LIVE-Leseeindruck: "Glimmernächte" von Beatrix Gurian

Herzlich Willkommen zu einem neuen Leseeindruck!
Am 1. April ist es so weit: Der neue Band von Beatrix Gurian mit dem wundervollen Namen "Sommernachtsfunkeln" erscheint im Arena Verlag. Die Autorin begeisterte Ende des letzten Jahres mit ihrem Roman "Glimmernachtsfunkeln" und löste nicht nur bei Bloggern, sondern auch bei Jugendbuchlesern allgemein einen wahren Hype aus. Ich habe diesen mitbekommen, aber habe das Buch bis heute nicht gelesen - das möchte ich ändern! Denn ich kann mir vorstellen, dass es vielen vielleicht ähnlich geht oder manche, die das Buch bereits gelesen haben, vielleicht noch einmal einen Eindruck von diesem erhalten möchten. Sag nichts mehr, ich habe die Lösung für euch: Mein Leseeindruck.

© Arena Verlag

Denn ich möchte das Buch in den nächsten Tage lesen, sodass ich dann im April noch den zweiten Band lesen kann, ohne eine große Pause zu haben - vorausgesetzt, mir gefällt der erste Band. Die Autorin ist übrigens kein neuer Stern am Himmel, denn sie veröffentlichte bereits eine Vielzahl an Büchern. Allerdings sind diese vornehmlich Thriller für den Jugendbereich. "Glimmernächte" stellt also einen klaren Neuanfang dar und es scheint der Autorin tatsächlich gelungen zu sein, eine Welt voller Romantik, Intrigen und Zauber zu erschaffen. Zumindest, wenn man den vielen positiven Blogger-Stimmen glauben darf :D

Ich habe wirklich so gar keine Ahnung was mich erwartet, wobei ich natürlich den Klappentext vor Ewigkeiten mal gelesen habe und auch das Cover lässt ja erahnen, um was es geht. Dennoch für alle, die es noch nicht wissen und somit das letzte halbe Jahr unter einem Stein gewohnt haben :D - hier der Klappentext laut Amazon:

Ein Glimmen in der Nacht,ein Geheimnis hinter Masken,eine Liebe, die alles überwindet.
Durch die Heirat ihrer Mutter mit dem Grafen Frederik von Raben zieht Pippa in ein prächtiges Schloss nach Dänemark. Doch ihre neue Familie birgt ein Geheimnis, das immer mehr Besitz von Pippa ergreift. Seltsame Dinge geschehen und bald weiß sie nicht mehr, was real ist und was nicht. Bei einem Ball begegnet Pippa ihrem verwirrend attraktiven Stiefbruder Niels. Beide kommen sich schnell näher, doch auch Niels scheint nicht ganz ehrlich zu sein. Als Pippa klar wird, welche Mächte in Schloss Ravensholm lauern, muss sie alles aufs Spiel setzen, um die zu retten, die sie liebt ...

Klingt gut, oder? Ich finde schon und bin sehr gespannt, was mich die nächsten Tage erwartet. Das Buch wurde mir übrigens vom Verlag zur Verfügung gestellt, wofür ich mich an dieser Stelle recht herzlich bedanken möchte <3

Wie immer gilt: Ich schildere meine Eindrücke in mehreren Etappen, immer nach circa 50 bis 100 Seiten - anfangs eher nach 50, zu Ende dann eher nach 100 Seiten, schließlich möchte ich euch nicht zu viel verraten. Natürlich braucht ihr keine Angst haben wegen Spoiler, denn ich gehe ab Seite 50 überhaupt nicht mehr auf den Inhalt ein, sondern äußere nur meine Gedanken zum Schreibstil, den Figuren oder anderen Bereichen, die mir positiv oder negativ auffallen. Pinky promise!


Cover: © Arena Verlag
Dieser Beitrag ist SPOILERFREI!
Ich werde die Handlung der ersten Seiten nur grob wiedergeben, ihr braucht also keine Angst haben, dass ich euch zu viel verrate (:

Los geht's also, ich wünsche euch und mir viel Spaß und gute Unterhaltung (: Ich fange heute (am 29. März 2017) mit der Story an.

Etappe 1: S. 5 bis 69
Die Geschichte fängt an und wir lernen Pippa kennen, die gerade in einer Limousine Richtung Schloss Ravensholm fährt. Dort soll sie in Zukunft wohnen, ihre Mutter hat sich nämlich unsterblich in den dazugehörigen Grafen verliebt. Pippa findet das gar nicht gut, denn dafür muss sie aus ihrer Herzensstadt Berlin nach Dänemark ziehen. Tja, und was gibt es da? Richtig, flaches Land so weit das Auge reicht. Kein guter Start für Pippa. Als die Limousine ihrer Mutter dann auch noch ein Reh anfährt, welches vom Grafen den Gnadenschuss erfährt, ist für Pippa klar: Die ticken doch nicht mehr richtig. Doch es wird noch viel mysteriöser: Kurze Zeit später kann sich niemand, außer Pippa, an den Unfall erinnern. Wird Pippa jetzt verrückt? Scheinbar, denn beim Abendessen mit Freunden, Bekannten und wichtigen Mitgliedern der Stadt sieht unsere Protagonistin nicht mehr die menschlichen Köpfe der Figuren, sondern stattdessen Tierköpfe auf ihren menschlichen Körpern sitzen. Irgendwas stimmt doch hier nicht...

Ich bin relativ unvoreingenommen in die Geschichte gestartet, denn ich hatte zwar vor Monaten mal den Klappentext gelesen, aber natürlich seitdem nicht mehr. Deshalb hatte ich so gar keine Ahnung in welche Richtung es gehen wird und als dann diese ganzen mysteriösen Dinge geschahen, war ich dennoch sehr überrascht, dass es in diese Richtung geht. Wie es aussieht steckt nämlich das Schloss Ravensholm voller Geheimnisse und Intrigen. Denn zusätzlich zu den merkwürdigen Vorfällen rund um Waldtiere kommt noch, dass Pippa's Stiefbruder Niels nicht aufzufinden ist und niemand so richtig über ihn reden möchte. Genau wie Pippa fragt sich der Leser ständig, was nur mit ihm geschehen ist und wie diese merkwürdigen Ereignisse eventuell mit ihm zusammenhängen.

Besonders interessant - neben dem magischen Setting in diesem altehrwürdigem Haus - ist die angesprochene Tiermythologie. Denn jedes Zimmer auf dem Schloss ist nach einem bestimmten Tier benannt, welches einer alten Erzählung folgt. So ist Pippa's Bruder beispielsweise im Eichhörnchenzimmer untergekommen. Eichhörnchen, so Pippa's Stiefschwester Kirsten, verstreuen Chaos und Unordnung - Eigenschaften, die gut zum Bruder passen, wie Pippa feststellt. Andere Zimmer sind nach Rehen oder Pferden benannt. Ob diese Mythologie mit den eigenartigen Visionen/Träumen/dem Wahnsinn von Pippa zu tun haben? Das gilt es herauszufinden. Bis jetzt bin ich sehr angetan und gespannt, in welche Richtung es gehen wird und wie sich die Story aufbaut und schließlich auflöst.

Etappe 2: S. 70 bis 130
Ich kann das Buch gar nicht aus den Händen legen. Die Story entwickelt sich rasant weiter, ohne dabei zu viel zu verraten, was natürlich ein super Zeichen dafür ist, dass die Autorin ihre Geschichte perfekt erzählt. Ich gehe nicht mehr auf den Inhalt ein, aber sagen wir so: Die oben genannten Aspekte werden weiter ausgeführt und es kommen einige spannende Teile hinzu. Und zwar genau so viel, dass man einfach ständig weiterlesen muss.

Besonders auffallend sind die Skizzierungen der Figuren und zwar nicht nur der Hauptprotagonistin: Alle Charaktere werden ausreichend vorgestellt und dem Leser wird schnell klar, was die einzelnen Figuren auszeichnet und wie diese ticken. Besonders Kirsten möchte ich hier hervorheben, die Stiefschwester von Pippa. Diese ist quirlig, hübsch und total schick - ein richtiges Mädchen eben. Dennoch glaube ich, dass irgendwas noch hinter der Fassade des hübschen, braven Mädchens steckt, dass das Schlossleben liebt. Ob dies was Gutes ode Schlechtes ist, weiß ich noch nicht, weshalb ich mich überraschen lassen muss.

Zum Ende dieser Etappe wurde es noch einmal sehr spannend, denn da gerät Graf Frederik in den Mittelpunkt. Zwischen ihm und Pippa geschehen nämlich unheimliche Dinge, die unbedingt Klärung bedürfen. Als Leser weiß man natürlich die Intention des Grafen nicht, allerdings weißen einige Dinge auf nicht ganz ehrliche Machenschaften hin. Ich bin gespannt, wie sich das hier noch weiterentwickelt und ob ich mit meinen Vermutungen richtig liege.

Etappe 3: S. 131 bis 220
Huch, es passiert so viel und gleichzeitig weiß man so gar nicht, in welche Richtung es geht: Wird es jetzt zur Fantasy-Geschichte oder zu einer reinen Liebesromanze oder doch zu einem Thriller? Die Autorin scheint sich nicht entscheiden zu können, was mich ab Seite 150 etwas störte, aber dann folgte die nähere Beschreibung der Beziehung zwischen Niels und Pippa und diese besänftigte mich dann etwas. Eigentlich ging mir auch das viel zu schnell, aber ich alter Romantiker musste den beiden dann einfach verfallen - Auch wenn dem Leser quasi suggeriert wird, dass sich die beiden innerhalb weniger Tage unsterblich ineinander verlieben. Hier hätte ich mir dann doch etwas mehr Zeit gewünscht, in der mehr zwischen den beiden passiert und man die Verliebtheit richtig mitbekommt. So war es erstmal etwas gewöhnungsbedürftig, aber wie schon gesagt: Ich alter Romantiker und so. Ihr kennt das, oder?

