#LIVE-Leseeindruck zu "Aquila" von Ursula Poznanski

Herzlich Willkommen zu diesem #LIVE-Leseeindruck!
Ich versuche ja jeden Monat mindestens einen schriftlichen Leseeindruck online zu stellen, was mir in diesem Jahr mal mehr, mal weniger gut gelungen ist, doch ich möchte mich gerne daran halten, denn einerseits machen mir diese Beiträge mit am meisten Spaß, andererseits kommen sie auch bei euch sehr gut an, was mich natürlich total freut und mich immer wieder dazu motiviert, solche Beiträge zu verfassen. Allerdings sind sie auch mit viel Arbeit verbunden, weshalb es in manchen Monaten einfach nicht dazu kommt. Aber gut, diesen Monat habe ich abgedeckt, denn ich lese seit Montag ein Buch und bin einfach TOTAL gespannt auf die Geschichte und wie sie mir gefallen wird, weshalb ich mir dachte, ich schreibe dazu einen Leseeindruck - außerdem könnt ihr das Buch ab Montag, dem 14. August 2017 erwerben, da erscheint nämlich "Aquila" von Ursula Poznanski im Loewe Verlag. Perfekter Zeitpunkt also, oder?

© Loewe Verlag

Ihr habt richtig gehört, es ist mal wieder so weit: Ursula Poznanski veröffentlicht einen weiteren Jugendthriller und entführt uns dieses Mal nach Siena, Italien. Nachdem "Elanus" total durch die Decke ging und sich nach Monaten immer noch auf Bestsellerlisten tummelte, sind die Fans nun natürlich gespannt, was sich die Autorin diesmal hat einfallen lassen - dabei verspricht "Aquila" Spannung, einen gewissen Kick und ganz viel mysteriöse Umstände. Was ich damit meine? Lest selbst, was der Klappentext laut Amazon zu bieten hat:

Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen. 

Das Blut ist nicht deines. 
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist. 
Halte dich fern von Adler und Einhorn ... 

Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen? 

Bestseller-Autorin Ursula Poznanski schickt ihre Heldin durch die engen Gassen und die unterirdischen Labyrinthe Sienas, die ebenso im Dunkel liegen wie Nikas Erinnerungen an die letzten zwei Tage. Ein unlösbar scheinendes Rätsel, ein monströser Verrat und die geheimnisvollen Symbole des mittelalterlichen Siena bilden das Gerüst dieses exzellenten Psychothrillers. 

Mehr Infos und Hintergründe zum Buch unter: 
www.aquila-buch.de

Klingt das nicht absolut spannend? Ich war schon auf der Leipziger Buchmesse, als das Buch vorgestellt wurde, angetan von der Geschichte, auch wenn ich das Cover jetzt nicht unbedingt mag - gelb ist irgendwie nicht meins und dieser Vogel erinnert mich irgendwie an den Bundesadler. Aber gut, immerhin macht sich die Farbzusammenstellung ziemlich gut auf Fotos :D Irgendeinen Vorteil hat ja irgendwie jedes Cover :D

Jetzt fragt ihr euch bestimmt: "Aber Moment mal, wenn es erst am Montag erscheint, warum liest du es dann schon?". Die Antwort ist: Ich gehöre zu den glücklichen Vorablesern, die die Geschichte bereits als eBook auf ihrem Reader haben - Danke an den Loewe Verlag für die Zusendung, ich freue mich sehr über diese Zusammenarbeit und hoffe, wir wiederholen das in Zukunft (:
Übrigens habe ich von Frau Poznanski erst ein Buch gelesen, nämlich "Schatten", welches im Wunderlich Verlag erschienen ist und den 4. Teil der Kaspary-Reihe darstellt. Ich weiß, ich habe mal wieder total verpeilt, dass es eine Reihe ist, doch der 1. Teil "Fünf" liegt bereits auf meinem SuB und wird sicher im Herbst gelesen, denn ich fand den 4. Teil (auch ohne Wissen über die Handlung davor) wirklich gut und sehr spannend. Damit ist "Aquila" also mein zweites Buch von der Autorin, gehen wir nach Genre ist es für mich sogar ihr erster Jugendroman - aufregend!

