Alexa erzählt mal wieder ganz wunderschön aus dem Leben und ich hänge einfach an ihren Lippen. Besonders die Akustik-Versionen überzeugen dabei, weshalb es sich lohnt, da mal reinzuschauen (:



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Buch-Rezension: "Sternensturm - Das Herz der Quelle" von Alana Falk

© Arena
Titel: Sternensturm - Das Herz der Quelle
Autorin: Alana Falk
Verlag: Arena
Seiten: 384
Ausgabe: Gebunden
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 02. Januar 2017
Preis: 16,99 €
ISBN-10: 340160290X
ISBN-13: 978-3401602905
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon



Klappentext laut Amazon:
Es ist der größte Moment in Lilianas Leben und sie fürchtet ihn genauso sehr, wie sie ihn herbeisehnt. Endlich soll sie in die Gemeinschaft des Hohen Rates aufgenommen und mit ihrer Quelle verbunden werden. Denn jeder Magier braucht eine menschliche Energiequelle, um zaubern zu können. Doch es ist ausgerechnet Chris, der Liliana zugeordnet wird. Chris, der sich der Gemeinschaft verweigert und dessen früherer Magier auf ungeklärte Weise ums Leben kam. In seinen Augen sieht Liliana nichts als Hass. Es beleibt nicht viel Zeit, um sein Vertrauen zu gewinnen, denn in den Tiefen unter Neuseeland braut sich eine schreckliche Katastrophe zusammen und nur Liliana und Chris können sie aufhalten.

Meine Meinung:
Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt - an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür!

Als ich das Cover gesehen habe, war mir klar: Das Buch will ich lesen. Ohne den Klappentext zu lesen, ohne irgendetwas darüber zu wissen und ohne die Autorin vorher gekannt zu haben. Irgendwie hat das Buch bzw. bereits das Cover zu mir gesprochen und wollte, dass ich es lese. Denn in den letzten Wochen hatte ich zwar immer ganz gute Bücher an meiner Seite, aber ein richtiger Leseflash fehlte mir irgendwie. Und genau den erhoffte ich mir von "Sternensturm".

Liliana ist eine Magierin in Ausbildung und wartet nur darauf, endlich eine Quelle zugewiesen zu bekommen - diese ermöglicht ihr nämlich, ihr gesamtes magisches Potenzial auszuschöpfen und mit ihren Kräften die Welt von Naturkatastrophen und anderen Gefahren zu retten. Liliana träumt dabei vom perfekten Partner, nur um dann Chris zugeteilt zu bekommen, eine aufmüpfige Quelle, die - laut Gerüchten - ihren ersten Magiern auf dem Gewissen hat.
Adara dagegen ist das genaue Gegenteil: Sie hat ihre Quelle bereits zugeteilt bekommen, allerdings gibt es da ein Problem: Sie ist gestorben, Schuld soll dabei der Rat sein, der die Gemeinschaft der Magier und Quellen führt. Adara schwört Rache und begibt sich auf die Suche nach einer Möglichkeit ihre Quelle wieder zum Leben zu erwecken. Wäre da nicht Setz, der Wächter, der sie unter Kontrolle halten soll...

Die Geschichte ist wirklich energiegeladen, denn es finden zwei Geschichten zur selben Zeit statt, die beide vollgespickt sind mit Abenteuern, Problemen und ganz viel Magie! Dabei schafft es die Autorin wirklich, beide Seiten der Erzählung interessant zu gestalten und die Kapitel immer dann enden zu lassen, wenn es am spannendsten ist, um im nächsten Kapitel dann die Geschichte der anderen Figur zu erzählen. Das macht man dann mal mit, nur um dann festzustellen, dass dieses Kapitel mindestens genauso unbefriedigend endet wie das vorherige - aber da war ja dann noch eben diese vorherige Geschichte, bei der man ja auch wissen möchte, wie es weitergeht. Einfach großartig dieser Wechsel und Energie. Dies führt dazu, dass man zu keinem Zeitpunkt gelangweilt ist und immer weiter lesen möchte. Großes Kompliment an die Autorin für dieses sehr hohe Level an Schreibkompetenz, denn um eine Geschichte so aufbauen zu können, bedarf es einiges an Geschick.