Kommen wir zum Schreibstil, schließlich ist der immer nicht ganz unwichtig. In "Glimmernächte" legt die Autorin eine locker-flockige Erzählweise an den Tag, die ich total gut "runter lesen" kann und es mir dadurch total leicht macht, die Geschichte in einem Ruck zu erleben. Manchmal ist es ja doch so, dass man stocken muss oder Textpassagen mehrmals lesen muss, aber bei diesem Buch hatte ich diese Momente noch gar nicht. Sehr verständlich geschrieben, mit ganz viel bildhaften Elementen und dennoch so präzise, dass man nicht das Gefühl hat, die Autorin müsste ihre Seiten fühlen und erklärt jetzt deshalb nochmal ganz genau, wie das Licht ins Zimmer fällt - dennoch gibt es diese Momente, die ein klein wenig Magie haben und dann auch genauer beschrieben werden. Aber eben dezent verteilt und deshalb auch besonders.

Dadurch, dass ich immer noch nicht weiß, in welche Richtung das hier alles gehen wird, würde ich zwar wahnsinnig gerne über all die mystischen Elemente (Runen, Zeichen, Tiergeister, Geister, etc.) reden, kann aber einfach noch nichts sagen, weil ich eben noch nicht weiß, was sie bedeuten. Pippa findet Runen unter ihrem Bett und in einzelnen Zimmern, sie hört Geschichten von Geistern verstorbener Familienkinder der von Raben-Dynastie und sieht bestimmte Tiere, wenn sie bestimmte Personen trifft. Oder wird im Traum... nein, das verrate ich jetzt nicht :D Das alles wirkt natürlich sehr nach Fantasy, aber ich möchte jetzt einfach ENDLICH wissen, was genau dahintersteckt. Ich warte quasi schon die ganze Zeit, dass ich Worte wie Vampir, Werwolf, Zauberer, usw. lese. Tue es aber (noch) nicht. Manchmal können Autoren fies sein, oder? :D

Etappe 4: S. 221 bis 382
Ich habe es geschafft! Nachdem meine letzten Tage wirklich ereignisreich waren und ich fast nicht zum Lesen gekommen bin, habe ich heute (am 03. April 2017) "Glimmernächte" beendet! Und was soll ich sagen? Im letzten Drittel gelangte der Plot endlich zu seinem Höhepunkt und löste sich Genre-typisch gut auf. Mir hat die Reise gefallen und ich habe mich mit Pippa sehr wohl gefühlt, auch wenn ich an manchen Stellen etwas genervt von der Tatsache war, dass ich so gar keine Ahnung hatte, um was es denn nun gehen soll - oder war ich einfach zu unsensibel, um es zu verstehen? Denn einzelne Hinweise gab es, aber dass es dann so kommt, wie es gekommen ist, hätte ich jetzt nicht erraten können :D

Mein endgültiges Fazit folgt natürlich innerhalb der Rezension zum Buch, aber hier sei schon mal gesagt: Insgesamt großartiger Aufbau, spannende Schreibweise und toll skizzierte Charaktere, was am Ende zum Mitfiebern führte. Für mich etwas störend waren die teilweise sehr schnell vollzogenen Entwicklungen, besonders zwischen dem Liebespärchen des Buches. Hier hätte ich mir dann doch mehr Interaktion und Geschehnisse gewünscht, damit man die Charaktere und deren aufblühende Liebe besser kennenlernt und auch nachvollziehen kann, warum sie sich so schnell ineinander verliebt haben. Das fehlt leider und so nimmt man einige Aussagen und Gefühlsausbrüche zwar hin, kann diese aber eher weniger verstehen.

Und auch das Ende ließ mich zwigespalten zurück, denn ob ich das für so rund halte, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Ich habe das Gefühl, dass es sich die Autorin sehr einfach gemacht hat und gerade an der spannendsten Stelle resignierte und alles ganz schnell hinter sich bringen wollte. Schade, denn da wäre die Möglichkeit gewesen, dem Buch noch die Krone aufzusetzen, denn bis auf die beiden genannten Aspekte fand ich es sonst ganz, ganz toll und teilweise wirklich sehr magisch.

Ob ich, aufgrund dieser Eindrücke, Lust auf die zweite Geschichte in dieser Art hätte? Oh ja, denn der Schreibstil ist einfach wunderbar lockig-flockig, sodass ich die Kapitel nur so weglesse. Also, her mit "Sommernachtsfunnkeln"! ;-)


Übrigens!
Ab sofort ist der zweiten Teil "Sommernachtsfunkeln" von Beatrix Gurian erhältlich! Und wieder verspricht die Geschichte romantische Erlebnisse gepaart mit gar magischen Momenten, aber lest selbst im Klappentext laut Amazon:

Luke ist schon lange Katis bester Freund. Dass sie mehr für ihn empfindet, will sie ihm nach einer Party endlich sagen. Doch dann passiert ein tragischer Unfall, von dem Kati schwere Narben davonträgt. Niedergeschlagen reist sie als Au-Pair nach L.A., wo ihr Leben einen geradezu magischen Aufschwung nimmt. In einer Bar namens "LIVED" findet Kati in den attraktiven Geschwistern Jeff und Lucy neue Freunde. All ihre Träume scheinen plötzlich wahr zu werden. Doch die Glamour-Welt verbirgt etwas - und erst mit Lukes Hilfe erkennt Kati, dass sie längst in einem Albtraum gefangen ist.


© Arena Verlag

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Buch-Rezension: "Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden" von Emily Barr

©  S. Fischer | FJB
Titel: Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden
Autorin: Emily Barr
Verlag: S. Fischer | FJB
Seiten: 352
Ausgabe: Gebunden
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 23. März 2017
Preis: 16,99 €
ISBN-10: 384144007X
ISBN-13: 978-3841440075
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon




Klappentext laut Amazon:
Ein außergewöhnlicher Coming-of-Age-Roman, den man so schnell nicht mehr vergessen wird. Emily Barrs ›Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden‹ ist die Geschichte eines Mädchens, das für einen Kuss bis an den Nordpol reist und durch Briefe aus Paris die kleinen bunten Wunder des Lebens entdeckt. Ungewöhnlich berührend und bezaubernd erzählt!

„Ich schaue auf meine Hand. Dort steht Flora, das bin ich. Die Buchstaben auf dem Handrücken bilden meinen Namen. Ich halte mich daran fest. Ich bin Flora. Darunter steht: Sei mutig! Ich schließe meine Augen und hole tief Luft. Ich weiß nicht, warum ich hier bin, aber alles wird gut.“

Flora Banks Leben ist wie ein tausendteiliges Puzzle in allen Farben des Regenbogens. Jeden Tag muss sie es erneut zusammensetzen. Sie muss sich daran erinnern, wer sie ist und was los ist. Manchmal stündlich. Nichts, was seit ihrem 10. Geburtstag passiert ist, bleibt ihr im Gedächtnis. Doch auf einmal ist da diese eine Erinnerung in ihrem Kopf. Und sie bleibt, verschwindet nicht wie die anderen Details aus ihrem Leben. Es ist die Erinnerung daran, wie sie nachts am Strand einen Jungen geküsst hat. Bewaffnet mit Handy, Briefen von ihrem Bruder aus Paris, einem prallgefüllten Notizbuch und tausenden von Zettelchen macht sich Flora Banks auf eine Reise, die sie letztendlich zu sich selbst führt. Denn zum ersten Mal in ihrem Leben kann sie jetzt entscheiden, wer sie wirklich sein will.

Meine Meinung:
Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt - ein herzliches Dankeschön dafür (:

Dieses Buch hat einfach das Gesamtpaket! Das Cover ist wunderschön, der Klappentext klingt großartig und die Kritikerstimmen in England waren hellauf begeistert - wer da nicht sofort zuschlägt, hat ja wohl irgendwas nicht verstanden. So zumindest ging es mir als ich auf dieses Buch aufmerksam wurde. Es passt einfach alles zusammen und macht auf den Inhalt wirklich neugierig. Deshalb musste ich es auch quasi sofort lesen, nachdem es bei mir Zuhause ankam. Und so begab ich mich auf die Reise auf der Suche nach Flora Banks und ihrer großen Liebe.

Flora vergisst alles. Also wirklich alles. Sie kann sich noch an die Momente vor ihrem 10. Geburtstag erinnern, doch ihr Kurzzeitgedächtnis ist so beschädigt, dass sie nach ein paar Minuten oder Stunden das eben Erlebte sofort wieder vergisst. Deshalb schreibt sich Flora auch alles auf: Auf ihre Arme, in ein Notizbuch oder auf Post-Its. Überall, damit Flora sich wieder erinnern kann und weiß, dass sie keine zehn Jahre alt mehr ist, sondern eigentlich ja schon siebzehn. Doch dann die Wende: Flora wird eines Nachts geküsst und kann sich am nächsten Morgen sogar daran erinnern. Ein Wunder? Alles andere verblasst wie gewohnt, doch der Kuss bleibt. Flora begibt sich auf die Suche nach dem Jungen, welche sie schließlich bis zum Nordpol führt. Ob Flora ihre Erinnerung wiederfinden kann?

Die Geschichte ist einfach genauso wie das Cover: Zuckersüß, bunt und sehr, sehr mitreißend. Flora ist einem von Grund auf sympathisch, weshalb man als Leser jedes Mal, wenn sie die Ereignisse vergisst, Mitleid mit ihr hat, denn eigentlich ist Flora eine starke Persönlichkeit, die das Recht hätte, sich zu erinnern und auszuleben. Doch daran hindert sie nicht nur ihre Krankheit, sondern auch ihre Eltern, die sie vor alles und jeden beschützen wollen. So begleitet der Leser Flora, die, angetrieben durch den Kuss, an ihren Erinnerungen festhält und alles versucht, um den Jungen zu finden, der ihr die Erinnerung zurück gebracht hat. Allerdings bleibt es nicht bei einer lausigen Liebesgeschichte: Vielmehr wird die Erzählung zur Suche nach sich selbst und mehr noch als das Finden des Jungen, wünscht sich der Leser, dass Flora endlich Vertrauen in sich schöpft und ihr Leben selbst in die Hand nimmt - auf ihre ganz eigene Art und Weise. Diesen Prozess dokumentiert die Autorin wirklich gut und schafft es so, den Figuren Leben einzuhauchen und deren Entwicklung deutlich darzustellen.