Wie immer berichte ich über meinen Eindruck völlig frei, unzensiert und verzichte dabei völlig auf irgendwelche Konventionen - finde ich also etwas wirklich gut, dann schreibe ich das genauso auf, wie ich es mir gedacht habe... es wird also nicht so förmlich wie in einer Rezension, stellt euch drauf lieber ein :D Und NATÜRLICH ist der Beitrag spoilerfrei, ich verrate lediglich die Handlung der ersten 50 Seiten und halte dann, was den Inhalt angeht, die Klappe - versprochen! Los geht's also, ich wünsche euch und mir viel Spaß und hoffe, ich kann den ein oder anderen für das Buch begeistern - vornehmlich mich, denn nur dann kann ich das auf andere übertragen :D

Buch-Cover: © Loewe Verlag
Dieser Beitrag ist SPOILERFREI!
Ich werde die Handlung der ersten Seiten nur kurz wiedergeben, ihr braucht also keine Angst haben, dass ich euch zu viel verrate (:


Etappe 1: Kapitel 1 bis 5
So, wir lernen Nika kennen, die nach einer, wie es scheint, wilden Nacht völlig benommen aufwacht, schlammdurchtränkte Hosen an hat und sich nicht mehr an den vorherigen Abend erinnern kann. Sie wandelt durch ihre WG und stellt fest, dass ihre Mitbewohnerin Jenny nicht zuhause ist. Nika zieht ihre Sachen aus, schlendert durch die Wohnung und versucht den gestrigen Abend Revue passieren zu lassen - ohne Erfolg. Als sie ins Bad geht, entdeckt sie eine Komische Krizzelei auf dem Spiegel: Mit Zahnpasta steht dort geschrieben "Letzte Chance". Neben dem Spiegel liegt ein T-Shirt, welches mit Blut durchtränkt ist und in ihrer Hose findet sie einen Zettel mit lauter merkwürdigen Notizen, die sie verfasst haben muss. Nika ist verwirrt und weiß nicht, wie sie mit der Situation umgehen soll. Als sie dann auch noch feststellt, dass es nicht Sonntag, sondern Dienstag ist und Nika somit keine Erinnerung an die letzten 2,5 Tage hat, wird es ihr anders. Sie versucht den Geschehnissen auf den Grund zu gehen und stellt dabei fest, dass sie weder ihr Handy findet, noch Zugriff auf ihr Notebook hat, denn da fehlt ihr Akku. Doch das schlimmste soll sie erst noch feststellen: Nika ist - ohne Schlüssel - in ihrer Wohnung eingesperrt.

Ich verspreche euch, dass ich mit dieser Zusammenfassung quasi nur die ersten beiden Kapitel zusammengefasst habe - wirklich. Es passiert auf den folgenden Seiten so viel, dass die Seiten tatsächlich total verfliegen, ohne, dass man es merkt. Die Autorin erzählt die Geschichte sehr geschickt und führt verschiedene Elemente ein, die einen neugierig auf das machen, was hinter ihnen steckt. Man ist dabei genauso ratlos wie Nika und kann sich so sehr gut in ihre Lage hineinversetzen. Man fühlt total mit, auch wenn man Nika als Person vielleicht nicht unbedingt sofort mag. Diesen Umstand kompensiert die Autorin mit den gleichen Gefühlen von Protagonistin und Leser. Wirklich sehr, sehr gut gemacht! Ich konnte nicht aufhören weiterzulesen und habe dann die zweite Etappe gleich mitgenommen - deshalb bekommt ihr sie auch gleich von mir dazu serviert.

Etappe 2: Kapitel 6 bis 12
Inhaltlich möchte ich jetzt gar nicht zu viel verraten, denn ich habe das Gefühl, ich würde dann schon zu viel preis geben. Logisch ist, dass Nika natürlich einen Weg aus der Wohnung findet, doch nicht nur das: Sie geht auch den Vorkommnissen und Hinweisen auf den Grund und bekommt dabei auch von verschiedenen Personen Hilfe. So klinkt sich auch Jennys Freund Lennard in die Geschichte mit ein als auch einige anderen Personen, die entweder mit Nika oder Jenny etwas zu tun haben. Der Leser fragt sich hier natürlich ständig, ob diese Figuren auch etwas mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun haben könnten und vertraut irgendwie keinem so richtig - zumindest geht es mir so. Da kommt der innere Kommissar in mir hoch, der keiner Person vertrauen möchte. Wisst ihr was ich meine? Ein solches Gefühl habe ich immer bei Thrillern oder Krimis :D