Dabei ist nicht nur der Aufbau der Geschichte ein großer Pluspunkt für "Sternensturm", sondern auch die Figuren. Diese sind so liebevoll beschrieben und werden so authentisch skizziert, ,dass man ihre Anwesenheit einfach wertschätzen lernt. Besonders Liliana möchte ich hier hervorheben, die innerhalb der Lektüre wirklich eine große Steigerung hinlegt und sich total dreht - nicht, dass man dieses Potenzial nicht am Anfang hätte sehen können, aber sie entfaltet dieses einfach mit jeder Seite mehr, was einen als Leser total freut. Ein großer Teil dieser Veränderung ist natürlich die Beziehung zu Chris, denn als Quelle beeinflusst er Liliana in die richtige Richtung, mehr möchte ich allerdings gar nicht sagen, sonst verrate ich schon zu viel.

Mein Fazit:
Ich denke es ist offensichtlich, dass ich das Lesen dieses Buches in jeder einzelnen Sekunde genossen habe. Die Geschichte, die Figuren, der Aufbau, die Wendungen, die Spannung und und und - es gibt wirklich keinen Aspekt, den ich zu kritisieren hätte. Alana Falk schafft mit "Sternensturm" ein fesselndes Universum, welches begeistert und einen total versinken lässt. Lange habe ich nicht mehr so mitgefiebert und schon lange habe ich es nicht mehr SO bedauert, ein Buch beenden zu müssen. Deshalb gibt es von mir auch die volle Punktzahl und den dringenden Rat: UNBEDINGT LESEN!

P. S.: Ich hoffe natürlich auf einen zweiten Teil, denn ich möchte die Figuren wirklich sehr gerne wiederlesen (:


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Single-Rezension(en): Ed Sheeran - "Shape of You"/"Castle on the Hill"

Dieser Künstler, diese Songs und diese Begeisterung haben einfach einen eigenen Beitrag verdient. Denn eigentlich verfasse ich Single-Rezensionen nicht mehr wirklich, da ich das ja in meinen Single-#Updates irgendwie tue - denn wenn es Songs da rein schaffen, dann müssen sie ja schließlich gut sein :D Nur bei wenigen Songs habe ich dann doch das Bedürfnis, ihnen einen eigenen Beitrag zu spendieren. Und jetzt folgt sogar nicht nur ein Song, sondern zwei, denn der UK-Pop-Singer-Songwriter Ed Sheeran veröffentlichte am 06. Januar 2017 die ersten beiden Singles aus seinem 3. Studioalbum "÷" ("Divide"). Und die Songs "Shape of You" und "Castle on the Hill" schafften es diese Woche Freitag gleich mal auf Platz 1 und 2 der deutschen Single-Charts - damit ist Ed Sheeran der erste Künstler, dem das gelingt. Und warum der Erfolg so kommen musste, erfahrt ihr jetzt (:


1. "Shape of You"
Mensch, als ich diese Single gehört habe, dachte ich bei dem Intro, SIA hätte mal wieder einen neuen Song, denn die Sängerin steht ja irgendwie zur Zeit darauf, dass Radio zu dominieren. Denn genau so klingt "Shape of You": Eingängig, mitreißend und schnell im Ohr - quasi die Zutaten für einen gepflegten Radio-Hit, weshalb es kein Wunder ist, dass er rauf und runter gespielt wird. Inhaltlich geht es darum, dass Ed einer Frau begegnet, die er ganz großartig findet und mit der er alles machen will, was nur geht :D Doch viel wichtiger bei dem Track ist die Produktion der Melodie, denn hier geht's richtig ab und es ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass der Song auf Platz 1 der iTunes-Charts weltweit steht. Anfangs kommt das,wie bereits erwähnt, sehr SIA-mäßig daher, mit einem durchgezogenen Beat, auf dem eine Gitarre folgt bevor Ed's Stimme einsetzt. Nach einem Satz kommt dann ein sehr auffälliges "mmmm" und Hall setzt Richtung Refrain ein. Nach diesem setzt dann ein "oh I oh I oh I" ein, welches total hängen bleibt, weil es etwas Afrikanisches bzw. Außergewöhnliches an sich hat. Hört man dieses Lied zum ersten Mal, verliebt man sich sofort und möchte den Track wieder und wieder anhören. Für alle, die auf eingängige Radio-Nummern stehen, ist das hier genau das Richtige. Nach mehrmaligem Hören nimmt die Begeisterung vielleicht etwas ab, aber man findet den Track trotzdem immer noch grandios! Eine sehr offensichtliche Single-Wahl und wahrscheinlich die eigentliche erste Single aus dem neuen Album (wenn es nur eine gegeben hätte). Hier gibt es dann übrigens die erste Live-Akustik-Version des Songs:


Und hier natürlich das offizielle Lyric-Video zum Song:



Übrigens: Der Track wurde von Ed eigentlich mit Rihanna im Kopf geschrieben, was mich im ersten Moment überraschte, ich könnte mir den Track mit der Sängerin gar nicht vorstellen. Aber gut, wahrscheinlich wäre dieser dann noch in ein anderes Gewand gepackt worden :D

2. "Castle on the Hill"
So und nun zum kompletten Gegenteil von radiotauglich und Mainstream: "Castle on the Hill" unterscheidet sich nicht nur musikalisch, sondern auch inhaltlich und produktionstechnisch komplett von seinem Partner. Als ich ihn das erste Mal gehört habe, war ich nicht ganz so überzeugt und hörte mir eher "Shape of You" andauernd an. Doch eines Morgens (nach dem ersten Anhören) hatte ich total den Ohrwurm und zwar nicht von "Shape of You", sondern von diesem Song hier. Denn es ist wirklich süß, wie Ed über seine Freunde und seine Heimat singt und was er alles sagt, um diese Aspekte vorzustellen. Besonders emotional wird es, wenn wir erfahren, was aus seinen Freunden geworden ist. Manchmal ist es schön, manchmal sehr traurig und größtenteils einfach emotional. Musikalisch ist das hier schon sehr viel näher dran an dem, was wir von Ed kennen. Es stellt eine sehr schöne Weiterentwicklung von seinem Sound dar, welches er auf "+" und "x" präsentiert hat. Denn daraus sind akustische Klänge bekannt, "Castle on the Hill" gibt dem ganzen allerdings einen modernen Anstrich. Doch überzeugt euch selbst, zunächst einmal durch Anschauen der ersten Live-Akustik-Performance:


Und dann von der ausgearbeiteten Studio-Version, die man im Lyric-Video hören kann:


Ihr seht: Ich freue mich wirklich SEHR auf das gesamte Album, welches am 03. März 2017 erscheint. Man kann es seit dem 13.01.2017 übrigens auch vorbestellen - sowohl in der Standard Edition als auch in der Deluxe-Variante (: Die Tracklist sieht wie folgt aus:

1. "Eraser"
2. "Castle on the Hill"
3. "Dive"
4. "Shape of You"
5. "Perfect"
6. "Galway Girl"
7. "Happier"
8. "New Man"
9. "Hearts Don't Break Around Here"
10. "What Do I Know?"
11. "How Would You Feel (Paean)"
12. "Supermarkt Flowers"

Deluxe Edition Bonus Tracks:

13. "Barcelona"
14. "Bibia Be Ye Ye"
15. "Nancy Mulligan"
16. "Save Myself"



Was sagt ihr zu den neuen Ed Sheeran-Songs? Seid ihr Fan der UK-Sensation oder eher nicht so? Lasst es mich gerne wissen!

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Buch-Rezension: "Das Glück der fast perfekten Tage" von Fioly Bocca

© Wunderlich
Titel: Das Glück der fast perfekten Tage
Autor: Fioly Bocca
Verlag: Wunderlich
Seiten: 192
Ausgabe: Gebunden
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 16. Dezember 2016
Preis: 16,95 €
ISBN-10: 3805251017
ISBN-13: 978-3805251013
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon



Klappentext laut Amazon:
Seit ihre Mutter an einem Tumor erkrankt ist, schreibt Anita ihr jeden Abend eine E-Mail. Darin erzählt sie von ihrem erfüllenden Job, von ihrer geplanten Hochzeit und den Kindern, die sie und ihr Verlobter bald haben werden.
Nichts davon ist wahr. In der Literaturagentur wird Anita ausgenutzt, ihre Beziehung macht sie schon lange nicht mehr glücklich. Aber sie will ihre todkranke Mutter nicht belasten.
Alles ändert sich, als Anita während einer Zugfahrt einem geheimnsivollen Mann begegnet. Ein Blick genügt, und Arun erkennt Anitas Traurigkeit und ihre Sorgen. Er macht ihr Mut, sich endlich mit Haut und Haaren auf das Leben einzulassen. Doch welches Geheimnis umgibt diesen Fremden, der so magisch in Anitas Leben gestolpert ist? Und wird es Anita mit seiner Hilfe gelingen, das Leben zu führen, das ihre Mutter sich immer für sie gewünscht hat?