Anfangs wirkt die Geschichte noch recht harmlos und unüberlegt, doch zum Ende hin erkennt man die Details und erfährt auch, was dahinter steckt. So kam es, dass ich mich ab der Mitte eigentlich gefragt habe, wie es denn nun noch weitergehen sollte. Für mich war es nämlich irgendwann eine endlose Aneinanderreihung von Erlebnissen, die Flora schlussendlich wieder vergisst, um später noch einmal von vorne anzufangen. Doch das Durchhaltevermögen sollte sich auszahlen: Am Ende war es so packend, dass ich gar nicht wollte, dass es aufhört und deshalb umso überraschter war, als ich auf der letzten Seite angekommen bin. Denn erst auf den letzten Seiten gibt die Autorin die Hintergründe preis und schafft es so, dass man als Leser die gesamte Geschichte mit anderen Augen sieht.

Während des Lesens kam mir außerdem der Gedanke, dass von manchen eventuell kritisiert werden könnte, dass es unlogisch erscheint, dass eine Siebzehnjährige alleine zum Nordpol reist. Und ich stimme zu: Eine gewisse Realitätsferne liegt bestimmt vor. Allerdings passt diese zu Flora: Es unterstreicht ihre starke Persönlichkeit und den Charakter, den sie unter all ihren Schwächen hat. Und wer Flora wirklich verstanden hat, der weiß, dass eine Reise zum Nordpol auf eigene Faust einfach zu ihr passt und durchaus zuzutrauen ist. Deshalb: Nein, eine Reise zum Nordpol ist nicht realitätsfern - im Gegenteil, sie ist typisch für Flora.

Mein Fazit:
Ich bin der Magie dieses Buches einfach verfallen. Flora, ihre beste Freundin Paige, die Reise zum Nordpol, ihr Bruder Jacob, das Setting an der englischen Küste... einfach alles greift ineinander und liefert eine Geschichte, die man so schnell bestimmt nicht vergessen wird. Ich hatte anfangs die Befürchtung, dass durch das Vergessen die Lektüre sehr redundant wird, aber das wurde sie für mich gar nicht. Die Autorin schafft es, Flora's Gedanken zu schildern und dabei gleichzeitig einen Weg zu finden, wie sie die vergessenen Erlebnisse (die dem Leser ja noch präsent sind) gut auf den Punkt bringen kann. Ja, an manchen Stellen war die Lektüre vielleicht leicht langatmig, allerdings, rückwirkend betrachtet, gehört das einfach zur Story dazu. Für diese Entwicklung gibt es von mir deshalb 4,5 Punkte und eine Leseempfehlung für all jene, die auf magische Geschichten mit tollen Charakteren stehen.

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Album-Rezension: "So Good" von Zara Larsson

© EPIC/Record Company TEN
Wer sich in der Popmusikszene bewegt, regelmäßig Chart-Updates wahrnimmt und hin und wieder Radio hört, der wird im letzten Jahr an dieser Sängerin nicht vorbeigekommen sein: Die Schwedin Zara Larsson begeistert mit ihren Songs jung und alt und ist dabei so individuell und selbstständig wie kaum ein anderer Popstar unserer Zeit. Schaltet man das Radio an kann es deshalb durchaus dazu kommen, dass man innerhalb weniger Minuten zwei ihrer Mega-Hits kurz hintereinander hört. Mir persönlich ist sie besonders mit den Tracks "Lush Life" und "Ain't My Fault" im Gedächtnis geblieben, denn diese empfand ich als extrem gut und total eingängig. Sie zeigen, wie Pop im Jahr 2017 zu klingen hat, gleichzeitig haben sie aber auch etwas sehr Frisches, was mir persönlich einfach gefällt - obwohl "Ain't My Fault" natürlich sehr stark an Rihanna erinnert. Aber hey, wer wie meine Lieblingssängerin klingt und dann noch Eigenständigkeit da rein bringt, der hat es auch verdient, dass ich die Ähnlichkeit einfach überhöre. Deshalb war ich umso gespannter auf das Album, welches am 17. März 2017 folgte.

Anfangs war ich ja skeptisch: Wer ein Album erst nach vier Singles veröffentlicht und zusätzlich zum Album-Release zwei weitere Songs in die Single-Charts wirft, der hat doch dann auf der LP nichts mehr zu bieten, oder? So fing ich also mit der LP zunächst auf Spotify an und nach dem ersten Hören war ich dann so semi-begeistert. Ja, die Titel waren größtenteils ganz gut, sogar einige Highlights konnte ich heraushören und insgesamt hatte ich das Gefühl, eine Bandbreite innerhalb einer Poprichtung gehört zu haben. Denn so ist es: Zara Larsson liefert guten Dance-Pop, mal gepaart mit HipHop-Elementen, mal mit klassischen Club-Sounds, größtenteils mit schnellen Rhythmen, teilweise aber auch als Ballade oder Midtempo-Track. Ich dachte, es wäre das klassische Album, was man hört nach einem solchen weltweiten Erfolg. Die Hits stechen heraus, es gibt ein bis zwei Perlen und der Rest ist einfach ganz okay. Doch ich ertappte mich über den Tag verteilt immer wieder dabei, wie ich mir Melodien der Songs vorsang und zwar teilweise auch der Songs, die ich als gar nicht so herausragend getitelt hatte.


Deshalb hörte ich mir das Album kurze Zeit später noch einmal an und siehe da: Aus einem "ganz guten" Album wurde ein "Oh mein Gott, wie konnte ich nur die genialen Texte, großartigen Betas und die geniale Instrumentalisierung überhören"-Album. Kurz gesagt: Ich war total begeistert, drehte die Lautstärke auf und genoss die LP in vollen Zügen. So sehr, dass ich am Montag darauf sofort in den Plattenladen gerannt bin und mir das Album sofort zugelegt habe. Daran sieht man mal: Manchmal überzeugt ein Album erst nach mehrmaligen Hören, denn dann hört man erst die Geschichten heraus oder stellt fest, wie detailreich die Instrumentalisierung ist. Natürlich verstehe ich meist auch beim ersten Mal, um was es in den einzelnen Songs geht, aber oft wird einem die komplette Geschichte des Albums erst später bewusst. Und so auch bei "So Good".

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Was ist das Besondere an dem Album? Denn ich muss euch nicht sagen, dass die Singles "Lush Life", "Never Forget You", "Ain't My Fault" und "I Would Like" einfach grandios, eingängig und tanzbar sind - das wisst ihr selbst, sonst würdet ihr diese Rezension hier nicht lesen. Allerdings kann ich euch sagen, dass das Album durchaus Songs zu bieten hat, die auf genau diesem Level sind: "TG4M", "Only You", "Sundown" oder "Symphony"gehen alle samt ins Ohr und versprechen gute Laune. Diese Songs können genauso im Radio laufen und man wäre begeistert, wenn man während der Autofahrt die neue Single von Zara Larsson hören würde. Doch das sind nicht die Argumente, die mich für das Album begeistern. Denn dann könnte man sich auch weiterhin Zara Larsson's Singles kaufen. Nein, es muss andere Gründe geben, die für die LP sprechen.

Und das sind die Songs, die so gänzlich anders klingen als die bisher bekannten: In "What They Say" oder "Make That Money Girl" besingt Zara feministische Texte gepaart mit HipHop/Trap-Beats und Dance-Sounds. Hier hört man weniger auf den Sound, der eigentlich schon bekannt ist, sondern vielmehr auf die Lyrics, die eine selbstbewusste Geschichte erzählen und ein tolles Statement in unserer aktuellen politischen und weltlichen Situation sind. Ganz anders hingegen die Balladen der Platte, die bei mir persönlich teilweise für Gänsehaut sorgen und teilweise sehr bildlich daherkommen. Besonders gefühlvoll empfinde ich die Tracks "Don't Let Me Be Yours", "Funeral" und "I Can't Fall in Love Without You". Diese haben einen akustischen Sound, der mir sehr gefällt, da es reduziert und dennoch gut produziert wirkt. Solche Nummern würde ich mir öfter im Radio wünschen, denn nur weil etwas gefühlvoll ist, heißt es ja nicht, dass es nicht eingängig sein kann. Beide Aspekte erfüllen diese Lieder.


Mein absoluter Lieblingssong ist jedoch "One Mississippi": Der Song ist einerseits so geschrieben, dass er sofort im Ohr stecken bleibt, andererseits löst er bei mir so viele verschiedene Bilder aus, dass ich quasi ein Musikvideo drehen könnte, jedes Mal wenn ich ihn mir anhöre. Ein glückliches Päärchen, verliebt, läuft dem Sonnenuntergang entgegen, es folgt der ersten Streit in der gemeinsamen Wohnung, bevor der Traummann Schluss macht und im nächsten Moment in seiner eigenen Wohnung ist und einem die Tür vor der Nase zuschlägt - hach, wo ist die Kamera und Zara, ich wäre dann so weit. Für mich ein potenzieller Single-Kandidat, aber ich befürchte, dass man hier auf kommerziellere Nummern, wie oben beschrieben, zurückgreifen wird. Dennoch: Wer nur mal reinhören möchte, sollte sich diesen Titel nicht entgehen lassen.

Insgesamt habe ich somit ein Album erhalten, welches mehrere sehr gute Komponenten enthält: Zum einen hätten wir da die kommerziellen Singles, die man aus dem Radio, der Werbung oder den Charts kennt und die einfach schon so drin sind, dass man sie mitsingen und abfeiern muss. Zum anderen wären dann aber die gefühlvollen Balladen, die sehr emotional, ehrlich und oft sehr bildlich vorgetragen werden und bei mir wirklich Begeisterung auslösen. Die LP stellt Zara Larsson als selbstbewusste, eigenständige, mutige und für sich selbst eintretende Person dar, die eine klare Meinung hat und sich nicht dafür schämt, diese auch mitzuteilen. Ich höre mir das Album deshalb wirklich gerne an und kann mir gut vorstellen, dass es mich über den Frühling und Sommer 2017 begleiten wird. Dafür gibt es gute 4 von 5 Sternen - vielleicht schafft es "So Good" ja sogar auf die volle Punktzahl nach diesem Sommer und wird seinem Namen dann gerecht.