Sehr gut finde ich auch, dass die Autorin sofort Ideen, die der Leser was die Lösung angeht, haben könnte, zerstreut. So denkt man sich ja sofort: "Dann geh' halt zur Polizei", genau das greift die Autorin auf und verwendet es, um den Lesern zu zeigen: "Nein, nein, so leicht mache ich es euch nicht". So wie Frau Poznanski das mit dieser Idee macht, macht sie es aber auch mit ganz vielen anderen Dingen und hat mich somit völlig in der Hand - ich könnte mir gut vorstellen, dass es nicht nur mir so geht. Sehr raffiniert und gleichzeitig auch sehr logisch, wie sie die Geschichte angeht und das Geheimnis wahrscheinlich bis auf den letzten Seiten für sich behält. So soll es sein und genau SO möchte ich es auch haben. Dabei tut mir Nika übrigens total leid. Anfänglich denkt man ja, typisch Studentin, die mal wieder einen über den Durst getrunken hat, allerdings zeigt sich schnell, dass es eben nicht so einfach ist und Nika wächst einem deshalb auch total ans Herz. Sie ist kein naives Püppchen, was sich nicht zu helfen weiß, dennoch wirkt sie sehr hilflos, da sie einfach keine Ahnung hat, genauso wenig wie wir. Das führt einfach zu einer Einheit zwischen Figur und Leserschaft, was mir immer total gefällt.

Ich bin gespannt, wie sich alles weiter entwickelt und was für Facetten noch eine Rolle spielen - vielleicht hat ja auch Nikas neuer Freund Stefano etwas damit zu tun? Die beiden kennen sich nämlich erst seit kurzem und Stefano hilft - ohne irgendetwas zu hinterfragen - Nika in jeglicher Lage. Irgendwie komisch, oder? Außerdem telefoniert er die ganze Zeit ganz aufgeregt. Irgendwie ist mir das nicht geheuer. Mal sehen, wie sich das noch weiter bemerkbar machen wird :D

Etappe 3: Kapitel 13 bis Schluss
So, über meines Wochenendes in Berlin (genauer gesagt auf dem Rückflug davon) habe ich "Aquila" beendet und habe alles um mich rum vergessen, denn im letzten Drittel wurde es noch einmal richtig spannend: Die Autorin lässt sich viel Zeit, die Vorkommnisse ans Licht zu bringen und steigert so die Spannung fast ins Unendliche. Sehr geschickt gemacht, weshalb es auch wirklich Spaß gemacht hat, hinter die dunklen Stellen aus Nikas Erinnerung zu kommen. Mir persönlich hat schlussendlich noch die große Wendung gefehlt, dennoch hatte die Autorin einige Überraschung parat. Das hat mir gut gefallen und führte zu einem insgesamt wirklich positiven Leseeindruck.

Der Schreibstil war über das ganze Buch hinweg wirklich total passend, die Autorin erzählt die Geschichte sehr geschickt, indem sie einem Hauptstrang folgt und dann immer wieder vergangene Ereignisse miteinwebt. Das macht Spaß, führt zu Verwirrung und schlussendlich zu großen Erkenntnissen, was bei einem Thriller dieser Art ja sehr förderlich ist. Dabei begleitet der Leser eine Protagonistin, die vielleicht nicht sympathisch ist, einfach nur aufgrund der Möglichkeit sie könnte was mit dem Mord zu tun haben, allerdings dennoch überzeugt, weil sie kein Dummerchen ist, dass jedem glaubt und total naiv an die Sache ran geht - im Gegenteil, sie hinterfragt, recherchiert, nimmt die Dinge selbst in die Hand und hört schlussendlich größtenteils auf ihr Bauchgefühl. Vielleicht wirkt das an manchen Stellen etwas konstruiert, allerdings hat mich dieser Aspekt nicht wirklich gestört.

Mein endgültiges Fazit folgt in Form einer Rezension, ich bedanke mich für das Lesen und hoffe es hat euch, trotz des sehr kurzen Leseeindrucks gefallen - wir sehen uns beim nächsten #LIVE-Beitrag wieder (:

P. S.: Besucht übrigens UNBEDINGT die im Klappentext verlinkte Website zum Buch - dort könnt ihr euch auf Spurensuche durch Siena begeben, exklusiven Content anschauen und das Buch auch vorbestellen - was will man mehr, um sich auf das Buch einzustimmen?
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Auf listen by Lenny. präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Eurovision, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles - ich berichte darüber! Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram ein Abo schenktmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (:


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