Meine Meinung:
Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt - dafür ein recht herzliches Dankeschön!

"Das Glück der fast perfekten Tage" - das ist doch mal ein Titel, der einen wirklich richtig neugierig macht, oder? So erging es mir zumindest als ich den Titel und das dazugehörige Cover sah. Als das Buch dann bei mir zuhause ankam war ich wirklich total entzückt von der Gestaltung. Der Schutzumschlag ist wirklich total schön verziert und das Buch weißt eine sehr hohe Qualität auf. Ich konnte es kaum abwarten, die Geschichte rund um Anita und ihre Mutter auf den Grund zu gehen.

Anita schreibt ihrer Mutter so gut wie jeden Tag einen Brief. In diesen erzählt sie ihr von ihrem großartigen Leben: Der Job im Verlag, welcher nicht erfolgreicher laufen könnte, ihre großartige Beziehung zu ihrem Freund und die fast bevorstehende Hochzeit mit Aussicht auf Nachwuchs. Alles ist so, wie sich es ihre Mutter schon immer für ihre Tochter gewünscht hat. Doch das alles stimmt gar nicht, im Gegenteil: Anita fühlt sich in ihrem Job eingeengt und sie und ihr Freund leben eigentlich nur nebeneinander her. Doch dann kommt Arun in ihr Leben und Anita merkt: Wenn sie nicht unglücklich und allein enden möchte, muss sie ihr Leben von Grund auf ändern. Ob sie den Mut hat, das zu tun?

Der Klappentext klang total interessant und nach einem Buch, welches reichlich Gefühle beim Lesen auslöst. Das tut es auch, aber auf eine andere Weise, wie ich es erwartet hatte. Eigentlich hätte ich nämlich so große Gefühle erwartet, dass ich vor lauter Tränen gar nicht mehr weiter lesen kann. Doch was folgte waren knapp 200 Seiten sehr subtile Beschreibung von Anita's Leben, die vornehmlich sehr farblos und trüb daher kamen. Dies klingt zunächst negativ, doch je mehr die Geschichte Fahrt aufnahm, desto beeindruckter war ich und desto emotionaler reagierte ich auch auf die Geschichte - und zwar nicht an den Stellen, bei denen man es erwarten würde.

Die größte Wandlung vollzieht hierbei wirklich Anita. Dieses kleine, zerbrechliche und auch verzweifelte Person, die am Anfang des Buches ihr Leben beschreibt, als sei es schon längst vorbei, hat gar nichts mehr mit der Figur zu tun, die man am Ende des Buches zurücklässt - und damit verrate ich wirklich nicht zu viel, denn es kommt wirklich anders als man denkt. Diese Entwicklung wird wirklich sehr schön mit Hilfe des Schreibstils der Autorin deutlich gemacht: Anfangs scheint alles sehr wortkarg und schlicht, wenig auffällig und überhaupt nicht ansprechend, je weiter man aber in die Geschichte hineingeht, desto deutlicher werden Beschreibungen, desto klarer werden Handlungen skizziert und desto emotionaler werden auch die Geschehnisse wahrgenommen. Diese sehr graduelle Veränderung muss man erstmal wahrnehmen, um sie wirklich wertschätzen zu können.

Mein Fazit:
Es ist schwierig mir ein Fazit zu bilden. Denn einerseits war das Buch überhaupt nicht so, wie erwartet, weshalb ich einen wirklich schweren Einstieg hatte und wirklich lange Zeit gebraucht habe, um den Aufbau des Buches zu verstehen. Als ich das jedoch tat und nachdem ich es dann beendet hatte, war ich wirklich beeindruckt, was dazu führte, dass ich Tage später immer noch an Anita und ihren weiteren Werdegang denken musste. Sagen wir es also so: Erwartet nichts von dem Buch und lasst euch einfach auf die etwas andere Darstellung des Lebens einer Frau ein, deren Entwicklung wirklich beeindruckend ist und euch überraschen wird. "Das Glück der fast perfekten Tage" ist für all jene etwas, die auf anspruchsvolle Literatur stehen, die ganz subtil beeindruckt und eine ganz eigene Weise hat, seine Geschichte zu erzählen. Wer also auf ein Experiment aus ist oder auf diese Art Bücher steht, dem sei der Roman wärmstens ans Herz gelegt. Von mir gibt es deshalb, wenn auch über Umwegen, 4 von 5 Punkte.

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