Cover: © EPIC/Record Company TEN
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Buch-Rezension: "Fuchsgott" von Nicky P. Kiesow

Buch-Rezension: "AchtNacht" von Sebastian Fitzek

Album-Rezension: "Guten Morgen Freiheit" von Yvonne Catterfeld

Buch-Rezension: "Das Licht der letzten Tage" von Emily St. John Mandel

© Piper Verlag
Titel: Das Licht der letzten Tage
Autorin: Emily St. John Mandel
Verlag: Piper
Seiten: 416
Ausgabe: Taschenbuch
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 1. Februar 2017
Preis: 10,00 €
ISBN-10: 3492310230
ISBN-13: 978-3492310239
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon




Klappentext laut Amazon:
Ein Wimpernschlag, und die Welt ging unter. Eine Pandemie hat fast die gesamte Menschheit dahingerafft, doch selbst zwanzig Jahre danach, geben die Überlebenden nicht auf. Obwohl Tod und Verfall ihre ständigen Begleiter sind, haben sie nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie erinnern sich an all das, was einst so selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass es für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg durch eine leere Welt werden sie von unerschütterlicher Hoffnung geleitet, denn sie wissen: Selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit.


Meine Meinung:
Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt - an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür (:

Das Licht der letzten Tage. Wenn das mal kein schöner Titel ist. Hinzu kommt noch ein großartiges, romantisches und dennoch vielsagendes Cover und schon hat man mich. Nach Lesen des Klappentextes musste ich das Buch dann einfach zu mir holen und so kam es bei mir an und wurde quasi sofort begonnen. Ich freute mich auf ein spannendes, packendes und hartes Weltuntergangsszenario, was mich total umhaut und mir den Atem raubt. Bekommen habe ich allerdings etwas völlig anderes - zumindest am Anfang.

Die Lektüre beginnt nämlich nicht auf den Straßen eines harten Alltags ohne Strom, fließend Wasser und Essen, sondern ganz zivilisiert in einem Theater. Von dort bekommt der Leser mit, wie sich ein Virus auf der gesamten Welt verbreitet und schließlich auch im Theater ankommt. Plötzlich geht alles ganz schnell: Unser Protagonist Jeevan bekommt von einem guten befreundeten Arzt gesagt, dass es das Virus gibt und er alles daran setzen soll, die Stadt zu verlassen. Doch Jeevan entscheidet sich anders: Er deckt sich mit Lebensmitteln und Wasser ein und geht zu seinem Bruder. Dort verbarrikadieren sie sich und verfolgen über die örtlichen Nachrichten, wie sich das Virus mehr und mehr verbreitet und den Großteil der Menschheit vernichtet.

Ich muss sagen, dass ich anfangs etwas orientierungslos durch die Geschichte gegangen bin, denn der Start im Theater, in dem ein Schauspieler an seinem Herzversagen stirbt, ist so völlig anders als erwartet und setzt den Fokus auch auf etwas völlig anderes als auf den Weltuntergang. Und auch auf den nächsten circa 100 Seiten erfahren wir weniger über den eigentlichen Ablauf der Ausbreitung des Virus, sondern mehr über die individuellen Geschichten von Jeevan oder dem Mädchen Kirsten, welche als Kinderschauspielerin im Theater und später als Symphoniemitglied in Erscheinung tritt. Das führt dazu, dass man sehr viel über die Figuren erfährt, allerdings weniger über die übrigen Umstände.

Erst ab der Hälfte des Romans geht es dann tatsächlich um die Ausbreitung und die Folgen für die Menschheit, diesmal in Form der Erinnerungen einer Figur, die ich hier nicht näher benennen möchte. Erst ab diesem Zeitpunkt konnte ich dann wirklich ins Buch hinein finden und verstand den Aufbau, den die Autorin verfolgt. Bis dahin, war ich eigentlich immer etwas verwirrt. Ein weiteres tragendes Element ist die oben angesprochene Symphonie. Diese ist quasi ein Wanderzirkus, der nach Ausbruch des Virus durch Amerika reist und verschiedene Theaterstücke und Musikprogramme aufführt. Dabei erfährt man als Leser, wie die einzelnen Städte ihr Zusammenleben neu organisieren und welche teilweise sektenartigen Zusammenkünfte geschlossen werden. Interessant zu lesen, aber auch sehr anstrengend, da sehr viel über die Struktur der Symphonie berichtet wird als über die Missstände des Landes.

Trotz dieser Verworrenheit muss ich sagen, dass ein großer Pluspunkt dieses Romans die Figuren sind: Wirklich jede Protagonistin und jeder Protagonist sind sympathisch, bringen einem zum Lachen oder Weinen und präsentieren ihre Gefühlswelt sehr gut und nachvollziehbar. Man fühlt mit und hofft das Beste und möchte unbedingt, dass sich die Personen selbst finden. Denn auch das scheint eine Thematik des Romans zu sein: Wer ist man, wenn alles, was man bisher kannte, verschwunden ist? Wenn man seine Lieben verloren hat und alle festen Anker seines Lebens hinter sich lassen musste? Diese Fragen wirft der Roman auf und beantwortet sie auch teilweise.

Mein Fazit:
Ich beendete den Roman mit einem gemischten Gefühl, denn einerseits konnte mich das Setting und die Figuren begeistern, andererseits empfand ich den Aufbau des Romans als störend. Denn richtig reingekommen bin ich erst ab Seite 200, bis dahin kämpfte ich mich wirklich durch und konnte die Geschichte nicht wirklich genießen - obwohl mir die Figuren sympathisch waren. Schade, denn die Szenerie und Idee hätte bestimmt mehr hergegeben. Dennoch bin ich besonders mit der letzten Hälfte sehr zufrieden, denn hier kam die Action, die mir bis dato gefällt hatte. Außerdem erfuhr man mehr über die die Umstände und auch zwischen den einzelnen Figuren wurden endlich Parallelen gezogen oder gemeinsame Handlungsstränge entwickelt.

Insgesamt ergibt das für mich 3 von 5 Punkten. Die Grundidee und Figuren sind großartig, am Aufbau und der letztendlich Umsetzung scheitert es in vielen Aspekten.

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Album-Rezension: "Guten Morgen Freiheit" von Yvonne Catterfeld

© Veritable Records
Yvonne Catterfeld legte in den letzten Jahren eines der Comebacks überhaupt hin! Die Erfurter Sängerin hatte Anfang der 2000er große Erfolge mit Songs wie "Für dich" und "Du hast mein Herz gebrochen" und begeisterte Tausende an Fans im Sturm. Doch dann wuchs die Sängerin aus ihrer Musik und scheinbar auch ihrer öffentlichen Person heraus und nabelte sich zuerst komplett ab. Nach einigen Jahren veröffentlichte sie dann das jazzige "Blau im Blau" und Fans wussten nicht so recht, was sie damit anfangen sollten. Es wurde still um die Sängerin und als die deutsche Musikszene schon fast nicht mehr mit ihr gerechnet hätte, kehrte Yvonne zurück - nämlich mit der Sendung Sing mein Song. Hier überzeugte sie Millionen Zuschauer mit Covern und stellte auch nochmal ihr 2013er Album "Lieber so" vor - welches ich schon bei ursprünglicher Veröffentlichung liebte. Ab diesem Zeitpunkt fand Yvonne den Mut eigene Entscheidungen zu treffen: Sie trennte sich von ihrem Manager, gründete ihr eigenes Label Veritable Records und arbeite an einem Album, welches zu 100 % sie darstellte. Das hören wir nun, unter dem treffenden Namen "Guten Morgen Freiheit".

Und tatsächlich kann man den Unterschied sehr deutlich hören: Yvonne verarbeitet Raggae-Sounds mit HipHop-Beats und Pop-Klängen und spricht dabei nicht nur über die liebe Liebe, sondern äußert durchaus auch gesellschaftskritische Inhalte, die sie als reife und reflektierte Frau darstellen. Besonders deutlich wird das natürlich mit der Vorab-Single "Irgendwas", die davon spricht, immer mehr haben zu wollen, obwohl man gar nicht weiß, wozu. Doch auch Songs wie "Besser werden" und besonders "5 vor 12" im Duett mit Teesy zeigen, wie man in Pop-Musik auch, was Politik und Wirtschaft angeht, Stellung beziehen kann. Dabei ist es gar nicht so frontal "auf die 12" wie im ersten Moment angenommen: Mal äußert Yvonne mit leisen Tönen Kritik, mal macht sie sich lustig über allwissende Politiker und mal merkt man diese Kritik durch die emotionale Darbietung des Gesangs. Eins haben alle Songs aber gemeinsam: Sie sind wunderbar geschrieben, haben Niveau und weißen eine wirklich qualitativ hochwertige Produktion auf.


Doch auch gute Laune kann Yvonne: Der Titeltrack "Guten Morgen Freiheit" zaubert mir jedes Mal aufs Neue ein Lächeln ins Gesicht und steigert damit meine Laune ungemein. Wenn ich einen Lieblingstrack benennen müsste, dann wäre dieser Song definitiv eine Option. Thematisch ähnlich, aber etwas leichtsinniger und musikalisch total anders ist "Freisprengen", der davon handelt, wie sich Yvonne von all den Dingen trennt, die ihr nicht gut tun, um sich selbst wieder zu finden. Diese Songs machen einfach Spaß, gehen ins Ohr und zeigen eine nicht ganz so nachdenkliche und dennoch tiefsinnige Sängerin mit viel Charisma.
Aber wie schon versprochen: Auch Liebe hat Yvonne nicht verlernt, singt aber über diese sehr viel selbstbewusster und gereifter als früher. Ein persönliches Highlight für mich ist "Tür und Angel", bei dem ich immer an einen ganz besonderen Menschen denken muss und mir deshalb Gänsehaut bereitet. Selbes Gilt auch für "Was bleibt", den die Sängerin für ihren Sohn komponiert hat, doch auch "Pass gut auf dich auf" hat Gänsehaut-Potenzial vom feinsten und sollte als Abschlusssong noch einmal genauer angehört werden. Insgesamt sind das die Songs, die für mich die Platte rund machen und mich dazu verleiten, sie immer und immer wieder anzuhören.


Aufmerksamen Lesern der Titelliste mag aufgefallen sein, dass es einen Song doppelt gibt: "Mehr als ihr seht" wird nämlich in zwei verschiedenen Versionen vorgetragen. Einmal in der Solo-Version, in der Yvonne, so scheint es zumindest, von allem los reißt und völlig ungeniert einfach das anspricht, was sie wirklich denkt. Diese Selbstsicherheit tut dem Song gut und verleiht ihm eine ganz besondere Rolle auf der LP. Noch viel besser finde ich dabei Part 2 des Tracks, der einen Rap-Part von MoTrip liefert, der noch einmal einen oben drauf setzt und unbedingt SO als Single veröffentlicht werden muss. Überhaupt sind die Gastsänger und - rapper auf "Guten Morgen Freiheit" eine wahre Wucht: Bengio, Chima, MoTrip und Teesy verleihen den Songs ihre ganz eigene Note und harmonieren wunderbar mit Yvonne. Es ist interessant zu sehen, wie Yvonne jeden dieser Stile zu ihrem eigenen macht und man ihr als Zuhörer wirklich abkauft, dass sie diesen lebt. Wahrscheinlich weil sie genau das tut: Die Stile lebt. Als Fan kennt man sie ja noch von früher (auch als Nicht-Fan tut man das bestimmt) und da ist es einfach so ungewohnt, all diese Musikrichtungen von ihr zu hören. Sie selbst sagte ja, sie seien schon immer in ihr gewesen, aber nie durchgekommen. Gut, dass sich diese nun entschieden haben herauszukommen und uns Zuhörer zu begeistern.



Wie man merkt: Ich bin verliebt und fühle mich in der neuen Welt von Yvonne total wohl. Ich war schon vom Vorgänger "Lieber so" begeistert und konnte mir nur schwer vorstellen, wie Yvonne diese Platte toppen will. Allerdings musste ich beim anhören von "Guten Morgen Freiheit" gar nicht an den Vorgänger denken, denn sie ist so anders, so experimentell und so frisch, dass es eine ganz eigene Liga darstellt. Ich möchte gar nicht sagen, welches Album mir besser gefällt - denn sie sind beides Meisterwerke! Und auch live sieht man, dass Yvonne angekommen ist: Sie performt die Songs mit einer Selbstverständlichkeit und Freude, dass man es als Zuhörer einfach genießen MUSS. Bei dem Konzert in München gefielen mir natürlich die Songs, die mir schon auf der Platte besonders positiv aufgefallen sind, aber auch Tracks, die ich jetzt beim ersten Hören als nicht so stark empfand, haben es mir angetan: Besonders "Straßen aus Salz" möchte ich hier nennen: Auf dem Album empfand ich ihn als emotional, habe aber gar nicht so richtig auf den Text gehört. Anders beim Konzert: Yvonne erzählte die Geschichte dahinter und fing dann an zu singen - der Saal schwieg für diese drei Minuten und hatte einstimmig Gänsehaut. SO muss eine Künstlerin live wirken, genau SO muss ein Konzert sein. Wer also die Sängerin noch nicht live gesehen hat, sollte dies unbedingt tun. Stimmlich top und wie auf dem Album, wenn nicht sogar besser, und eine Stimmung, wie man sie sich nur erträumen kann. Yvonne, wir sehen uns wieder <3
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Single-#Update im März 2017

Herzlich Willkommen zum neuen #Update!
Mensch, die Monate vergehen zu schnell: Eigentlich wollte ich genau zum 15. März mein neues #Update hochladen, eben genau an dem Tag, an dem ich es eigentlich jeden Monat hochlade. Jetzt war ich aber letzten Februar in England, weshalb das #Update für den vergangenen Monat später kam und weshalb ich total in Verzug geraten bin :D Wie dem auch sei, kein großes Gelabber mehr, her mit den Songs, die ich im März rauf und runter gehört ab - im wahrsten Sinne des Wortes!


Vielleicht noch eine kleine Anmerkung: Die Playlist ist voll von Songs mit ESC-Bezug. Die Vorentscheidssaison 2017 war nämlich im vollen Gange und ich habe es total gefeiert - entschuldigt also, wenn es voll von solchen Nummern ist :D Reinhören lohnt sich aber, denn es sind wahre Perlen dabei (:


1. Levina - "Perfect Life" (Madizin Mix)
Ja, ich bin ein ESC-Fan. Schuldig, im Sinne der Anklage. Und ja, ich war eigentlich für den anderen Song beim Vorentscheid (ich denke auch immer noch, dass "Wildfire" die bessere Wahl für Kiew gewesen wäre). Dennoch: Ich mag es einfach, hinter unserem Song stehen zu können und ganz ehrlich: Levina ist hübsch, der Song ganz gut und ich muss mich eh damit beschäftigen. Und letzte Woche veröffentlichte die junge Sängerin dann auch noch einen Remix von Madizin, der ja bekannt dafür ist, "Geiles Leben" von Glasperlenspiel so geremixed zu haben, dass dieser zum Hit wurde. Und auch "Perfect Life" klingt in seiner Version einfach nur mega! So höre ich mir den Track wirklich VIEL lieber an als in der Single-Version. Ich hatte ja gehofft, man nimmt den für den Eurovision Song Contest, aber wie jetzt bekannt wurde, gibt es wohl eine andere Version zum ESC - allerdings ist diese NICHT der Madizin Mix. Schade, denn hier vergeudet man mal wieder Potenzial - but what do I know? Aber alles mit Ruhe, wer weiß, vielleicht verarbeitet der Remix ja einige Elemnte von Madizin und wir haben unsere perfekte Version zu "Perfect Life" - es wäre uns deutschen ESC-Fans zu wünschen.



2. Nathan Trent - "Running on Air"
ESC-technisch geht's weiter - und zwar noch die nächsten drei Songs lang. Auch Österreich hat über seinen Vertreter abgestimmt... also naja, eine Jury hat das gemacht, aber gut: Nathan Trent ist der Auserwählte und präsentiert am 11. Mai seinen Song "Running On Air" im 2. Halbfinale. Mir gefällt die Einfachheit des Tracks und dieses Gefühl, dass man gar nicht versuchen will, auf die lauten Töne zu gehen. Diese Unaufgeregtheit macht den Song aus und tut gut auf meiner Playlist. Auf eurer ja vielleicht auch (: Ich wünsche Österreich damit viel Erfolg und hoffe, wir sehen uns im Finale am 13. Mai 2017 ;-)


3. Loreen - "Statements"
Der Schock in Schweden war groß: Loreen, die ESC-Siegerin 2012 und Interpretin von "Euphoria", nahm erneut am Vorentscheid teil. Das Publikum rechnete mit einem klaren Finaleinzug, doch es kam anders: Loreen schaffte es zunächst nur in die "2. Chance-Runde" und schied dann überraschend aus. Sehr schockierend, denn ich mag "Statements" total. Der Song ist sehr aggressiv und stößt den Zuhörer vielleicht zunächst etwas vor den Kopf, aber ich liebe Loreen's Stimme bei dem Titel und die Einbindung von orientalischen Klängen ist subtil, aber wichtig, um dem Track das gewisse Etwas zu verleihen. Mir gefällt's und ich hätte das sehr gerne in Kiew gesehen. Schade, Schweden, denn der jetzige Vertreter (Robin Bengtsson mit "I Can't Go One") ist zwar ganz nett, aber einfach nicht mehr. Immerhin hat Loreen auf meiner Playlist weiterhin Bestand. Danke dafür!


4. Ace Wilder - "Wild Child"
Auch in Schweden entdeckt und sofort geliebt: Ace Wilder mit "Wild Child". Gut gemachter Pop á la Icona Pop oder Charlie XCX begeisterte mich die Sängerin bereits im Jahr 2016 mit "Don't Worry" und auch 2017 gelang ihr das selbe Gefühl bei mir auszulösen. Dieser Song klingt nach Sommer, Spaß und ist wie zum Mitsingen gemacht. Auch das hätte ich gerne in Kiew gesehen. Verpasste Chance Nummer 2, Sverige! Dennoch: Ace gehört wohl zum Standardinventar einer jeden Eurovision-Vorentscheids-Saison und ich möchte sie gar nicht mehr missen!

5. Sia - "Helium"
Es wird emotional. Und zwar gleich zwei Mal. Sia nahm für den Fifty Shades Darker-Soundtrack die emotionale Ballade "Helium" auf, der im Film wunderschön inszeniert ist und mir sofort auffiel. Natürlich musste ich den Song sofort haben und seitdem läuft er im Prinzip rauf und runter. Die ganze Zeit. Besonders wenn es draußen schmuddelig ist und regnet. Denn genau zu so einem Wetter passt er, auch wenn die Geschichte eine andere ist. Hier geht es nämlich eigentlich darum, wie sehr man einen anderen Menschen liebt und diesen braucht - und genau das zum Schwachpunkt werden kann. Trotzdem geht man das Risiko ein und lässt damit zu, verletzt zu werden. Wenn aus diesem Gefühl aber "Helium" entsteht, dann ist es das Risiko definitiv wert!

6. Lea Michele - "Love Is Alive"
Gefühlvoll geht es weiter. Lea Michele habe ich euch bereits im Februar vorgestellt, da noch mit Songs aus ihrem 1. Album "Louder". Nun kündigte sie für April ihr 2. Werk "Places" an und veröffentlichte die erste Single "Love Is Alive", die mich total an große Sängerinnen wie Céline Dion und die frühe Mariah Carey erinnert. Wunderschön gesungen mit einer grandiosen Instrumentalisierung und einem tollen Aufbau - da muss man einfach reinhören. Und trotz des eher klassischen, dennoch traurigen Sounds, hat der Titel etwas sehr Positives. Ach, ich freue mich auf die gesamte LP!


7. Little Mix feat. Machine Gun Kelly - "No More Sad Songs"
Diesen Song habe ich gar nicht soooooo oft gehört, aber er ist einfach zu gut, um ihn vor euch zu verheimlichen. Little Mix begeisterten mich ja mit ihrem Album "Glory Days", welches ich euch quasi schon seit Monaten aufs Auge drücke und auch ihre neue Single "No More Sad Songs" gehört zu meinen Favoriten auf der Platte. Diesmal präsentiert sie sich aber als Remix mit dem Rapper Machine Gun Kelly und begeistert auch da. Das Video soll bald schon veröffentlicht werden und ich bin gespannt, was es zu bestaunen gibt. Mal sehen, was sich die Mädels ausgedacht haben :D

8. Melanie C - "Dear Life"
Letztens fuhren wir zu einer Freundin und im Radio wurde groß die neue Single von Melanie C angekündigt - richtig, die Melanie C von den Spice Girls. Ich kenne keine Alben von ihr, doch der Song konnte mich wirklich überzeugen. "Dear Life" hat etwas sehr Reflektiertes und klingt modern und frisch, dennoch aber typisch Mel C. So richtig beschreiben kann ich es gar nicht, aber ich würde mir wünschen, dass der Song mehr Beachtung finden würde. Ich persönlich fühle mich in die frühen 2000er versetzt, gleichzeitig klingt der Track aber trotzdem nach 2017. Wie das geht? Hört selbst!

9. Louisa Johnson - "Best Behavior"
Diese ehemalige X Factor-Gewinnerin macht einfach ihr Ding und hat sichtlich Spaß mit ihrer Musik. Louisa Johnson kann man mit ihren Songs "So Good" und "Tears" schon auf meinem Handy vorfinden, jetzt reiht sich "Best Behavior" nahtlos ein. Der Song ist eine Mischung aus coolen RnB-Sounds und eingängigen Pop-Einschlägen, die insgesamt einfach einen Chartbreaker formen. Ich bin wirklich sehr gespannt auf das gesamte Debüt-Album, welches sofort nach Erscheinen bei mir eintrudeln werden.


10. Zara Larsson - "One Mississippi"
Oh. Mein. Gott. Wie gut ist Zara Larsson bitte? Nachdem die schwedische Sängerin im letzten Jahr quasi ständig die Charts bestimmte, beispielsweise mit "Lush Life", "This One's For You", "Ain't My Fault" oder "I Would Like" (oder tausend anderen Tracks), liefert sie nun ihr vielfach erwartetes 2. Studioalbum "So Good" ab und ich muss sagen: Ich. Liebe. Es. So muss sich Pop im Jahre 2017 anhören. Eine Album-Rezension folgt noch, bis dahin präsentiere ich euch hier mein Highlight: Die Ballade "One Mississippi", die eine emotionale Liebesgeschichte von Anfang bis Ende erzählt. *Seufz* - ich bin verliebt und gleichzeitig traurig *.*

11. Yvonne Catterfeld - "Guten Morgen Freiheit"
Wie schon auf Facebook erwähnt, erschien am 10. März das neue Album von Yvonne Catterfeld, "Guten Morgen Freiheit". Ich bin ja großer Fan der Sängerin seit ich sie mit "Für dich" kennengelernt habe und habe sie seitdem eigentlich immer mal wieder verfolgt und geguckt, ob denn schon was Neues draußen ist. So stieß ich auch 2013 auf ihre LP "Lieber so", welches ich herausragend fand. Doch die Platte sollte nur der Anfang sein: Es folgte die Teilnahme bei Sing mein Song, ein anschließender Coaching-Job bei The Voice und die Gründung ihres eigenen Labels Veritable Records. Und jetzt - vier Jahre nach der Veröffentlichung ihres letzten Albums - erschien ENDLICH ihr neues Studioalbum. Dabei gefällt mir eigentlich die gesamte Platte, aber der Titeltrack hat es mir irgendwie besonders angetan. Vielleicht liegt es am schönen Video oder einfach an der positiven Message, aber "Guten Morgen Freiheit" gefällt mir nicht nur, sondern weckt mich auch jeden Morgen. Das heißt schon was!


12. Kygo & Selena Gomez - "It Ain't Me"
Kennt ihr noch meine Jogging-Lieder? Also Lieder, die ich gerne anhöre, wenn ich gerade laufe und mir die Seele aus dem Leib schwitze? Was sich wie Lieder anhören, die eigentlich nicht gut sein können, sind mir fast die liebsten, denn sie bleiben ganz lange auf meiner Playlist. Eben so ein Lied ist "It Ain't Me" von Kygo und Selena Gomez. Mir gefällt wirklich alles an dem Track: Der Aufbau mit den ruhigen Strophen und dem ausbrechenden Refrain; die Story, die der Song erzählt als auch die Stimme von Selena Gomez auf dem Track.

13. Ed Sheeran - "Galway Girl"
Natürlich darf auch dieser junge Mann nicht fehlen: Ed Sheeran dominiert die Popwelt 2017 und wird von so gut wie jedem gehört. Richtig so, denn sein neues Album ist einfach grandios! Dabei habe ich euch auf die Playlist einen meiner Lieblingstracks gepackt: "Galway Girl" erzählt die verrückte Geschichte eines Mädchens, die in einer irischen Band spielt, sich aber in einen Engländer verliebt. Lustig, typisch irisch und sehr, sehr eingängig, könnte ich mir vorstellen, dass das der neue Radio-Hit wird. Gut, dass sich Ed dazu entscheiden hat, ihn als nächste Single auszukoppeln ;-)


14. Elif - "Doppelleben"
Schon im letzten Monat vorgestellt und immer nach brandaktuell: Elif und ihre Single "Doppelleben". Ich habe das Gefühl, dass mit jedem Hören der Song noch besser wird, weil man viel mehr Details raushört. Elif liefert schon seit Jahren qualitativ hochwertigen Pop, der ihre Wurzeln verarbeitet und gleichzeitig auch auf moderne Einflüsse eingeht. Für mich eine Meisterleistung und quasi Pflicht, wenn man auf deutschen Pop steht. Und wenn nicht, sollte man trotzdem reinhören, es lohnt sich nämlich extrem.

15. Roger Cicero - "In diesem Moment"
Als Abschluss meiner kleinen, aber feinen #Playlist habe ich mir etwas ganz Besonderes ausgesucht: Denn letzten Freitag wurde posthum das Best of von Roger Cicero, "Glück ist leicht", veröffentlicht. Ich war nie der aller größte Fan, habe aber Roger immer für seine Eigenständigkeit und Mut bewundert. Viele seiner Songs haben mich außerdem durch die verschiedensten Lebenslagen gebracht: "Frauen regier'n die Welt" war der erste Eurovision Song Contest, den ich so richtig aus eigenem Antrieb verfolgt habe, zu "Zieh die Schuh aus" und "Ich atme ein" habe ich nach Sing mein Song abgedanct und sein bisher unveröffentlichter Song "Eine Nummer zu groß" verlieh mir Gänsehaut beim ersten Hören. Tja, und "In diesem Moment" ist für mich einfach ein kleines Meisterwerk, weshalb er in diese Playlist aufgenommen wurde.

Danke Roger, für großartige Musik, inspirierende Worte und wundervolle Momente, die ich mit dir und deiner Musik hatte und weiterhin haben werde.



Das war's auch schon - welche Songs hört ihr euch im Moment rauf und runter an? Lasst es mich wissen (:
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Buchrezension: "Fuchsgott" von Nicky P. Kiesow

© Nicky P. Kiesow
Titel: Fuchsgott
Autor: Nicky P. Kiesow
Verlag: Independent
Seiten: 65
Ausgabe: eBook/Taschenbuch
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 15. März 2017
Preis: 0,99 €/4,00 €
ISBN-10: 1543260179
ISBN-13: 978-1543260175
Hier könnt ihr es kaufen: Amazon




Klappentext laut Amazon:
In diesem Teil tritt Sisandra in den Vordergrund. Nachdem sie Erebos entkommen ist, muss sie sich eine Hetzjagd mit ihren Verfolgern liefern. Außerdem bleibt Sisandra nichts anderes übrig, als sich um ihre aufgelöste Fuchsgöttin Ava zu kümmern. Wird es Sisandra rechtzeitig gelingen, wieder mit Ava in Einklang zu kommen?


Meine Meinung:
Das eBook wurde mir als Rezensionsexemplar von der Autorin zur Verfügung gestellt - ein herzliches Dankeschön an sie (:


Schon seit einigen Monaten stelle ich euch jedes Mal wieder den neuen Teil der Fuchsreihe vor und werde nicht müde darüber zu sprechen, wie süß diese Reihe ist. Und ehrlich: Jedes Mal aufs Neue bin ich total verliebt in die Figuren, die Geschichte und die großartige Welt, die Nicky erschaffen hat. Während sich die vorherigen drei Bände Fuchsgeist, Fuchsfluch und Fuchsseele besonders auf May und ihren Fuchsgeist Ren konzentrierten, rückt nun ihre Schwester Sisandra in den Mittelpunkt des Geschehens. Was uns da erwartet und warum die Geschichte spannend und interessant ist, obwohl man mit dieser Schwester weniger anfangen kann als mit May, erfahrt ihr jetzt.

Achtung! Es folgt eine kurze Zusammenfassung des Inhalts. Jeder, der also die vorherigen drei Bände NICHT gelesen hat, sollte sich nicht spoilern und diesen Teil erst lesen, wenn er die Geschichte bis Band 4 kennt.
Sisandra ist die Flucht gelungen: Nachdem sie von zwei Wölfen über Meilen verfolgt wurde, gelangt sie endlich zu einem Dorf im Wynterland, in dem sie aufgewachsen ist. Hier treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander, denn wir lernen einerseits Sisandra und ihre Geschichte besser kennen, andererseits erfahren wir aber auch, wie der Clan versucht, die Wölfe zu stoppen das gesamte Land zu zerstören.

Wie bereits gesagt: Sisandra ist einem von den ersten Bänden eigentlich recht unsympathisch, da sie sich vorwiegend über andere stellt und meint, etwas Besseres zu sein, nur weil sie von einer Fuchsgöttin erwählt wurde. Allerdings liefert der 4. Band Geschichten rund um ihre Vergangenheit und zeigt wichtige Beziehungen aus dieser in der Gegenwart. So lernen wir alte Freunde, einen heißen Verlobten und eine ganz besondere Verbindung zu einer Person kennen, mit der ich so gar nicht gerechnet hätte - allerdings gefällt sie mir sehr, sehr gut und ist mit Grund meiner Begeisterung für den neuen Band.

Wie immer ist der Schreibstil ganz wunderbar flüssig und die Kapitel so gestaltet, dass sie gleichzeitig viel verraten, aber überhaupt nicht langatmig wirken. Ich habe jeden Moment in der Welt genossen und bin jedes Mal wieder begeistert, wie es Nicky schafft diese so süß wie nur irgend möglich zu beschreiben. Auch die Charaktere sind wunderbar beschrieben und gepaart mit der faszinierenden Welt der Tiergeister ergibt sich eine ganz wunderbare Szenerie.

Mein Fazit:
Ehrlich gesagt gefällt mir dieser Band am besten von allen bisher veröffentlichten Teilen. Ja, ich mag May und Ren total und freue mich auch schon wieder, sie in den nächsten Bänden hoffentlich noch näher kennenzulernen und endlich Licht in die gegenwärtige Situation zu bringen. Allerdings genoss ich es diesmal sehr die Figur kennenzulernen, die eigentlich nur eine Leere Hülle zu sein schien und total undurchsichtig für mich war. Jetzt aber lernt man sie als Mensch kennen, der Fehler macht und über seine Schwächen Bescheid weiß. Gleichzeitig bringt Nicky die Geschichte noch einmal auf ein ganz anderes Level und experimentiert mit den Figurenkonstellationen. Die Autorin findet den Mut und geht ganz ungewöhnliche Wege, mit denen ich nicht gerechnet hätte und die bestimmt viele Leser überrascht hat. Dabei sollte an einer solcher Storyline gar nichts ungewöhnliches sein. Chapeau dafür und unbedingt mehr davon! Wer wissen will, auf was ich anspiele, der muss unbedingt diesen Band lesen - oder mit der zuckersüßen Reihe überhaupt mal anfangen <3

Aus all diesen Gründen gibt es deshalb von mir 5 von 5 Punkten und eine dringende Leseempfehlung!

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Buch-Rezension: "AchtNacht" von Sebastian Fitzek

© Droemer Knaur
Titel: AchtNacht
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 400
Ausgabe: Broschiert
Auflage: 1
Preis: 12,99 €
ISBN-10: 3426521083
ISBN-13: 978-3426521083
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon




Klappentext laut Amazon:
Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Der neue Blockbuster von Sebastian Fitzek, dem „Meister des Wahns“ – exklusiv im Taschenbuch


Meine Meinung:
Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt - an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür (:

Dieser Mann hat einen ab der ersten Seite in der Hand! So oder so ähnlich dürften die Reaktionen ausfallen, wenn man begeisterte Sebastian Fitzek-Fans trifft und fragt, wie sie seine Bücher beschreiben würden. Und genau so geht es mir jedes Mal auf's Neue auch. Der Autor begeistert ganz Deutschland mit seinen Thrillern, die immer eine spezielle Note haben und ganz anders sind als anfänglich gedacht. Nachdem ich das schon bei "Passagier 23" und "Das Paket" erfahren durfte, freute ich mich umso mehr auf sein nächstes Werk: "AchtNacht". Als ich dann noch hörte, dass sich sich Sebastian Fitzek vom Film "The Purge" hat inspirieren lassen als er das Buch schrieb, war ich noch viel angefixter, schließlich zählt der Streifen zu meinen absoluten Lieblingsfilmen der letzten Jahre - es konnte also nur gut werden, oder?

Kommen wir kurz zum Inhalt, von dem ich aber nicht zu viel verraten möchte, denn man kann eigentlich nur genau das zun: zu viel verraten. Die Geschichte folgt Benjamin Rührmann, einem Vater und Musiker, der gerade seinen Job verliert und relativ ziellos durch Berlin irrt. Doch plötzlich trifft er auf eine Straßengang und erfährt von der tödlichen AchtNacht. Doch es kommt noch schlimmer: Er selbst wird als vogelfreies Opfer in der Todeslotterie gezogen und hat ab diesem Zeitpunkt nur ein Ziel - und das heißt Überleben. Denn die nächsten zwölf Stunden werden sein Leben für immer verändern oder es grausam beenden.

Spannender Stoff und genauso atemberaubend wie es sich anhört, ist es auch: Man folgt der Figur durch die verhängnisvolle Nacht, vertraut absolut niemanden und fragt sich ständig, ob es noch schlimmer kommen kann. Somit hält das Buch genau das, was man auf dem Klappentext verspricht: Man erlebt ein massenpsychologisches Experiment und ist mitten drin im Wahnsinn. Dabei folgt das Buch einem spannenden Aufbau mit immer neuen Facetten, wie man es als Sebastian-Fitzek-Fan gewohnt ist. Besonders schön fand ich, dass man zwar die Inspiration von "The Purge" offensichtlich merkt, ist die Grundidee doch die selbe, allerdings erzählt er diese gänzlich anders als der Film und fügt die Geschichte so zusammen, dass man andere Einblicke erhält. Dadurch ist "AchtNacht" viel persönlicher und näher an den Opfern dran, zeigt aber durch seine Perspektivwechsel auch Gedanken anderer Figuren, die alles andere als Opfer sind.

Großartig ist dabei auch die Darstellung der Hauptfigur Benjamin Rührmann. Dieser ist zwar total unorganisiert und geht scheinbar ziellos durch das Leben, ohne große Ambitionen zu haben irgendetwas richtig zu machen, wirkt aber gleichzeitig durch diese Art sehr sympathisch. Ein Mann, der eigentlich nur sorgenfrei leben will, ohne dabei zu verstehen, dass man dafür eben doch was tun muss. Doch die Figur entwickelt sich und lernt schnell, dass er sein Leben in die Hand nehmen muss, um weiterzukommen - oder, wie in diesem Fall, zu überleben. Gleichzeitig gefällt mir auch die Interaktion mit anderen Figuren sehr gut, besonders die zu einer Person, auf die ich nicht näher eingehen werde, da ich nicht zu viel verraten möchte. Die Konstellation zwischen diesen beiden Figuren ändert sich nämlich ständig, was dazu führte, dass ich mich selbst immer gefragt habe, wie wohl die nächsten Seiten zwischen ihnen werden würden und ob ich den anderen Figur wirklich vertrauen kann. Eine interessante Skizzierung, die zusätzlich zum Plot die Spannung aufrecht erhält.

Mein Fazit:
Wieder ist es "ein Fitzek" geworden, der mir von vorne bis hinten sehr gut gefallen hat! Nach dem grandiosen "Das Paket", welches mich wirklich begeistern konnte, waren die Erwartungen sehrhoch, doch dadurch das "AchtNacht" so völlig anders ist, fiel es mir überhaupt nicht schwer, abzuschalten und die Geschichte einfach zu genießen. Ein spannender Plot, nachvollziehbare Handlungen der Charaktere und spannende Wendungen (für die der Autor ja bekannt ist) führten dazu, dass ich die Geschichte innerhalb weniger Stunden verschlungen habe, weshalb es natürlich auch die volle Punktzahl an Sternen gibt.


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LIVE-Leseeindruck zu "AchtNacht" von Sebastian Fitzek

Herzlich Willkommen zu einem neuen Leseeindruck <3
Es ist mal wieder so weit: Mein allerliebster Lieblingsautor Sebastian Fitzek bringt heute, am 14. März 2017, sein neues Buch auf den Markt: "AchtNacht" heißt es und ist vom Film "The Purge" inspiriert. Als ich die Kombination von "The Purge" und Sebastian Fitzek in einem Satz gelesen habe, war ich sofort Feuer und Flamme und wollte umgehend das Buch haben. Ich musste zwar einige Monate warten, aber dann kam es bei mir zuhause an: Das Rezensionsexemplar vom neuen Thriller des Meisters. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Droemer Knaur Verlag für die Zusendung, ich freue mich sehr!

© Droemer Knaur Verlag

Ich glaube, dass ich Sebastian Fitzek nicht wirklich vorstellen muss, denn er begeistert Leser seit nunmehr 10 Jahren und gehört bei fast jedem zu den Lieblingsautoren in diesem Genre. Herr Fitzek schafft es, spannende Geschichten zu erzählen, die am Ende so völlig anders sind als am Anfang gedacht. Ich selbst habe noch gar nicht so viele Bücher von ihm gelesen (das hier dürfte mein drittes sein), bin ihm aber dennoch sofort verfallen, so sehr, dass ich mir bald die Jubiläumsbox mit all seinen Thrillern besorgen werde. Des Weiteren dürfte alle Fans freuen, dass drei seiner Bücher verfilmt werden: "Abgeschnitten" wird aktuell für das Kinopublikum produziert und seine beiden Bücher "Passagier 23" und "Das Joshua-Profil" werden in Zukunft bei RTL zu sehen sein.

Doch zurück zum Buch: Wie bereits gesagt, wurde die Geschichte von dem Film "The Purge" inspiriert. Für alle, die den Film noch nicht kennen (wie kann man nur? :D) verlinke ich mal hier eine Szene aus dem Film. Ich bin Fan des Films, der insgesamt bereits zwei Fortsetzungen bekommen hat, der dritte Teil lief letztes Jahr erst im Kino und ist seit kurzem auf DVD erhältlich.


Gruselig, aber total spannend, oder? Mit diesen Eindrücken im Hinterkopf, bin ich wirklich gespannt, wie Sebastian Fitzek die Regeln von "The Purge" auf Deutschland gemünzt hat und was für eine Story sich daraus entspinnen wird. Für alle, die keine Ahnung haben, um was es geht (wie kann man nur? :D) gibt's hier den Klappentext laut Amazon:

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Der neue Blockbuster von Sebastian Fitzek, dem „Meister des Wahns“ – exklusiv im Taschenbuch.


Entschuldigung für die Wortwahl, aber geil, oder? Ich bin sehr angefixt und nehme euch deshalb auf meine Lesereise mit - ich habe das Buch am 12. März 2017 begonnen und habe mich extra ein wenig zurückgehalten, um nicht sofort fertig zu sein, wenn der Beitrag online geht. Aber eins kann ich euch versprechen: Spätestens übermorgen bin ich durch :D

Cover: © Droemer Knaur Verlag
Dieser Beitrag ist SPOILERFREI.
Ich werde die Handlung der ersten Seiten nur grob wiedergeben, ihr braucht also keine Angst haben, dass ich euch zu viel verrate (:

Etappe 1: S. 9 bis S. 53
Wir lernen Ben kennen, einen unorganisierten und sehr verpeilten Schlagzeugspieler, der gerade seinen Job verloren hat und sich nun fragt, wie er den Unterhalt für seine Tochter Jule aufbringen soll. Im weiteren Verlauf erfahren wir, dass Jule während eines Unfalls beide Beine verloren hat. Auch die genauen Umstände des Unfalls werden beschrieben und es stellt sich heraus, dass Ben das Auto fuhr, in dem Jule saß und ihre Beine verlor. Doch es kommt noch schlimmer: Obwohl seine Tochter scheinbar alles gut überstanden hat, wollte sie scheinbar vor einigen Wochen Selbstmord begehen und stürzte sich vom Dach des Studentenwohnheims. So zumindest der Eindruck der Polizisten, denn Ben glaubt nicht daran, dass seine lebensfrohe und mutige Tochter so etwas tun würde. Schließlich wollte sie nur Stunden vor dem angeblichen Selbstmordversuch dringend mit ihrem Vater reden und ihn warnen. Doch vor was?

Die ersten Seiten las ich mal wieder in einem Guss durch. Der Autor hat das Talent so zu schreiben, dass man gar nicht anders kann als weiter zu lesen, ohne auf Zeit oder irgendwelche anderen äußeren Einflüsse achten zu können. Die Kapitel sind dabei wieder kurz gefasst und enden fast immer mit Cliffhängern - eine Sache, die ich genauso sehr liebe wie hasse, aber wohl vornehmlich liebe. Noch haben wir übrigens nicht über die AchtNacht erfahren, lediglich ein kurzes Zusammenstoß mit einer Straßengang führte dazu, dass Ben den Begriff das erste Mal hörte. Ich bin gespannt, wie man die Regularien erklärt, schließlich ist es nicht so wie im oben genannten Film, dass der Staat die Nacht selbst verkündet - anscheinend wird die AchtNacht von einer geheimen Internetcommunity organisiert. Mal sehen, wie das weiter geht.


Etappe 2: S. 54 bis 102
Okay, die AchtNacht nimmt Fahrt auf. Wir erfahren, wie sich diese über das letzte Jahr organisiert und manifestiert hat und welche Regeln gelten. Nachrichtensender berichten über die erwählten Personen, es gibt Interviews mit Anwälten und Psychologen, Deutschland scheint im Ausnahmezustand zu sein. Außerdem lernen wir verschiedene Banden kennen und die Regeln, die vorher noch nicht erklärt wurden, sind jetzt deutlich gemacht. Es geht um Leben und Tod, das wird sehr deutlich. Es wird an manchen Stellen die Perspektive gewechselt, was der Spannung gut tut und den Leser erst recht in den Bann zieht.

Bisher muss ich wirklich sagen: Ein für mich klassischer Fitzek, der sich gut zu seinen vorherigen Werken reihen kann. Dabei muss ich sagen: Man merkt die Inspiration vom Film, allerdings hat man auch vieles neu hinzugefügt oder anders umgesetzt. Das gefällt mir sehr gut, denn es ist keine billige Kopie, sondern ein Werk, das inspiriert wurde von einem anderen Werk - und dann eben auf ein anderes Medium umgemünzt wurde. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Etappe 3: S. 103 bis 205
Ich bin total atemlos, denn es passiert alles Schlag auf Schlag - genauso, wie man es von einem Fitzek eben gewohnt ist. Es passiert tatsächlich so viel, dass ich mich zwischendurch gefragt habe, ob wir denn jetzt schon ans Ende zugehen, da ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, wie es noch weiter gehen könnte. Die Geschichte entwickelt sich immer weiter und man hangelt sich von Situation zu Situation, bei der man sich ständig fragt, was man selbst tun würde - damit erfüllt der Autor das versprochene Gedankenexperiment auf dem Klappentext, was mir sehr gut gefällt. Auf den zurückliegenden Seiten erfährt man außerdem etwas zur Entstehung der AchtNacht-Seite und ist sich nun (scheinbar) gänzlich im Klaren, wie was zusammenhängt - ob es da noch eine Überraschung gibt, bleibt offen, schließlich ist der Autor ja bekannt für seine Momente, in denen alles noch einmal umgeworfen wird :D

Kommen wir jedoch einmal zu den Charakteren: Mir persönlich ist Ben sehr sympathisch, auch wenn er eine Person wäre, die ich im privaten Leben wahrscheinlich doch eher meiden würde. Denn er lebt einfach in den Tag hinein und ärgert sich zwar selbst über seine Handlungen, nimmt diese dann aber nicht in die eigenen Hände, was schade ist, denn da ist wirklich viel Potenzial. Somit fiebert man mit und hofft als Leser ständig, dass Ben den Mut hat, sein Leben in die Hand zu nehmen und diese Nacht hoffentlich überlebt - wegen seiner Tochter, aber auch für seine persönliche Entwicklung. Auch die zweite Protagonistin (die ich nicht näher beschreiben möchte, da ich sonst zu viel verraten würde) gefällt mir gut, auch wenn diese sehr viel labiler ist als Ben. Dennoch weckt sie bei mir den Schutzinstinkt, der dazu führt, dass ich inständig hoffe, dass ihr nichts passiert, auch wenn sie wahrscheinlich für den Rest ihres Lebens einen weg hat.

So viel zu dieser Etappe, ihr merkt: Ich bin begeistert und gespannt, was mich noch so erwartet - deshalb lese ich auch gleich weiter :D

Etappe 4: S. 206 bis 299
So, vorletzte Etappe für mich - heute Abend werde ich das Buch beenden. Es bleibt weiterhin spannend und es kommen sogar immer neue Aspekte hinzu, mit denen man so nicht gerechnet hätte. Typisch Fitzek eben! Allerdings frage ich mich, wie er es wohl zu Ende bringen wird, schließlich ist er dafür bekannt, nie die Erwartungen des Lesers zu erfüllen, sondern immer für eine Überraschung gut zu sein. Auf diese bin ich wirklich sehr gespannt, denn wie schon gesagt, kann ich es mir gar nicht vorstellen, wie man da jetzt noch groß was einbauen könnte. Aber gut, ich bin ja auch kein Autor, deshalb freue ich mich einfach auf das, was kommt.

Ich wollte aber noch einmal etwas über Buch-Hypes los werden. Es gibt sie ja immer wieder: Diese Bücher, die von der Buchblogger/Booktuber-Gemeinde sowas von gefeiert und gehyped werden, dass man quasi gar nicht um sie herum kommt. Man sieht, liest und hört sie überall und das Cover scheint auf jeder Facebook-Seite verlinkt zu sein :D Ich persönlich bin bei sowas immer relativ "genervt", denn ich sehe mich sehr schnell satt an einem Cover, auch wenn es noch so schön ist und will es dann gar nicht mehr lesen, weil es ja im Moment von jedem gelesen wird und ich dann irgendwie gleich eine Abneigung entwickle, auch wenn das Buch mir eigentlich zugesagt hätte :D Das mache ich gar nicht bewusst, aber ich meide dann einfach die Geschichte. Meist lese ich sie dann später und mache mir im Anschluss meine Gedanken darüber, zu einem Zeitpunkt, an dem niemand mehr an der Story interessiert ist, schließlich kennt sie gefühlt 90 % der Leserschaft :D

Bei Sebastian Fitzek ist das aber anders: Da hype ich selbst total und freue mich immer über seine Neuerscheinungen. Ja, ich habe noch nicht ganz so viele Bücher von ihm gelesen, aus dem einfach Grund, dass ich Thriller erst vor einiger Zeit für mich entdeckt habe, dennoch bin ich aber, seitdem ich dieses Genre lese, total angesteckt worden. Fitzek ist quasi ein Muss und ich möchte mir gar kein Jahr vorstellen, in dem kein neues Buch von ihm erscheint. Ich lese ja häufig, dass manche von seinen jüngsten Büchern etwas enttäuscht sind, da die alten um Längen besser wären, was mich umso neugieriger auf diese macht - denn NOCH besser, geht das überhaupt? Bis jetzt fand ich all seine Bücher toll und bin gespannt, was da noch kommt. Auf, auf also zu den letzten 100 Seiten!

Etappe 5: S. 300 bis S. 400
Ich bin fertig! Was war das nochmal für eine Achterbahnfahrt. Es ist wieder viel passiert und es gab ein Finale, mit dem ich zufrieden bin. Ja, es war nicht ganz so schockierend wie bei "Das Paket" oder so fies wie bei "Passagier 23", aber es war ein Ende, was mich gut unterhalten konnte und in einigen, wenn auch nicht allen Aspekten sogar überrascht hat - sowohl inhaltlich als auch die Figuren schafften das bis zur letzten Seite noch einmal :D Insgesamt hatte ich großartige Lesestunden damit und bin jetzt wieder etwas traurig, da ich jetzt wieder lange warten muss bis ein neuer Fitzek erscheint. Aber gut, das ist ein Luxusproblem, schließlich gibt es ja auch noch ältere Thriller von ihm, die ich noch nicht kenne. Und da wären wir wieder bei der Jubiläumsbox, die ich mir so schnell es geht besorgen muss :D

Mein endgültiges Fazit gibt es in einer separaten Rezension, die ich hier verlinke, sobald sie online ist. Danke für's Mitlesen - ich habe es mal wieder genossen, ich hoffe, ihr auch <3

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